Deutliche Warnung

Aus Bibelwissen

Letztes Geschehen nach der Bibel
Abschrift des Buches von W. J. Pasedag (1975)

Morgenland Verlag - Bieselsberg
Die Schrift ist antiquarisch noch erhältlich

siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis

Letztes Geschehen nach der Bibel

D. Deutliche Warnung

Ein großer Teil der folgenden Ausführungen ist bereits im Jahre 1955 in einem christlichen Verlag unten meinem Pseudonym Paulus Johannes Warner herausgekommen. Ich hatte damals das seltsame Schauspiel erleben dürfe, wie ein Ketzergericht den P. J. W. dem literarischen Scheiterhaufen auslieferte, ohne dass die "lieben Brüder wussten, das der Verlästerte eben der W. J. P war, der neben ihnen stand. Es war damals billig und leicht, gegen die "Weltkriegs-Angstmacher" zu Felde zu ziehen.

Gott ließ 120 Jahre lang vor der Flut warnen. Noahs Botschaft, von den Zeitgenossen als verrückte Idee und Unkenruf verhöhnt, wurde langsam langweilig. Der Herr Jesus sagte den Untergang Jerusalem 40 Jahre voraus - wer kann sich heute noch erinnern, was einer vor 40 Jahren sagte? Als der Prophet Jeremia das Unheil 23 Jahre lang predigte (Jer 25:3) , war er seinen Zeitgenossen längst überdrüssig geworden. Wie sollte es heute anders sein? Schließlich sind wir noch viel schnelllebiger geworden. Das Entscheidende aber war, dass alles Angesagte eingetroffen ist.

Natürlich gab es im Laufe der Geschichte auch manche falschen Prognosen. Christus Columbus, der Entdecker Amerikas schrieb schon im Jahre 1589 "dass die Enden der Erde unter der Regierung des Erlösers bald vereinigt werden, der Berg Zion von den Türken bald befreit und Jerusalem durch Christen bald wieder erbaut werde, weil das Ende ohne Verzögerung komme". Immerhin erkannte Columbus deutlich, dass es im letzten Kampf um Jerusalem geht!

Der berühmte jüdische Gelehrte Rabbi Isaak Abrabanel erwartete im letzten Kampf das Jahr der Erlösung für 1532 und es ist keine Schande, daran zu erinnern, dass selbst Martin Luther mit vielen anderen Gläubigen das Ende für 1537 erwartete. Aber ebensowenig wie die Wiederkunft Jesu, lässt sich auch der 3. Weltkrieg nicht im voraus berechnen, obwohl sich in den letzten Jahren die Anzeichen mehren.

Man kann sich die überlegen lächelnden Gesichter der Leutchen vorstellen, die in Kurt Huttens "Sektenbuch" lesen, dass der inzwischen durch seinen Bestseller "Alter Planet Erde wohin?" berühmt gewordene Gordon Lindsay für 1953 die Erfüllung von Hes 38. errechnete und der weniger bekannte Rechtsanwalt Paul Westphal (+ 1952 "auf Grund ebenso kniffliger wie haltloser Schriftausdeutung" den Tempelbau für 163 ankündigte ("Seher, Grübler, Enthusiasten", 11. Auflage, S. 546).

Doch das überlegene Lächeln wird vielen noch vergehen, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. dAs sehen wir deutlich im Buche Jona. Wie war dieser "arme" Jona doch der Blamierte, als Ninive wie angekündigt, in 40 Tagen n i c h t unterging! Es bestand noch 199 Jahre - aber war das Ende deshalb weniger schrecklich? Falsche Ankündigungen oder ein durch Gottes Erbarmen bedingten Aufhalten (2Petr 3:9) machen das prophetische Wort noch lange nicht ungültig.

I. Sieben unumstößliche Tatsachen

Pilatus zuckte mit der Schulter, als er das Wort Wahrheit hörte. Als seine Frau ihn aufgrund seines Traumes warnen ließ, kein Unrecht zu begehen, wurde der unruhig. Es gibt unbestreitbare Tatsachen, denen wir uns nicht entziehen können. Wort sind verantwortlich!

  1. Du kannst nicht ewig auf dieser Welt bleiben, sondern musst einmal von dieser Welt scheiden. Keiner von den Millionen und Milliarden Menschen, die in der Vergangenheit gelebt haben, sit mehr hier. Alle mussten früher oder später einmal davon. Dieses Schicksal wird auch dich einmal treffen. Dann aber kommt das Gericht, dem du nicht entgehen wirst (Hebr 9:27).

  2. Du weißt nicht, wann du von dieser Welt abgerufen wirst. Allein die Verkehrstoten gehen jährlich in die Tausende. - Auch du kann auf irgendeine Weise plötzlich abgerufen werden. Aber auch wenn du ein hohes Alter erreichen wirst, musst du endlich doch davon., Mit dieser Tatsache muss dut dich unbedingt eimal abfinden.

  3. Du hast nicht immer gelebt, wie du hättest leben sollen Du solltes Gott, deinem Schöpfer und Erlöser leben und Ihm allein dienen. Stattdessen hast du die Gebote Gottes mannigfaltig übertreten, hast dich viellicht wenig oder gar nicht um Gott gekümmert, hast gelogen und betrogen, vielleicht auch in Unzucht, Neid, Hass, Zank und Zweitracht mit deinen Mitmenschen gelebt. Wenn deine Sünde nicht getilgt wird, wirst du sie abbüßen müssen. denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Das ist ein Naturgesetz, das du täglich vor Augen hast und dir nicht erst bewiesen werden muss.

  4. Du kannst dich nicht selbst aus diesem Sündeneldend herausretten. Wenn du den versuch dazu gemacht hast, dann hast du die Erfahrung gemacht, dass du unfähig bist, dich selbst aus diesem Sündenelend freizumachten. Als Sklave Satans musst du sündigen, ob du willst oder nicht. Denn wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht (Joh 8:34).

  5. Jesus Christus macht dich frei, denn welchen der Sohn freimacht, der ist recht frei (Joh 8:36). Millionen von gebundenen Sklaven der Sünde haben diese Rettung und Befreiung von der Sündenschuld und Sündenmacht schon erlebt und erfahren, und auch du sollst ein glückliches und seliges Gotteskind werden. vertrau dich nur deinem Heiland und Erretter an, und auch du wirst es erleben, dass auch heute noch eine Kraft von Ihm ausgeht.

  6. Es ist Gottes ausdrücklicher Wille, dass niemand verlorengehe. Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Heil und Rettung kann heute schon erlebt werden, nicht erst in der Stunde größter Not.

  7. Auch du musst wollen, wenn du gerettet werden willst. So kommt denn und lasset uns miteinander rechten, spricht der Herr: Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden (Jes 1:18). Kommet herzu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch er quicken (Mt 11:28).

D a r u m
Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.

Gehe zu Christus, denn Er spricht: Wer zu Mir kommt, den werden Ich nicht hinausstoßen.

Es hat noch niemand gereut, den Weg mit Christus gegangen zu sein, aber Millionen haben es schon bitter bereut, dass sie eigene Wege gegangen sind und dadurch immer tiefer in Schuld und verderben versanken.

Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig! (Apg 16:31).

Suchet den Herrn, solange Er zu finden ist, rufet Ihn an, solange Er nahe ist (Jes 55:6). Das ist wichtiger als alles Wissen um zukünftige Gerichte. Außerdem sollte uns nicht Angst, sondern Liebe zu dem Retter Jesus führen. Forsche mehr als bisher im Worte Gottes und beuge deine Knie dankerfüllt vor dem wunderbaren Gott Israels und Seiner Gemeinde.

Wer nicht heute schon durch Christus in Gott geborgen ist, für den bewirken die angekündigten Dinge nur Angst, Verzweiflung oder Gleichgültigkeit. Doch gerade dazu wurde das Folgende nicht geschrieben.

Eine sehr bedenkliche Auffassung Anfang der fünfziger Jahre war, dass es nun keinen Krieg mehr gäbe, sondern die friedliche Vereinigung von Ost und West den Antichristen hervorbrächte. Mit entschiedener Ablehnung dieser Theorie war ich natürlich ein "Spielverderber". Es gibt heute nicht weniger bedenkliche Fehldeutung, aber niemand kann behaupten, es wäre nicht ebenso deutlich genug gewarnt worden.

II. Gottes Wort über den dritten Weltkrieg

Nachdem für Isral so furchtbaren "Krieg der heiligen Tage" ist eine sehr gefährliche Situation eingetreten, die auch die anderen in einen Abgrund. zu reißen droht.

Unausweichlich Probleme und Krisen erschüttern alle Staaten dieser ERde. Man merkt bereits, dass eine weltweite Katastrophe naht, aber man möchte es nicht wahrhaben. Es darf so schlimm nicht kommen! Vor dem ersten und zweiten Weltkrieg gab man sich denselben Illusionen in.

Der erste und der z weite Balkankrieg ließen ein Stahlgewitter ahnen. Dennoch wurde jeder ausgelacht, der im Januar 1914 von einem "Weltkrieg" - selbst schon das Wort war ungewöhnlich - zu sprechen wagte. Als der Krieg am 1. August 1914 Wirklichkeit war, wollten alle bis Weihnachten wieder zu Hause sein. Schon 1933 war klar, Hitler bedeutet Krieg. Seit 1938 war dieser Krieg unausweichlich. Aber man hörte lieber auf die Schalmeienklänge des für 1939 in Nürnberg vorgetäuschten "Parteitag des Friedens" und ließ sich vom Unheil überraschen.

Wenig Klarheit

Auch heute gibt es nur sehr wenige Brüder der Gemeinde Jesu Christi vor vor einem 3. Weltkrieg warnen. Zu ihnen gehören Wim Malgo, Baron Albert von Springer und Ludwig Katzenmaier.

Im März 1975 gab ein geschätzter Bruder in einer "Sondernummer" auf die Frage: "Was kommt in Nahost auf uns zu?" mit Darlegung von Hes 38 folgende Antwort: "Das alles passt nicht ins heutige Bild. Es ist darum n i c h t zu e r w a r t e n, was einige christliche Blätter für die allernächste Zeit seit Jahr und Tag in Aussicht stellen, dass R u s s l a n d heute oder morgen über I s r a e l hereinfällt. Nein, erst muss Israel in völliger Sicherheit wohnen und das weitaus reichste Landim Nahen Osten sein!" kann unser Bruder weder mit "Ja" noch "Nein" angworten,gibt aber doch zu bedenken,dass in Israel noch manches passieren kann, das die heutige Lage blitzschnell und grundlegend ändert.

Dieses Beispiel macht deutlich, wie schwierig es ist, zu einer klaren und zuverlässigen prophetischen Schau zu gelangen.

Rabbi Abraham Ibn Megas, der jüdische Leibarzt des Sultans Suleiman des Herrlichen, schrieb z u seiner Zeit über die Christen: "Wo tausend Menschen sich treffen, kann man keine zehn finden, die in einer einzigen Doktrin übereinstimmen." Leider trifft dieses Wort für die Beurteilung der gegenwärtigen Lage noch mehr zu, als zur Zeit der Reformation, da es geschrieben wurde.

Es gibt ein Überangebot an Endzeitliteratur. Meistens wird der 3. Weltkrieg darin aber mit Harmagedon verwechselt.

Ein bekannter (bereits heimgegangener ) Evangelist aus der Schweiz erklärte mir einmal: "In meiner Bibel steht nichts vom 3. Weltkrieg", worauf ich die Frage stellte, was er vom erste und zweiten Weltkrieg darin finde; die ehrliche Antwort war: "Nichts!"

Es ist nun einmal Tatsache, dass die meisten deutschen Ausleger bezüglich der Offenbarung den Standpunkt des Amerikaners Dr. Tim LaHaye beziehen. In seinem lesenswerten Buch "Der Anfang vom Ende" steht schon auf dem Umschlag unter Noahs Arche: "Entrückung, Weltkrieg, Israel, der neue Tempel" usw. Auf sSeite 18 gibt er folgende Kurzanalyse:

  1. Christi gegenwärtige himmlische Herrlichkeit, Offb 1
  2. Das Verhältnis Christi zur Gemeinde in 7 Zeitaltern bis zur Entrückung, Offb 2 u. 3,
  3. Christi Rolle in den 7 Jahren der Trübsalszeit, Offb 4-18
  4. Christi königliches Erscheinen und friedensreich, Offb 19 u. 20
  5. Zerstörung der Erde und Christ ewiges Königreich, Offb 21 u.22

Es ist ganz gewiss erfreulich, dass wir eine gemeinsame Stellung zu Christus, dem Worte Gottes, der Gemeinde und Israel haben, was ja schließlich die Hauptsache ist. Wer jedoch mit einem solchen Kurzsbuch durch die Endzeit fährt, der wird, so möchte ich meinen, sein blaues Wunder erleben. Jeder, der Offb 4-18 in nur 7 Jahren ablaufen lässt, dem wird nicht einmal bewusst wieviel Züge er bereits verpasste.

Eine deutlichere Schau

Die beste Endzeitaufteilung, die ich bisher gelesen habe, blieb leider ungedruckt. Sie ist von dem Evangelisten Ludwig Katzenmaier, nach einem Entwurf von Pfr. Friedrich Frank.

Es ist eine Dreiteilung dieses Jahrhunderts in je 33 Jahre, die ich hier mit Erlaubnis des Verfasser stark verkürzt wiedergeben.

I. Periode 1901 - 1933 - 1. Weltkrieg, 1-4 Siegel
Balfour-Erklärung - Sammluing der Totengebeine, Hes 37:7
II. Periode 1934 - 1966 - 2. Weltkrieg, 5. Siegel
Staatgründung Israels - Werden eines Volkskörpers, Hes 37:8
III. Periode 1967- 1999 - 3. Weltkrieg, 6. Siegel
Tempel und Antichrist - Wiederherstellung des Gottesvolkes Hes 37:9f.

Die 3. Periode ist wiederum in 4 Nachtwachen von je 8 Jahren unterteilt:

  1. 1967 - 1974 Abend
  2. 1975 - 1982 Mitternacht
  3. 1983 - 1991 Hahnenschrei
  4. 1991 - 1999 Morgen.

Als voraussichtliche Ereignisse für 1975-1982 sind angegeben:

Dritter Weltkrieg mit Vernichtung Russlands
Trübsal der Zeit Noahs entsprechend
Entrückung der Gemeinde
Der Bau des 3. Tempels
Posaunengerichte, Offb 8-11
Auftreten der beiden Zeugen.

Für 1983-1990:

Entrückung des Knäbleins, Offb 12:2-5
Ansiedlung der 10 Stämme in Israel
Antichrist als Weltherrscher und der falsche Prophet
Büninis der vereinten Weltstaaten mit Israel
Größte Juden- und Christenverfolgung aller Zeiten
Trübsal der Zeit Lots ensprechen.

Für 1991 - 1999

Harmagdeon
Aschluss der ersten Auferstehung
Antichrist und falscher Prophet im feurigen Pfuhl
Satan im Abgrund gebunden
Noch vor Abschluss dieses Jahrtausends Anbruch des Milleniums.

Natürlich gilt wie bei jedem echten Programm auch hier: Änderungen vorbehalten! Wir bestimmen ja zum Glück nicht, was da kommt, sondern beachten nur in großer Treue das prophetische Wort. Dieses Wort sagt aber viel mehr, als gegenwärtig noch erkannt und angegeben werden kann. Wofür ich dem Bruder obiger Aufstellung besonders dankbar bin, ist seine Bibeltreue, Nüchternheit, klare Zeitvorstellung und die über das gewöhnlich Maß weit hinausgehende Universalität bei dennoch einprägsamer Schlichtheit.

Niemand kann in Abrede stellen, dass 1933/34 wie auch 1967 eine Wende in der Welt- und Heilsgeschichte bedeuteten. dass nach Mk 13:35 sowohl 1967 wie auch 1973 mit einem Donnerschlag den Abend und die Mitternacht ankündigten, sollte ebenso offensichtlich sein. Denn was die Nachtwachen betrifft, so dürfte bekannt sein, dass mir die Zeit einer Nachtwache mit 7 Jahren als gegebener erscheint. Das wäre nicht nur gemäß Mt 24:22 eine Verkürzung des 3. Abschnitts, sondern stände auch in Übereinstimmung damit, dass 1987 (wie kalendermäßig erwiesen) das 70. Jubeljahr ist. Denn dabei beginnt der Morgen, an dem nicht mehr gekämpft wird, sondern nach Hes 39:9 die Kampfspuren der letzten schlacht in 7 Jahren beseitigt werden.

In 3Mo 26 könnte (verbunden mit Mk 13) ein Hinweis dafür vorliegen, dass die Nachtzeit und damit Gerichtszeit 4 x 7, also 28 Jahre umfasst, weil die Vers Mk 13:19.21.24 u. 29 jeweils eine siebenfache Steigerung ankündigen.

Auch die Endzeit ist geordnet

Die Einschaltung jüdischer Kalenderordnung und biblischer Nachteinteilung, die von den meisten Brüdern leider übersehen wird, ist von großer Wichtigkeit. Wer den "Morgen" am Schluss der Endzeit nicht sieht, der urteilt dann wie ein geschätzter Ausleger: "Es zeigt sich dabei, dass die in der Offenbarung beschriebenen 2 x 3 1/2 Jahre, die Jahre der beiden Zeugen und des Zorngerichtes, am Ende dieses Äons liegen u nd nicht - wie das beispielsweise Willy Pasedag vertritt - nach diesen 7 Jahren noch eine Übergangsfrist von 7 Jahren bis zum beginn des 7. Tausenders, der tausendjährigen Übergangsfrist von 7 Jahren bis zum Beginn des 7. Tausenders, der tausendjährigen Friedenszeit gegeben ist." Eine solche Einstellung ist diesem Bruder aber nur möglich, weil er seltsamerweise Hes 39 etliche Jahre von Hes 38 geschehen lässt, bzw. anordnet.

