Was steht uns bevor?

Aus Bibelwissen

Die Stunde der Finsternis
Abschrift der Schrift von Ludwig Katzenmeier (1979)

Selbstverlag des Verfassers
Die Schrift ist ggf. antiquarisch noch erhältlich

siehe weitere Abschriften:
Inhaltsverzeichnis:

Die Stunde der Finsternis

IX. Was steht uns bevor?

Die Zeiten werden nicht besser, sondern eher schlimmer. Ich will keineswegs Angst machen, will aber auch nicht dadurch schuldig werden, dass ich es unterlasse, meine Zeitgenossen und Glaubensgeschwister im Herrn vor dem zu warnen, was auf uns zukommt. Die nachfolgenden, recht dramatisch anmutenden Schilderungen mögen im Einzelnen durchaus etwas anders verlaufen, als ich sie schildern kann. Dennoch bin ich überzeugt, dass die dargestellten Hauptlinien der künftigen Entwicklung genau dem entsprechen was auf uns zukommt. und seinen Lauf nehmen wird. In den Zeitungen wurde gelegentlich Ähnliches berichtet.

1. Überfall über die BRD

a) Bürgerkrieg als Auftakt

Ganz Europa ist vom Kommunismus unterwandert. Überall sind einsatzbereite Kampfzellen mit fanatisierten Jugendlichen. Die arabischen staaten haben mit einem totalen Em,bargo alle Eröliklieferungen an Westeuerpa eingestellt. In Portugal etabliert sich ein eindeutig kommunistisches Regime. In Italien und Frankreich droht die Machtübernahme durch die Kommunisten. Die Wirtschaftssituation in den europäischen Ländern ist so katastrophal, dass die staatlichen Sozialleistungen eingestellt werden müssen. Die Lebensmittel werden knapp, das Geld entwertet. Das Benzin wird rationiert. Die Arbeitsmoral ist gesunken. Die Gewerkschaften fordern die Massen zur Arbeitsniederlegung auf. Mitten in diesem europäischen Wirrwarr, wird eine politische Persönlichkeit des Westens ermordet. Nach dem ersten Schock entstehen in den wichtigsten Großstädten der Bundesrepublik (z. B. Wolfsburg, Salzgitter etc.) Unruhen. Angeblich ist die Bevölkerung über steigende Lebensmittelkosten und Arbeitslosigkeit beunruhigt und mit der Entwicklung in Fragen der Selbstbestimmung unzufrieden. Die Demonstrationen entwickeln sich zu Straßenkämpfen, angeführt von Extremisten der Linken. Spezialisten der NVA organisieren Gegenschläge angeblich "faschistischer Banden". Pseudopolizisten feuern auf "friedliche Demonstranten". TV-Reporter filmen die "Brutalitäten". Hakenkreuze erscheinen an den Hauswänden. Antisemitische Flugblätter werden verteil. Die Weltpresse bringt hysterische Berichte vom "faschistischen Aufruhr". Demonstrationen in den NATO-Ländern fordern Rückzug ihrer Truppen aus der Bundesrepublik Deutschland. Die Regierungen sind nicht mehr in der Lage, Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. In dieser Situation beginnt Moskau mit aggressiven Flottenmanövern am Nordkap und schickt Kriegsschiffe durch die Dardanellen ins Mittelmeer.

b) Der Beginn der Invasion

Es ist ein spätsommerliches Wochenende. Beunruhigt über die Entwicklung in der Heimat kehren die Urlauber in die Bundesrepublik zurück. In der Innenstadt von München ist stockender Verkehr. Kilometerlange Autokolonnen stauen sich auf den Schnellstraßen des Ruhrgebiets. Trotz der prekären Lage leeren sich die Kaernen zum Wochenendurlaub. Einige Wachhabende bleiben zurück. Gegen 9 Uhr abends meldet das Grenzschutzkommando Süd ungewöhnliche Wahrnehmungen seiner Patrouillen im Raum Coburg. Das Geräusch rasselnder Panzerketten reißt nicht mehr ab. Kurze Zeit danach kommen ähnliche Meldungen von den Kommandos Mitte und Nord. Niedrige Wolken kleben an den Hängen des Harz, der Rhön und des Fichtelgebirges. Kurz vor Mitternacht stoßen die grauen Stahlkolosse russischer T-62-Kampfpanzer bei Velpe in der Nähe von Wolfsburg aus dem Dunkel der Demarkationslienie. Es ist die Spitze der 9. Garde-Panzerdivision. Mit Tempo 80 preschen die Vorhuten der 47. Garde-Panzerdivision und der 27. Garde-Mot.-Schützendivision an Herleshausen und Philippsthal vorbei.

Bei Coburg setzt die 57. Garde-Mot.-Schützendivision zum Stoß in Richtung Bayreuth-Nürnberg an. Im Morgendämmern des Samstag sind die ersten operativen Ziele erkennbar. Die 2. Garde-Armee umgeht Hamburg südlich und ist auf dem Vormarsch zum Ruhrgebiet. Die 8. Garde-Armee setzt zu Zangenoperationen gegen München und Nürnberg an. Die Entscheidung wird im Mittelabschnitt mit der 3. Stoß-Armee der 2. Garde-Panzer-Armee samt Unterstützungstruppen der NVA gesucht.

Erste Vorausabteilungen stehen 7 Stunden nach dem Invasionsbeginn im Raum Frankfurt. Gegen 11 vormittags klart der Himmel etwas auf. eine polnische und eine sowjetische Luftlandedivision werden zwischen Kiel und Hamburg abgesetzt. Vier weitere Luftlandedivisionen bilden Brückenköpfe bei. Düsseldorf Koblenz und Mainz.

In der gleichen Nacht übergeben die ostdeutschen Botschafter den NATO_Saaten gleichlautende Noten folgenden Inhalts:

"Die arbeitenden Massen der DDR fühlen sich bedroht; deshalb ist die NVA auf Bitten des östlichen Friedenskomitees in die BRD einmarschiert, um die Ordnung wieder herzustellen. Kontakt mit NATO-Truppen wird vermieden. Sollte die Bundeswehr, die nicht angegriffen wird, schießen, wird zurückgeschossen. Der Einmarsch dient dem Frieden und ist im Interesse Europas. Die NVA will keine Annexion. Sobald die Ordnung wiederhergestellt ist, zieht sie sich zurück."

Dies Noten werden in der Welt durch Funk verbreitet.

Noch in der Nacht haben im Westen lebende Agenten die Fernsprech- und Funkanlagen im Grenzgebiet der BRD zerstört. Kein Alarm weckt die in tiefer Ruhe liegenden Städte und Dörfer. Am Morgen der vollendeten. Tatsache sichern bereits NVA-Soldaten in den besetzten Gebieten Straßen und Brücken. Radarstellungen u nd Raketenbasen werden besetzt oder gestört. In Hannover, Kassel, Braunschweig werden die Rathäuser besetzt und Verkehrsknotenpunkte und Flugplätze gesperrt.

Die Bundeswehr kommt gar nicht oder nur spärlich zum Einsatz. Die NATO-Partner haben mit eigenen Schwierigkeiten zu tun und ziehen sich zurück. Deutschland ist alleingelassen.

Kennedy hat einmal gesagt: "Jede Verletzung der Grenzen der Bundesrepublik bedeutet Krieg". Nach einem unbeantworteten Ultimatum der USA an die Sowjetunion setzen in der dritten Nacht amerikanische Flugzeuge, von Nordafrika herkommend, längs durch die Bundesrepublik eine gelbe Wand. (Es handelt sich wohl um ein schweres Gas, oder um einen giftigen Staub, der alles durchdringt). Was in den Bereich dieser Zone kommt, ist dem Tode verfallen. Damit bricht die weiter vorrollende feindliche Front zusammen, ist dem Tode verfallen. Damit bricht die weiter vorrollende feindlichen Front zusammen, und der Angriff kommt vorerst zum stillstand.

Inzwischen hat durch die Kommunisten die Verhaftung und Verschleppung führender Persönlichkeiten aus Kirche Politik und Wirtschaft eingesetzt, die in einem Schnellverfahren abgeurteilt werden.

Junge Menschen werden in Güterwagen verladen und nach Osten zur Umerziehung verschleppt. Wohnungen werden geplündert und viele kostbare Güter über die Grenzen gebracht. Viele im Volk wachen auf, aber nun ist es zu spät.

Amerika landet Invasionstruppen, und damit beginnt der eigentliche Krieg. Um die westliche Abwehr zu irritieren, landen Truppen der Warschauer Paktstaaten auch in der Bodenseegegend zum Angriff auf die Schweiz. Ihnen folgen Division um Division russischer Soldaten.

Gleichzeitig toben in Frankreich Kämpfe um Paris zwischen Kommunisten und der nationalen französischen Armee. Paris wird zum Trümmerhaufen. Darüber steigert sich die Wut der Franzosen ins Unermessliche. Russische Luftlandetruppen kommen den Kommunisten zu Hilfe. Nach langem Ringen und schrecklichem Blutvergießen wird Frankreich wieder frei.

In Italien beginnt durch die Kommunisten eine grausame Säuberungsaktion, die sich besonders gegen die KIrche richtet. Der Papst entkommt durch Flucht. Indes erzittert der ganze Raum des Mittelmeers unter den tödlichen Schlägen der Revolution.

In allen Sparten Europas tobt der Bürgerkrieg, der sich zum dritten Weltkrieg ausweitet. Russland ist inzwischen in Schweden eingefallen und hat Teile von Norwegen besetzt. Dänemark ist von der Ostsee aus genommen worden. Russische Invasionstruppen haben über die norddeutsche Tiefebene kommende von Belgien.und Holland aus nach England übergesetzt.

Gleichzeitig hat auch der Krieg gegen Israel begonnen. "Der Hauptangriff erfolgt von Syrien und dem Irak, von wo aus die Russen ihre Armeen mit Infanterie und Panzern über die Türkei, den Kaukasus und Armenien entsenden. (Hes 38:8-9): "Du wirst heraufziehen und daherkommen mit großem Ungestüm und wirst sein wie eine Wolke, das Land zu bedecken.". Eine Wolke von Flugzeugen. und Fallschirmsoldaten, - letzter werden wie die Regentropfen über das Land herunterkommen. An der Genezarethfront und den Golanhöhen wird es kritisch sein. Jedoch das Schlimmste wird sich in Jerusalem abspielen (Sach 14:2): "Und die Stadt wird gewonnen, die Häuser werden geplündert - und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden". "- Das ist ein Teil jener Botschaft die Chaim Schwili (+) im September des Jahres 1972 zu Jerusalem gegeben hat.

2. Kampf der Supermächte um Sein oder Nichtsein

Nicht ganz einen Monat nach diesen Angriffen, die fast alle gleichzeitig beginnen, fällt China über die Mongolei in Russland ein, Jetzt, da Amerika und Russland durch ihre Kampfhandlungen aufs äußerste geschwächt sind, sucht es seine Gelegenheit wahrzunehmen. Ein großer Teil der russischen Invasionsheere wird dadurch aus der Bundesrepublik abgezogen, um nun das eigene Land zu verteidigen. Dies bringt die Wende in dem großen Kampf.

Große Enttäuschung hat die Völker Europas befallen. Die Begeisterung für den Kommunismus, der nur Zwietracht und Hass, Mord und Blutvergießen brachte, ist endgültig dahin. Von Frankreich, wo die Revolution niedergeschlagen ist, sammeln sich Teile der übriggebliebenen Armee und stoßen aus dem Elsaß zum Rhein. Auch der Kampf bei Basel ist entschieden. Von der Schweiz, dem bergigen Teil Österreichs und aus den Gebieten südlich der Donau, wo der Russe nicht allzulang wütete, sammeln sich die Menschen zu einem großen Heer, um mit letzter Entschlossenheit den Kampf zur Befreiung Europas aufzunehmen. Nach und nach wird Bayern frei. Doch im Rückzug werden die Städte vernichtet. Hass zeichnet die Spur des zurückweichenden Feindes. Zugleich geht der Kampf den Rhein entlang. Straßburg, Karlsruhe, Speyer, Mannheim-Ludwigshafen, Worms und Darmstadt bis Mainz und Frankfurt am Main sind die einzelnen Stationen schwerer Auseinandersetzungen. Und weiter geht das pausenlose Ringen das sich rechts und links des Rheines über Bonn bis ins Ruhrgebiet fortsetzt.

Inzwischen ist in Russland eine Revolution ausgebrochen. Ungeheure Massen von Chinesen sind tief ins Land eingedrungen. Das Durcheinander ist kaum zu beschreiben. Ein Teil der Bewaffneten Armee schlägt sich auf die Seite des Volkes. Führend russische Kommunisten begehen Selbstmord.

In dieser aussichtslosen Situation werden atomare Waffen eingesetzt. Er zuerst angefangen hat, weiß keiner. New York und Moskau sind wohl die ersten Städte die fallen. Dann folgen Washington und Leningrad, Chicago und andere. In der Schweiz sind es Zürich, Basel und Bern.

Eine Atombombe in die Nordsee löst eine über 10 m hohe Flutwelle aus, welche die ganze norddeutsche und holländische Tiefebene überschwemmt, an die Küsten Norwegens, Schwedens und Englands brandet und London im Meer versinken lässt. Ein gleiches geschieht im Mittelmeer und führt zum Untergang von Marseille.

In Israel ist die Schlacht zum Höhepunkt gekommen, Die Israeliten kämpfen mit dem Mut der Verzweiflung. Da wagt es einer, Jesus als den Messias anzurufen (Apg 2:21). Viele andere fallen mit ein, und indem sich aller Augen zum Himmel wenden, bekommen die Verteidiger neuen Mut. Dunkelheit, Trauer und Verwirrung weichen, denn die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar. (Sach 14:4-5), und mit IHM erscheinen seine Heiligen. "Feurige Wagen und Pferde" (2Kö 6:17 ) erscheinen, um über den Feind herzufallen. Blitz, Donner und Sturmwind zerstören seine Armada".

Über dem aber wird im Himmel durch das Lamm das sechste Siegel geöffnet.

3. Die Eröffnung des sechsten Siegels

Und ich sah, als das Lamm das sechste Siegel (Offb 6:12-17) öffnete, dass ein großes Erdbeben entstand. Die sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, der ganze Mond sah aus wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum beim Wehen eines starken Windes seine Spätfeigen fallen lässt. Und der Himmel schwand dahin wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, auch wurden alle Berge und Inseln von ihrer Stätte fortbewegt. Die Könige aber auf Erden, die Großen, die Hauptleute, die Reichen, die Gewaltigen sowie alle Sklaven. und Freien verbargen sich in den Klüften und Felsspalten der Berge. Und sie sprachen zu den Berge und Felsen: Fallet auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn der große Tag ihre Zorns ist gekommen, und wer kann da bestehen?

Was die Ereignisse des sechsten Siegels betrifft, so bringen sie den Abschluss des dritten Weltkrieges. Mitten hinein in das Chaos menschlichen Verhaltens, das auf Selbstzerstörung hinzielt, tönt das unwidersprechliche göttliche "Nein"! Als Echo und Antwort auf das durch Menschen im Atomkrieg verursachte Erdbeben folgt nun ein göttliches Erdbeben, das die ganze Welt umfasst. Es bringt Verwirrung in die Heerlager und schreckt die Menschen aus ihrem Wahn. Sinngemäß ist es ein ähnliches Beben wie an Ostern, da der Herr auferstand und die das Grab bewachenden Kriegsknechte wie tot umfielen. "Gräber taten sich auf und Heilige gingen daraus hervor und wurden gesehen in der Stadt Jerusalem" (Mt 27:51-57).

4. Die Entrückung der Gemeinde Jesu

(1Thes 4:13-18 u. Offb 7:9-17) Die in der Zeit des Krieges in Leiden zubereitete Gemeinde Jesu wird emporgezogen und hinweggenommen. Sie erlebt den eigentlichen Atomkrieg, dem eine kosmische Katastrophe folgt, nicht mehr. Es ergeht ihr wie Noah. Er sah die Flut kommen, wurde aber von ihr in keiner Weise berührt oder geschädigt (1Mo 7:7-10 - Siehe auch meine Schrift "Die Endzeit" V: "Zwei große Trübsale: und VI: "Seligkeit oder Herrlichkeit"). Gott weiß seine Auserwählten im kommenden Krieg auf wunderbare Weise zu bewahren. Viele nimmt er auch vorher hinweg. "Der Gerechte kommt um vor dem Unglück" (Jes 57:1) Diese kommen nicht zu kurz,"denn die Toten in Christo werden auferstehen zuerst, danach wir, die wir noch leben. Wir werden verwandelt werden und zugleich mit ihnen dem Herrn entgegengerückt in die Luft" (1Thes 4:16b-17)- Das alles geschieht bei den Signalen der göttlichen Posaune (1Thes 4:16a), ähnlich wie bei der geistlichen Auferstehung Israels (Hes 37:1-10) - siehe auch "Die Endzeit" VII: '"Israel - oder Prophetie in Erfüllung"), in drei Akten:

  1. Zusammenrücken der Totengebeine.
  2. Adern, Fleisch und Haut vervollständigen den Körper und
  3. Erfüpllung mit neuem Leben oder für die noch Lebenden Umwandlung in die neue Leiblichkeit buzw. Überkleidung mit dem himmlischen Herrlichkeitsleib.

Die Kinder der Gläubigen sind mit dabei, soweit sie sich nicht dem Bösen geöffnet haben, denn "ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht des himmlischen Vaters" (Mt 18:10). "So tröstet euch nun untereinander mit diesen Worten" sagt der Apostel Paulus zu den Thessalonichern (1Thes 4:18).

Über all dem, was auf uns zukommt, könnte uns bange werden.Wahrlich, wir müssen uns in jener Zeit sehr trösten, indem wir immer wieder auf die Schrift hinweisen und uns an die nahende Errettung erinnern. "Unsere Trübsal, die zeitlich und durch die Gegenwart unseres Herrn Jesu leicht ist, schafft eine ewige, über alle Maßen wichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht schauen auf das Sichtbare sondern auf das Unsichtbare denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig (2Kor 4:17-18).

Gott hört das Schreien seiner Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien und er wird sie in einer Kürze erretten, in einem Augenblick, so dass der Feind das Nachsehen hat (Lk 18:8). Die gläubigen sind nicht gesetzt zum Gericht, sondern dass sie das Reich ererben sollen (Mt 25:34). Darum haben sie auch Freudigkeit an jenem Tage (1Jo 4:17) und "erheben ihre Häupter, weil sich ihre Erlösung naht" (Lk 21:28). "Der Herr kommt selbst" (1Thes 4:16) Ihnen entgegen. Wie er einst in den Wolken verschwand, wird er in den Wolken wiederum erscheinen (Offb 1:7).

Wie sehnt er sich nach seinen Auserwählten, wie freut er sich auf sie, und wie freuen sie sich auf IHN! Welch eine Herrlichkeit hat ER ihnen bereitet, - sagt doch die Schrift, dass wir IHM gleich sein werden (1Jo 3:2). Das ist die Voraussetzung dafür, "Wenn wir ihn sehen wollen, wie er ist" (1Jo 3:2). Wie werden wir IHM aber gleich? Durch die Gleichgestaltung in Seinen Tod (Phil 3:10). Das muss durchlitten werden. "Nur die Toten in Christo" (1Thes 4:16b) werden auferstehen; die die ihrer Sünde abgestorben sind, die Buße getan haben in einer "göttlichen Traurigkeit, die niemand gereut" (2Kor 7:10). Da wird der alte Mensch verraten und. nimmt ab, damit JESUS in uns wachsen kann (Joh 3:30). Wo dieser Prozess zum Abschluss gekommen ist und man niemanden mer "als Jesus allein sieht" (Mt 17:8), da ist man "ein Toter in Christo" geworden.

Haben wir gelernt, "wegzusehen auf Jesus hin" (Hebr 12:2a)? "Wo unser Schatz ist, da wird unser Herz sein" (Mt 6:21).

Bei einer Evangelisation fragte einst ein Zuhörer, der sich gerade ein neues Auto angeschafft hatte, was bei seiner Entrückung mit seinem Auto wäre. Die Antwort war: "Sind Sie ganz getrost, Sie werden bei Ihrem Auto bleiben!" Es liegt ein großer Ernst in dieser Aussage. Du fragst vielleicht auch: "Was wird mit dem oder jenem geschehen? Kann ich meine Kinder behalten?" Sei getrost, Du wirst bei deinen Kindern bleiben. Jesus sagt: "Wer Vater oder Mutter, Frau oder Kind mehr liebt als mich, der kann nicht ins Himmelreich kommen" (Mt 10:37 u. Lk 14:26). Das klingt erbarmungslos. Doch der Herr muss Dich und mich freimachen, los von jeder menschlichen Bindung, damit wir solche werden, "die da haben, als hätten sie nicht" (1Kor 7:29-31). Das sind die Freiherren und Freifrauen von himmlischem Adel, die einmal mit Christus herrschen und regieren und "die dem Lamme folgen, wohin es geht" (Offb 14:4).

Der Geist und die Braut sprechen "Komm!" Welch eine Seligkeit, diesen Ruf zu hören. Von Mund zu Mund geht die Botschaft: "Unser Herr kommt! Jetzt ist er da!" Wie bei Paulus und Silas im Kerker von Philippi ertönen Lobgesänge in der Nacht, werden unter einem Erdstoß die Mauern gesprengt, die gefangenen frei und die Fesseln gelöst (Apg 16:25-26). Niemand kann die von Gott Befreiten mehr halten. Machtlos und erschrocken sehen die Peiniger dem göttlichen eingreifen zu. Ja, "wenn der Herr die Gefangenen erlösen wird, dann werden wir sein wie die T räumenden" (Ps 126:1)

Im Himmel sind schon alle Vorbereitungen zur Aufnahme der "Heiligen und Geliebten" in Christo Jesu getroffen. ER selbst, Jesus hat gesagt. "Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten, und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu Mir nehmen, damit ihr seid wo ich bin" (Joh 14:2-3). Mit welcher Liebe hat der Herr den seinen die himmlischen Wohnungen zubereitet! Da fehlt es an nichts. Alles, was sie um Seinetwillen verlassen haben, worauf sie um seines Namens willen verzichten, finden sie wieder, wie ER es verheißen hat. Da werden wir uns "freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude" (1Petr 1:8), wenn es tönt "Gloria sei dir gesungen, mit Menschen- und mit Engelszungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön"...

5. Was der Entrückung folgt

Als Noah in der Arche war, brach die Sintflut herein (1Mo 7:7); als Lot aus Sodom ging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel (1Mo 19:24). Gericht und Gnade liegen nahe beieinander. "Die einen werden angenommen, die anderen werden verlassen werden" (Mt 24:40).

Wenn die Gotteskinder, die das Licht der Welt sind (Mt 5:14), hinweggenommen werden, dann kommt der Teufel auf diese Welt. Dann heißt es: "Weh denen, die auf Erden wohnen, denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat" (Offb 12:12).

Unter den zum Einsatz gekommenen Atombomben entsteht ein furchtbarer Rauch in der Welt, der alles verdunkelt. Daraufhin erscheint die Sonne wie durch einen härenen Sack hindurchleuchtend; eine Erscheinung, wie sie auch bei Sterben unseres Herrn Jesus wahrgenommen wurde (Lk 23:45). Gottes Liebe und Gnade hat sich von den Menschen abgewandt. Das Gericht hat begonnen. Der Mond, der sein Licht von der Sönne empfängt, steht blutrot am Himmel, zum Zeichen dafür, dass die menschliche Vernunft im Blut erstickt ist. Unter der hereinbrechenden kosmischen Finsternis geht ein Meteoritenregen auf die Erde hernieder und mit ihm eine Menge unsauberer Geister, die sich aus dem Lufthimmel auf die Erde herabstürzen. Die Vorinvasion des durch Michael besiegten Luzifer hat begonnen (Jes 14:12; Offb 12:7).

Von der Wut der Dämonen erfüllt, kämpfen im Ruhrgebiet Ostdeutsche, Polen, Tschechen, Ungarn und Russen gegen Deutsche, Franzosen, Schweizer und Amerikaner. Im ununterbrochen Geschützdonner und aufblitzendem Feuerschein fällt die Entscheidung für den Westen. Nach dem furchtbaren Untergang eines gigantischen Heeres ist keiner mehr da der die Nachricht in der von revolution heimgesuchten Osten bringt. Die immer tiefer hereinbrechende Finsternis und die von tödlichem Staub erfüllte Luft, macht allem Streiten ein Ende (siehe auch "Die Endzeit" VIII), wie dies auch die Propheten Jesaja und Joel vorausgesehen haben.

Jes 13:10: "Denn die Sterne des Himmels und sein Orion lassen ihr Licht nicht strahlen; die sonne ist finster bei ihrem Aufgang, und der Mond lässt sein Licht nicht scheinen."

Joe 2:10: "Vor ihnen bebte die Erde, erzitterte der Himmel; Sonne und Mond verfinsterten sich, und die Stesrne verloren ihren Schein."

Jes 24:17-20: "Grauen, Grube und Fangnetz kommen über euch Bewohner der Erde, und geschehen wird es: "Wer da flieht vor dem grauenvollen Schrecknis, der stürzt in die Grube, und wer aus der Grube wieder heraussteigt, der fängt sich im Netz; denn die Fenster in der Höhe tun sich auf, und es erbeben die Grundfesten der Erde. In Trümmer wird die Erde zertrümmert, in Splitter wird die Erde zersplittert in Wanken und Schwanken gerät die Erde, hin und her taumelt sie wie ein Trunkener und schaukelt hin und her wie eine Hängematte...".

Eine Umpolung der Erde vollzieht sich. Unter dem Zorn Gottes wird die Welt von einem nie dagewesenen Erdbeben geschüttelt. Und indem die Kräfte des Himmels sich bewegen (Mt 24:29), sieht alles nach totalem Untergang aus. In der aufgerissenen Atmosphäre wird der Himmel schwarz, um später in wellenhafter Bewegung (aussehend wie ein Buchrolle) seine alte Gestalt wieder einzunehmen. (Der Luftrau ist mit seiner Oberfläche dem Wasser zu verglichen, das sich hin- und herbewegt, bis es wieder zur Ruhe gekommen ist). Dabei entstehen ungeheure stürme, die alles niederreißen; indem die erde wie eine Hängematte schaukelt, verstärkt sich das Erdbeben, stürzen Berggipfel, verändern sich Landschaften, werden Flussläufe unterbrochen und Städte zerstört.