Es gibt eine Anzahl Gläubige, die jedes Nennen von Jahreszahlen für ein Unrecht ansehen und als Anmaßung betrachten. Sie verzichten damit aber auch auf eine geordnete Darstellung und Vorstellung des Kommenden, wenn nicht überhaupt auf das prophetische Wort wie der Fuchs auf die Trauben, die ihm zu hoch hängen, und darum. auch nur sauer sein können. Andere wider verkriechen sich hinter dem Wort von Mk 13:32, dass niemand Tag und Stunde weiß, und machen auf diesem Ruhekissen gerade zu der Stunde ihr Nickerchen, da sie wachen sollten. Wir können die Zeit gewiss nicht erkennen, aber Gott weiß die Zeit, und Er lässt sie uns auch wissen, wenn es nötig ist, weshalb ich bitte, Jes 41:21+22 wie auch Joh 14:29 sehr sorgfältig zu lesen.

Johannes de Heer ist für Freunde des prophetischen Wortes kein Unbekannter. Er verfasste ein interessantes Buch, das sich sehr eigehend mit dem letzten Krieg befasst. Der greise Verfasser begann sein Vorwort für die 1945 herausgebrachte 6. Auflage wie folgt: "Zwischen der 1. und der 6. Auflage von 'Endkrisis der Völker in Harmagedon' liegen zwei Weltkriege, die viel Elend und viele Veränderungen in der Welt hervorgebracht haben. Aber das prophetische Wort haben sie unberührt gelassen. Ja, viel mehr als das. Die Ereignisse der verflossenen 30 Jahre haben das bestätigt, was in den letzten Zeiten den Forschern von Gottes Wort von Gott zui erkennen gegeben war." Ohne den ersten und zweiten Weltkrieg hätten wir nicht die Zustände, wie sie die Bibel von der Zeit des Endes darlegt und sich in unseren Tagen als Wirklichkeit präsentiert.

Wir wollen nun 7 Gründe darlegen, weshalb wir annehmen, dass der 3. Weltkrieg sehr nahe bevorsteht:

1. Um Israels und Jerusalems willen

Wie eine Schwangere zwar nicht Tag und Stunde voraussagen kann, wann ihr Kindlein geboren wird, so ist doch die gewisse Zeitordnung von 9 Monaten (rund 280 Tage) keine Täuschung. Was im Leben des einzelnen Individuums 280 Tage sind, bedeutet für die Geburt des Friedensreiches 7x 280 Tage = 1960 Jahre. Der Herr Jesus begann Seinen Erlösungsdienst mit Seiner Taufe im Herbst des Jahres 27 und 1960 Jahre führen uns von da zum Herbst 1987 als dem Beginn des 70. Jubeljahres. Bis dahin dürfte "das Kind" durch viele Drangsale geboren sein. Der Herr Jesus spricht in Mt 24:8 vom "Anfang der Wehen" und wir stimmen mit LaHaye überein, welcher erklärt: "Es ist meine feste Überzeugung, dass dies genau das ist, was seit 1914 geschieht." Begannen aber 1914 diese Wehen des neuen Zeitalters, so darf man gewiss seit 1973 von den Presswehen sprechen, zu welchen auch der 3. Weltkrieg gehört.

Von daher gesehen war der erste Weltkrieg nicht nur ein Strafgericht und eine Warnung über den sich bereits in den gebildeten Schichten anbahnenden Abfall. So sinnlos auch die Aufteilung von Freund und feind war, mit seinen unmöglichen Koalitionen Frankreich/Russland und England/Japan auf der einen Seite und Deutschland/ Türkei auf der anderen, das alles musste dem einen Ziel dienen: der Befreiung Jerusalems vom Türkischen Joch.

Denn über allen 3 Weltkriegen steht Gottes Wort: "Ich, Jahweh, bin dein Gott, der Heilige Israels, dein Retter; Ich gebe Ägypten (Mizraim) hin als deine Lösung und Abessinien (Kusch) und Arabien (Seba) an deiner Statt. Weil du teuer bist in Meinen Augen und geehrt und Ich dich liebe, deshalb geben Ich Menschenhin an. deiner Stelle und Völker für dein Leben. Fürchte nichts! Denn Ich bin mit dir. Vom Osten bringe Ich deinen Samen und aus dem Westen hol Ich dich zusammen. Ich spreche zum Norden: Gib heraus! Und zum Süden: Halte nicht zurück! Lasst Meine Söhne kommen aus der Ferne und Meine Töchter von den Enden der Erde, alles was mit Meinem Namen sich benannt. Z u Meiner Ehre habe Ich sie geschaffen, gebildet und gemacht", Jes 43:3-7.

Auch Israels Feinde wachsen aus dem höllischen Abgrund der Kriege. Ohne ersten Weltkrieg wäre kein Gotteshasser Lenin, ohne den zweiten kein Judenfeind Hilter und ohne den dritten Weltkrieg kein Antichrist und Tempelschänder möglich. Oder meinen wir, das religiöse Bollwerk des Islam, Felsendom. und Aksamoschee könne billiger als durch einen Weltkrieg beseitigt werden?= Doch ist ein großer Trost bei allem, dass Gott auch die Zeit genau abgemessen hat, denn von den Schüssen zu Serajewo am 28 Juni 1914 bis zur Einnahme Jerusalems am 9. Dezember 1917 sind es genau 1260 Tage; und von hier bis zum 70. Jubeljahr genau 70 Jahre.

2. Das 6. Siegel

Was der Herr Jesus mit Mt 24 (auch Mk 13 und Lk 21) einst auf Erden wandelnd darlegte, finden wir als himmlische Eröffnung des erhöhten Lammes in Offb 6 wieder. Der Anfang der Wehen ist auch der Zeitpunkt, da die apokalyptischen Reiter ihren unheilvollen Ritt beginnen.

Das größte Reich, das es je auf Erden gegeben hat, war England zu Anfang unseres Jahrhunderts. Deutschland wollte ihm diesen Rang streitig machen - am deutschen Wesen soll die Welt genesen! Aber auch russischer Marxismus und amerikanische Kapital-Demokratie wollen die Welt beglücken. So kommt es zum 1. und 2. Weltkrieg.

William Braclay schreibt: "Als ersten der kommenden Schrecken nennt Johannes den Krieg zwischen den Völkern, die Vision des weißen Pferdes und des Mannes mit dem Bogen, die Vision von der Tragik aller Eroberungen." Wir sehen in den 4 Reitern darum:

  1. Den Drang zur Weltherrschaft (Imperialismus).
  2. Das rote Pferd als Bolschewismus, mit welchem der Friede von der Erde genommen ist.
  3. Das schwarze Pferd als das des weltweiten Hungers undd er Ausbeutung. Schon durch Blockade und U-Boot-Krieg sind allein im 1. Weltkrieg über 127 Millionen Menschen verhungert. Der Hunger hat aber seitdem zugenommen.
  4. Das große Sterben, dargestellt durch das fahle Pferd.

Durch den Bolschewismus sind mindestens 30 Millionen Russen, durch den Maoismus 60 Millionen Chinesen umgekommen! Wer die Bücher des Nobelpreisträgers Solchenizyn liest, bekommt eine Vorstellung dieses grausamen reiters. Aber auch die 1918 auftretende Grippe-Epidemie, die 28 Millionen Tote forderte, gilt als die bisher größte Seuche der Geschichte.

Das 5. Siegel spricht von den Seelen. unter dem Altar, eine Darstellung der vielen Menschen, ob Christen oder Juden, die in Russland, Deutschland und China und vielen anderen Orten verfolgt und gemartert werden. Obwohl sie nicht zur Gemeinde zählen, wurden sie doch ihres Glaubens wegen umgebracht, weshalb sie erst nachträglich das Kleid der Gerechtigkeit erlangen.

Wenn der 3. Weltkrieg, wie wir annehmen, das 6. Siegel ist, dann brechen mit ihm auch Gottes Gerichte mit kosmischen Veränderungen an. Offb 6:16+17 spricht vom Zorn Gottes und des Lammes, wie wir es auch in Hes 38:18 lesen: "Und es wird geschehen an jenem Tage, dem Tag, da Gog in das Land Israel einrückt, ist der Spruch von Adonai Jahweh, wird die Zornesglut in Mir auflodern." Denn alles Welt ist an Israel schuldig geworden. Das unübersehbare Kennzeichen ist dann nach Offb 6:12 und Hes 38:19 das gewaltige Erdbeben.

Wir können dem Zeugnis von Ludwig Katzenmaier (Eichelsbacher Mühle) voll und ganz zustimmen, weil wir unabhängig voneinander zu demselben Ergebnis kamen, das er in seiner Eschatlologischen Skizze "Die Endzeit" (S. 3) darlegt: "Meines Erachtens stehen wir schon inmitten der Siegelgerichte der Apokalypse. Die vier Reiter reiten schon seit dem ersten Welt krieg um die Erde. Sie sind ja keine Standbilder. Im Vollzug ihres Wirkens wurde inzwischen das 5. Siegel geöffnet. Die Zeit der Märtyrer ist angebrochen." "Zu ihrer Rechtfertigung bekommen sie ein weißes Gewand ... Und hernach müssen sie warten, doch nur noch eine k l e i n e Zeit, bis dass vollends dazukämen ihre Mitknechte (die Christen) und ihre Brüder (weitere Juden und Israeliten), die auch noch getötet werden sollten, gleich wie sie'"

Doch der eigentliche Abschluss der Ereignisse im 5. Siegel findet im 6. Siegel seinen Höhepunkt. Viele meinen irrtümlich, dass der Inhalt des 6. Siegels nichts anderes sei, als eine Zusammenfassung dessen, was sich erst im 7. Siegel ereignet. Doch das 6. Siegel ist ein Siegel wie die anderen zuvor und wird von dem Lamm in der gleichen Weise feierlich eröffnet. Es handelt sich dabei um den 3. Weltkrieg, der unsäglich Trübsale und Nöte über die Menschheit bringt. Die Horden des Bolschewismus haben sich hierzu schon gerüstet. Sie werden nicht nu r Israel, sondern auch Jugoslawien, Persien und die europäischen Staate, vornehmlich aber die Bundesrepublik überfallen." Derselbe Ludwig Katzenmaier, der diese schwerwiegenden Worte schreiben muss, tröstet uns aber mit tiefempfundenen Gedichten. Eines derselben, vom 29. Juni 1974, schließt mit der beglückenden Botschaft:

Noch lockt der Ruf, noch glänzt das Licht
noch tönt das Wort voll Zuversicht
Wer hört die frohe Kunde?
Die ausgestreckte Gnadenhand,
wer sieht sie über unserm Land,
zu heilen unsere Wunde?
Wer mit dem Geist versiegelt ist,
der hofft zu Dir, Herr Jesu Christ,
und weiß, Du wirst bald kommen.
Der hat sein Herz Dir aufgetan
und nimmt Dein Wort im Glauben an
und hat den Ruf vernommen.
O Gott, die Nacht bricht schon herein,
doch lass beim letzten Abendschein
uns Deine Treue fassen.
Du rufst uns aus der Fisntesrnis
zu Dir hinauf, das ist gewiss,
und wirst uns n i e verlassen!

3. Russland herumgelenkt

Es gibt wohl kaum eine Darstellung der Endzeit, in der die Rolle Russlands nach Hes 38 und 39 nicht genügend hervorgehoben wird. Denn es ist nicht schwer, Sinn und Bedeutung dieser beiden Kapitel zu erkennen. Anders dagegen ist es mit dem Zeitpunkt, bei dem die Ansichten leider stark auseinander gehen. Wir sind bei unseren Betrachtungen. zu folgenden Ergebnissen gekommen:

a) Hes 38 und 39 sind zwei verschiedene Ereignisse

Ebenso wie die beiden Schöpfungsberichte in 1Mo 1 u. 2 werden auch Hes 38 und 39 nicht genügend unterschieden. Gott lässt den Hesekiel zwar beide mal mit den selben Worten beginnen und in beiden Kapiteln ist auch von Gogs Zug die Rede, dennoch ist der Inhalt als die Darstellung unterschiedlicher Ereignisse merklich verschieden. Wir müssen nicht nur Offb 20:7-9 (das deutlich von der Zeit nach den 1000 Jahren spricht) von Hesekiels Weissagungen unterscheiden, sondern auch das, was. zu Anfang und zum Ende der Zorneszeit geschieht. Pastor A. Fünning legt Wert darauf, Gogs Zug in Hesekiel von Harmagedon nach Offb 16:12-15 und Offb 19 säuberlich zu trennen. Das trifft aber nur für Hes 38 zu, denn Hes 39 fällt mit der Schlacht im Tale Josaphat wie auch in der Ebene Jesreel zusammen.

Wir lesen in Hes 39 nichts von einem Erdbeben, wohl aber in Hes 39:4.17-20 und in Offb 19:17+18 von einem fetten Mahl für alle Raubvögel.

In Hes 38:18 steigt Gottes Grimm herauf, in Hes 39:7 kommt er zum Abschluss, weil Gottes Name nun nicht mehr geschändet wird. Es folgt kein Gericht mehr, sondern Gottes Herrlichkeit (Hes 39:21) und die Ausgießung des Geistes (Hes 39:29).

Sobald man einen doppelten Zug des Gog von Magog erkennt, wird deutlich, dass Russlands Angriff in Hes 38 mit modernsten Waffen geschieht. Prof. Increase Mather, 1685-1701 Präsident der Harvard Universität, bewahrte sich trotz seiner großen Gelehrsamkeit die Einfalt, Jes 60:8 wörtlich zu nehmen. Im Jahre 1673 schrieb er: "Die Juden werden aus allen Teilen der Erde gesammelt - bei ihrer Rückkehr werden sie sogar in ihr Land fliegen." Und das alles wurde Wirklichkeit. Ebenso lesen wir in Hes 38:9: "Dies wird wie eine Wolke sein, das Land zu bedenken". Nicht so bei dem Zug von Hes 39. Hier sind Waffen, die man verbrennen kann (Hes 39:9) und keine Panzer, sondern Rosse, deren Fleisch die Geier verzehren (Hes 39:20).

b) China und das Land ohne Mauern

Es ist bekannt geworden, dass Russlands starker Mann, Leonie Breschnew, zu Henry Kissinger gesagt haben soll: "Die Sowjetunion kann nicht mehr allzulange zögern, gegen China etwas zu unternehmen." Das ist seit den Schüssen am Ussuri durchaus verständlich. Immer wieder sind Hassausbrüche Pekings gegen Moskau, dem sie die Verfälschung der Lenindoktrin vorwerfen, zu hören oder zu lesen. China, das Land mit der großen Mauer, ist seit Jahrhunderten Russlands Feind. Doch in Hes 38:4 lesen wird, dass Gott zu Gog spricht: "Ich will dich herumlenken und einen Haken in deine Kinnbacken legen und dich herausführen mit allem deinem Herr." Hes 38:8 spricht deutlich von den Bergen Israels, und Hes 38:11 lautet: "Du sprichst: Ich will das Land ohne Mauern überfallen."

Ist es denkbar, dass Russland sich zu dieser Intervention gegen den kleinen Staat Israel erst "ungefähr vier Jahre vor der Wiederkunft Jesu" entschließt, wie das John F. Walvoord in seinem Buch "Harmadedon, Öl und Nahostkrise" auf Seite 160 darstellt? Kein Wunder, dass Walvoord darum auch "Ausbruch" und "Ende des dritten Weltkrieges" mit Harmagedon gleichsetzt (siehe S. 144 u. 152).

Leiden müssen wir mit diesem Weltkrieg schon bei der nächsten Gelegenheit rechnen und sicherlich würden dann auch alle erbeuteten hochmodernen Waffen nicht verbrannt, sondern vom Sieger seiner Rüstung zugeführt. Das Verbrennen von Hes 39:8-10 passt erst in die Zeit, da man keine Kriege mehr führt. In Hes 38 ist ein späteres Verbrennen aber deshalb nicht mehr notwendig, weil es, Hes 38:22 gemäß, Feuer und Schwefel regnet.

c) Gefährliche Sorglosigkeit

Am 20. Dezember 1974 gab Artur Missbach als "Vertrauliche Mitteilungen aus Politik und Wirtschaft" (Nr. 1936 S. 1 u. 2) Folgendes zur Kenntnis: "Die angst der Bürger in Deutschland und anderwärts kreis gegenwärtig um drei Probleme: Steigende Arbeitslosigkeit, mehr Inflation und drohende Wirtschaftskrise. Die regierenden Politiker sprechen vom 'Riemen enger schnallen' und von 'Durststrecke durchstehen' - die reine Wahrheit vertrauen sie sich aber nur wechelseitig am Kamin an: der künftige Nahostkrieg und die mit Sicherheit kommende Welt-Wirtschaftskrise." "Der Ausbruch eines neuen Nahostkrieges rückt näher... Die arabischen Staaten haben eine erdrückende Übermacht an konventionellen Waffen. Folglich wird Israel vom ersten Tage an atomare Waffen' einsetzen."