Die Wassermassen erheben sich gewaltig (Lk 21:25), überschwemmen die Küsten, lassen die Inseln versinken und reißen alles nieder. Ein Massensterben setzt auf der Erde ein. Die Katastrophe ist so furchtbar, dass selbst hart Krieger verzagen. Sie suchen Schutz in Schluchten und Höhlen; denn im Höhepunkt des Geschehens steht

6. Das Zeichen des Menschensohnes am Himmel

(Mt 24:30) Unerträglich, gewaltig und groß zugleich ist die Erscheinung dessen zu sehen, in den sie gestochen haben (Offb 1:7). Ein Angesicht mit Augen wie Feuerflammen, die alles durchdringen, ist an allen Orten der Erde gleichzeitig zu sehen. Jenseits von Zeit und Raum war Jesus schon immer in Seiner Gemeinde gegenwärtig (Mt 18:20; Mt 28:20). Nun strahlt dieses Bild de Ewigen, vor welchem sich niemand verbergen kann, mit unausweichlicher Majestät in die Herzensnacht verzweifelter Menschen. Wie nach dem Sündenfall, als Gott den sich verbergen Menschen mit fragender Stimme rief: "Adam, wo bist du?" (1Mo 3:9), bricht die stumme Frage in verängsteten Herzen: "Mensch, wo bis du? Du stehst am Abgrund, kehre um!" In aufheulender Angst kommt die Antwort: "Ihr Berge, fallet über uns, und ihr Hügel, deckt uns" (Lk 23:30; Offb 6:16). Es gibt keine Flucht vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes. Wer kann bestehen an dem großen tag seines Gerichts?

Verderbt ist die Erde. Wird es noch einmal Gnade geben? - Gottes Heilsplan ist noch nicht zu Ende. Wie es am Kreuze war, ist es auch hier:

Vor solchem Antlitz muss die Lüge weichen
die zu dir sagt, du hättest keine Schuld.
Vor solchem Schmerz muss all dein Mut erbleichen.
Wie schrecklich ist die göttliche Geduld.
Wie schrecklich ist das tatenlose Warten
inmitten gut bedachter Grausamkeit.
Die Hände krampfen sich am Holz, am harten;
aus tausend Wunden blutet Herzeleid!

Nun weiß es alle Welt: "Es gibt einen Gott!" Vorbei ist es mit dem Atheismus und Materialismus.

7. Israels Sunde der Not

Israels Stunde der Not wird zur Grundlage einer geistlichen Neugeburt.

In dem Kapitel "Kampf der Supermächte..." habe ich als Letztes geschrieben, wie über dem Anruf des Namens Jesu eine Veränderung in der Schlachtsituation eintritt. Indem sich die sonne verdunkelt und tiefe Dämmerung auf das Land herabsinkt, setzt ein gewaltiges Erdbeben ein (Sach 14:2-7). Der Ölberg spaltet sich und der Morijaberg wird um über 100 m höher. Dabei stürzt die Omar-Moschee, das zweitgrößte Heiligtum der Mohammedaner, zusammen. Der Tempelplatz wird frei. In der entstehenden Verwirrung vernichten sich die Feinde gegenseitig (Hes 38:21): "Ich aber will wider ihn herbeirufen das Schwert auf allen meinen Bergen, spricht der Herr, dass eines jeglichen Schwert soll wider den andern sein". Aber der Herr wird seinem Volk eine Zuflucht und für Israel eine Festung sein. Eben noch preisgegeben und verloren, von einer unzähligen Menge seiner Feinde umzingelt, die zum tödlichen Schlag ausholen, ist durch Gottes persönliches und wunderbares Eingreifen Israel in einem Augenblick gerettet. "Das hat Jahwe getan!" tönt es au aller Munde, und im Fliehen der Feinde sinkt Gottes Volk auf die Knie, um den anzubeten, dessen Erscheinung für einen kurzen Augenblick überdimensional am Himmel steht. Unter einem gewaltigen Hagel von Feuer und Schwefel wird das feindliche Heer begraben (Hes 38:22).

Wenn die kosmische Katastrophe vorüber ist und die Sonne wieder herniederleuchtet, ist das Land mit den Leibern der von Gott Erschlagenen bedeckt. Wie Hesekiel berichtet (Hes 39:12-16), braucht das Volk Gottes sieben Monate lang, bis es alle Getöteten in einem großen Tal, das zum Massengrab bestimmt wurde, begraben hat, und das von nun an die Bezeichnung "Gog's Haufental" erhält.

8. Seid bereit

Persönlicher Bezug: Seid bereit dem Herrn zu begegnen" (Lk 12:36+40; Mt 24:44)

Die Erstlinge der Gemeinde Jesu wurden vor dem atomaren Einsatz entrückt. Sie waren schon in der himmlischen Heimat, als die kosmische Katastrophe hereinbrach. Nun sind sie bei ihrem Herrn, wo sie mit unaussprechlichem Jubel und unvorstellbarer Freude, allem Erdenleid entrückt, Gemeinschaft mit IHM haben. Selig sind, die da ausgeharrt haben in Treue, und der göttlichen Liebe in ihrem Leben Echo und Raum gaben.

Andere, die sich nicht entscheiden konnten, warten in Dunkelheit und Dämmerung des Hades auf den Richtspruch Gottes. "Es ist den Menschen gesetzt zu sterben und dann das Gericht" (Hebr 9:27). Niemand ward diesem Gericht entfliehen. So schlimm die kosmische Katastrophe war, weit schlimmer ist jene, wenn wir diese Welt verlassen müssen, ohne zum Frieden mit Gott gekommen zu sein. Der Mensch wird mit leeren Händen dastehen, und die Stimme in ihm wird Anklage gegen ihn erheben, so dass er schon in der Hölle zu sein glaubt. Wer in Christo geborgen ist, wer Buße getan hat und in einem neuen Leben wandelt, braucht sich nicht zu fürchten.

Lieber Leser" An dieser Stelle wollen wir eine kurze Rückbesinnung einblenden. Noch ist es Zeit, all dem zu glauben, was die Propheten gesagt haben (Lk 16:27-31) und sein Leben danach einzurichten. Als Lot aus Sodom ging, riefen ihm die Engel zu :"Eile, rette Deine Seele!" Verachte diese Schrift nicht! Es ist Wahrheit, grausame Wahrheit, die ohne Jesus kein Mensch ertragen kann. Gott hat Dir diese Schrift in die Hand gegeben, damit Du jetzt aufwachst und ein neues Leben beginnst, die andern warnst und ein Zeuge Jesu wirst". Wer die göttliche mMahnung verachtet und jetzt nicht ernstlich Buße tut. muss sich zu recht fürchten und er wird es auch in seinem Gewissen merken, weil in die Unruhe nicht mehr loslässt.

9. Nach der Katastrophe

Der Krieg, wenn er ausbricht, wird durch die Gebete der Heiligen ein kurzer Krieg sein, denn Gott ist gnädig. Er ist zugleich ein Vorgeschmack auf die letzte große Trübsal antichristlicher Herrschaft. Gottes Eingreifen hat noch einmal die völlige Vernichtung der Menschheit verhindert. Doch die Welt ist total verändert worden.

Russland ist kleiner als zuvor und wird kommunistische Regime mehr haben. Die nach Russland eingebrochenen chinesischen Heere sind vernichtet. Nach dem Umsturz haben Amerikaner und Russen in gemeinsamer Aktion die chinesische Invasion zum Stillstand gebracht. Darüber bricht in China der Hass gegen alle weißen Völker aus, so dass es z.Zt. des Antichristen die Rolle des roten Reiters übernehmen wird. um mit einem großen Heer nach Harmagedon aufzubrechen (Offb 16:12b).

Amerika hat seine ganze Kraft verloren, wird gespalten und verliert immer mehr an Bedeutung (Dan 8:8).

Zwischen Ost und West entsteht einneues Staatengebilde: die Vereinigten Staaten von Europa, in welchen Deutschland eine führende Rolle einnehmen wird. Dies deutschrechenden Länder Europas schließen sich zusammen (Dan 2:40-43; Dan 7:19-20; Offb 13:1). - Polen, Ungarn und andere werden wieder frei. Nach den Demokratien kommen für kurze Zeit wieder Monarchien (= Kronen Offb 13:1b)

In Afrika kommt es einem besondern Durchbruch, da die schwarzen Völker sowohl unter dem Islam als auch unter dem Kommunismus gelitten haben. Sie sind für das Evangelium besonders aufgeschlossen.

In Ägypten ist schwere Not. Unter dem Erdbeben ist der Assuan-Staudamm gebrochen. Die herausbrechenden Fluten haben die ganze Humuserde mitgenommen und ins Meer gespült Eine besondere Katastrophe war im Nildelta zu verzeichnen, wo die Städte untergegangen sind. Jetzt wird das Land öde und wasserarm, wie es in der Prophetie ausgesagt ist (Jes 19:5-10; und Hes 29:2-12). Die Wiederbesiedlung des Landes ist au fein kleineres Gebiet beschränkt (Hes 29:13-15). Doch wird zugleich dem Evangelium freie Bahn gegeben (Jes 19:18-25).

Noch ist die zu einem Massengrab gewordene Erde verwüstet. Große Städte und Wirtschaftszentren sind zertrümmert, Straßen verschüttet, Eisenbahnlinien unterbrochen, Flussläufe verändert, Ströme versickert, so dass man zu Fuß hindurchlaufen kann, und Wälder und Fluren vom Atomhauch und kosmischen Geschehen versengt. In Europa suchen sich die Menschen zusammen. Familien wurden auseinandergerissen, verschleppt, getötet. Namenloses Elend ist da eingezogen, wo einst Wohlstand und Reichtum herrschten. Dahin ist alle Pracht. Das Fragen nach Gott hat wieder begonnen. Alle hatten aufgeschrieen, als jenes Zeichen am Himmel stand: "Es gibt einen Gott, es gibt einen Gott"! Da und dort fängt man zaghaft an, wieder zu pflanzen, Unterkünfte einzurichten, Brauchbares aus dem Schutt der Vergangenheit zu sammeln. Das Leben geht weiter. Nur die Wunden der Seelen verheilen nicht allzu schnell. - Inzwischen erscheinen einzelne plündernde Trupps in der noch regierungslosen Zeit, so dass sich alles nach einer starken Hand sehnt. Die Welt ist wieder einmal bereit zu einem Neuanfang.

X. Welt im Aufbau

Man sollte meinen, dass damit ein neues Zeitalter beginnen könnte, das verheißene Zeitalter, in welchem Jesus herrscht und regiert - die Theokratie - die Gottesherrschaft. Doch nein! Satans List weiß neue Wege, dies zu vereiteln und sein reich zu bauen.

Im hoffnungsvollen Aufbau, im Aufräumen der Trümmer einer untergegangenen Welt schreit alles nach einem Führer. Und Satan sendet seine falschen Propheten, um seinen falschen Messias zu inthronisieren. Da die Menschen Gottes Wort nicht lesen und darum auch nicht wissen, dass vor jedem verheißenen Isaak ein Ismael kommt, der das göttliche Erstgeburtsrecht beansprucht (1Mo 16 u. 1Mo 21:1-21) werden sie wiederum der Lüge glauben.

In Israel hat inzwischen eine gewaltige Erweckung begonnen. Alles ist in Erwartung des kommenden Messias. Doch gibt es zweierlei Meinungen im Volk. Die einen haben aus ihrem Erlebnis des Anrufens des Namens Jesu erkannt, dass ER es ist, durch den die Welt gerettet wird. Durch Forschen in der Schrift kommen sie zum Glauben, werden mit dem Heiligen Geist versiegelt (Offb 7:3-4) und verkündigen das Evangelium. Die andern bauen den Tempel und warten auf die Erscheinung eines Großen in der Welt, des Messias in Fleisch und Blut. Durch den Krieg und das Erdbeben hat es gewaltige Veränderungen gegeben. Zertrümmert liegen in Jerusalem Moscheen, Kirchen, Klöster und alte Grabstätten. under dem Tempelberg sprudeln Quellen hervor. Israels Grenzen dehnen sich vom Bach Ägyptens bis zum Euphrat und Damaskus (4Mo 34:1-15 und 5Mo 1:7-8).

Nach Entdeckung der zehn verlorenen Stämme Israels (Hes 37:15-22) beginnt eine Einwanderung aus der ganzen Welt. In mächtigem Aufbau werden Städte und Dörfer neu errichtet.

1. Weltweite Erweckung

Jetzt erst erfüllt sich, was in Mt 24:14 vorausgesagt ist: "Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen". Gott warnt noch einmal alle Menschen und unterrichtet sie, um durch Jesus auf den Weg der Wahrheit zum Leben zu führen (Joh 14:6). - Wenn der Antichrist kommt, wird sich keiner entschuldigen können, nichts gewusst zu haben. - Es wird eine große Erweckung sein, ein Fragen auf dem ganzen Erdkreis. Das Evangelium beginnt einen Siegeszug ohnegleichen. Alles wird glauben, das tausendjährige Friedensreich Gottes sei angebrochen. Der Krieg wird geächtet - wie schon so oft - die Not ist vorbei. Die Menschen helfen einander. I noch kürzerer Zeit als nach 1945 entsteht ein noch größeres Wirtschaftswunder, als es damals war.

Die Zurückgebliebenen von den 10 Jungfrauen (Mt 25:11-12), die bei der Entrückung noch nicht bereit waren, sind jetzt feurig im Glauben und werben mit brennender Liebe für Jesus. Wissen sie doch, dass jetzt die letzte Gelegenheit ist, für das Lamm zu werben. "Bald bricht die Nacht herein, da niemand mehr wirken kann". (Joh 9:4).

yMit semitischer Glut und leidenschaftlicher Hingabe wird auch in Israel das Evangelium verkündigt. Nacheinander werden 144 000 Israeliten aus allen 12 Stämmen gläubig und mit dem Heilgen geist versiegelt. Als besondere Auserwählte entsteht unter ihrem Wirken das Sonnenweib (Offb 12:1), ein wiederhergestelltes Volk Gottes. Hesekiels letzte Schau von der geistlichen Wiederherstellung Israel (Hes 37:9.10+14) beginnt sich zu erfüllen.

2. Der Antichrist und sein Aufstieg

a) Neue Gesetze und Einigung der Kirchen

Immer größer wird die Erwartung auf den kommenden Großen. Und. plötzlich ist er da, ein Mann mit viel Intelligenz, Demut und Liebe. Sehr bald hat er die Herzen der Menschen gewonnen. Mit einem Stab von Mitarbeitern, die er sich aus allen Ländern erwählt, beginnt eine Reform aller seither bestehenden Gesetze. Es ist eine Mischung von Autokratie und Demokratie, unter welcher das neue Europa regiert werden soll:

Freiheit für alle,
Ächtung des Krieges,
Friede den Völkern,
Glaube an Gott.

Nach der politischen Einheit soll die religiöse folgen, nämlich die Vereinigung aller christlichen Konfessionen zu einer großen Einheitskirche. Da die evangelische Kirche sowieso durch die moderne Theologie heruntergewirtschaftet ist, gibt es hier nicht viel Widerstand. Nachkurzer Zeit präsentiert sich der Welt "eine Kirche aller Christen". Alles, was den Glauben an Jesus bewahrt hat, geht in den Untergrund.

b) Tempelweihe und neue Zeitrechnung

Schwere Wolken einer neuen Not ziehen am Weltenhimmel auf. Der große Mann, die Einheit der Welt anstrebend, versucht auch China in den Weltbund mit hineinzunehmen. Doch die Vorherrschaft der Weißen ist den Gelben zuwider.

Inzwischen ist der Tempelbau in Jerusalem fertig geworden. Unter ungeheurem Jubel der Israeliten findet die Weihe statt. Das erste Brandopfer wird entzündet; ein historischer Akt nach fast 2000 Jahren.Das ist mit ein Grund für den großen Mann, nach Jerusalem zu gehen. Dort verbirgt er nicht, dass auch er ein Israeli ist-, und die Sympathien für ihn sind im Wachsen.

Europas Macht nimmt zu. Ein reger Handel erblüht, von welchem die ganze Welt profitiert. Mit Hilfe europäischer Techniker und Ingenieure wird auch Babylon wieder aufgebaut. Neuartige Erfindungen schaffen die Möglichkeit, die wüsten zu fruchtbaren Gebieten umzugestalten. Das Paradies auf Erden bahnt sich an. Der von allen anerkannte große Mann macht den Vorschlag, die seitherige Zeitrechnung aufzuheben und mit dem Bau des Tempels das Jahr 1 der neuen Weltordnung zu beginnen (Dan 2:21).

c) Vereinigung der Weltreligionen

und drohende Spaltung durch die Christen.
Erfolge auf Erfolge türmen sich. Da wagt der große Mann einen weiteren Schritt. IN einer Riesenkundgebung, wozu er die Vertreter aller Religionen eingeladen hat, legt er seinen Plan dar, Christen,Juden, Moslems, Buddhisten und Hinduisten zu einer Weltreligion unter der Parole: "Alles, was lebt, ist unser Bruder" zu vereinigen. Als Begründung wird der große Mann, der inzwischen von den Gläubigen als Antichrist erkannt worden ist, etwa Folgendes sagen:

"Liebe Mitbrüder, liebe Mitschwestern! Wir glauben alle an einen Gott. Die Zeit des Atheismus und Materialismus ist vorbei. Religionen, Weltanschauungen, Parteien und Rassenprobleme waren seither die Ursachen für alle Auseinandersetzungen in der Welt. Wir brauchen einen dauerhaften Frieden. Jeder hat auf seine Art Gott geehrt, und wir meinen alle denselben. Die Christen und Juden sagen: "Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen" (Jer 29:13-14). Wir haben gesucht und haben gefunden. Gottes Reich ist nahe. Die alte Welt ist untergegangen. Wir bauen eine neue. Die Zukunft liegt vor uns mit Frieden auf Erden."

Nach dem Muster der Bahai werden nun religiöse Kultstätten gebaut, um die Einheit der Weltreligionen zur praktischen Durchführung zu bringen. Dabei entsteht bei den Chrsiten große Unruhe. Die Gefahr einer Spaltung bahnt sich an, die die Pläne des großen Mannes zu durchkreuzen drohen. Indem er die Bibel durchforscht, sieht er eine Möglichkeit, die Einheit der Welt zu erhalten und zugleich seinelästigen Gegner loszuwerden. Nach dreieinhalb Jahren friedlicher Herrschaft, blühender Wirtschaft und großer Erfolge sieht er seine Stunde als gekommen an.

d) Tempelrede in Jerusalem

und Offenbarwerden des Antichristen.
Anlässlich eines großen Tempelfestes begibt sich der Weltherrscher nach Jerusalem, wo er zum Schluss das Wort ergreift. Seine Rede lautet etwa so:

"Brüder und Schwestern des Erdkreises! Die Welt ist zum Frieden gekommen. Wohlstand und Reichtum sind wieder eingekehrt. Fast auf allen Gebieten ist Einigkeit und Brüderlichkeit. Unser Programm der gegenseitigen Achtung ist zum Ziel gekommen. Nur eine Gruppe von Fanatikern, die da behaupten, ihr Glaube sei der einzig richtige, macht. uns Schwierigkeiten. Sie sagen: Jesus sei der einzige Erlöser, doch er ist nur einer unter vielen. Nach dem Aberglauben dieser Menschen, die sich entschiedene Christen nennen, gibt es eine als "Antichrist" bezeichnete Person, die ich sein soll. Um mit dieser niederträchtigen Verleumdung fertigzuwerden, die den Weltfrieden gefährdet, muss ich entscheidende Schritte unternehmen. Darum proklamiere ich, dass wir zum Zeichen unserer Einigkeit an Stirn oder Hand ein Symbol tragen. Wir werden außerdem jeden Bürger der Welt registrieren und ihm eine Nummer geben. Wer hiermit nicht einverstanden ist, soll weder kaufen noch verkaufen können (Offb 13:16-18). ... Wir werden niemanden töten, werden aber alle aus unserer Gemeinschaft ausschließen, die sich unseren Gesetzten und Bestimmungen widersetzen."

Während dieser Worte bemächtigt sich der zuhörenden Christen eine tiefe Bestürzung. Die Zeit der großen Trübsal ist gekommen (Mt 24:21). Doch die Herzen bleiben fest. Im Blick auf die kommende Erlösung sind sie bereit, Schmach und Tod auf sich zu nehmen.

e) Die Christenverfolgung der letzten Zeit

Für die Christen beginnt eine schwere Zeit, die Zeit der antichristlichen Trübsal. Gott aber nimmt sich der Seinen an. Er weiß sie zu nähren und zu verbergen bis auf den Tag der glorreichen Wiederkunft des Herrn Jesu. Mitten durch die antichristlichen Trübsale gehen die Offenbarungen Seiner Gnade, da ER Sein Reich aufrichtet, während die Reiche der Welt zusammenbrechen.

UND DENNOCH

Und dennoch bist DU da, wenn auch der Morgen
mit trübem Licht vom Horizont sich hebt.
und alles was in meiner Seele lebt
am Ufer ringt, im Meere meiner sorgen.
Wenn statt des Lichts die Schatten mich umkreisen,
mich Einsamkeit, im Wirbelsturm der Angst,
weil DU mich in der Tiefe dort verlangst,
ist alles "Nein!" was du mir mir einst verheißen.
Auch wenn der Schrei mir auf den LIppen stirbt
"Gott- Vater!" und kein Echo zu mir dringt,
im leeren Raum kein Wesen mit mir schwnigt
an einem Ort, wo alles nur verdirbt,
so bist DU dennoch, dennoch mir so nah,
obschon der Urgewalten preisgegeben,
denn in den Todeszellen pocht Dein Leben
und Ostern wird nach jedem Golgatha.
(17.6.1956) L. K.

XI. Tröstung

2Kor 1:3-4: "Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes! Er tröstet uns in aller unserer Drangsal, so dass wir im Stande sind, durch den Trost, den wir selbst von Gott empfangen, die aufzurichten, die sich in mancherlei Bedrängnis befinden."

Tröstung! Gerade, als ich mich niedersetzte, um über diesem Wort nachzusinnen, begannen von den Türmen der nahen Kirchen die Glocken zu läuten, die den Sonntag ankünden. Sonntag, du Wort von trautem, lieben Klang, Tag des Herrn, der Ruhe und der Ewigkeitsnähe, in welchem sich jetzt schon Zukünftiges offenbart. Wohl allen, die in deinen Frieden einkehren dürfen. Ich gehe auf die Knie, um anzubeten den Herrn aller Welt, zu leben und zu danken meinem König und Heiland für alle Wohltaten in meinem Leb en. Wie gut ist es unter seiner Herrschaft zu leben, denn "sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht". Ja der Gedanke an ihn macht froh und verscheucht die Traurigkeit eines vom Alltag belasteten Herzens. Tröstung! O Wort aus der Heimat im Licht, aus dem Himmel der Gegenwart Gottes, Bote der Liebe in einer Welt voll Unrast und Angst.

Wer bedürfte nicht immer wieder des Trostes, den Gott uns auf mancherlei Weise zukommen lässt? Durch GESETZ und GNaDE, GEWISSEN und WORT, im ANSCHAUEN ISRAELS, durch den HEILIGEN GEIST und schließlich durch die LIEBE, die sich in CHRISTO JESU all jenen mitteilt, die IHN lieben, strömt Tröstung in unser Herz. Gott ist ein Gott allen Trostes, sodass es kein Leid gibt, das ER nicht wenden könnte und k eine Not, die ER. nicht zu stillen bereit wäre. Welch ein Reichtum göttlichen Erbarmens bietet sich uns an. Zur Erforschung der Erkenntnis dieser Wahrheit soll nachstehende siebenfältige Betrachtung dienen, um uns in Zeiten der Anfechtungen allen Trostes. zu versehen, den wir von Gott haben können.

1. Der Trost des Gesetzes

Ps 119:92: "Wo dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend".

Israel hatte den andern Völkern gegenüber einen gewaltigen Trost in dem Gesetz, das Mose auf dem Sinai-Gebirge von Gott empfangen hatte. Dieses Gesetz, in seiner Art einzig und unübertrefflich, ist von solcher Klarheit, dass es später von vielen Völkern als Grundlage ihrer staatlichen Ordnung übernommen wurde. Segen und Fluch ist in ihm verborgen. In seiner Erfüllung offenbaren sich herrliche Verheißungen und damit Gottes unwandelbare Treue. Mochte das Unrecht zunächst siegen, das unbeachtete Gesetz rächte sich fürchterlich im Zusammenbruch der ganzen Nation. Mitten im Chaos band die Hoffnung des gerechten sich an den Fels des Gesetz es, im Wirbel der Ereignisse wartend auf neue Offenbarungen seines Gottes.

Unter Evangelium und Gesetz ist das Abendland emporgekommen und unter große Segnungen gestellt worden. Ohne das Gesetz wird es in gnadenlose Tiefen versinken. Schon lösen sich Seile und Bande, die die Tore der Ungerechtigkeit verschlossen halten, bis diese sich wie eine Flut über ein törichtes Volk ergießt. um es darin zu ertränken. Doch wenn auch die Ungerechtigkeit überhandnehmen wird und die Liebe in vielen erkaltet, Gottes Gebote bleiben und kommen wieder zu Ehren. Als ein Zuchtmeister auf Jesus Christus führt das Gesetz heute noch Krieg gegen das verderbliche Fleisch der Sünde, bis die Seele aufschreit und ihren Erlöser erkennt "Jesu, du Sohn Gottes erbarme dich meiner!" Und er, der dem Gesetz Genüge getan und dessen Gerechtigkeit vor Gott gilt, geht in Stellvertretung unserer Ungerechtigkeit auch heute noch für mich und dich in den Tod, damit wir durch seine Gesetzes-Erfüllung Leben und volles Genüge haben.

2. Der Trost der Gnade

Ps 119:76: "Deine Gnade müsse mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast."