Aber, so wird entgegnet, der Russe kommt doch erst, wenn Israel in Sicherheit wohnt, was heute absolut nicht der Fall ist. Ich lese es in der Menge-Übersetzung allerdings ein klein wenig anders, denn da lautet Hes 38:11: "Ich will zu Felde ziehen gegen das Land, das offen daliegt, will friedliche Leute überfallen, die ruhig und sorglos leben." Ist Israel am großen Versöhnungstag 1973 etwa nicht sorglos gewesen? Wir müssen sagen: leider zu sehr! Diese 18 Tage Krieg waren aber ebenso der Anfang des großen Krieges, wie Hitlers 18tägiger Polenfeldzug. Das hebräische Wort bätach in Hes 38:8.11 u. 14 bedeutet eben nicht nur Sicherheit, sondern nach den besten Wörterbüchern auch Sorglosigkeit"! Diesen unbedachten und unbewachten Augenblick kann es sogar mitten im Krieg geben, wie wir aus Ri 7:11 sehen.

d) Es geht um Gottes Volk und Land

Muss Israel bei Gogs Angriff nicht groß und reich sein? Von beidem ist im Text nicht die Rede. Auch erweckt Hes 38:12 nicht gerade die Vorstellung von Reichtum, wenn es dort heißt. "um Beute zu erbeuten, Raub zu raffen, die Hand zu kehren wider neubewohnte Öden, heran an ein Volk , das aufgelesen aus den Nationen, das Herde schafft und Habe und auf dem Nabel der Erde haust."

"Besitz und Erwerb" hat jedes fleißige Volk, aber man hört geradezu den Hohn der Araber über das hochverschuldete Israel ohne Reichtümer und Ölquellen in Vers 13 bei der Frage: "Bist du gekommen um Beute zu machen? Hast du deine Scharen aufgeboten um zu plündern? Um Silber und Gold zu rauben? Und Hab und Gut wegzunehmen? Um reiche Beute. zumachen?" Von Seiten des Aggressors erfolgt auf dieses spöttische Fragen keine Antwort. Aber Gott gibt die Antwort, und zeigt, um was es geht. Denn wir lesen in Hes 38:16: "Du wirst gegen Mein Volk heranziehen wie eine Wetterwolke ...gegen Mein Land zu Felde ziehen." Wahrscheinlich wird Russland sich als Vollstrecker des Beschlusses 242 der UNO aufspielen.

e) Deutschland ist nicht ausgespart

Gogs Gefolge wird deutlich in Hes 38:5.6 genannt; es sind Staaten, die sich hauptsächlich erst in letzter Zeit zu Militärmächten entwickelten: Paras = Perser, Kusch = Abessinien und Tu = Libyen, dazu Gomer = Deutschland mit seinen g an z e n Heeresflügeln, Haus Torgarma = Türkei, sowie alle Heeresflügel aus des Nordens Fernen = alle Staaten des Warschauer Pakts, und viele Völker. Es sind also nicht nur alle Ostblockländer, sondern auch deutlich b e i d e Deutschland in diesem Zug beteiligt.

Was man noch vor zwei Jahren glatt für unmöglich gehalten hätte, ist eingetroffen: Persien steht auf Seiten der Feinde Israels (es gewährte Ägypten im Mai 1975 ein Darlehnen von 125 Millionen Dollar), Ägypten treibt im revolutionären Strom und damit in den trüben Wassern Moskaus, und das streng islamische Libyen empfängt am 12. Mai den sowjetischen Ministerpräsidenten Koosygin zum Staatsbesuch. Dazu präsentiert die DDR als einziges Land der Erde am 1. Mai 1975 seine russischen Raketen. Es lässt eine "Wiedervereinigung" nach Vietnam-Art befürchten.

Das ist eine sehr ernste, aber durchaus verständliche Aussage. Ostdeutschland ist eine Militärmacht geworden, die ihre Skupellosigkeit in der Besetzung der Tscheschoslowakei bewiesen hat. Dieser "Bruderstaat" wird auch an Westdeutschlands Grenze nicht Halt machen. Selbst Rot-China machte die Weltöffentlichkeit darauf aufmerksam, dass Russland mehr Panzer im Westen stehen hat als in Fernost. Auch Verteidigungsminister Leber erklärte 1974: "Wir registrieren sehr zuverlässig, dass es seit einigen Monaten eine erhebliche Verstärkung der Rüstung des Warschauer Paktes gibt, vor allem in der Peripherie Europas." Leber spricht von 3000 modernsten Panzern Typ 62, die in die DDT, und 1000 , die nach Ungarn zu dem alten Bestand an T 54 neu geliefert wurden. Da in der DDR neben 6 eigenen Divisionen 21 russische stehen, und die anderen Ostblockstaaten mit eingerechnet werden müssen, treten 70 Sowjet-Divisionen gegen 25 der Nato an, an Panzern zählt der Osten 16 000 und der Westen 5 500. Wie gefährlich das russische Raketenarsenal ist, wurde im Jom-Kippur-Krieg deutlich. Kissingers Reisediplomatie tut alles, um einen Krieg zu vermeiden. Er erreichte bisher. zwar einen Aufschub, doch die Ergebnisse in Vietnam, Kambodscha, Portugal, Zypern, Griechenland und der Türkei sind für die USA nicht gerade günstig. Wie Frankreich hat auch Westdeutschland den Israelis manche Absage erteilt, um Freund der Araber zu bleiben.

Wenn es Aussicht auf Frieden geben soll, muss die USA als Ausgleich für das ständige Drängen auf Rückzug der Israelis, den Juden ein Garantieversprechen geben. Im Kriegsfall ist aber die Belieferung Israels mit amerikanischem Kriegsmaterial nur durch die Bundesrepublik möglich, da die Azoren als Westflanke der Nato, Zypern als Südflanke und die Türkei als Ostflanke mehr als fraglich geworden sind. Dass Russland den Marxisten der BRD "zu Hilfe" eilt, dürfte ebenso deutlich sein, denn schließlich ist die Bundesrepublik der größte und wichtigste Industriestaat des Westens.

4. Heskiels Zeitangaben

Wenn wir nach Pred 1:9 und Pred 3:15 wissen, dass nichts Neues unter der Sonne geschieht, dann wird auch deutlich, dass die früheren Begebenheiten und Zeitpunkte einen Schlüssel für die Zukunft bieten. Aus Dan 4:13 kennen wir das Gesetz der 7 Zeiten (7 x 360 = 2560 Jahre) Der Prophet Hesekiel muss es gekannt haben, denn er spricht von Daniel in Dan 14:14+20 sowie Dan 28:3. In Hes 4:6 wird gezeigt, wie dieser Mann Gottes 40 Tage auf der rechten Seite liegend, Gottes 40jährige Geduld mit Juda dazustellen hat. Zählen wir 2520 + 40, so erhalten wir mit 2 560 Jahren einen Abstand, der von Hesekiels Zeit bis in unsere Tage reicht.

Da Hes 1:1 als der 31. Juli 593 v. Chr. + 2560, gleich 1967 n. Chr. beginnt, und mit Hes 40:1 als 28. April 573 + 2560 = 1987 n. Chr. abschließt, haben wir damit ein Spiegelbild von der Zeit seit dem Sechstagekrieg bis zum 70. Jubeljahr, mit dem jener Bau des Tempels beginnt, den Hesekiel von Hes 40-48 sieht.

Das berechtigt zu der Hoffnung, dass auch die anderen Daten eine gewisse Leitlinie des Endgeschehens andeuten können.

Hes 8:1 als der 17. Sept. 592 v. Chr., führt uns zum Jahre 1968 n. Chr. Israel legt in der UNO einen Friedensplan vor.
Hes 20:1 als 14. August 591 v. Chr. fühzrt zum Jahre 1969 n. Chr. Am 21. Juli 1969 betrat der Amerikaner Armstrong als erster Mensch den Mond. Interessant ist, dass in Hes 20 das Wort nasa = hebr. erheben = 5 mal erscheint (Hes 20:6.15.23.28.42). Die National Aeronautics ans Space Administration (Nationalbehörde für Luftfahrt und Raumforschung) die diesen Flug ermöglichte, heißt abgekürzt NASA.
Hes 26:1 als 23. April 586 v. Chr. führt uns zu 1974 n. Chr. Es ist ein Drohwort gegen Tyrus (Libanon), wo 1974 verschiedene Unternehmen der PLO starteten, so das Mordkommando auf die israelische Schule in Maalot, wo 30 Menschen starben und 89 verletzt wurden. Israel antwortet im Libanon mit Vergeltungsschlägen.
Hes 29:1 als der 8. März 586 v. Chr. führt uns zum März 1974 n. Chr. Mit diesem Vers beginnen die Drohworte Gottes an Ägypten, die bis Hes 32:32 reichen und einen völligen Untergang Ägyptens ankündigen, war nur durch einen dritten Weltkrieg möglich ist.

5. Ägypten wird fallen

Die Weisagungsworte an Ägypten vom 8. März 586 bis zum 15. März 585 führen uns nach einem Abstand von 2560 Jahren zu 1974 und 1975 n. Chr., wobei zu bedenken ist, dass das jüdische Jahr nicht mit dem Januar, sondern erst im Herbst beginnt.

In Hes 30:6 ist zu lesen: "Die Schutzherren Ägyptens müssen fallen." Dies stimmt überein mit Jes 31:3 "Der Herr wird Seine Hand ausstrecken, dass der Helfer (Ägyptens) strauchle und der, dem geholfen wird, falle und alle miteinander umkommen." Dazu auch Jer 6:15: "Wie geht es zu, dass deine (Ägyptens) Gewaltige zu Boden fallen und können nicht bestehen? Der Herr hat sie gestürzt."

Das sind ungeheuer schwerwiegende Worte, die den Ernst unserer Jahre deutlich machen, um zu zeigen, wie es den Feinden Israels geht, denn Hitlers Schicksal scheint vergessen zu sein.

Russland sowohl wie Amerika, UdSSR und USA, der fünfzackige rote und weiße Stern, sie beide spielen sich als Schützlinge Ägyptens auf. Drei Beispiele sollten sie warnen:

Der deutsche Bundeskanzler und Nobelpreisträger Willy Brandt, der Israel nur mit "frommen" Worten abgespeist hatte, kam am 21. April 1974 nach Ägypten mit Verträgen, Geschenken und Zugeständnissen. Er erhielt Ägyptens höchste Orden und en goldenen Schlüssel von Suez, das die Israels ein halbes Jahr zuvor erstürmt hatten. Als er am 25. April in Deutschland landete, wurde ihm auf dem Flugplatz mitgeteilt, dass sein Referent Günter Guillaume als Agent der DDR entlarvt sei, was 1 Woche später zur Abdankung Brandts führte.

Richard Nixon wollte als der große Präsident der USA seinen Ruhm durch einen besuch in Ägypten mehren, wo er Sadat Atomkraftwerke versprach. Natürlich erhielt auch er die höchsten Orden Ägyptens, aber nach USA zurückgekehrt, musste er froh sein, ungestraft abdanken zu können.

Als letztes Beispiel sei Kaiser Haile Selassi von Äthiopien genannt. Israel hatte viel zur Entwicklung seines Landes beigetragen. Der Kaiser galt jahrelang als Freund der Ju den, aber während des Jom-Kippur-Krieges bracht Abessinien als 20. Staat Afrikas die Beziehungen zu Israel ab. Noch Ende Oktober 1973 fuhr Selassie nach Moskau. Am 22. Dezember 1973 sprach der afrikanischen Kaiser ausgerechnet mit Papst Paul VI. über Jerusalem, am 22. Januar 1974 beriet er Schritte gegen Israel mit König Faisal von Saudi-Arabien. Nicht lange nachdem Kaiser Selassie in sein Land zurückgekehrt war, wurde er von rebellischem Militär gefangengesetzt.

6. Vor Jerusalems Toren

Israel gehört seit 11. Mai 1949 der UNO an, die niemals judenfreundlich war. Als Israel noch vor dem Sechstagekrieg Generalsekretär U Thant eine Liste überreichte, in der alle arabischen Übergriffe seit 1949 verzeichnet waren, wurde die Veröffentlichung mit der Begründung abgelehnt, sie sei zu lang!

Es gab auch kein Einschreiten der UNO oder seitens der Großmächte, als Israel im Mai 1967 von seinen Feinden allseits abgeschnürt war. Als jedoch Gott Seinem Volke half, da beeilten sich Russland und die UNO; die vollständige Niederlage der Araber zu verhindern. Die Folge war, dass sich dasselbe Spiel, nur viel blutiger, und mit dem Beweis wiederholte, dass Israel auch gegen die Übermacht seiner Feinde gewinnt, wenn es keinen Präventivschlag führt und sich geduldig überfallen lässt.

Israel wurde nicht nur gehindert, seine Feinde zu strafen, um einen weiteren Überfall zu verhindern, im Gegenteil, am 29. November 1967 gaben alle in der UNO vertretenden Länder ihre Zustimmung zu Resolution 242, in der von Israel verlangt wird, alle besetzten Gebiete, einschließlich Jerusalem, wieder zu räumen. Das ist nicht nur Unrecht und Aufforderung zum Selbstmord, sondern vor allem die Wurzel des kommenden dritten Weltkriegs.

Dieser KIampf gegen Gott, da es ja um die vernichtung Seines Vo lkes und Seines Landes geht, wu rde vom Allwissenden durch Seinen Knecht Sacharja vorausverkündet.

Der Namen Sacharja besteht aus den Zahlenbuchstaben 7-20-200-10-5, was 242 ergibt, und bedeutet: Gott wird wieder wirksam. Die 8 Nachtgesichte wurden dem Propheten am 24. Schewat im 2. Jahr des Darius gezeigt, das war der 2. Februar 519 v. Chr. Sie zeigen Israels Schicksal in den 4 x 7jährigen Nachtwachen. Von 519 v. Chr. führen uns 7 Mondzeiten (da es ja Nacht ist, und sowohl Israel und Russland einen Stern, und die Araber noch dazu den Mond in ihrer Fahne zeigen) (das meint also 7 x 355 = 2485 Jahre zu 1967 n. Chr. In diesem Jahr wurde die Resolution 242 erlassen, und es sind 242 Monate von Juli 1967 bis August 1987. Das ist genau die Zwischenzheit vom Sechstagekrieg bis zu Israels 70. Jubeljahr.

Sacharja 12 spricht von der Last über Israel, weil es von allen Völkern gehasst wird, weshalb Jerusalem zu einem Taumelbecher und Laststein für alle Völker und Nationen wird. Nach Sach 12:2 wird Jerusalem belagert, um Juda zu vernichten. Dass dies ein Weltkrieg ist, zeigen Sach 12:3+9, denn sie betonen, dass alle Nationen sich um Jerusalem scharen, das nach Jes 29:1 auch Ariel (1-200-10-1-30 = 242) heißt.

Gottes Wort sagt: "Zu der Zeit werde Ich gedenken alle Nationen zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind." Sach 12:9. "Dann wird wie dünner Staub die Menge deiner Feinde, wie Spreu verfliegt der Wütigen Haufe. Wie der Blitz, urplötzlich geschieht's. Jahweh Zebaoth sendet Donner, Dröhnen und gewaltigen Schall, Gewittersturm und fressend Feuer." Jes 29:5.6.

Dies ist nicht die Abrechnung Gottes mit dem Antichristen, welche erst in Sach 14 erfolgt. Vielmehr bereitet dieser Krieg durch gewaltige Schwächung der Großmächte das Heraufkommen des großen Verführers vor, wie Hitler und Stalin der Weg durch den ersten Weltkrieg geebnet wurde.

7. Die Heimsuchung der Schuld

Wissenschaft, Industrie, Technik, Sozialismus, Kunst und Touristik vertuschen den Menschen in eine Märchenwelt. zu versetzen, in der für Gott weder Zeit noch Raum ist. Satan - den es für die meisten Menschen nicht gibt, versucht das Bibelwort vom "Jammertal" zu widerlegen, aber das gelingt doch nur bei den Oberflächlichen. Denn Laster, Verbrechen, Hass, Naturvergiftung, Raubbau und Zweckentfremdung haben Menschheit und Erde an den Rand der Existenzfähigkeit gebracht. Vor allem aber bestätigt jeder neue Krieg mit seinen unvorstellbar grausamen Masenvernichtungswaffen den alten Satz: Humanität ohne Divinität ist Bestialität - auch der moderne Mensch ist ohne Gott ein Scheusal! Dabei ist dem sonst so aufgeklärten Zeitgenossen durchaus entgegen, dass 20 Jahre unseres 20 Jahrhunderts mehr Juden- und Christenblut gefordert haben, als alle 19 Jahrhunderte zusammen, trotz Nero, Diokletian und Inquisition.

Außer Hesekiel, Sacharja und Jesaja hat auch der Prophet Jeremia den 3. Weltkrieg gesehen und als Heimsuchung der Schuld bezeichnet, Jer 25:12.

Wie wir in Dan 9:2 erfahren, merkte der greise Daniel auf die Zahl der Jahre, von denen Jeremias schrieb, denn dieser Leidensprophet hatte die 70jährige babylonische Gefangenschaft ganz genau zuvor verkündet. Aber in dem 25 Kapitel der Jermiarolle steckt mehr als nur dies. Schließlich war der damalige Zug Nebukadnezars gegen Jerusalem nicht gleichzusetzen mit dem Krieg "aller Länder im Westen" (Jer 25:20), "das Wort Palästina kommt von Philistäa) bereits in Jer 25:19 und 20 genannt wurde. Schließlich werden in Jer 25:26 auch "Alle Herrscher des Nordens" genannt. Dass dies aber nicht der letzte Krieg unter dem Antichristen ist, wird durch den letzuten Teil des Verses 26 herausgestellt, denn dort heißt es ausdrücklich "der König von Schechach (das Babel der Endzeit) soll n a c h ihnen trinken".