Der Knecht oder Sklave durfte sich in alter Zeit seinem Herrn nicht ohne weiteres nahen. War er wegen irgend einer Sache auch noch straffällig geworden, so wurde ihm das Angesicht verhüllt, damit er seinen Herrn nicht mehr sehen konnte. Hatte er jedoch Gnade und Gunst, so durfte er vor ihn hintreten und mit ihm sprechen. Das Wort Gnade kommt aus dem Germanischen. Sah der Germane zu, wie sich die sonne dem Horizont nahte, dann sage er '"genada". In dem Wort Gnade steckt das Wort "nahen" drin. Durch die Barmherzigkeit unseres Gottes werden die Schranken unserer Ungerechtigkeiten, die uns von ihm trennen, aufgehoben und wir dürfen zu ihm kommen. Das geschieht immer dann, wenn unsere Sehnsucht und Liebe zu ihm erwacht. Wir erinnern us seiner Zusagen und mit diesen erreichen wir sein Herz, dass er sich unser erbarmen muss. Bei Gott gilt nur sein Wort und dieses Wort ist auch im Alten Testament nichts anderes als sein Sohn, der in ihm wohnt und aus seinem Munde kommt. Dieses Wort schafft immer Versöhnung, beseitigt Hindernisse und bereitet den Zugang zu Gott. Das Kommen zu ihm bedeutet immer ein Gesegnetwerden. Er ist die Quelle des Lebens, an welcher unser ermatteter Geist sich erquickt. Von ihm getrennt zu bleiben, wäre unser sicherer Tod, die Nacht der Verzweiflung. Darum heißt es in der Schrift (Ps 65:3): "Du erhörst Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir". Fleisch aber ist von Natur aus zum Tode verdammt.

Was wären wir ohne den Trost der Gnade? Sie bringt den Schlüssel der Verheißungen dem verzweifelten Sünder, indem sie ihm versichert: "Wo die Sünde mächtig geworden ist, ist die Gnade noch vielmächtiger". Wir Menschen des Neuen Testaments brauchen nicht mehr zu zittern. Durch Jesu Kreuzestod trifft uns für unsere Sünden kein Verdammungsurteil mehr. Gottes Richterthron ist zum Gnadenthron geworden und der allgewaltige Richter. zum Vater, der sich seiner Kinder erbarmt.

Bist du schon unter dem Trost der gnade? Hast du Vergebung deiner Sünden empfangen? Ist dein Herz frei von dem schweren Druck, von der Lasst deiner Vergangenheit? Stehst du noch vor den Schranken des Gericht? So sollst du es heute noch wissen: "Die Gnade ist erschienen!" - eine heilsame Gnade, die uns zwar züchtigt, damit wir das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste ablegen, die aber dann die selige Hoffnung schenkt, den Herrn Jesus bei seinem Erscheinen in Herrlichkeit sehen zu dürfen wie er ist. Der Trost der Gnade wird durch aufrichtige Buße wirksam gemacht. so wir unsere Sünden bekennen, so steht Gott. zu seinem Wort, dass er um der Fürsprache Jesu willen die Sünden vergibt und die Wurzelgebiete unseres Lebens mit dem Blute seines Sohnes reinigt (1Jo 1:9). Das ist der vollkommene Trost der Gnade, dass wir durch diese Gottestat zu neuen Kreaturen umgestaltet werden, die fortan in Freiheit und Freude ihrem Gott dienen können.

3. Der Trost des Gewissens

Hebr 13:18: "Unser Trost ist der, dass wir ein gutes Gewissen haben und fleißigen uns, guten Wandel zu führen bei allen."

Der Apostel nennt hier einen weiteren Trost. Kann das Gewissen uns auch trösten? O ja! Esd ist, so es nicht durch die Sünde zerstösrt wurde, ein Empfangsgerät Gottes und seine Befehlsstation in uns. Es kann mahnen und trösten, es kann aber auch schreien und anklage. Wer es zerstört, ist wie ohne Kompass, hat jede Orientierung verloren und muss nach menschlichen Maßstäben und Ordnungen leben. Es ist schlecht und verderblich, Menschen gehorchen zu müssen, um ihnen mit allem Denken und Handeln ausgeliefert zu sein. Dadurch wird man in Sünde und Unrecht verstrickt und kommt in eine innere Gefangenschaft. Wohl aber jenen, die ihr Gewissen pflegen, die auf die feinsten Regungen desselben achten, unter gleichzeitiger Beachtung des göttlichen Wortes in der Heiligen Schrift. Da bleiben wir bewahrt vor schuld und wenn uns andere verklagen, so haben wir einen Tröster in uns, der den Frieden des Herzens bewahrt. Mit solchem Tröster konnten Gotteskinder ins KZ gehen und werden sie überall da bestehen, wo sie aufgrund falscher Aussagen vor die Richtstühle dieser Welt zur Aburteilung geschleppt werden.

Wachen wir doch über unserem Gewissen, dass es unverletzt bleibe. Hören wir doch auf die stimme des guten Herrn, der uns auch auf den Weg inneren Hörens von einer Klarheit zur anderen führen will. Durch unbedingten gehorsam bleiben wir in ununterbrochener Verbindung mit Gott und der ewigen Heimat und werden so allzeit getröstet. Mit weitem Herzen und engem Gewissen geht es auf sicherem Pfad zum ewigen Ziel.

4. Der Trost des Wortes und der Schrift

Jer 15:6: "Dein Wort war meine Speise, da ich's empfing und dein Wort ist m eines Herzens Freude und Trost, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, Herr, Gott, Zebaoth."

Röm 15:4: "Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf dass wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben."

Aus den eben genannten Bibelstellen entnehmen wir den Trost des Wortes bei allen Mangelerscheinungen des menschlichen Lebens wie Hunger, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Heimatlosigkeit und Ungeduld. Die Welt versucht uns auf mancherlei Weise zu ködern, hernach aber bietet sie der darbenden Seele Hungerrationen. Gott gibt uns täglich was wir bedürfen. Darum sorgt sich ein Kind Gottes nicht um den nächsten Tag. Dafür gibt es Beispiele genug. Doch geht die zugesagte Hilfe weit über das allgemeine Bedürfnis hinaus. Das Wort ist eine Speise für den inwendigen Menschen. Die Seele braucht, genauso wie der Leib, Nahrung und Kleidung. Ihre Nahrung ist das Wort Gottes und ihre Kleidung die Gerechtigkeit Jesu. Dadurch empfängt sie Unsterblichkeit und kommt aus der Traurigkeit in die Freude, aus der Hoffnungslosigkeit in Zuversicht. Wieviel geistlich unterernährte und innerlich darbende Gotteskinder gibt es. Der Tisch ist gedeckt, aber sie essen nicht. Sie haben sich den geistlichen Magen verdorben mit allerlei philosphischer Speis. Alle theoretischen Betrachtungen der Lehre und des Lebens Jesu nützen nichts, wenn wir nicht das Wort essen, d. h. es ausprobieren. Dann erst beweist es seine lebendige Kraft und man kann durch dasselbe existieren. Aber noch mehr. durch das Genießen des Wortes Gottes kommt es so in uns hinein, wird es so mit uns eins, dass wir durch dasselbe völlig umgestaltet werden. Und weil Gott selbst in seinem Wort ist, erscheinen wir als solche, die nach seinem Bilde geschaffen sind. Wo dieses bild ist, wird auch sein Name durch unseren Wandel geehrt, werden wir selbst zum Träger seines Namens. Da ist der Trost des prophetischen Schreibers, dass er den Namen seines Gottes trägt. Er ist ein Gefäß seiner Gnade, Werkzeug seiner Liebe geworden. das bringt ihm einerseits Feindschaft, andererseits aber Freude und Trost. Er weiß, wo er hingehört: Auf die Seite Gottes! Nun ist er nicht mehr heimatlos, nicht mehr hungrig.Das Wort ist ihm zum Vermittler einer nie versagenden Kraft geworden. In ihm ist die ganze Fülle göttlichen Lebens.

Trost des Wortes! Nehmen wir diesen Trost in Anspruch? Wir sollten um seine ganze Fülle wissen, um für alle Fälle unseres Lebens vorbereitet zu sein. Wie viele finden erst über das Leid einen Zugang zu ihm. Wir brauchen nicht nur Trost für uns, wir brauchen ihn als Kinder Gottes hauptsächlich für andere. Der Trost des Wortes muss allezeit in uns sein. Christen sind nicht nur getröstete sondern auch trostbringende Menschen. Lassen wir doch dieses Wort reichlich unter uns wohnen.

5. Der Trost Israels

Jer 14:8: "Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer."

Lk 2:25: "Und siehe, ein Mensch zu Jerusalem mit Namen Simeon; Und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist war in ihm."

Israel erfuhr mancherlei Trost von seinem Gott vor allen andern Völkern. Es wusste sich auserwählt, geliebt, bewahrt und geführt. Immer wieder erlebte es ihn als Nothelfer. Mochte die Lage noch so aussichtslos erscheinen, wenn das Volk zu seinem Gott schrie und besonders, wenn seine Stellvertreter, die Propheten, für es eintraten, so erhörte er es. Er war der Trost, auf den es sich verlassen konnte. - Zugleich aber machte der einzelne Israelite die schmerzliche Erfahrung, dass Gott sich auf ihn viel weniger verlassen konnte. Trotz des herrlichen Gesetzes, trotz tiefer Erkenntnisse, kam es immer wieder zu schwerem Sündigen und zu tiefem Fall. Darum verhieß Gott seinem Volk einen Messias, der es als seinen Stellvertreter in alle Wahrheit leiten sollte. Damit war das Aufrichten eines Herrlichkeitsreiches verbunden, in welchem vollkommene Gerechtigkeit sein sollte.

Der Messias kam, aber das Volk seines Eigentums nahm ihn nicht auf (Joh 1:11). Die Erfüllung der Verheißung des Gottesreiches wurde auf spätere Zeit verschoben. Der Trost Israels wich von seinem Volk und teilte sich anderen mit, einer großen Schar aus allen Völkern und Nationen. "Blindheit ist Israel solange widerfahren, bis die Fülle der Nationen eingegangen ist" (Röm 11:25). "Dann wird kommen aus Zion der da erlöse und abwende das böse Wesen von Jakob" (Jer 31:33). Dann wir das Volk des Eigentums Gottes wieder angenommen und getröstet werden.

Die Zeit der Erfüllung dieser Prophetie ist nahe. Nach Gottes Wort werden gewaltige und umwälzende Dinge geschehen. Unter großen Trübsalen wird die ganze Welt auf den Anbruch einer neuen Zeit zubereitet (Mt 24:8). Wenn der Trost Israels, unser Herr Jesus, bei seiner Wiederkunft erscheinen wird, dann wird die grausamste Judenverfolgung aller Zeit sein, dann wird die Gemeinde Jesu, die da ist sein Leib, aus Trübsal und Verfolgung entrückt werden (Mt 24:21-22 und Mt 24:30-31), und Satan seine größte Macht entfaltet haben, die er je über das Menschengeschlecht ausübte. Wir aber beten: "Komme bald Herr Jesu! zum Trost Israels, zum Trost der wartenden gemeinde und. zur Rettung der Welt."

Im Anschauen Israels werden wir getröstet, dass die Zeit des Kommens Jesu nahe ist. So hat uns Gott im Handeln an und mit seinem Volk auch einen Trost bereitet, der uns "unsere Häupter erheben lässt, weil sich unsere Erlösung naht" (Lk 21:28).

6. Der Trost des Heiligen Geistes

Apg 9:31: "So hatte nun die Gemeinde Frieden und baute sich und wandeltet in der Furcht des Herrn und ward erfüllt mit Trost des Heiligen Geistes."

Ein besonderes Wirken des Heiligen Geistes ist es, die Gemeinde Jesu und die Kinder der Gnade da und dort zu trösten. Bei seinem Abschied hatte der himmlische Meister seinen zurückbleibenden Jüngern verheißen, dass sie den Heiligen Geist bekommen sollten, der dann auch an Pfingsten über sie ausgegossen wurde und sie mit neuem Leben und himmlischer Freude erfüllt. Es würde den Rahmen dieser Betrachtung sprengen, wollte ich ausführlich und im einzelnen die vielerlei Trostaufgaben des Heiligen Geistes nennen. Sie sind so weit und umfassend wie die Allmacht Gottes selbst. Darum will ich nur einiges über seine hauptsächlichst Aufgabe hier erwähnen, nämlich ,dass er den Herrn Jesus durch seine Liebe überall vergegenwärtigt und verklärt. Wir leben in einer Welt des Unfriedens und der Feindschaft, der Auseinandersetzungen zwischen Gott und Satan. Hier ist erbarmungsloser Kampf, Tag und Nacht, und die Gemeinde Jesu ist in besonderer Weise in diesen Kampf hineingestellt. Sie ist den Listen und Tücken, den Raffinessen und Schlauheiten des Feindes nicht gewachsen. und muss sich darum in allen Dingen auf die unsichtbare Hilfe ihres Herrn verlassen. Der Sieg ist ihr im Geist verheißen und darum leidet sie am Fleisch und ist in der Welt in besonderer Weise angefochten. Wie ihr Meister muss sie durch viele Trübsale hindurch, bis sie nach Gethsemane und Golgatha kommt. Wege der Einsamkeit und des Verlassenseins, der Schmach und der uUngerechtigkeit muss sie gehen, wo ihre Seele oft bis zum Tode betrübt wird.

Da offenbart sich dann der Heilige Geist in kraftvollem Wirken. Den von der Sünde Angeschlagenen zeigt er den Sündenheiland und großen Hohenpriester. Den Hoffnungslosen und verzagten erinnert er an die Auferstehung und den Ostersieg. Den Müdegewordenen lässt er einen Blick tun in die zukünftige Herrlichkeit. Den Kämpfenden öffnet er die Augen für die unsichtbare Schar der Engel und himmlischen Streiter. Der Betende erfährt die Gemeinschaft der Heiligen. Den Kranken vermittelt er himmlische Kräfte im Namen und im Blute des Herrn Jesus. Er gibt Gaben und Aufgaben, Einsätze und Befehle; und so sich einer verantworten muss vor den Richtern und Gewaltherren dieser Welt, so gibt er ihm Mund und Zeugnis, Worte der Weisheit zu sagen, welchen niemand widerstehen kann. Dabei erneuert er täglich das Bild Jesu in der Brautseele, entzündet in den Herzen die Flamme heiliger Liebe, weckt die Sehnsucht nach Jesu baldigem Kommen und erschließt das Wort Gottes in allen seinen tiefen. Den Kerker macht er zur Kirche, den Ort der Schmach zur Herrlichkeitsoffenbarung Gottes. Niederlagen verwandelt er in Sieg und Traurigkeit wird durch ihn zum Tor der Freude.