Nach dieser Darstellung befindet sich die ganze Welt wegen Jerusalem in einem Blutrausch. "Denn so sprach Jahweh, der Gott Israels, zu mir: Nimm diesen Becher Zorneswein aus Meiner Hand und gib ihn allenVölkern zu trinken, zu denen Ich dich sende. dass sie Trinken und toben und rasen vor dem Schwert, das Ich unter sie sende." Jer 25:15.16.

Wer genau hinhört, bemert die Steigerung, denn 1914 war ein Trinken (nationaler "Rausch"), 1939 ein Toben ("totaler Krieg") der 3. Weltkrieg wird ein rasen sein ("atomare Vergeltung").

Es gibt in Jer 25 drei Zeitangaben. Jer 25:1 spricht vom 4. Jahr des Königs Jojakim von Juda, was 606 v. Chr. war, das Jahr, in dem auch die erst Fortführung nach Babel begann - es gab insgesamt 3 Fortführungen, die den 2 Weltkriegen als Wiederbringung Israels entsprechen. Jer 25:3 spricht vom Wirken des Propheten, wobei die Zahlen 13 + 23 genannt werden, was 26 ergibt. Abschließend gibt Jer 25:11 die Dauer der Gefangenschaft mit 70 Jahren an. Rechnen wir von 606 v. Chr. nun 36 x 70 Jahre, so führen uns diese genau zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 n. Chr.

Da jeder Buchstabe im Hebräischen eine Zahl ist, können wir auch zusammenzählen: "Trinken" (schatu = 706), "toben" (hitgoschu = 787) und "rasen" (hitolallu = 482), was zusammen 1975 ergibt. Eigenartig ist, dass auch Eutychus (Apg 20:9), der bei Pauli Abschiedsversammlung vom 3. Söller fällt (3. Weltkrieg)?), ebenfalls die Zahl 1975 hat. Was nun neben Hes 32:1+17 wie auch Hes 33:21, die uns alle auf 1975 hinweisen, der dritte Zeuge wäre. Denn wir bezweifeln nicht, dass Gott, der uns durch Sein Wort warnen will, auch das Jahr 1975/76 herausstellt. Wir wollen hier aber nochmals darauf hinweisen, dass unser Jahr 1975, in den das jüdische Neujahr 5736 fällt, bis zum Herbst 1976 reicht.

Der Unfall des Eutychus geschah zu "Mitternacht", die wir heilsgeschichtlich von Ende 1973 bis 1980 zählen. Und wir wollen den großen Trost nicht vergessen, dass Paulus diesen Eutychus wieder auferwecken konnte, was uns ein Hinweis auf die baldige Totenauferstehung und Entrückung ist. So sollten auch die Hinweise auf den gewiss schrecklichen 3. Weltkrieg dennoch keine Angst erwecken, sondern uns vielmehr enger an das Wort binden, welches sagt:

"Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?" Wir überwinden weit durch Den, der uns liebt, denn nichts vermag uns zu scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu, unserem Herrn, ist Röm 8:35-39.

"Solches habe Ich mit euch geredet, dass ihr IN MIR Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, Ich habe die Welt überwunden" Joh 16:33.

"Deshalb sagt ER: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten! Sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, die gelgene Zeit auskaufend, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern verständig, was der Wille des Herrn sei" Eph 5:14-17.

Auf "satanische Stimmen" sollte man aber auf keinen Fall nicht nur nicht hören, sondern auch auf dringendste davor warnen. Doch muss hier ebenso konsequent zwischen Wahrsagen und Weissagen unterschieden werden.

III. Warnung auf vielerlei Weise

Gott kündet Seine Gerichte zuvor an, Am 3:7, Hos 5:9. Das musste selbst jener berühmt berüchtigte M a c h i a v e l l i - 1469-1527) anerkennen. Er schreibe: "Es ist eine durch die ganze alte und neue Geschichte bezeugte Tatsache, dass nie ein großes Unglück geschehen ist, ohne dass es durch Zeichen. und Vorhersagen angekündigt worden wäre."

Im Frühjahr 1975 machte in den Zeitungen folgende Meldung die Runde: Im Bayrischen Wald geistert seit Anfang des Jahres eine Spukgestalt zwischen Freyung und Waldkirchen. Sie lässt sich von Autos als Anhalterin mitnehmen, erzählt dann, dass ein blutiger Herbst kommt, und löst sich danach in Unsichtbarkeit auf. Da der Mensch aber nicht verunsichert werden möchte, hat der Polizeichef von Freyung damit gedroht, künftig jeden wegen Ordnungswidrigkeit anzuzeigen, der seine Begegnung mit der mysteriösen Person weiterverbreitet.

So überraschend der 1. Weltkrieg auch gekommen sein mag, an dem sich dann 43 Nationen beteiligen, und so sehr man den 2. Weltkrieg, der 55 Millionen Menschenleben kostet, nicht kommen sehen wollte, vom 3. Weltkrieg kann niemand sagen, dass er sich nicht frühzeitig und vielfalätig angekündigt habe.

Sämtliches US-Präsidenten von Kennedy bis Ford haben vor dem Ausbruch dieses Krieges gewarnt. Die Gefahr des Kriegsausbruchs bestand bereits 1956 beim Ungarnaufstand, 1958 beim Chrutschow-Ultimatum gegen Berlin, beim Mauerbau 1961, in der Kubakrise 1963, bei der Bombardierung Hanois 1966, der Besetzung Prags und der CSSR 1968, im Ussuri-Zwischenfall 1969, beim Bürgerkrieg in Jordanien 1970 und zuletzt im Jom-Kippur-Krieg 1973.

G e n e r a l S e j n a, der 1968 in den Westen geflüchtete Politchef der tschechoslowakischen Armee, gab die Erklärung ab, zwischen 1960 und 1968 sei man viermal nur ganz knapp dem 3. Weltkrieg entgangen. Gott warnt durch Sein Wort, durch Zeichen und Gerichte und lässt selbst die steine ihr Zeugnis hinausschreien

Beachtliche Zeugen

Es gibt auch viele außerbiblische Prophezeiungen. Allerdings sollten wir auch hier sehr nüchtern und vorsichtig sein und nicht jedem "Gesicht" und jeder "Kundgabe" unseren Glauben schenken.

E d g a r C a y c e (1877-1945), der "schlafende Prophet", sagte den Tod von Roosevelt und Kennedy voraus. Er gab genau die Dauer des 2. Weltkrieges an, äußerte sich aber nicht über den 3. Weltkrieg. Der 1965 verunglückte Heilungsevangelist W i l l i a m B r a n h a m, der auch seinen Tod voraussah, hatte im Juni 1933 ein Gesicht, in dem er den 2. Weltkrieg durch Hitler kommen sah, ebenso den Siegeszug von Wissenschaft, Technik, Frauen-Emanzipation und Kommunismus.

"In der 7. und letzten Vision hörte ich eine furchtbare Explosion. Als ich mich umwandte, sah ich nur Trümmer, Krater und rauch über ganz Amerika." DerKalender war auf 1977 stehengeblieben ("Darlegung der 7 Gemeindezeitalter" S. 344 f). Seit 1961 widmete sich Branham besonders der Endzeitverkündigung, sah in der Reise Papst Paul VI. nach Jerusalem ein Besonderes Fanal und verkündete kurz vor seinem Tod, dass die Westküste Amerikas bis nach Arizona durch Erdbeben und Flutwelle ins Meer sänke.

Ein anderer Warner aus Amerika ist der durch sein Buch "Das Kreuz und die Messerhelden" und die "Jesus-People-Bewegung" benannte D a v i d W i l k e r s o n. Sowohl 1958 wie auch im April 1973 hatte er eine Vision, in der er viele sah, was kurz darauf eingetroffen ist: Finanz-, Wirtschafts- und Öl-Krise. "Die Autoindustrie wird besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen"; "Eine ganze Anzahl Firmen, die sich mit der Entwicklung von Bauland beschäftigen, werden zugrunde gehen"; Frankreich wird eine der am meisten anitamerikanisch eingestellten Nationen der Welt werden". Wie Branham verkündet auch Wilkerson: "Die USA werden in nicht allzu langer Zeit das tragischste Erdbeben ihrer Geschichte erleben" ("Die Vision", S. 40) Wilkersons Endzeitdarstellung ist in der Hauptsache eine Ausmalung von 2Tim 3:1-5, moralischer Erdrutsch, Abfall, Zerrüttung der Familie, Verfolgung, Weltkirche, "Superstar Antichrist" und auch die Plagen gemäß Offb 16. Sehr viel Raum widmet er der Jugend und dem Sex. "Die neueste gezeigte erotische Spielart wird Sexualverkehr zwischen Dämonen und Menschen sein."

Was den 3. Weltkrieg betrifft, bleibt Wilkerson unklar, schildert immer wieder Harmagdeon, weist aber auch andererseits darauf hin: "Nur eine von Dämonen besessene Welt wird in der Lage sein, nach dem großen Krieg, der einem Drittel der Menschen das Leben kostet, wieder zu ihrem alten Leben zurückzukehren und erneut in Aufruhr und Unmoral zu verfallen." ("Die Vision" S. 125). Besonders erfreulich sind ihm die "fünf kleinen Wörter Gott hat alles unter Kontrolle!"

Vorsicht geboten

Ein anderer Fall ist J e a n e D i x o n. Sie hat den Tod Kennedys vorausgesehen, aber wir gehen auf ihre Weissagungen nicht ein, weil wir sie für irreführend halten. So kündigte sie die Geburt des Antichristen für 1962 an, den 3. Weltkrieg für 1980 und die Besetzung Israels wie auch der Araberstaaten durch die Sowjets erst für 1988. Der französische Arzt R i c h a r d R o u s s a t, der schon 1550 die Jahre 1789 und 1815 als Frankreichs Revolution und Niederlage (Waterloo) voraussagte, sprach zwar ebenfalls von 1980 als einem Wendepunkt der Geschichte, was ja bei dem Antichristen dann auch wirklich der Fall ist.

Dr J o h n W e s l e y W h i t e ist der wissenschaftliche Berater Billy Grahams, er schreibe das Buch "Der große Exodus", womit die Entrückung gemeint ist. Auf S. 108 kommt er auf Jeane Dixon und ihre "Gabe der Prophetie " zu sprechen, und meint: "Zwar gibt der bibeltreue Christi nicht viel auf satanisch inspirierte Vorhersagen, aber diese Tatsache ist doch interessant." Statt "nicht viel" darauf zu geben, möchten wir dringend vor jeder Beschäftigung und auch nur der geringsten Beachtung von Wahrsagerei warnen.

Wahrsagen und Weissagen schöpfen aus entgegengesetzten Quellen. Das eine gebiert aus der Tiefe eine flackernde Geheimnistuerei, das andere aber lässt sich aus dem Herzen Gottes leuchtende Klarheit schenken (wiewohl der ganze Umfang meist nicht zu erfassen ist), die selbst dann noch eine wohltat bleibt, wenn sie Gerichte ankündigen muss. Nietzsche nannte sich bezeichnenderweise einen "Wahrsagevogelgeist". Auch J a k o b L o r b e r (1800-1864) halten wir für bedenklich.

Jüdische Weissagung

Vielleicht muss oft über den oft zitierten M i c h e l N o s t r a d a m u s einiges gesagt werden. Er ist jüdischer Abstammung. Sein Großvater, von dem er mehr als nur wertvollen Schriften ererbte, war Leibarzt des Königs Renatus von Jerusalem. Auch der Großvater väterlicherseits war Leibarzt, nämlich des Herzogs von Calabrien. Michel Nostradamus selbst, der als Stadtphysikus von Aix 1546 bei der Bekämpfung der Pest sein Leben mehr als einmal aufs Spiel setzte, wurde 1964 Leibarzt und Hofmathematikus des Königs Karl IX. von Frankreich. Sein Vater, der königliche Notar Jacques Astruc, der einem Erlass Karls VIII. gemäß vor der Wahl stand, als Jude sein Vermögen zu verlieren oder aber Christ zu werden, ließ sich 1488 in der Kirche Notre Dame zu Saint Remy taufen, was ihm auch den neuen Namen eintrug. Der Sohn Michel, der schon als Kind seltsame Ahnungen hatte, wurde er ein ernster Christ. Als heimlicher Anhänger der Reformationen (Calvinist) musste er. zuletzt seine ärztliche Praxis aufgeben. Er war kein Astrologe, sondern ein Astronom, der alle Sterndeutung ablehnte. Darum heißt es in seinen Centurien: "Alle Astrologen, Dummköpfe und Barbaren sollen fernbleiben."

In seinem Brief an König Heinrich II. bezeugte er vor Gott, dass er nicht gegen den wahren Glauben wissen und schreiben wolle, wenn er "die astronomischen Berechnungen darlege", und dass er die Sternstellungen als die zuverlässigen Urzeiger der Natur nur notiere, "ohne aus eigenen stücken etwas hinzuzufügen". "Was die Weissagungen betrifft", heißt es in dem Brief an den König weiter, "so empfängt man sie wie einen Wachzustand ... Es geht ja alles aus der göttlichen Macht des großen Gottes hervor. von dem alles Gutes stammt."

Israel hat auch heute wieder Künder und Warner. An die Stelle C h a i m S c h w i l i s (1906 - 1974) ist bereits e in anderer betteten, der eine ähnliche Botschaft bringt.

Weiterhin wird ein S h a b t a i S h i l o genannt, der einige Monate zuvor den Jom-Kippur-Krieg angekündigt hatte. eR sieht aus Daniel, Jesaja, Hesekiel und Micha, dass Russland den Staat Israel überwältigt, aber vor Jerusalem zum Stehen gebracht wird. Dies löse den 3. Weltkrieg aus, der Zweidrittel der Menschheit darihinraffe.

Nach einer israelischen Zeitung hat I l a n P e c k e. r, der auch den Sturz Nixons ankündigte, eine direkte Intervention des Russen gegen Israel für September 1975 angesagt. Dieser Kampf würde bis Ende 1976 dauern. Was von Peckers aussage zu halten ist, wird sich somit bald herausstellen. Auch schon 1972 hatte er angesagt, "das Jahr 1973 werde das furchtbarste und schlechteste Jahr für Israel sein.".

Über die Jahrhunderte hinweg kam das Heil - und wo anders wäre wahres Heils als in Christo - zu den Nationen und Völkern. Damit kam aber auch die Gabe geistigen Sehens und Hörens, die Gabe der Weisagung! Solche, mit dem Geist der Weissagung Begabte werden dann zu treuen Wächtern ihres Volkes. Wie einst die Propheten Israels, ersuchten sie immer wieder, sich mit ihrer warnenden Botschaft in den aufbrechenden Riss des Unglaubens und der Gottlosigkeit zu stellen.

Angepasste Prophetie

Wie wir alle wissen und noch heute sehen können, fand die eine christliche Wahrheit gemäß der verschiedenen Erkenntnisstufen und Berufungen auch verschiedne konfessionelle Gestaltung.

Wie aber schon der Apostel Paulus seinem göttlichen Auftrag entsprechend sich anzupassen wusste (man lese einmal 1Kor 920), so geht es auch in der Heilsgeschichte gleichsam nach dem Worte "Jedem das Seine". Gottes Geist weht wo und wann Er will - und den katholischen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich oder Bayern usw. Werden fromme katholische Menschen in alter und neuer Zeit als Seher und Warner geschenkt, sei es nun ein Don Giovanni Bosco, Laurentius Ricci, Donose Cortes, Peter Jureien, Alois Irlmayer, eine Ottilie, Hildegard, Birgitte, Ludmilla, Melanie Matthieu oder Anna Katharina Emmerich oder der einfältige Pfarrer Viannex von Ars.

Dem protestantischen Norden gab Gott einen Lehnin, Anton Johanson oder Pastor Birger Claesson, dem pietistischen Württemberg einen Prälaten Johan Abrecht Bengel und Michael Hahn; den Gemeinschaftsleuten einen Otto Stockmayer und Theodor Böhmerle; den Negeren einen John Dahbagho.

Zu dem einfachen Landvolk im Sauerland, Voralrberg oder im bayrischen Wald muss ein Schafer Jaspers, die Bauern Franz Kugelbeer und Peter Schlinkert, ein Mühl Hiasl (Matthias Pregel) oder gar ein fahrender Musikant, der Spiel-Bähn (Berhard Rembort) sprechen. Auch der Schieferdecker Herrmann Kappelman sei ebensowenig wie der Müller Matthias Lang vergessen.

Den Gelehrten und Forschern soll es ein Michel Nostradamus, Prof. Dr. Bartholomäus Holzhauser oder Sören Kierkegaard sagen; die Künstler verstehen einen Dante und Dürer besser und die Kirchenscheuen lauschen lieber einem Emanuel Geibel. Wilhelm Raaber oder Joh. Wolfgang von Goethe.

Immer aber wurde wahre Weissagung nur tiefgläubigen und demütig gottergebenen Menschen geschenkt, die dann auch nicht nur das Gericht, sondern allemal auch das ihm nachfolgende Heil schauten.

Man sollte ihr Zeugnis keineswegs missachten, wie das leider selbst in gläubigen Kreisen trotz der Mahnung von 1Thes 5:20 oft geschieht; ihre Worte dürfen aber auch nicht überschätzt oder gar der Heiligen Schrift gleichgesetzt werden, wie das viele Bibelunkundige tun.

Gottes Strafandrohungen an die ehemaligen Weltstädte, die an Luxus, Ansehen und Pracht den heutigen keineswegs nachstanden, allerdings auch an Verderbnis ihnen gleichkamen, gingen alle in Erfüllung. Sei es Babel (Jes 13:19-22), Ninive (Nah 1:8), Jerusalem (Jer 33:4-5), das hunderttorige Theben (biblisch No, Hes 30:16), Tyrus (Hes 33:4-5), Damaskus (Jes 17:1.3), Samaria (Mi 1:6) und andere.

Unausweichliche Gerichte

Das Gericht trat dann ein, wenn man die Warnungen nicht mehr hören wollte und die Weissagungen schon lange kannte, wenn nicht gar schon vergessen hatte. So geht es auch heute, wo man wohl neugierig ist, sein persönliches Schicksal erspähen möchte und unsinnige Wochenhoroskope liest, aber Gottes ernste Warnungen ausschlägt. Dann jedoch wird die Wahrheit des Wortes bestätigt: "Wo keine Weissagung ist, da wird das Volk wild und wüst" (Spr 29:18).

So traurig es einerseits ist, dass man in der Vergangenheit oftmals zu Unrecht apokalyptische Schreckgespenster hervorholte, so wahr ist aber auch anderseits, dass unser Zeit ein nie zuvor in solchem Ausmaß dagewesener und im Zerstören bisher unübertroffner teuflischer Zug beherrscht. Darum müssen wir mit dem bekannten Prof. M a s P i c a r d die Meinung teilen: "Ich bin überzeugt, dass wir im Ende der Geschichte angekommen sind. Es ist wahrscheinlich, dass viele unter uns Zeugen der Ereignisse sein werden, die uns die Offenbarung (das letzte Buch der Bibel, auch Apokalypse genannt) schildert." (G. Marcel "Le hommes contra l'humain" S. 161).

Diese Überzeugung drängt sich jedem auf, der die Zeichen der Zeit beachtet. Denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und Gerichtszeiten werden durch Gerichtszeichen angekündigt.

Neben den vielen in der Heiligen Schrift angesagten Zeichen auf gläubigem, kulturellem, sittlichem und sozialem Gebiet sei nur die Natur als zweifellos unbestechlicher Zeuge angeführt. In Lk 21:25 sagt der Herr Jesus: "Auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden sich ängsten, und das Meer und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der dinge, die kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kräfte (im Grundtext dynameis ton uranon) werden sich bewegen."

Vor dem Jahre 1914 war von all diesem noch nichts wahrzunehmen, denn die Menschen taumelten trotz des 1867 entwickelten Dynamits friedenstrunken in den ersten Weltkrieg. Selbst ein A l f r e d N o b e l (1833-1896) hatte von der gesteigerten Wirkung seines Sprengstoffes eine Abschaffung des Krieges erhofft. Eine solche schon einmal gescheiterte Hoffnung hegte nun niemand mehr, als die erste mittels Uran erfogte Atomzertrümmerung sofort in einer Atombombe Anwendung fand. Dieses erschreckende finale des zweiten Weltkrieges konnte nicht einmal die Sieger begeistern. Und seitdem erfüllt sich dieses Wort von der ständig wachsenden Furcht der Völker vor den zukünftigen Dingen, wozu das Brausen des Meeres mit ständig zunehmenden Überschwemmungen sowie das auftreten unbekannter Himmelskräfte und Flugobjekte (Ufos) hinzukommt.

IV. 1955-1976 in den Weissagungen

Es gibt Gesetzmäßigkeiten, von denen auch die Weissagungen wissen. Sie sind zeitmäßig mit den ZUahlen 40, sowie 7 und 666 verbunden.

Wir wollen unser Augenmerk zuerst auf die in der Bibel oftmals erwähnte 40-Jahr-Periode richten. Vierzig Jahre wanderte Israel als Erlebnis göttlicher Strafgerichte in der Wüste, an deren Anfang und Ende große kriegerische Auseinandersetzungen mit den Ägyptern und Kanaanitern standen. Hesekiel weissagte eine vierzigjährige Belagerung Jerusalem (Hes 4:6-7). Und von der Kreuzigung Jesu im Jahre 32 bis zur Vernichtung Jerusalems durch Titus im Jahr 70 n.Chr. sind ebenfalls vierzig Jahre.

Diese Vierzig-Jahr-Periode ist so auffallend, dass auch G o e t h e (1749-1832) sie erkannte und in den "Noten und Abhandlungen zum Divan" die Zahl der Absonderung und Erwartung nannte. Dass die Zahl 40 auch im Weltall eine Rolle spielt, darauf verweist Dr. P a u l M ü l l e r in seinem büchlein: "Bibel und Naturwissenschaft im Widerspruch oder in der Harmonie?" Nachdem diese Zahl durch ihr mehrmaliges Erscheinen darauf merken lässt, "welche merkwürdige Rolle sie im Weltall spielt", meint Dr. Müller, "lohnt es sich, nachzusehen, wo die Zahl 40 in der Bibel erscheint. Wir gingen ja bei unseren Betrachtungen davon aus, dass wir sowohl in der Natur als auch in der Bibel Gottes Offenbarung vor uns haben." Zum Schluss wird dem Gedanken Ausdruck gegeben. "Dass wir auch hier göttliche Geheimnisse ahnen dürfen" (S. 45). Ohne Frage walten auch in der Geschichte solche Zahlengeheimnisse, Perioden und Rhythmen.

Seit 1914 Gerichtszeit

Mit dem Jahre 1914 begann eine unverkennbare Gerichtsperiode über die Völker des Abendlandes - und mit dem Jahre 1954 ging ihre vierzigjährige Dauer zu Ende. Zugleich damit wurde aber auch eines der schrecklichsten Gerichte der Menschheit angekündigt. Im März 1954 wurde die erste "verbesserte" Wasserstoffatombombe auf den Bikini-Inseln ausgelöst, und bevor das Jahr zu ende Ging, wurden sich die Staatsmänner und Befehlshaber innerhalb der NATO (Organisation der Mächte des Nordatlantikpaktes) darüber einig, dass bei Ausbruch eines Krieges diese Atombomben angewendet werden sollen, dazu sei aber nicht vergessen, dass kein geringerer als Sir W i n s t o n C h u r c h i l l (1874-1965) die Wasserstoff-Atombombe 600mal teuflischer nannte als die Atombombe von Hiroshima, und dass andererseits, wie schon Harry Truman während seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten bekannt gab, die Russen ebenfalls im Besitz der Wasserstoffatombombe sind! Und es ist nicht weniger teuflisch, falls der Bericht einer Bonner Zeitschrift der Wahrheit entspricht, dass auf den ersten, im Herbst 1954 in Deutschland ins Manöver gebrachten Atomkanonen die Worte standen: "Das Beste für alle!"

Ich finde es nicht verwunderlich, dass sowohl 1914 wie auch 1954 Gesichte über die künftigen Ereignisse vorhanden sind.

Zu den deutlichsten Zeitangaben, die wir besitzen, gehören 2 Feldpostbriefe über Unbekannt in dem Werk von Dr. C. A d l m a i e r "Blick in die Zukunft" (S. 45 ff.). Die beiden Feldpostbriefe wurden nachweislich im August 1945 geschrieben und berichten von einem 'Seher, der rundum erklärte: "Dieser Krieg ist für Deutschland verloren." Um 1932 käme eine Diktator, und ab 1938 würden die Völker von ihm überfallen, doch es ginge schlecht für den strengen Herrn und seine Anhänger aus. Wenn 4 und 5 im Kalender nebeneinander stünden, werde "Deutschland von allen Seiten zusammengedrückt". Danach "kommt Russland und fällt über Deutschland her, wird ab er zurückgeschlagen", wobei bis zur Donau und dem Inn alles dem Erdboden gleichgemacht wird. Zum Friedensschluss komme der Papst nach Köln, das aber nur noch ein Trümmerhaufen sei.

Im Jahre 1954 ist es Maria G r a f - S u t t e r (1906-1964) aus dem Schweizer Kanton Appenzell die einen neuen Weltkrieg sieht "in dem ganze Nationen vernichtet werden". Sie schreibt dazu: "Der Anfang davon ist da, aber noch nicht das Ende." Vielleicht wird der Anfang in der Teilung Deutschlands, der Blockbildung und der Wasserstoffbombe auf beiden Seiten gesehen, vor allem aber auch wegen "Sünde und Laster", denn im Wohlstand" haben viele Menschen Gott vergessen und Seine Gebote nicht mehr beachtet. So wird Gott wie im Alten Testament Plangen über das Volk und über alle Nationen kommen lassen". Außer der Herzensverfinsterung sieht sie, wie viele Seher, "Eine furchtbare Finsternis wird die Erde einhüllen".

Der Periode von 40 Jahren folgt eine Zeitspanne von sieben Jahren. So dauerte nach der vierzigjährigen Wüstenwanderung die Eroberung des Landes Kanaan sieben Jahre, wie aus Jos 14:7-10 ersichtlich ist. Die Aussendung der Kundschafter, von der Kaleb spricht, erfolgte im zweiten Jahr der Wüstenwanderung. Zu dem Maß der 40 fehlten dann noch 38 Jahre, und nach der nun abgeschlossenen Eroberung von sieben Jahren kann Kaleb sagen: "Es sind nun 45 Jahre her."

Die Eroberung des verheißenen Landes begann mit der Einnahme der Stadt Jericho. Wie bedeutungsvoll schon hier auf die Zahl Sieben hingewiesen wurde, ersieht man aus Jos 6:4: "Lass sieben Priester sieben Posaunen des Halljahres tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage gehet siebenmal um die Stadt, und lass die Priester die Posaunen blasen."

Diese Eroberung Jerichos war 1454 v. Chr. Beachtenswert ist nun, dass von 1454 v. Chr. bis 1976 n. Chr. genau 70 x 7 x7 = 3430 Jahre sind.

Über die siebenjährige Periode schreibt der russische Graf V l a d i m i r G e l e s n o f f (1877-1921): "Die unterteilung der Zeit in siebenjährige Abschnitte ist ein besonderes Merkmal heiliger gGeschichte sowie auch der Prophetie und hat ihre Wiederholungen bis zu siebenten Posaune, die das göttliche Geheimnis abschließt."

Eine Wiederholung fand sogar die Einwanderung oder besser gesagt, die Eroberung Palästinas durch die Juden in unserer Zeit. Es sei nur, ohne hierauf näher eingehen zu wollen, am Rande vermerkt, dass die Bibel genügend Hinweise für die im Jahre 1948 erfolgte Staatsgründung Israels gibt. Für uns dürfte in diesem Zusammenhang von Interesse sein, dass das Jahr 1955 das siebte Jahr nach der Gründung des Israel-Staates ist. Ohne damit übertriebene Erwartung zu verknüpfen, dürfte anzunehmen sein, dass in vielleicht 4 x 7 = 28 Jahren seit der Gründung, also aber 1976 für Israel der Weg frei ist vom Nil bis zum Euphrat, wie es in 1Mo 15:18 verheißen ist. Vorbedingung wäre die Ausschaltung der Feinde Israels durch einen 3. Weltkrieg.

Andere wieder sehen, dass dieser 3. Weltkrieg schon längst begonnen hat (wie ja auch die Balkankriege und der spanische Bürgerkrieg Vorbereitungen waren für die Weltkriege I und II). Gemeint ist der Vietnamkrieg, der am 2. August in der Bay von Tonkin seinen Anfang nahm. Das ergäbe folgende "Ordnung":

August 1914 Weltkrieg I
August/September 1939 Weltkrieg II + 25 Jahre
August 1964 Weltkrieg III + 25 Jahre

Die Zahl der Bestie

Eine weitere, in der Bibel bedeutsame Zahl ist 666 (siehe Offb 13:18). In Bezug auf die entscheidende Auseinandersetzung zwischen Ost und West, welche so viele Seher beschreiben haben, ist auffallend, wie oft und übereinstimmend die Stadt Köln als Kampfzentrum und schließlicher Ort des Sieges genannt wird. So z. B., um nur einige Namen zu nennen, von Nostradamus, Jasper von Huckarde, Bernhard Rembort, de m Einsiedler Antonius, Franz Kugelbeer und vielen anderen.

Nun ist es interessant, dass im Jahre 1288 die unter der Herrschaft des Erzbischofs Worringen stehenden Bürger Kölns einen blutigen Aufstand entfachten und die Oberhand gewannen. So galt Köln vom Jahre 1289 ab asls "freie Reichsstadt". Zugleich ist Köln aber auch eine Metropole des Karnevals. Nun sind vom Jahre 1289 bis 1955 genau 666 Jahre. Und ebenso berührt eigenartig, das in diesem 666. Jahr die Verlogenheit des Faschings nicht den Schlager wählte: "Wir kommen alle, alle, in den Himmel", sonder das selbst Kinder mit den Alten singen:

"Am 30. Mai ist Weltuntergang,
Wir lebennicht mehr lang.
Doch keiner weiß, in welchem Jahr,
und das ist wunderbar!"

Erschauernd denken wir da an einen anderen Spottvers. Am 20. Dezember 1908 brachte das in Messina erscheinende Blatt "Telefono" ein "Weinachtsgedicht", das mit den Worten schloss:

"O du kleines Kindelein, das nicht wahrer Mensch allein,
nein, auch ein wahrer Gott will sein:
Um deines Kreuzes willen begehren wir deine Stimm' zu hören,
Bezeuge dich uns, die wir leben, schick' und doch ein Erdbeben!"

Die Antwort war eine Woche später jenes schreckliche Erbeben von Messina vom 28. Dezember 1908, das etwas 90 000 Menschenleben kostete. Des "Dichters" Angehörige fanden alle den Tod, er selbst aber, am Leben bleibend, verfiel dem Wahnsinn. (Siehe M. Haug "Er ist unser Leben" Stuttgart 1941, S. 544f.)

Auch wenn die angedeuteten Zahlen und Daten vom Lauf der Geschichte wie einst bei den Prophezeiungen Jonas über Ninive nicht eingehalten werden sollten, dies Ereignis selbst, nämlich der dritte schwere Schlaganfall Europas ,ist nicht abzuwenden; ebenso wie Ninives Gericht nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben wurde. Darum läge auch bei einer Verzögerung noch lange kein Grund zum Schlafen oder aber zur Ausgelassenheit vor, wie man sie in jedem Karneval in steigendem Maße beobachten kann.

Wir sollten wach sein und beten, um dieser Stunde würdig begegnen zu können oder aber, so es dem Herrn gefällt, "Würdig zu sein, diesem allem zu entfliehen und zu stehen vor des Menschen Sohn!" (Lk 21:36). Aber nur wer in der Welt sich ganz an Christus hält, kann von der Welt entrückt werden.

W i l h e l m R a a b e (1831-1910) war kein Pastor oder Prediger, aber er schrieb: "Wachet, wachet, ihr Wächter, Betet, betet ihr Beter! Es ist da - es steigt empor! Ihr könnt es nicht weglachen, nicht wegleugnen. Ihr wisst nicht, wann und wie es kommen wird, aber ihr wisset, dass es kommen wird! ... Zwei Sündfluten hat das Geschlecht der Menschen erlebt, vor der dritten steht es. Die erste kennen die Urkunden aller Völker: das rohe Element besiegte die junge Menschheit und ihre Kultur. Die zweite nennt die Geschichte: Völkerwanderung. Und die dritte? - .- Sie kommt, sie kommt! Wachet, wachet! Betet, betet! Dass der Geist Gottes über den Wassern schweben möge!" In unseren Tagen muss selbst der nach links tendierende Existentialist J e a n - P a u l - S a r t r e bekennen: "Aus dem Dilemma der Gegenwart gibt es kein Entkommen."

Außerbiblische Zeitenschau

Es ist wohl kaum verwunderlich, dass sich die außerbiblische Weissagung mit den Jahren 1955 -76 befasst, denn mit diesen 3 x siebenjährigen Abschnitt finde die tausendjährige Geschichte des deutschen Nationalstaates seinen Abschluss; gerechnet von Ottos Sieg über die Ungarn im August des Jahres 955 bis zur seiner Krönung als erster deutscher Kaiser im Februar 963 und die Übergabe des Reiches an Otto II. der Heinrich von Bayern 976 absetzte. Noch bedeutungsvoller ist, dass mit dem Jahre 976 der Kampf der Araber gegen das Abendland beginnt. )76 überschreitet der Emir Abul Qasim die Meerenge von Messina und greift Unteritalien. an.

Tausend Jahre waren seit Karl dem Großen vergangen, als 1806 Napoleon das Deutsche Kaiserreich zertrümmerte. Das zweite Reich fand seinen Abschluss mit dem Ende des ersten Weltkrieges und die Katastrophe des "Dritten Reiches" mit dem Zusammenbruch des zweiten Weltkrieges. Man beginnt jetzt zu ahnen, dass die Zeiten der nationalen Souveränität vorbei sind und größere Machtblöcke gebildet werden müssten, wie etwa die atlantische Gemeinschaft, um zwischen den Vereinigten Staaten von Russland und denen von Nordamerika bestehen zu können. Und doch scheint noch einmal ein einzelner Staat eine ganz außerordentliche Rolle im politischen geschehen unserer Tage zu spielen: das zerrissene Reich deutscher Nation.