Wir brauchen wieder eine vom Trost des Heiligen Geistes erfüllte Gemeinde Jesu. Die endzeitliche Kirche muss mit Geistesgaben und geistlicher Waffenrüstung dem Erzfeind begegnen, der nun bald zum gewaltigsten Schlag wider Gottes Sache auf erden ausholt. Darum lasst uns inbrünstig bitten und rufen: "Komm Heiliger Geist und erfülle uns mit dem Trost deiner Gegenwart und der Liebe Jesu! Du Feuerflamme Gottes durchglühe unser Leben, dass dein Licht allen leuchte. Du himmlischer Trost, sei uns allezeit nah, damit wir zum Ziele kommen. Du Geist der Herrlichkeit, ruhe allzeit auf den Kindern der Gnade. - Ja mit dir rufen wir in heiliger Sehnsucht all derer, die Gott lieben: "Komme bald Herr Jesu!" Amen"

7. Der Trost der Liebe

Phil 2:1: "Ist nun bei euch Trost der Liebe ... so erfüllet meine Freude, dass ihr eines Sinnes seid."

Der Trost der Liebe ist der königliche Trost, denn nichts kann uns so trösten wie sie. Wo die Liebe ist, ist wahres verstehen, ist die Heimat der Seele und all derer, die da Kinder heißen auf Erden wie im Himmel. Die Liebe versteht alles und erfasst alle Zusammenhänge des Leidens. Da bedarf es keiner Worte des Vermittelns. Sie ist selbst vollkommner Trost, denn sie ist die Mutter alles Trostes. Bei ihr gibt es kein Leid, kein Geschrei und keinen Schmerz mehr. Dort wo sie zu Hause ist, ist alle Sehnen gestillt und alles wünschen zur Ruhe gekommen, denn die Liebe ist Gott selbst. Sie. ist der Himmel auf Erden, nämlich der Seele Heimkehr, wo Gott alle Tränen von unseren Augen abwischt. Hast du diesen Trost der Liebe, dann hast du Jesus selbst, dann ist er in dich und du bis in ihn eingegangen, sodass du keines irdischen oder menschlichen Trostes mehr bedarfst. Dann gehörst du selbst schon zu den Himmlischen, die gebend und segnend durch diese Welt gehen, die Herzen all derer mit Trost erfüllend, die keine Heimat haben. Wo getröstet wird in dieser Welt ist das Reich Gottes sichtbar geworden.

Trost und Leid gehören zusammen. Die Liebe geht in die Nacht, u m das Verlorene zu suchen und heimzubringen. Die ewige Liebe hat das Amt des vollkommenen Trostes, denn sie öffnet die Gefängnisse und weckt die Toten auf.

Unser Heiland vermag alles! IHM "ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden". ER wird Antwort geben auf jede Frage und ER gibt einer jeden leidvollen Führung ihren Sinn. Ja, ER trägt das Leid der ganzen Welt, um der ganzen Welt Tröster zu werden. "Die Strafe liegt auf IHM, so dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt" (Jes 53:5b).

Trost der Liebe ist Jesu Kommen in diese Welt: Ist Weihnachten, Golgatha, Ostern und Pfingsten, ja jedes Handeln Gottes in Gnade und Gericht. Die Liebe weiß immer noch einen Weg, wo wir keinen mehr sehen. "Sie verträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und sie duldet alles. Die Liebe hört nimmer auf" (1Kor 13:7-8a).

Das ist der Trost, mit dem wir getröstet werden. Und durch diesen Trost überwinden wir alles, was in der Welt ist: Jede Versuchung, Augenlust, Fleischeslust, hoffärtiges Leben, denn der Herr hat unendlich viel mehr zu geben in unvergänglicher Lust und herrlicher Freude.

Ich fasse noch einmal alles. zusammen:

  1. Trost des Gesetzes: Gott ist unveränderlich; er beugt das Recht nicht.
  2. Trost der Gnade: So uns unser eigen Herz verdammt, so ist Gott größer als unser Herz.
  3. Trost des Gewissens: Wir haben einen Kompass, der sich von menschlicher Meinung nicht beirren lässt.
  4. Trost des Wortes: Es ist das Brot für unsere Seele
  5. Der Trost Israels: Jesus kommt wieder und Gott wird sein reich aufrichten.
  6. Der Trost des Heiligen Geistes: Jesus der verherrlichte ist durch den Heiligen Geist den Seinen mit seiner Liebe und Hilfe allzeit gegenwärtig.
  7. Trost der Liebe: ER, der uns getröstet hat, macht uns zu Tröstenden.

Wir haben Trost aus der Vergangenheit durch die wunderbarem Erfahrungen mit Jesus; Trost in der Gegenwart, dass ER allezeit bei uns ist und Trost für die Zukunft durch Seine Verheißung, dass ER kommt.

XII. Aktion Vorsorge

Nachstehende Ausführung sind, nach Rücksprache mit Dr. Wolf-Dietrich Grössler, , dem Vorsitzenden der "Vereinigung europäischer Bürgerinitiativen zum Schutz der Menschenwürde", seinem Informationsblatt "Aktion Vorsorge" entnommen und von mir, besonders unter Punkt C, erweitert und ergänzt.

"Von dem Tag und der Stunde aber weiß niemand ... Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes. Darum wachet!" (Mt 24).

"Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. Wer Ohren hat, der höre, was der G eist den Gemeinden sagt." (Offb 1:3).

Auch heute werden die Gläubigen wie zur Zeit Noahs rechtzeitig vor dem kommenden Strafgericht Gottes gewarnt und. zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen aufgefordert, zum Gespött und Hohn der Mitwelt. Zwar braucht sich der echte Christ nicht unnötig Sorgen um das "morgen" zu machen, doch dar der nicht verantwortungs- und tatenlos die Hände in den Schoß legen und jede Vorsorge unterlassen, wenn Die Gefahr erkannt ist. Denn die Vorsorge betrifft weniger ihn selbst als viermehr seine ihm anvertrauten Mitmenschen.

"Ora et labora" ist unser Leitspruch. Zuerst beten, dann aber anpacken und Vorsorge treffen, soweit es uns möglich ist. Der Hohn, ja Hass der Welt wird künftig unsere Begleitmusik sein. Das soll uns nicht verdrießen. DER HERR und wir sind immer absolute Mehrheit!

Die Weissagungen der Heiligen Schrift erfüllen sich zusehends. Die wenigen verantwortungsbewussten und sachkundigen Gläubigen in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche stimmen darin überein, dass einschneidende Ereignisse bevorstehen. Die schon begonnene Ölkrise ist der Auftakt z u Inflation und Bürgerkrieg in der westlichen Welt. Zeitung erwähnen bereits die Möglichkeit militärischer Maßnahmen Amerikas, um sich den Zugang z u den Ölquellen des nahen Ostens zu sichern. Eine Katastrophe, die wohl nicht mehr abzuwenden ist und die nicht nur große Not über die Menschen dieser Erde bringen wird, sondern auch nach den Worten der Schrift und den derzeitigen Gegebenheiten mit ungeheuren Menschenverlusten verbunden ist, bahnt sich an. Es ist darum für jeden, der um solche Tatsachen weiß, innerste Pflicht auf entsprechende Vorsorge hinzuweisen, um so auf den Tag X soweit als möglich gerüstet zu sein. Unser Herr Jesus sagte oft: "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Doch die Lauen und Verleugner merken keine Gefahr, noch fühlen sie Verantwortung und werden deshalb keine vorsorge treffen wollen. Es gibt auch eine falsche Sicherheit, die mit Glauben nichts zu tun hat. Ob wir in der vorsorge das Richtige und ganz Zutreffende tun werden, müssen wir dem Herrn überlassen, der uns den Antrieb zu dieser Aktion gegeben hat.

A. Vorsorge durch Gebet

Satan ist losgelassen,darum schützt euch, eure Familie und Mitmenschen durch die Herbeirufung des HEILIGEN GEISTES im Namen Jesu in Gottesdienst, Andacht, Gebet, Buße und sühne. Warnt eure Verwandten Freunde, Bekannten, Nachbarn, Arbeitskameraden und wen ihr nur erreichen könnt, vor dem teuflischen Zeitgeist und haltet euch im Glauben zusammen ohne Unterschied der Konfession. Entscheidend ist allein der Wille, sich bedingungslos dem qHERRN JESUS zueigen zu geben. Ein jeder bete, wie er es gelernt hat und für echt empfindet. Seid aufgeschlossen aber auch für die Gebete der anderen, die es ehrlich meinen. Haltet auch andere zum gebt und Besuch des Gottesdienstes an. Haltet selbst zuhause Andachten und gemeinsame Gebetsstunden mit der ganzen Familie. und wen ihr nur immer erreichen könnt. Lasst nicht nach, wenn ihr Undank oder Anfeindung erntet, sondern seid unberirrt. Es kommt sehr bad die Stunde, wo man euch brauchen wird. Rahm euren Tagesablauf mit Gebet ein und vergesst auch tagsüber nicht für alle Gaben zu danken; seid ein Vorbild, aber hütet euch vor Frömmelei.

Über euch jetzt schon in den Notzeitgebeten, um fest und treu bleiben zu können. Eine Hilfe dazu sind die "Notzeitgebete" der Marienschwestern (zu beziehen bei Evangelische Marienschwesternschaft, Darmstadt).

B. Geistige Vorsorge

Bewahrt eure Familie und auch eure Mitmenschen vor Versuchungen aller Art durch Abwehr des Zeitgeistes auf allen Fronten. Ein Christ ist auch verantwortlich für seine "Nächsten", darum gebt ein offenes Bekenntnis zu Zucht und Moral und setzt euch auch praktisch für andere ein.

a) Meidet die Massenmedien
(Fernsehen, Radio, Kino, Theater, Zeitschriften, Literatur usw.), wenn sie religiöse Dinge verhöhnen, sexuelle Themen behandenn und entsprechende Bilder z eigen und wenn sie die Gewalttat verniedlichen und den Fortschritt preisen. Diese Medien stellen sich immer unverhohlener in den Dienst Satans, darum haltet sie vor allem auch von Kindern fern.

b) Duldet nicht schweigend die Sünde
sondern äußert offen MIssfallen über alle unzüchtigen Darstellungen bei Kinos, Geschäften, Zeitschriften und Werbungen. Damit macht ihr euren Nächsten Mut zu gleichem Bekenntnis und stärkt den Widerstand gegen das Böse.

c) Seid auf der Hut vor dem Zeitgeist
denn hinter der Maske des Fortschritts und des Modernen werden euch Verhaltensweisen aufgezwungen, die eines Christen unwürdig sind und Gott missfallen. Redet den Leuten nicht nach dem Mund, sondern bekennt und nennt die Sünde beim Namen. Bekämpft die böse Tat mit allen legalen Mitteln, aber betet für den Täter um Einsicht; er ist ein Verführter und braucht Hilfe.

d) Übt Zucht und Ordnung
und seid mäßig im Genuss aller Dinge. Bekämpft die Sucht; sie besteht überall da, wo man Dinge nicht freiwillig lassen kann. Bekämpft den Alkohol, das Rauchen, übermäßiges Essen und Trinken und zweifelhafte Vergnügungen in Familie und Umkreis. Seid anderen ein Vorbild und übt euch und eure Familie im Opfer und der Einschränkung, denn es stehen harte Zeiten bevor.

e) Verbindet euch mit Gleichgesinnten,
ermuntert euch untereinander und macht euch Mut zum Durchhalten. Überwindet die Schranken der christlichen Konfessionen und bildet eine echte Gemeinde. Lasst keinen Pessimismus aufkommen, sondern erzeugt eure Umgebung davon, dass der HERR die Seinen bewahren und retten wird. Begegnet allen Weltuntergangsparolen, denn die Erde wird bestehen bleiben; wohl aber werden alle, die jetzt die Warnungen in den Wind schlagen und sich nicht christlich bemühen, dem Unheil ausgeliefert sein.

C. Praktische Vorsorge

Nur wenige Länder haben einen zivilen Katastrophenschutz: dieser erstreckt sich jedoch meist nur auf Feuer, Wasser oder konventionelle Waffen. Meist sind Schutzvorschriften gegen Atomexplosion, kosmische Einwirkungen oder Erbeben nicht vorhanden. Und dennoch kann man sich auch gegen diese Gefahren weitgehend schützen.

Die Bundesrepublik Deuschland, die durch ihre Lage zwischen Ost und West am meisten gefährdet erscheint gibt neuerdings (ab 1. 1. 79) Zuschüsse für den Bau eines Luftschutzkellers in Höhe von DM 700.-- pro Person. In jeder größeren Stadt (siehe Telefonverzeichnis) gibt es eine Beratungsstelle vom "Bundesamt für Selbstschutz", wo Informationen für die Vorsorge kostenlos bezogen werden können, wie z .B. "Wir wollen, dass sie leben", "Rat aus erster Hand", "Vorgesorgt ist gut beraten, "Vorsorge in grün" (für landwirtschafltichen Betrieb) .- Bitte zur Information besorgen.

I. Sofortige Vorsorge

Diese Maßnahmen sollen sofort getroffen werden. Sie gelten generell für jeden Katastarophenfall und ermöglichen im Ernstfall ein sofortiges Handeln.

1. Häusliche Versorgungleitungen
Absperrhähne für Gas-, Wasser und sonstige Leitungen sowie elektrische Hautsicherungen freilegen, kenntlich mach und Zugang stets freihalten.

2. Außenöffnungen
Fenster, Türen, Lüftungen, Kamine, Lichtschächte und auch Wohnungstüren nach Treppenhäusern mit selbstklebenden Tesamoll-Streifen (1 cm Breite) im Falz abdichten. Für Herdentlüfter und sonstige Lüftungsgitter passendes Abdeckpapier nebst Klebestreifen vorbereiten. Für Außenfester und -türen lichtundurchlässiges, kräftiges Abdeckpapier passend herrichten, soweit Rolläden o. ä. fehlen. Sandsäcke für Kellerfenster vorbereiten. Lüftung für einen geschützten Kellerraum einrichten und mit Universalfilter gegen Gas- und Radio-Atome versehen (Fa. Graetz Raytronik in Altena).

3. Vorräte
a) Wasser
Verschließbare, transportable Behälter für Frischwasser (Camping-Behälter) für 2-Wochenration bereitstellen. Eine Kästen mit Sprudelwasser im Vorrat halten. Im Ernstall Badewanne mit Wasser füllen (das Strom ausfällt und kein Wasser mehr kommt). Für die Frischhaltung des Wassers, bzw. Entkeimung verdorbenen Wassers, Micropur- Tabletten. Empfehlenswert ist auch der Katadyn-Taschenfildert (jetzt noch DM 185.--) mit einer Leistung von 1 Liter pro Minute gereinigten und entkeimten Wassers (Deutsche Katadyn Ges. München).

b) Lebensmittel
Grundsätzliches:

  1. Vorbereitungen baldigst (da noch preiswert!)
  2. Quatitäten ausreichend für gut ein Jahr.
  3. Nur beste und etwa 2w Jahre lagerfähige Qualitäten.
  4. Aufbewahrung in geeigneten und gut verschließbaren Räumen.
  5. Auf leicht (Gewicht), vollwertig und nicht vorpräparierte Nahrung achten.
  6. Erst davon brauchen, wenn es nicht mehr anders geht.
  7. Von Zeit zu Zeit erneuern (alte Bestände aufbrauchen und sofort wieder durch neue ersetzen).

Luftig, weder warm noch kalt: Dörrfrüchte, Dörrgemüse. Essvorräte in Bleichdosen, Schraubgläsern oder luftdichten Plastibeuteln lagern. Keine Weckgläser (gehen bei Druck unterschieden auf und verderben).

Lagern problemlos: Honig, Marmelade, Sonnenblumen- oder Distelöl, reiner Apfelessig, Zitronensaft in Dosen.

Gemüsekonserven: Erbsen, Bohnen, gelbe Rüben, Schwarzwurzeln, Spargel, Tomaten.
Fleischkonserven: Rindfleisch (kein Schweinefleisch), Frühstücksfleisch, Dosenwurst, Thunfisch, Ölsardinen, Ravioli.
Obst in Dosen: Pfirsiche, Aprikosen, Birnen, Apfelbrei, Erdbeeren etc., Dosenmilch.
Kühl und trocken: Butter in Dosen, Margarine im Eimer (gesalzen - oder in Dosen ohne Salz.)
Obstsäfte in Flaschen: Apfel, Trauben, Orange, Grapefruit, schwarze Johannisbeere.
Gemüsesäfte in Flaschen: Karotten, Rote Beete, Sellerie.
Lebensmittel: Mais, Grieß, Haferflocken Hirse, Gerste, Reis, Soja, Linsen, Trockenerbsen, Trockenbohnen, Mehl, Kartoffelpüree.
Kartoffeln je nach Situation: 1 Sack (ca. 50 kg). Weizen und dazu eine handgetriebene Getreidemühle von Fa. Schnitzer, St. Georgen im Schwarzwald. Trocken: Zucker, Salz, Süßstoff, Vitamintabletten: Bioguvit, Milchpulver, Eipulver, Gewürze, Tee, Kaffe, Kakao, Schokolade, Nudeln, Makkaroni.
Bei Säuglingen: Thermosflasche für Babynahrung bereithalten. Campingkocher für Hartspiritus mit Brennvorrat, Wachskerzen, Streichhölzer.

c) Medizin, sanitäre- und Toilettenartikel.Reinigung
Reinigung: Ata oder Vim etc. Desinfektionsmittel, Fleckenwasser, Seife (evtl. auch flüssig, z. B. Praecutan). Waschmittel, Zahnpasta.
Verbandszeug: Brandbinden, Mullbinden, Hansaplast, Leukoplast, evtl. Schienen, Dreieckstuch, Augenbinde, Fingerhülle, Watte. Heilmittel: Essigsaure Tonerde, Also Salbe, Augensalbe, Spolera (gegen Verstauchungen und Blutergüsse), Carmol gegen Übelkeit (zum Einnehmen und Einreiben), Jodtinktur, Salbe gegen Durchblutungsstörungen der Beine Essaveen-Gel), Cor-Vel (Herzsalbe), Adenylocrat (Herzmittel), Verstopfung, Fieber- und Grippemittel (evtl. Contramutan = unschädlich), Neutrilac-Tabeletten (gegen Sodbrennen), Rabro-Tabletten (Magen), Hefe zur Stärkung (Dr. Pommlers Kurhefe), Tee in Dosen (Kamillentee, Arnika, Salbei, Bibernelle). Papiertaschentücher, reiner Alkohol, Pinzette, Schere und Messer.

4. Sonstiges - für ins Haus.
Verschließbare Eimer (Farbeimer) als Stubenabort mit Tormull und Geruchsvernichter. Gewöhnliche Pressluftflasche, die man an Tankstellen bis zu 4 atü und mehr auffüllen kann (eine Luftverbesserung mit Sauerstoff-(flaschen= ist technisch nicht möglich, da die notwendige Zusammensetzung nicht erreicht werden kann). Trockenfeuerlöscher. Werkzeug (Hammer, Zange, Stemmeisen, Brechstange, Hacke, Beil, Spaten, Schaufel, Nägel, Schrauben, Schraubenzieher,, keil etc. Taschenlampe mit Ersatzbatterie und Ersatzbirnchen. Holzleisten mit Folie zum Verschließen zerstörter Fenster. Schutzbrillen. Handschuhe. Schlafgelegenheit im Keller herrichten sowie warme Decken und Kleidung. Bereitstellung von Tragetaschen (evtl. Rucksack) für Vorräte, decken und Kleidung. Mappe für wichtige Papiere vorbereiten (Liste anfertigen!).

Zur geistlichen Betreuung:
Bibel, Gebetbuch, Losungen, Andachtsbuch, Casettenrekorder mit Ersatzbatterie, Plattenspieler mit geistlichen Liedern etc. (Kleine Taschenbibel zum Einstecken besorgen).

Für die Verbindung nach draußen:
Kofferradio mit Ersatzbatterien, Schreibmaschine, Papier, Kohlepapier, Farbbänder, Tipp-Ex, Radiergummi, Schreibstifte (zur Weitergabe wichtiger Mitteilungen). Petroleumlampe (Sturm- oder Stalllaterne) mit Petroleum, Sporttaucherausrüstung mit Gesichtsmaske und kleiner Pressluftflasche, die es erlaubt, bis zu 1 1/2 Stunden im Freien zu sein, um Menschen in Not zu retten. Fahrrad mit Luftpumpe, Packtaschen und Gepäckträger sowie Flickzeug und Ersatzventilen. Fotoapparat, Landkarte von Deutschland und eine größeren Maßstabs für die nähere Umgebung, Marschkompass, Feldflasche, evtl. kleines Zelt. Luftmatratze etc. Bei Stromausfall für Interimszeiten Spirituskocher mit Spiritus. Wer ein Auto hat, sehe zu, dass es für den Notfall immer fahrbereit ist, (mit Kraftstoff). Atemmasken etc. erhältlich bei Fa. Auergesellschaft, Frankfurt/ M.

II. Verhalten im Ernstfall

Folgende Katastrophenmöglichkeiten sind gegeben:

1. Kosmische Einwirkung
a) Umpolung der Erde
b) Staub-Gas-Einbruch mit Meteoriden
2. Atomexplosion
3. Erdbeben

Welche dieser Katastrophen eintreten und in welcher Zeitfolge sie ablaufen werden, ist belanglos, wenn die Schutzvorkehrungen und auch die Verhaltensmaßregeln alle Möglichkeiten einschließen. So sollen hier alle Möglichkeiten behandelt werden, damit im Bedarfsfall eine rasche Orientierung möglich ist.

Allgemeine Verhaltensregeln:
Stets Ruhe bewahren, bei Aufenthalt in geschlossenen Räumen möglichst wenig sprechen und bewegen, viel ruhen, nicht rauchen und Alkohol trinken, offenes Licht und Kocher sparsamst verwenden wegen Sauerstoffverbrauch, keine Blumen im Raum lassen, Panikmacher sofort isolieren und Beruhigungsmittel geben. Gemeinsam leise beten.

1. Kosmische Einwirkung

a) Umpolung der Erde (Polsprung)
Eine seit längerem zu beobachtende, zunehmend Schwächung des erdmagnetischen Feldes durch Sonnenenergien (Fatima!) kann plötzlich durch konzentrierte natürliche Energie (kosmischer Blitz) oder eine auf der Erde ausgelöste nukleare Explosion zu einer Umpolung des gesamten Erdmagnetismus und damit zu einer Polwende um 180° führen. Durch Verschiebung der Erdkruste auf der feuerflüssigen Unterlage ist eine zusätzlich Polverschiebung bis zu 30° anzunehmen. Es werden also Nord- und Südpol vertauscht und Europa bis zu 30!° näher an den Äquator heranrücken, wodurch es subtropische Klima erhalten kann. Derartige Polverschiebungen sollen mehrfach im Leben der Erde vorgekommen sein, wie sie auch im Alten Testament beschreiben werden. Dauer des Polsprungs ist etwa 3 Tage.

Verhalten:
Geschlossene Räume aufsuchen, Außenöffnungen verdunkeln und verschließen. Personen gleichmäßig auf räume verteilen (Atemluft). Vorräte auffüllen und in Wohnung bleiben. Abwarten bis Schlingerbewegung der Erde aufhört. Bei Häusern mit leichter Bauweise Keller aufsuchen.

b) Staub-Gas-Einbruch mit Meteoritenfall
Bekanntlich ziehen durch den Weltraum dunkle (nicht selbstleuchtend) Staubwolken, in deren Kern Meteoriten bis zu gewaltiger Größe vorhanden sind. Diese Staubwolken enthalten u. s. Zyan-Gas von großer Giftigkeit. Wenn die Erde in eine derartige Wolke eintritt, kündigt sich dieses durch eine merkbare und zunehmende Eintrübung des Tageslichtes an, so dass mit einer rechtzeitigen Warnung zu rechnen ist. Zwischen beginnender Eintrübung und wirksamer Einhüllung vergehen mehrere Stunden.

Verhalen:
Wohnung oder geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen abdunkeln (Läden schließen) und abdichten, Versorgungsleitungen absperren, Wasserbehälter füllen, Vorräte, Decken und Kleidung bereitlegen und Keller aufsuchen, wenn Meteoritenfall einsetzt. Am Ende des 2. Tage Aufhören des Meteoritenfalls. Jetzt kann wieder Wohnung aufgesucht werden, nicht ins freie gehen. Zimmer mit zerstörten Fenstern nicht betreten. Volles Tageslicht abwarten. Luftbedarf durch Sauerstoff aus Flasche ergänzen, keine Fenster öffnen, bis Leben im Freien beobachtet werden kann.

2. Atomexplosion

Dies hat 3 Gefahrenmomente:

a) der Hitzeblitz zu Beginn, der sofortige schwere Verbrennungen der Haut, Augen und ungeschützten Körperteile hervorruft und durch Strahlungsentzündung auch hinter Glasfenstern Textilien u. ä. in Brand setzten kann;
b) die Druckwelle, die der Detonation mit einer Schnelligkeit von 1 km in 3 Sekunden folgt und
c) die radioaktive Strahlung, die längere Zeit anhält, jedoch zunehmend schwächer wird. Je weiter entfernt die Explosion stattfindet, desto geringer sind die Gefahrenmomente.

Verhalten:
Wenn eine Warnung erfolgt oder mit Bombenabwurf zu rechnen ist, sofort Fenster und Türen v o n a u ß e n abdunkeln und verschließen (im Hitzeblitz verbrennt zwar der Außenschutz, verhindert aber die Entzündung i n den Räumen). Versorgungsleitungen absperren und mit Vorräten, decken und Kleidung Keller aufsuchen, Radio einschalten und Warnmeldungen abhören. Bei Aufenthalt im Freien nicht in den Feuerball sehen, Jacke o. ä. über den Kopf ziehen, Hände verbergen, Schatten aufsuchen, dabei tiefe Erdmulden bevorzugen, nicht hinter leichten Bauwerken verstecken (Einsturzgefahr). So rasch wie möglich geschützten Raum aufsuchen, Taschentuch vor den Mund halten (Radioaktiver Staub), vor dem Schutzraum Außenkleider ablegen (strahlenstaubverseucht), Gesicht und unbedeckte Körperteile mit Seife abwaschen oder feucht abreiben. Schutzraum erst nach Entwarnung verlassen. Strahlungsabnahme nach 2 Tagen auf 1/100, nach 14 Tagen auf 1/1000. Im Bedarfsfall Strahlungsmessungen durchführen.