Im Jahre 919, von Heinirch I. gegründet, fand das Reich der Deutschen in dem vertrag von Versailles im Jahre 1919 gerade keine jubelnde tausendjährige Gedenkfeier - und doch war es bedeutungsvoll, denn es war der Anfang vom Ende! Heinrich I. folgte sein tüchtiger Sohn, Otto I., den man den Großen nennt. Er verstand das Reich nach allen Seiten zu stützen und zu festigen. Und am 10. August des Jahres 1955 feierte man eine seiner größten Taten, nämlich den Sieg über den Ungarn auf dem Lechfeld bei Augsburg. Wird dieses Augsburg, von den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges wieder hergestellt, noch einmal der Schauplatz eines Ringens zwischen Ost und West werden? Die Weissagungen ziehen solche Möglichkeiten vollauf in Betracht, und die gegenwärtigen politischen Zustände sind leider nicht in der Lage, allen Argwohn zu zerstreuen.

Seher des dritten Weltkrieges

Wir werden versuchen, nur solche Seher zu Wort kommen zu lassen, von denen der Beweis vorliegt, dass die Geschichte bereits einen Teil ihrer Vorhersagen bestätigte, so dass es hier nach der Regel von Jer 28:9 geht: "Denn den wird man kennen, ob ihn der Herr wahrhaftig gesandt hat, wenn sein Wort erfüllt wird."

Der Skandinavier A n t o n J o h a n s o n (1858-1929) sah bereits im Jahre 1907 den Untergang der Titanic voraus sowie den genauen Ausbruch und verlauf des ersten Weltkrieges. Seine Glaubwürdigkeit ist dadurch wohl bestätigt. Doch sah er in derselben Nacht des 13. November 1907 noch weitere schreckliche Gerichte, Katastrophen und Kriege, zu denen er schreib: "Im Laufe des Sommers 1953 fing er (der 3. Weltkrieg) an, und im Spätsommer oder Anfangs Herbst war alles bereits zu Ende." Hat er sich nicht also doch getäuscht, obwohl er die anderen Dinge alles so genau angeben konnte. Johanson glaubt an die Macht des Gebetes und hat selbst mit einer Anzahl Gläubigen zwei Jahre um Bewahrung vor diesen Gerichten gebetet. Ihm wurde aber klar, dass Gott die Erfüllung bei ernster Fürbitte um Jahre aufschieben kann und wird, dass sie später aber doch eintreffen werden. Bedeutungsvoll, ist, dass Westdeutschen am 5. 5. 1955 in die NATO aufgenommen wurde. Zum ersten mal machte Deutschland am 9. 9. 9 n. Chr. von sich reden.

Der Negerpfarrer J o h n D a h b a g h o. aus New York-Harlem erklärte drei Jahre vor seinem im Jahre 1911 erfolgten Tode, dass in den Jahren 1950-1960 der dritte Weltkrieg, der alles bisher Dagewesene an Grausamkeit überträfe, ausbrechen würde. Niemand rechnete wohl 1908 mit zwei Weltkriegen, die bis zum Jahre 1950 nun auch wirklich stattgefunden habe. Allerdings ist auch 1960 längst vorüber, wohl aber brach 1950 der Korea-Krieg aus.

Eine entsetzliche Katastrophe für Frankreich, Italien und die Tschechoslowakei, die man vom Jahre 1953 an erwarten können, sagte M a r i a N a g e n. g a s t voraus, die sogenannte Münchener Sybille, die einst auch den Aufstieg und Untergang verschiedner Nazigrößen wir Bormann und Himmler vorher angekündigt hatte.

Am deutlichsten äußerte sich die S e h e r i n v o n P r a g im 17. Jahrhundert. Die Menschheit stoße am Tag der Veronika (4. Febr.) einen Schrei des Entsetzens aus. Das Ende Prags komme durch das Jahr (nicht in dem Jahr) "in dem zwei Fünfen der Neuzehn gegenüberstehen". Am 11: Mai 1955 wurde der Warschauer Pakt gegründet.

Ein Blinder sieht die Zukunft

Ein b l i n d e r J ü n g l i n g (etwa 1330 geboren) hatte vorausgesagt, dass König Karl IV. vom Böhmen (im November 1346 in Bonn am Rhein zum König gekrönt und 1348 Begründer der ersten Universität) als "deutscher Kaiser in Rom keinen Schlaf finden werden." Tatsächlich war Karl IV., nachdem er am Ostersonntag 1355 in Rom die Kaiserkorne empfangen hatte, noch in der Nacht mit seinen 300 Rittern aufgebrochen. Das war der Anlass, dass man den blinden Jüngling 1356 in Prag vor den Kaiser brachte. Was dieser vortrug, versuchte der Kaiser, der 5 Sprachen beherrschte, geheimzuhalten. Dennoch sind uns 28 Sätze überliefert.

Die erste Feststellung lautet: "Eine und noch eine und eine halbe Zeit werden über Böhmen fremde Herrscher sein." das ist eine überaus korrekte und zur Endzeit führende Angabe. E i n e Zeit sind nach biblischer Regel 360 Jahre. 2 1/2 Zeiten somit 900 Jahre. Um das Jahr 948 wird Boleslav I, der 935 seinen Bruder Wenzel ermordete (er wurde Böhmens Nationalheiliger), von dem deutschen Kaiser Otto I,. unterworfen. 900 Jahre später führen uns zum Jahre 1848 und damit zum 2. Satz: "In einer Zeit, da einer länger den 60 Jahre Herr über Böhmen war, wird durch einen Fürstenmord ein großer Krieg entstehen." Nach Abdankung Kaiser Ferdinands I. von Habsburg wird am 2. Dezember 1848 der 18jährige Neffe Franz Joseph I. gekrönt. Seine 68jährige Herrschaft ist einmalig in der Geschichte. Der Fürstenmord geschah am 28. Juni 1914 in Sarajevo. Die Schüsse lösten den 1. Weltkrieg aus. Vom 28. Juni 1914 bis zur Eroberung Jerusalems am 9. Dezember 1817 durch die Engländer sind es gemäß Offb 11:3 genau 1260 Tage oder 3 1/2 Zeiten, nämlich 3 x 360 + 180. Der 9. Dezember 1917 war nach jüdischem Kalender der in Hag 2:18 genannte 24. Tag des 9. Monats.

Des blinden Jünglings 3. Satz lautet: "Dann werden die gekrönten Häupter wir reife Äpfel von den Bäumen fallen.." Das erfüllte die Revolution 1917/18, was auch Hag 2:2 entspricht: "Ich will die Stühle der Königreich umkehren."

Der bahnbrechende Arzt und Forscher P a r a c e l s u s (1493-1541) gab 1536 eine prophetische Schrift heraus, in der er vom "Abgang des letzten österreichischen Kaisertums" spricht. "Also werde das deutsche Kaisertum, welches unter Karl d. Gr. entstanden war, unter einem Karl wieder zu verfallen beginne." Des Paracelsus' Angabe hat sich als richtig erwiesen, denn auf Kaiser Franz Joseph I. folgte von 1916 -1918 Kaiser Karl I., der 1922 in der Verbannung starb.

Eine gewisse Madam d e T h e b e s gab 1913 bekannt: "Die Stunde naht, wo es zu offener Feindschaft zwischen den Sklaven und Germanen kommen wird, Der, welcher regieren sollte (Erzherzog Franz Ferdinand), wird nicht regieren, und ein junger Mann, welcher nicht zum Regieren bestimmt war (Karl I.) wird regieren."

Nachdem der blinde Jüngling erstaunlich klar den 1. Weltkrieg ansagte, heißt es in seinem 9. Satz: "Es kommt abermals ein großer Krieg zwischen allen Völkern der Erde", was der 2 Weltkrieg bestätigte. Der Ausgang dieser "Welteroberung" Hitlers wird uns in den Sätzen 1-13 gesagt: "Deutschland wird ein großer Trümmerhaufen... Der große Krieg wird zu ende gehen, wenn die Kirschen blühen. Solang die Kirschen reifen, möchte ich kein Deutscher sein. Wenn aber die Kirschen geerntet sind, dann möchte ich kein Tscheche sein (Bolschewismus!)" Der Zusammenbruch des Hitlerreiches erfolgte zur Kirschblüte, am 8. Mai 1945.

Schon am 29. April 1945 teilte der Reichsleiter Borman handschriftlich dem z um Nachfolger Hitlers bestimmten Großadmiral Dönitz mit: "Da wegen des Ausbleibens aller Divisionen unsere Lage hoffnungslos erscheint, diktierte der Führer in der vergangenen Nacht das anliegende politische Testament." Der letzte Satz dieses "Testaments" lautet: "... und zum unbarmherzigen Widerstand gegen den Weltvergifter aller Völker, das internationale Judentum."

Auf diesen Tag genau kapituliert 340 Jahre später das von USA aufgegebene Südvietnam. Die Kommunisten betreiben auch im Bunde mit Arafat (der Anfang Mai 1975 in Moskau weilte) den letzten Kampf gegen die Juden.

Vom 3. Weltkrieg spricht der blonde Jüngling in den Sätzen 17-27. In ihnen heißt es: "Ein neuer Krieg wird ausbrechen, dieser wird der kürzestes sein. Abermals zur Kirschblüte wird Prag vernichtet werden. Eine Sonne wird stürzen und die Erde beben. Die Rache kommt übers große Wasser." Es ist angedeutet, dass dieser Krieg etwas üb er 1 Jahr dauert. Die stürzende Sonne lässt auf eine Atombombe schließen. Die Amerikaner können nur noch Vergeltung üben.

Übereinstimmungen

Anna Katharina E m m e r i c h (1774-1824) sah, wie Satan fünfzig Jahre vor dem Jahre 2000 auf die Menschen losgelassen wird.

Professor Dr Bartholomäus H o l z h a u s e r 1613-1658, ein hochgelehrter und dennoch tiefgläubiger Mann, der es vom armen Schustersohn bis zum weithin bekannten und angesehen Dekan brachte, hatte schon 200 Jahre vor Katharina Emmerich eine gleiche Schau. Holzhauser, der drei Perioden kennzeichnet, schreibt: "Es werden um 1900 große Bedrängnisse auftreten." Die Jugend werde zum Atheismus und Naturalismus verleitet, in der ganzen Welt werden Republiken entstehen, "und alles wird vom Kriege verwüstet werden. Das ist das Ende der erste Periode."

In der zweiten Periode wird man viel von Frieden sprechen, aber es wird keiner sein. Ein Unbekannter wird als starker Mann aufkommen, "um einen weiten Teil der Welt zu strafen. Er wird unter dem Zeichen des raubsüchtigen Adlers mit Schrecken und Härte das Reich beherrschen." Mit ihm geht die zweite Periode zu Ende, "denn erfüllt ist das Wort und ein großer Teil der Welt gezüchtigt" Es wird "Das Vermögen und die Hilfeleistung der ganzen Welt zur Führung des Krieges gegen diesen Monarchen und seine Verbündeten verwendet werden." Die Völker sinken dadurch in Armut. "Als sollte der Erdkreis zusammenstürzen, eine solche überaus wundersame Veränderung wird sich nun ergeben, dass kein sterblicher sich so etwas hätte einbilden mögen." - Isst das nicht eine treffliche Aussage über Atomenergie, so wie sie dann auch auf die Atombomben Hinweise gibt? In der dritten Periode werden sich nämlich zwei Mächtige gegenüberstehen. Der Streit wird in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts beginnen. - (Man denke an das erste Aufeinanderstoßen in Korea im Jahre 1950). Wörtlich heißt es dann: "Himmel und Hölle werden sich dann bekämpfen mit Waffen eigener Art, mit denen man den Himmel teilt und die Erde spaltet."

G u i d o von G i l l h a u s e n , ein im ersten Weltkrieg gefallener Gardeoffizier, sah am Tage des Kriegsausbruchs den genauen Schlachtverlauf und als deren Ende ganz deutlich die Jahreszahl 1918. Er sah dann eine über dreißig Jahre dauernde traurig Zeit. Zu einem wirklichen Frieden käme es aber erst dann, "Wenn das Ringen um die Weltgeltung zwischen Russland und Amerika sich entschieden hat", denn "Russland erwacht und streitet mit Amerika um den besitz der Zukunft! Gott mit uns!"

Ein gewisser P a t e N e c t o u (+1772), der merkwürdig genaue Angaben über einen dritten Weltkrieg gesehen haben soll, gibt als Zeitpunkt folgenden Zustand an: "Wenn England in seiner Macht erschüttert wird und sich in Frankreich zwei Parteien bilden, die sich auf Leben und Tod bekämpfen, dann wir die schreckliche Auseinandersetzung Wirklichkeit. Frankreich scheint von dem eben genannten Zustand leider nicht mehr sehr weit entfernt zu sein, und was England betrifft, so ist die Angabe einiger Seher dahin übereinstimmend, dass England kurz vor Kriegsausbruch auch von einem Erdbeben heimgesucht wird.

Als zwei weitere Zeugen, welche die nächsten Jahre visionär schauten, seien der Brunnenbauer von Freilassing, A l o i s I r l m a y e r (1894-1959) und die Bäuerin B a u n e in Westfalen genannt. Beide haben ihre seherischen Fähigkeiten schon genügend unter Beweis gestellt. Die schon weißhaarige Bauersfrau, die den Ausbruch des Koreakrieges mit eine minimalen Differenz von nur elf Tagen lange schon vorausgesagt hatte, erklärte 1954: "Dieses Jahr gibt es keine Krieg, aber im kommenden Jahr eine solchen im Mittelmeerraum." Mit einem Jahr Verspätung fand dann der Sinai-Feldzug statt, an dem auch England und Frankreich beteiligt waren. Irlmayer, der den kommenden Krieg ebenfalls als nur kurzen, wenn auch schrecklichen Konflikt von drei Tagen, drei Monaten oder drei Jahren sieht, macht diese Auseinandersetzung mit den Russen von der Ermordung des dritten"Hochgestellten" abhängig. Irlmayer hatte diese Schau im Jahre 1947, und seitdem sind zwei Morde (und zwar kommen hier nur politische Morde in Betracht) an hochgestellten Persönlichkeiten begangen worden. Am 30. Januar 1948 an Mahatma Gandhi und am 22. November 1963 an John F. Kennedy - wer wird der dritte sein? Wenn man überhaupt so zählen darf. Oder ist dieser dritte gar König Ibn Saud, der am 25. März 21975 umgebracht wurde?

Die genauesten, und wir müssen auch sagen, erstaunlichsten Angaben aber macht Dr. Michael N o s t r a d a m u s (1503-1566). Die Schwierigkeit bei seinen 939 Zukunftsbildern, die in zehn Centurien (Jahrhunderten ) und 942 Quartains (Vierzeilern) eingeteilt sind, besteht darin, den rechten Vers im Vorhinein zu erkennen, da er sie alle, um einer naseweisen Neugierde vorzubeugen, absichtlich zeitlich durcheinander mischte. Er wäre, nach seinem eigenen Bekenntnis, in der Lage gewesen, zu jedem Vierzeiler die entsprechende Jahresangabe zu machen. Das kann man ihm ohne weiteres glauben, nachdem sich herausstellte, dass er nicht allein die genauen Daten für bestimmte Ereignisse, sondern auch die Namen bestimmter Personen weiß. Er benannte Jahrhunderte im voraus Herzog Montmorency als Aufrührer, den verräteriscvhen Kriegsminister Narbonne, den adeligen Gegner Napoleons Herzog Anguleme, Motgolfier die Erfinder des Heißluftballons, Ludwig XIV. als Sonnenkönig, Hitler von "Großdeutschland" oder Stalin "aus dem Slawenvolk". Zu den Eigenamen nennt er auch oft noch die Eigenart, z.B. Napoleon als den erste französischen Herrscher ohne Allongeperücke nennt er "das geschorene Haupt" oder den durch Zeit und Umstände charakterisierten Nagib als den "Hitler von Ägypten". Das Schicksal eines Mussolini wird dargestellt als eines Schwiegervaters, der den Sohn töten lässt (Graf Ciano), aber später selbst zum Entsetzen des italienischen Volkes "leblos wie ein Klotz zur Schau ge stellt wird."

Welcher Journalist des 20. Jahrhunderts könnte die Friedenskonferenz zwischen Israelis und Araber in Genf besser beschreiben als Nostradamus es noch 1555 tat:

"Die Reden vom Genfer See erregen Ärgernis.
Die Tage werden Wochen, dann Monate und Jahre.
Zu guter Letzt fällt alsles ab.
Die Regierungen verdammen diese nichtigen Satzungen."

Hat man somit einen passenden Vierzeiler entdeckt, dann redet er eine unmissverständlich klare Sprache, der auch das Endergebnis im voraus erkennen lässt.

Nostradamus schrieb unmissverständlich über den ersten Weltkrieg, an der zuverlässigen Himmelsuhr sich zeitlich orientierend:

"In Serbien wird der Konflikt geboren
Nach feien Seiten dann ein Kampf entsteht.
Sobald Saturn im Krebs und Jupiter mit Mars dann geht,
ein junger (Staat), groß im Format, dann Frankreich rettet."

V. Seher über die Atombombe

Besonders durch die Hinweise von B e r n h a r d P h i l b e r t h wurde deutlich, dass das letzte Buch der Bibel auch von einem Atomkrieg weiß. Prof. Dr. K u r t B e c s i legt die Offenbarung, nach unserem Verständnis nicht immer folgerichtig, in demselben Sinne aus. Schon A l b r e c h t D ü r e r (1471-1528) hat im Geist einen Atompilz gesehen und gemalt. Doch es gibt noch frühere Gesichte darüber.