3. Erdbeben

Ankündigung meist durch leichteres Vorbeben. Sofort ins Freie eilen, dabei Vorräte, Decken und Kleider mitnehmen. Hohe Bauwerke und solche mit leichter Bauweise wegen Einsturzgefahr meiden. Erfolgt das Beben jedoch während eines kosmischen Staub-Gas-Einbruchs, muss der Keller aufgesucht werden.

Verhalten:
Sofort Versorgungsleitungen absperren. Vorräte, Decken, Kleidung und Verbandszeug (Taschenlampe) mitnehmen. Keine offenen Flammen wegen Explosionsgefahr gebrochener Gasleitungen. Radio einschalten und Warnmeldungen beachten. Im Notfall Wohnungen nur einzeln aufsuchen.

D. Maßnahmen nach dem Ereignis

Nach Entwarnung, Beruhigung des Geschehens oder Rückkehr des Tageslichtes vorsichtig durch geschlossene Fenster nach Leben in der Außenwelt Ausschau halten. Im Bedarfsfall Strahlungsmessungen vornehmen. Vorsicht bei gelblichen Staubablagerungen nach Atomexplosion, Staub nicht berühren, mit Wasser und Bürste entfernen, dazu Handschuhe anziehen, Treppen und Gehsteige mit Wasser säubern. nachdem die Versorgungsleitungen vorsichtig eingeschaltet wurden. Auf Gasgeruch achten und vorerst keine offene Flamme entzünden.Schuhe. und Außenkleidung nach Aufenthalt im Freien vor der Wohnungstür lassen. Räume und Keller erst lüften, wenn Gelbstaub entfernt ist.

Jetzt ist es Zeit, sich um öffentliche Licht-, Gas - und Wasserversorgung zu bemühen. Daher empfiehlt es sich, schon bei der ersten Vorsorge sich über die Lage der öffentlichen Versorgungsorte, die Wohnung des Bedienungspersonals usw. zu informieren und mit den maßgeblichen Personen einen Katastrophenplan mit Einsatz von Hilfskräften i Bedarfsfall aufzustellen. Bei Gebäudezerstörungen sind vor allem Lebensmittelgeschäfte Bäckereien, Metzgereien und andere lebenswichtige Versorgungseinrichtungen vor Plünderungen etc. zu schützen. Nehmen Sie daher noch heute diesbezügliche Verbindung mit geeigneten Personen der Ortsverwaltung, der Polizei, der Feuerwehr und etwa vorhandener Bundeswehr zwecks geeigneter Vorsorge auf. Geben Sie auch den Anstoß zu Erstellung von Katastrophenschutzplänen unter Hinweis auf vorstehende Unterlagen.

Die wichtigste Maßnahe aber nach der Katastrophe ist der Dank an den HERRN für die wunderbare Bewahrung und Errettung. Neben Gottesdienst und gebet kann dieser Dank am besten durch aktive Mitarbeit am Aufbau einer alle umfassenden Gemeinschaft der Christen, an Beseitigung der liberalen Gesetze, die zur Zerstörung der christlichen Moral führten, und an der Errichtung eine Regierung, deren Fundament und Richtschnur die göttlichen Zehn Gebote sind, unter Beweis gestellt werden. Was zu einer derartigen Zusammenarbeit dann erforderlich ist und wie diese Zusammenarbeit auch auf die anderen Landesteile ausgebreitet und mit dortigen Gemeinschaften Verbindung aufgenommen werden kann, möge sich jeder jetzt schon überlegen.

XIII. Was Jesus dir zu sagen hat

Nach diesem kurzen Einblick in die Weltgeschichte der Endzeit und die damit verbundenen Schrecken, wollen wir abschließend die von unserem Herrn Jesus an die Gemeinde zu Laodicea (Offb 3:14-22) empfohlenen Gnadenmittel (Offb 3:18) betrachten. In den sieben Epochen der Kirchengeschichte, die durch die sieben Sendschreiben (Offb 2:1-3; Offb 2:21) dargestellt werden, ist Laodicea die letzte, in deren Spiegel wir den inneren Zustand unserer heutigen Kirche erkennen. In Philadelphia (Offb 3:7-13) und Laodicea werden uns die klugen und unklugen Jungfrauen aus Mt 25:1-13 vor Augen gestellt, die sich gemeinsam in der Nachtzeit dieser Welt aufgemacht haben, um den Bräutigam zu empfangen. Der Schaden der Laodicea (der unklugen Jungfrau) wird erst in dem Augenblick offenbar, wenn der Ruf "Der Bräutigam kommt!" (Mt 25:6) ertönt.

Darum sind wir so dankbar, zu erfahren, was unser Herr Jesus zu deren Errettung anbietet, denn noch ist es nicht zu spät, um zu erkennen wie wir sind und uns heilen zu lassen.

1. "Ich rate dir", sagt Jesus, "dass du Gold von mir kaufest, das im Feuer geläutert ist."

Gold bedeutet Treue. Natürliches Gold ist nicht rein und auch das handelsübliche hat Beimengungen von Kupfer oder Silber. Darum bietet der Herr selbst reines und unvermengtes Gold an, das Laodicea kaufen soll. Ja, hier geht es nicht um billige Gnade, denn es wird ein Kaufpreis verlangt. Er lautet: "Liefere dein Leben total an MICH aus, dann kann das Gold einer unvermischten Treue dein Leben erfüllen und dich im Glauben erhalten!" Jesu Glaube ist in der Feuerprobe von Golgatha aus treu erfunden worden. Nur der Glaube Jesu bringt die Gemeinde. noch durch. Und dieser Glaube tröstet über alle Verluste und macht die arm gewordene gemeinde wieder reich.

2. "Ich rate dir", sagt Jesus, "Dass du weiße Kleider von MIR kaufst, damit du dich bekleidest und nicht die Schande deiner Blöße offenbar werden".

Die zweite rettende Gabe aus der Hand des Herrn ist das weiße Kleid Seiner Gerechtigkeit. Auch hier ist der Kaufpreis um nichts geringer als vorher. Mit den Lumpen ihrer Selbstgerechtigkeit, die nicht einmal ihre Blöße bedecken, flieht Laodicea unter das Kreuz, dem einzigen Bergungsort in dieser Trübsal. Nackt und sündig steht sie, wie der verlorene Sohn, vor ihrem Herrn. Dort bedeckt sie der Heiland mit Seiner Gerechtigkeit und reinigt sie von aller Untugend. Unter dem Wort: "Deine Sünden sind dir vergeben!" und unter dem Anblick des für sie gekreuzigten Herrn, kommt mitten in der Angst der ewige Friede über sie, sodass sie wieder atmen kann. Nun weiß sie es "Gottes Liebe bringt mich durch".

3. "Ich rate dir," sagt Jesus zum dritten Mal, "dass du Augensalbe vor MIR kaufst, deine Augen zu salben, damit du sehen kannst".

Als Letztes braucht Laodicea eine besondere Salbung der Augen durch den Heiligen Geist. Die Endzeit ist eine Zeit voller lügenhafter Zeichen und Wunder, die so überwältigend sind, dass falls es möglich wäre, selbst die Auserwählten verführt werden können. Doch mit den gesalbten Augen hat die gemeinde den rechten Durchblick, erkennt des Teufels Blendwerk und kann der Gefahr entrinnen. Auch für diese Salbe muss alles hergegeben werden, was die Gemeinde hat. Nichts eigenes mehr darf in ihrem Besitz sein, damit sie Jesus im Auge behält und so zur Herrlichkeit gelangt. Das Gold der Treue und des Glaubens Jesu, das Kleid der Golgathagerechtigkeit und die Augensalbe des Heiligen Geistes sind die eisernen Ration für die letzten Frontkämpfer der Gemeinde Jesu, Dies muss auch unsere eiserne Ration für den Kampf gegen das Böse in unserem Alltag sein.

"Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich..."
Gestraft durch das Zurückbleiben müssen bei der Entrückung und gezüchtigt durch die Faustschläge des Satanas in den Schrecken der antichristlichen Trübsal, wird Laodicea, soviel ihrer dazu berufen sind, den Weg zur Buße noch finden. Doch wir haben jetzt noch die Möglichkeit, diesem allem zu entfliehen. Der Herr muss in unseren Tagen mit vielen Seiner Kinder hart ins Gericht gehen. Letztlich sind es Liebesschläge, die ER seinen ungehorsam gewesenen Kindern erteilt."ER züchtig einen jeden Sohn, den er aufnimmt". Darum wollen auch wir der Züchtigung in unserem Leben nicht ausweichen, sondern uns beugen und Buße tun.,

"Siehe", sagt Jesus, "Ich stehe vor der Tür und klopfe an"
So nahe ist der Herr, dass nur noch eine Tür dich von IHM trennt. Vielleicht hast du soeben Sein Klopfen gehört und seine liebe, um deine Seele werbende Stimme vernommen. Willst du weiter hinter verschlossener Tür sitzen bleiben und tun, als seist du nicht zu Hause? Vielleicht beschäftigst du dich damit, dass du erst noch aufräumen musst. Aber dies darfst du getrost dem Herrn überlassen, denn ER kann es weit besser als du. Durch Seine Gegenwart verschwindet die Unordnung deines Lebens allein. Versäume die Gnadenstund nicht, mache die Tür deines Eigenlebens auf und lasse dich beschenken durch die Gemeinschaft mit Jesus. Wenn du das Mahl mit IHM genommen hast, wird ER segnend Seine Hände über dich aufheben. Und dann kannst du alles, auch dich selber verlassen und IHM nachfolgen, heraus aus dem untergehenden Sodom unserer Zeit, um in die ewigen Hütten Seiner Herrlichkeit zu gelangen.

Die schweren Gerichte treffen Schlag auf Schlag die unbußfertige Menschheit. Gottes Wetterzeichen leuchten hell in die Sündennacht dieser Welt. Kriege und Kriegsgeschrei, Völkerzusammenballungen, Erdbeben- und Flutkatastrophen, sittlichen Niedergang der Menschheit und Israels Sammlung und Aufstieg hat ER vorausgesagt. Wer Augen hat zu sehen, der sehe und erhebe das Haupt mit Freuden dem wiederkommenden Herrn entgegen, denn ER kommt, die Seinen zu erlösen. "Und wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt".

"Wer überwindet, dem will Ich es geben, mit Mir auf Meinem Thron zu sitzen". Die Überwinder von Laodicea, die den Märtyrertod erleiden müssen, werden mit Jesus im tausendjährigen Reich auf dem Thron sitzen. Aber die Herrlichkeit einer Philadelphiagemeinde, die du auch erreichen kannst, erreichen sie nicht, denn diese werden als Pfeiler nicht mehr aus dem Tempel Gottes herauskommen; sie sind ein Leib mit Jesus geworden (Offb 3:12).

Töricht oder klug, das ist die frage an dich, der du dieses liest. Es geht hier nicht nur um die Scheidung von der bösen Welt, sondern um die Scheidung und Trennung von dir selbst, von deinem eigenen Ich. Wer nicht alles verlässt und sich nicht selbst verleugnet, um in die Kreuzesnachfolge zu treten, der wird einmal draußen vor der Türe stehen.

Gott schenke eine Erweckung in dieser unserer Zeit. gepredigt ist genug, aber noch nicht genug gebetet. Die ewige Liebe wartet auf uns, Jesus wartet auf die Vollendung Seiner Gemeinde. ER sehnt sich nach dir und mir. Sehnen wir uns. auch nach IHM?

Vater wir preisen Deine Geduld, lass Deine Herrlichkeit über Deinen geliebten aufgehen und vollende das Werk Deiner Gnade. Wir rühmen den Namen Deines geliebten Sohnes, auch über den Gerichten unserer Zeit, denn wir wissen, dass DU auch dann noch die Liebe bleibst, wenn wir nur noch Angst und Verzweiflung sehen.Amen!

Abendmahl
Tritt in den Kreis, Herr Jesu - Gott
und brich uns Deines Leibes Brot
und fülle uns die Hände.
Reich uns im Kelch das hohe Gut,
Dein für uns ausgegoss'nes Blut
und mach der Not ein Ende.
Ein Weinen geht durch unser Herz.
Wir beugen uns in tiefem Schmerz,
ob unsern bösen Taten.
Zwielichtig unser Wesen ist,
in dem zutiefst der Zweifel frisst:
Wir könnten Dich verraqten?!
Wenn wir von Deinem Antlitz gehn,
lass Dein Gebet und starkes Flehn'n
uns um und um bewahren.
Eil Du voraus durch Raum und Zeit,
die Nacht ist lang, der Weg ist weit,
nur DU kennst die Gefahren
Wir knie'n vor dir mit Lob und Dank,
dass Du Dich selbst, in Brot und Trank,
uns gabst zur Himmelsspeise.
Lass siegen vor uns ausgestreckt,
die Hand, dies segnend uns bedeckt,
bis an das Ziel der Reise .
L. K. (14. 4. 56)