Eine der ältesten abendländischen Weissagungen ist die der O t t i l i e , einer Tochter des Herzogs Adelrich (+ 720). Ottilie von Hohenburg sah bereits Verhältnisse, wie wir sie in den Jahren vom ersten zum z weiten Weltkrieg antreffen, wenn sie berichtet: "Es ist die Zeit, wo Germania die kriegerischste Nation der Welt genannt wird." Sie sieht drei Kriegsperioden, von denen die dritte von nur kurzer Dauer ist, in der die Armeen aber durch ein ungeheures Übel dezimiert werden. Sollte sie mit diesem Übel Atomwaffen gemeint haben? Wir trauen ihrer visionären Begabung damit wirklich nicht zu viel zu, denn ihre Kriegsschilderung ist so erstaunlich, dass niemand das Empfinden hat, schon 1200 Jahre vor dieser Frau getrennt zu sein. So heißt es zum Beispiel: "Die Armeen werden Flammen werfen .... Siege auf der Erde, auf dem Meere und selbst in der Luft ... Man wird geflügelte Krieger in unvorstellbaren Fahrzeugen sich bis zum Firmament erheben sehen und Feuer auf die Städte herabwerfen, um dort große Brände zu verursachen."

Helene A i e l l o (+1961) sprach im April 1954 von einer neuen Gottesgeißel: "Feurige Wolken, Blitze und ein Sturm von Feuer werden über die Welt dahingehen, eine solche furchtbare Geißel, wie sie in der Menschheitsgeschichte vorher nie gesehen wurde." Das gleiche erklärte Pater Bernhard C l a u s i (+1870) mit den Worten: "Es wird eine große Plage kommen, furchtbar und einzig gegen die Gottlosen, eine ganz neue Plage, wie niemals eine gewesen. Sie wird in der ganzen Welt eintreten und so furchtbar sein, dass die Überlebenden meinen werden, alle Menschen seien umgekommen."

Das entspricht ganz den Schriftaussagen über den Sturm der Gottlosen (Gesetzlosen) in Spr 3:25, der Schilderung bei Gogs Einfall in Israel, Hes 38:18-23, und dem Gericht zur Zeit des 6. Siegels, Offb 6:12-17. Hier ist besonders Vers 12 zu erwähnen, "Die Sonne ward schwarz wie ein härener Sack", was weiterhin mit Mt 24:29 übereinstimmt, denn die Trübsalszeit hat ja bereits mit dem 5. Siegel begonnen.

Sowohl Schwester Aiello, wie auch Maria Graf, Pater Clausi, der Mühlhiasl, Irlmayer, Stockert und viele andere Seher sprechen von einer 72 Stunden dauernden Finsternis. Anna Maria T a i g i (1769-1837) schrieb im Jahre 1818: "Gott wird zwei Strafgerichte verhängen: Eines geht von der Erde aus, nämlich Kriege, Revolutionen und andere Übel; das andere Strafgericht geht vom Himmel aus. es wird über die ganze Erde eine dichte Finsternis kommen, die 3 Tage und 3 Nächte dauern wird." Da wir von 1973/74 bis 1980 in der prophetischen Mitternachtsstunde leben, wiederholt sich auch 2Mo 10:21-23 und 2Mo 12:29; Pred 3:14-16.

Marie B a o u r d i (1878), eine Karmeliterin, sagte voraus: "Alle Staaten werden durch Krieg und auch durch Bürgerkriege furchtbar erschüttert werden, und in einer dreitägigen Finsternis werden die den Lastern gegebenen Menschen sterben, so dass nur ein Viertel der Menschheit übrigbleiben wird." Eine andere Französin, Marie Julie J a h e n n y (1850-1941, davon 50 Jahre ans Bett gefesselt) schaute im März 1891: "Es wird eine dreitägige Finsternis in der Natur eintreten. Unheilbringende Blitze werden die Straßen durchzucken. und dies zu einer einer Zeit, zu der sie sonst nicht vorkommen (nämlich im Winter)."

Weil Menschen die Erde durch Atomblitze verderben, werden sie durch Gottes Blitze verderbt, Offb 11:17-19. Da das 6. Siegel den Tag des Herrn ja nur eröffnet, folgen zur Zeit des Antichristen (auch wenn er den Menschen als "Wohltäter" gilt, weil er wahrscheinlich die Atomwaffen ächtet) noch stärkere Gerichte und Plagen (siehe die Grimmesschalen in Offb 16).

Wenn ein heutiger Seher, nämlich A l o i s I r l m a y e r, Flugzeuge als Tauben und Panzer als Raupen sieht, so mag das hinweisen, dass es in der Sphäre prophetischen Schauens keine Zeitgesetze gibt. Wie aus den Centurien hervorgeht, sah auch N o s t r a d a m u s bereits Flugzeuge und Unterseeboote, womit er seinen berühmten Landsmann J u l e s V e r n e (1828-1905) in der Vorausschau u m mindestens 300 Jahre überboten hat.

Dass N o s t r a d a m u s auch die Atombombe sah, erkennen wir aus der Centurie mit den Versionen "Öder Himmel brennt" und "Zeitabschnitt 45", wie man auch übersetzen kann, also auf das Jahr des ersten Abwurfs hinweisend, was doch ganz außergewöhnliche und unmissverständliche Wendungen sind. Auch von den verheerenden Folgen, von den Ärzten als weiße Pest oder Atompest bezeichnet, die dann weder Mensch noch Tier verschont, ist bei ihm die Rede.

Wie ein Weltuntergang

Vom Abwurf der ersten Versuchs-Atombombe vom Juli 1945 im Wüstengebiet Neu-Mexikos bis. zum Jahre 1955 hat sich in der Entwicklung dieser Massenmord-Bomben viel ereignet. Schon über die erste Versuchsbombe schreibe der Augenzeuge Prophessor Kistiankowsky: "Diese Schauspiel ist die größtmögliche Annäherung an das Jüngste Gericht, die man sich vorstellen kann. Ich bin sicher, dass am Ende der Welt - in der letzten Millisekunde der Welt - der Mensch das erblicken wird, was wir soeben gesehen haben." Am 6. und 8. August 1945 wurden dann die ersten Atombomben auf Menschen geworfen. Dadurch sollen rund 66 000 getötet und 100 00 verletzt worden sein. Diesen Uranbomben folgte die Plutoniumbombe. Hatte die gewöhnliche Atombombe einen Wirkungsradius von etwa 15 km (obwohl Gebäude im Umkreis von 300 km noch erzitterten), so erhöhte sich dieser direkte Wirkungsraum auf über 80 Km. Am 1. November 1952 wurde dann die erste Wasserstoffbombe ausgelöst. "Es war, als ob die ganze Welt zerbersten wolle", sagten diesmal die Beobachter. Diese H-Bombe war 250 mal stärker als die Uranbombe. Bereits am 1 März 1954 sprach man von der "verbesserten" Wasserstoffbombe. Diese Superbombe hat die 600fache Stärke einer gewöhnlichen Atombombe, was einer Sprengwirkung von 15 Millionen Tonnen Dynamit entspricht. Und immer noch gibt sich der vom Zerstörungswahn besessene Mensch mit dieser höllischen Wirkung nicht zufrieden, nachdem festgestellt werden konnte, dass eine Kobaldbombe, so unglaublich und unvorstellbar das auch ist, die 5000fache Wirkung der Hiroshima-Bombe erzielt. Seit 1974 ist auch der Laserstrahl als Waffe einsatzfähig, der die 10 000fache Hitze der Sonnenoberfläche entwickeln soll.

Es ist verständlich, dass führende Atomforscher wie E i n s t e i n (1879-1955) und O p pe n h e i m e r warnend an das Gewissen der führenden Männer appellierten. Der Nobelpreisträger und Entdecker der Atomspaltung, Professor O t t o H a h n, erklärte Mitte Februar 1955 öffentlich, er hätte seine Entdeckung verschwiegen, wären ihm die Folgen vorher bekannt gewesen. "Denn", so sagte der Professor Hahn wörtlich, "zehn Wasserstoffbomben mit einem dicken Mantel aus Kobalt, an einem beliebigen Ort der Erde zur Explosion gebracht, reichen aus, um den Fortbestand der Menschheit ernstlich zu gefährden". Das erschütternde Echo dieser Rundfunkrede waren die Mitteilungen in derselben Woche, dass die USA "Trotz des damit verbundenen Risikos" mit Versuchsexplosionen fortfahren werde und auch England neben Amerika und Russland die Wasserstoff bombe herstellte, wozu auch Rotchina und Indien gekommen sind und auch Israel wohl nicht auszuschließen ist. Muammar el-Gaddafi, Libyens forscher Präsident, versuchte 1970 im Geheimen eine Atombombe für jeden Preis zu kaufen - bisher konnten alle widerstehen.

Dass Nostaradamus zu all dem Vorerwähnten auch von dieser unfasslichen Steigerung, nämlich der Wasserstoff- und Super-Atombombe weiß, werden wir im weiteren verlauf dieser Abhandlung er fahren. Weiß er doch auch von einer Zeit, da man "mit Projektilen, Feuer und Chemikalien angreifen wird."

Der schreckliche Krieg

Das M a r i e n t h a l e r K l o s t e r gab 1749 ein Buch heraus, dessen Weissagungen eigenartigerweise viel über das 20 Jahrhundert sprechen und von einem Krieg auf der Erde und in der Luft, bei dem "aus wolkenlosem Firmament Feuerstrahlen" kommen.

Der Brunnenbauer I r l m a y e r sah im Jahre 1947 die Anwendung der Wasserstoff-Atombombe durch die Amerikaner bereits am ersten tage des dritten Weltkrieges und erklärt, es würden schon allein an diesem ersten Kriegstag mehr Menschen sterben, als in den zwei letzten Weltkriegen zusammen. Den Opfern fällt das Fleisch von den Knochen ab, und der Ort des Abwurfes ist noch monatelang unbetretbar. Aber auch vom Osten kommt nach seiner Darstellung ein Flugzeug mit einer Superbombe, denn dessen Auslösung "über dem großen Wasser" erwirkt turmhohe Sturzwellen, die nicht nur einen großen Teil Englands untergehen lassen, sondern auch noch Überschwemmungen an der ganzen Nordsee- und Atlantikküste hervorrufen, ja sich selbst noch bis nach Berlin auswirken.

Hiermit übereinstimmend sah der Eismeerfischer A n t o n J o h a n s o n in Verbindung mit dem dritten Weltkrieg eine Katastrophe in der Nordsee, die er nicht erklären konnte. und deshalb Vulkanausbruch, Erdbeben und Zyklon zugleich nennt. Er selbst bekennt: "Ich war erstaunt, dem Herrn Orte nennen zu hören, die bis dahin vor solchem Unheil, wie es Erdbeben und Vulkanausbrüche sind verschont geblieben waren. Alle an die Nordsee grenzenden Länder wurden dadurch heimgesucht, keines aber so wie England."

Nachdem er die Auswirkungen der Sturzfluten in Belgien, Holland, Deutschland, Dänemark entlang der schwedischen und ganzen norwegischen Küste bis Drontheim beschrieben hat und wie die Wassermassen vom Atlantik kommen, durch den Ärmelkanal bis zum Baltikum einerseits und nach Spanien andererseits stürmen, erklärt er, dass dann Antwerpen und Hamburg dem vernichteten London gleichen. Und nochmals betont Johanson um der Unglaublichkeit willen: "Zuerst war ich ganz unsicher über die Nordsee als Herd solcher Zerstörungen, aber der Herr hat mir ganz deutlich gesagt, dass sie sich wahrhaftig in der Nordsee ereignen würden. Seltsamerweise sieht er aber eine gleich Katastrophe nicht nu r in Rouen (Nordfrankreich, sondern auch im Südosten, nämlich Marseille, dem größten Handelshafen Frankreichs und des Mittelmeer. Johanson sagt wieder wörtlich: "Rouen und Marseille wurden unter anderen Städten genannt, die am meisten gelitten hatten, ferner Spanien."

Der Vorarlberger Seher F r a n z K u g e l b e e r sagte 1922: "Marseille wird in der Finsternis von einer Meeresflut in einen tiefen Graben, der sich um es gebildet hat geschwemmt werden." Und der jungen M e l a n i e M a t t h i e. u. (1831-1904) wurde 1846 offenbart, "dass Marseille verschlungen wird". Und das sei das Kennzeichen jener Zeit, wann in Frankreich, Italien, Spanien und England die Revolution ausbricht. "Die bürgerlichen Regierungen werden alle dasselbe Ziel haben: Materialismus, Atheismus, Spiritismus und allen Arten von Lasten Platz zu schaffen."

In einer Centurie von Nostramus heißt es:

"Durch Feuer vom Himmel wird fast zu Staub die Stadt,
die Urne wird dann noch durch eine Sintflut bedrängt."

Durch die Zerstörungsgewalt von wasserstoff-Atombomben werden Städte nur noch z u Aschenbehältern oder Urnen, wie Nostradamus so treffend sagt. Vielleicht sucht der große Seher auch wie andernorts ein Wortspiel: Urbe zur Urne, womit dann d i e Stadt, nämlich urbs aeterna, die "ewige Stadt", also Rom gemeint wäre. Dass über Rom eine Super-Atombomen-Explosion ungeheuersten Ausmaßes erfolgt, geht aus folgenden Worten hervor:

Der Großstern leuchtet sieben Tage.
Zwei Sonnen sind in einer kosmischen Wolke zu sehen.
Der große Hund heult die ganze Nacht hindurch,
wenn der große Papst die Bleibe ändern wird."

Erstr durch eine solche ungeheure Katastrophe wird verständlich, dass der Seher Kugelbeer meterhohe Berge von Leichen in Rom erblickt. And dem fliehenden Papst will er deutlich die Gesichtszüge Pius XII. erkannt haben, der allerdings 1958 gestorben ist.

N o s t r a d a m u s findet die Atomenergie als neuen Krafterzeuger (monteur) so bedeutungsvoll, dass er von einem neuen Zeitalter spricht, womit wir ihm durch den Begriff "Atomzeitalter" unbewusst zustimmen. Aber dieses Zeitalter fällt auch zusammen mit dem der Weltkriege. Es heißt:

"Nach großer Bestürzung der Mensch noch größere bereitet.
Der große Krafterzeuger die Zeitalter erneuert.
Regen, Blut, Milchiges, Hungerenot, Eisen und Pest.
Durch violett-weißes Feuer am Himmel strömt lange Feuersbrunst."

Die zwei ersten Weltkriege bedeuteten sicherlich große Bestürzung - aber der Mensch bereitet eine n och größere vor. Vielleicht ist hier wie an anderer Stelle mit Milchigem das "wie heftig gekochte Milch" aufschäumende Meer gemeint, vielleicht aber auch irgendwelche Giftgase oder radioaktiver Aschenregen, denn es wird an anderen Stelle von einem Milchregen gesprochen, der selbst dem Himmel Gewalt antut.

Pater J o h a n n i d e s nennt diesen "Milchregen" einen gelben Nebel und meint: "Von Osten wird ein gelber Nebel aufsteigen und an dem großen reißenden Strome haltmachen. Eine ungeheure Schar wird sengend und berennend durch dieses Land ziehen und alles vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Zwischen dem große und dem kleinen Wasser wird sich ein fürchterliches Drama abspielen."

Ziemlich gleichlautend schreibt Gräfin F r a n z i s k a Maria B e l i a n t e : "Ganz Europa wird in einen gelben Dunst gehüllt. Alle, die diesen Dunst atmen, werden sterben. Die Häuser und Kirchen werden niederbrennen. und das Vieh auf den Weiden wird an diesem Dunste sterben." So geschrieben am 5. Mai 1923.

Im 16. Jahrhundert prophezeite ein M ö n c h des Klosters M a r i a L a a c h : "Das 20. Jahrhundert bringt Tod und Verderben, Abfall und Entzweiung von Familien und Regierungen. Es wird das Jahrhundert von 3 großen Kriegen sein, die in Abständen von Jahrzehnten immer verheerender und blutiger werden, und nicht nur das Rheinland, sondern zum Schluss alle Grenzländer in Ost und West in Trümmern legen." Der dritte Krieg, in dem "giftige Wolke von Menschenhand" alle vernichte, folge nach einer schrecklichen Niederlage Deutschlands - die wir 1945 ja hatten.

Darum meint auch der 1806 in Rabenstein bei Zwiesel gestorbene S t o r m b e r g e r : "Die Leute werden krank, aber niemand kann ihnen helfen, und wer jenseits der Donau noch ein Kuh findet der soll ihr ein silbernes Glöckel anhängen. Es ist alles wüst und leer."

Besinnung ist not

Die Menschheit hat es mit der Entwicklung der Atomenergie zu nie geahnter Höhe gebracht, wie sie trotz des hohen Kulturstanden mancher heute vergessenen Völker noch kein Geschlecht seit Anbeginn erklommen hat. Aber wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden - es wird ein Sturz folgen, wie ihn die Menschheit nie zuvor erlebte. Erst dann wird wohl auch so mancher der heute noch stolzen Pharisäer mit dem heute noch dummdreisten Gottesleugner beten: "Herr, sei mir Sünder gnädig!"

Auch, dass doch die Liebe und nicht erst Furcht und Schrecken unser Herz für Gott ganz aufschlösse, wie der Apostel Paulus mit seinem Brief an die Römer auch uns fragen und ermahnen will: "Verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber n ach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen. häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken: Preis und Eher und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben. Aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade und Zorn, Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die das Böses tun" (Röm 2:4-9).

Wenn ein Mensch, wie Prior C a e s a r i u s (1180-1240) sagt, mit seiner "Bosheit und Abscheulichkeit" in das natürliche Geschehen verderbend eingreift, dann wird es ihm wie G o e t h e s "Zauberlehrling" (gedichtet 1797) ergehen. die Geister, die er rief, die wird er nicht mehr los! Dann benützt der Geist, der in der Luft herrscht (beachte Eph 2:2), sowohl das "gottlose Volk des Ostens" wie auch die heuchlerisch "Christlichen Völker des Westens" dazu , ein neue Tohuwabohu (Wirrwarr und Todesleere) zu entfesseln.

Schon S c h o p p e n h a u e r (1788-1860) wusste, die Ursache des großen Leides in der Welt ist die große Schuld der Welt. Und nach dem in mMünchen lehrenden deutsch-russischen Professor F e d o r S t e p u n (geb. 1885 in Moskau) ist "die Geschichte des Christentums Europas z um größten Teil eine Geschichte des Verrates der Christenheit am Christentum. Wer dürfte daran zweifeln, dass gerade dieser Verrat die letzte Ursache all der unermesslichen Leiden ist, durch die wir heute hindurch müssen" ("Süddeutsche Zeitung" 1946, Nr. 44).

Der Mensch kann das ihm anvertraute Gut verderben; aber die wahren Nachfolger Christi sollten, wie einst Abraham für Sodom, fürbittend den Herrn anflehen, die Stätte zu verschonen, wo auch nur zehn Gerechte sind. Jesus sagt: "Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze." Aber er wird auch "Verderben, die die Erde verderbt haben" (Offb 11:18).

VI. Gesichte vom dritten Weltkrieg

Es ist schon viel über Kriege geweissagt worden. Für uns kommt hier aber nur das in Betracht, was einen dritten Weltkrieg betrifft.

Man braucht kein Seher zu sein, um ahnen zu können, dass ein solcher Krieg nur zwischen Großmächten ausbrechen kann, was in unserem Jahrzehnt zweifellos eine Auseinandersetzung zwischen Amerika mit den westlich orientierten Staaten und Russland mit seinen östlichen Satelliten bedeutet. Diese zwei Mächte sind es auch, welche nicht nur beide die Atomzertrümmerung kennen, sondern ebenso die Wasserstoffbombe besitzen. Für den Verrat der Atomkernspaltung an die Sowjets musste das Ehepaar Rosenberg auf den elektrischen Stuhl, obwohl auch hervorragende Wissenschaftler von England und Frankreich daran beteiligt waren. Daran hat N o s t r a d a m u s gedacht, als er schreib:

"Der große Neptun, die Tiefe des Meeres beherrschend,
Das Mischvolk aus punisch- und gallischem Blut.
Die Inseln in Blut, seines langsamen Ruderns wegen.
Dann wird ihm schaden, dass das Geheimnis schlecht gehütet ward."

Dass die USA als gegenwärtig größte Seemacht mit Neptun, dem Beherrscher des Meeres, gleichgestellt wird, sehen wir auch aus anderen Centurien. Es ist nicht abwegig, die Engländer und Franzosen, die sich in den Vereinigten Staaten als Siedler vermischten, Punier und Gallier unserer Zeit. zu nennen, zumal in Nordamerika bis zur gewaltsamen Lösung der Negersklavenfrage durch den Sessionskrieg (1861-1865) Zustände wir in Karthago herrschten. Der Geschichtskenner H e i n r i c h von T r e i t s c h k e. (1834-1896) bezeichnet England als das "neue Karthago". Übrigens sah Treitschke eine düstere Zukunft voraus. Die Teilung der Welt zwischen den englischsprechenden Nationen und Russland, wobei er meinte: "In diesem Falle ist es schwer zu sagen, was schlimmer wäre, die russische Knute oder die englischen Geldsäcke."

Dass der Westen sein Atomgeheimnis schlecht hütete, ist bereits geschichtliche Tatsache. Kommt nun noch hinzu, dass durch das lange Zögern des Westens der Osten ebenfalls den technischen Vorsprung aufholen kann?

Noch ein anderer Verrat gehört zur Vorgeschichte des dritten Weltkrieges:

"Der siebente Monat (Juli) - ohne viel Hemmung ein Würdenträger, durch sein Hinübergehen die große Spaltung vermehrt."

Wer dächte da nicht an den Jahrestag des 20. Juli 1954, an dem der Präsident des Verfassungsschutzamtes der Bundesrepublik, Dr. Otto John, zu den. Russen überwechselte?

Es war derselbe Tag, an dem auch Frankreichs Indochina-Krieg endete, wie schließlich auch die Amerikaner Vietnam verloren haben.

Die Vorgeschichte

Ein bezeichnender Zustand zwischen dem zweiten. und dritten Weltkrieg ist für den b l i n d e n J ü n g l i n g das Flüchtlingsproblem. Er sagte sehr deutlich die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen, ebenso entschieden aber auch ihre Rückkehr voraus. "Zweimal wird das Böhmerland gesiebt werden: Das erste Mal bleiben nur soviel Deutsche, wie unter einer Eiche Platz haben. In Böhmen wird nur noch noch e i n Volk leben. Ein neuer Krieg wird ausbrechen, dieser wird der kürzeste sein. Das Volk in. Böhmen wird durch diesen Krieg vernichtet, und alles im Lande wird verschüttet werden. Bei zweiten Sieben werden nur soviel Tschechen übrig bleiben, wie auf einer Hand Platz haben."

Ein Düsseldorfer K a p u z i n e r p a t e r weissagte 1762, dass vor einer schweren Auseinandersetzung zwischen Ost und West folgender Zustand herrscht: "Nach einem schweren Kriege wird Friede werden. und doch kein Friede sein." - Der zweite Weltkrieg und der "kalte Krieg", in dem, wie er dann weiter schildert, größte Armut bei den einen und ungeheure Üppigkeit bei den anderen herrscht, so dass "die Frauensleute nicht wissen, was für Kleider sie vor Üppigkeit und Hochmut tragen wollen, bald kurz, bald lang, bald eng, bald weit; dann wird Gott die Welt züchtigen." Obwohl es seit Alters putzsüchtige Frauen und vielfache Modetorheiten gegebenhat, ist auffallend, mit welcher Schnelligkeit die Mode heute wechselt.

L u c i a dos Santos, von Fatima gab 1957 (40 Jahre n ach der Erscheinung, die für mich u nmöglich Maria, die Mutter Jesu, war) zu Protokoll: "Viele Nationen werden vom Antlitz der Erde verschwinden; Russland wird die Geißel sein, die Gott erwählt hat, um die Menschheit zu strafen." Denn der Große Abfall und die Sittenverderbnis fordern die Strafe Gottes geradezu heraus.

Mit solchen Vorbelastungen geht es in den dritten Weltkrieg, der, von bestimmten Jahresangaben einmal abgesehen, nach dem einhelligen Zeugnis vieler Weissagung, was doch wohl sehr wesentlich ist,

  1. ein Angriff Russlands sein wird, dann
  2. auf deutsch-französisch-italienischem Boden ausgetragen wird,
  3. der zur Sommerzeit beginnt, und
  4. in Köln sein Ende findet.

Wenn auch öfter Sichel und Halbmond genannt werden, geht aus diesen Weissagungen doch z u wenig hervor, dass die Entscheidung in Europa parallel mit denen auf den Bergen Israels verläuft. Dennoch sind die Angaben sehr aufschlussreich.

1. D e r A n g r i f f s k r i e g

Sowohl der gewandte spanische Diplomat J u a n D o n o s e C o r t e s (1809 -1853), wie auch der simple westfälische Hirte J a s p e r von Huckarde bei Dortmund (um 1800) wissen, dass der große Krieg eine Auseinandersetzung zwischen Glaube und Atheismus, Rom und Moskau, und dennoch kein Glaubenskrieg ist.

Der M ö n c h von W e r l schrieb 1701: "Es wird ein fürchterlicher Krieg entstehen. Auf der einen Seite werden alle Völker des Westens, auf der anderen alle des Ostens stehen. In fürchterlichen Schären werden jene herankommen. Lange wird man mit unentschiedenem Glück kämpfen, bis man endlich in die Gegend des Reheins kommt. Dort wird man kämpfen drei Tage lang, so dass das Wasser des Reins rot gefärbt wird." Die Entscheidung falle nahe bei Bodberg. Für diesen Mönch ist das Vorzeichen dieses Krieges eine Zeit "wenn man Reiche und Arme nicht mehr unterscheiden kann."

Man könnte vielleicht einwenden, dass der Franziskanermönch von Werl sowie Cortes und Jasper in einer Zeit lebten, in der sie politisch sehr stark beeinflusst wurden, der eine durch das Auftreten Peters des Großen (1672-1725) und die anderen durch Napoleons Zug gegen Russland (1812). Was will man aber sagen, wenn schon H e p d a n u s, ein Mönch von St Gallen, im Jahre 1084, also einer Zeit, in der man in Germanien, wie er selbst sagt, den Ur und Eber jagte, Folgendes schreibt: "Ich sah in Germanien, wo jetzt die Wälder sich längs der Ufer der Ströme hinziehen, ein ungeheures, großes, fruchtbares, von unzähligen Menschen bewohntes Land." Hepidanus, der dann Deutschlands Entwicklung, unter anderem auch die Reformation sah und beschreibt, spricht schließlich auch von dem Aufkommen eines Mannes "mitten aus dem Strudel der Parteien", der "mit dem Rechte wider das Recht ist", so das Reich eint, und dessen Name dann von Aufgang bis zum Niedergang in aller Munde ist. Er wird aber nichts anderes als ein "Werkzeug" sein, um die alte Welt in Trümmer zu schlagen.

Hepidanus, der 1084 nicht nur die Hitlertragödie sieht, sondern auch "große Vögel mit eisernen Schnäbeln, deren Flügelschlag mit seinem Rauschen die Luft erfüllte" geht danach zu folgender Schilderung über: "Vom Osten her weht ein sTurm, und aus Westen heult der Wind: Wehe allem, was in den Bereich dieses furchtbaren Wirbels geraten wird. Tausednjährige Herrschersitze werden herabsinken aus ihrer Höhe, gleich wie der Wirbelwind das Strohdach der Hütte fortführt. Zwischen dem Rhein und der Elbe und dem morgenwärts fließenden Strome (Donau) wird ein weites Leichenfeld sich ausdehnen, eine Landschaft der Raben und Geier."

Das Himmelszeichen

Als Hepidanus, über diese Schau selbst sehr erschrocken, die frage stellte, w a n n das geschähe, erhielt er zur Antwort: "Schau empor (auf den sternbedeckten Himmel über der Zelle)! Erkenne das Sternbild der himmlischen Korne... in dieser Sternenkrone wird ein neues Juwel eingesetzt werden und ein Stern hellglänzend da erscheinen, wo du jetzt die unerforschte Bläue des Weltenraumes erblickst. Wenn dieser Stern als weithin leuchtendes Feuerzeichen erscheinen wird, dann ist die Zeit nahe, wo jene Tage über die Menschheit kommen werden."

Es gibt bekanntlich eine nördliche und eine südliche Krone am Sternenhimmel. Dem Standort des Sehers (St. Gallen) gemäß müsste an die nördliche Krone gedacht werden. Tatsächlich flammte im Jahre 1946 in der nördlichen Krone ein neuer Stern, eine Nova, auf. Die erste Entdeckung einer Nova (im Sternbild der Kassiopeia) durch Tycho Brahe, dem Lehrer Keplers, am 11. November 1772 war sowohl für den Entdecker als auch für die gesamte Astronomie ein ganz bedeutendes Ereignis. Heute bedeutet sie allerdings kein außergewöhnliches Wunder mehr, denn vom Jahre 1900 bis 1937 wurden nicht weniger als 68 Novae registriert. Man versteht darunter kleine, den unbewaffneten Auge kaum sichtbare Sternchen, die durch eine Explosion eine 2-300 000mal stärkerer Lichtkraft erhalten können. Eine kürzliche Supernova im Coma-Michstraßenhaufen hatte zur Zeit ihrer stärksten Leuchtkraft eine Helligkeit von zweihundert Erdensonnen! Das Seltsame an der Nova T in der nördlichen Krone aber ist, dass sie schon einmal, nämlich im Jahre 1866, kurz gesehen wurde, bis sie nun im Jahre 1946 erneut aufleuchtete.

Es gibt "Himmelszeichen" genug. Eine Eruption auf der Sonne am 7. August 1972 war so gewaltig, dass seitdem jeder Kompass ungenau ist. Mehr Aufsehen als er dann wirklich verdiente, erregte die Ankündigung des "Riesenkometen", den Dr. Lubos Kohoutek am 7. März 1973 entdeckte.

Weniger bekannt ist, dass am 12. Juni 1974 am Himmel Norsspaniens mehrere 100 km weit, von Millionen gesehen und vielfach fotografiert, sich eine einstündige Lichterscheinung ereignet, die zuerst einer Sonne glich, sich dann wie die Schrift einer Skala zusammenraffte. Prof. Müller-Markus, der diesen seltsamen "Blitz" an der Costa Brava beobachtete, schreib: "Während ich dieses Zeichen beobachtete, kontrollierte ich meine Empfindungen. Die stärkste war der Gedanke an das Wort Christi: Wenn dies zu geschehen anfängt, dann richte euch auf, erhebt eure Häupter, die Stunde der Erlösung ist nahe." 1986 wird der Halleysche Komet, der Hes 39 zu erwarten ist.

Noch sehr viele andere Zeichen deuten an, wann Gog als der gierige Bär aus Sibirien aufbricht. Allein der Waldprophet M a t t h i a s L a n g (1753-1792) machte folgende Angaben: Wenn die Häuser wie "Bienenstöcke" sind, Landhäuser zu Schlössern und Schulden zu Palästen werden. Wenn die Leut schneller als ein Ross mit ihren Karren fahren" und "die Mannsbilder wie Weiberleut gehen", dann kommt der große Krieg.

Nach Baumsteftenlenz erklärte der M ü h l h i a s l schon 1750, es sei in der närrischen Zeit, wenn man Sterne wie Berge sehe (Riesenfernrohre) und der Mensch auf dem Mondschein umhergehe (Mondlandungen).

A l o i s I r l m a y e r sagte: "Wenn Gesetze erlassen werden die den Kindern den Tod bringen" (Abtreibungsparagraphen).

Joh. P e t er K n o p p aus Ehrenberg (1714-1794) meinte, dass es zu solcher Zeit Wagen ohne Pferde gibt, und es wird Krieg geben, wenn es keiner glaubt".

N o s t r a d a m u s übernimmt den biblischen Ausdruck Magog für Russland und schreibt:

"Genug der Ruinen großer, heiliger Stätten
in der Provenze, Neapel, Sizilien, Seez (Suez) u nd Ponce.
Deutschland am Rheine und zu Köln
tödlich bedrängt durch die ganze Menge Magogs."

Elf Zeilen weiter heißt es:

"Vom Schwarzen Meer und der großen Tatarei
ein Herrscher kommt, der Frankreich sehen wird."

Andernorts heißt es wieder:

"Der Große von Magog, seines großen Durstes wegen
wird er der großen Würden auch beraubt.
Die von Köln ihn sehr bedrängen werden
sobald am Rhein der Großteil wird geschlagen."

Es liegt also außer jedem Zweifel, dass mit Magog Russland gemeint ist, und dass dieses Russland tief in den Westen eindringt.

Russlands Sendungswahn

Mit russischen Augen gesehen ist es wohl nicht bloße Eroberungsgier, sondern ein slawisches Sendungsbewusstsein, und seit Peter dem Großen und Katharina der Großen. die lange gesuchte Stunde der Weltmachtentscheidung. Mit bolschewistischen Augen gesehen ist es nach Lenin, dem Gründer, und Stalin, dem ERfolgreichen, nu n die Stunde der Weltrevolution.

Der russische Schriftsteller und Philosoph D a n i l e w s k y schreibt: "Der Kampf mit dem Westen ist das einzige Rettungsmittel zur Entfaltung der allslawischen Ideen. Schon die ausgereifte orientalische Frage macht diesen Kampf, mag sich dem entgegenstellen, wer will, in näherer oder fernerer Zukunft unausbleiblich. Früher oder später, ob wir es wollen oder nicht, ist der Kampf mit Europa unvermeidlich um der orientalischen Frage willen. Man kann zögern, man kann die schreckliche Stunde des Kampfbeginns hinausschieben, obwohl von unserer als auch von europäischer Seite, der Kampf selber kann nicht umgangen werden" ("Russland und Europa" S 235/36). Als Danilewskly dies schrieb, hatte sich Russland noch nicht mit den Arabern im Kampf gegen Israel verbündet, denn es wurde schon vor dem 21. Zionistenkongress von 1897, nämlich vor 100 Jahren, verfasst.

Auch D o s t o j e w s k i (1821-81) wähnte, "Russlands Mission der Weltversöhnung könne ohne Krieg nicht erfüllt werden", deshalb stimmte er Danilewskys Ausführungen von Herzten zu und konnte, als sie 1869 in der Zeitschrift "Sarja" laufend erschienen, die Fortsetzungen kaum erwarten. Schon ein Jahr zuvor hatte Dostojewski selbst von solchen gewaltigen Ereignissen geschrieben, die "in weniger als 100 Jahren" Stattfänden. (Brief vom 1. März 1868).

Er erwartete eine Erschütterung, wie es sie noch nie gab, darum müssen Russland bereit sein. "Das Ende der Welt naht" ist eine Tagebucheintragung kurz vor seinem Ende. Er ahnte auch, laut "Tagebuch eines Schriftstellers" vom November 1877, dass Deutschlands Ostgebiete in russischen Besitz kommen. vereint mit den Kräften und der Bevölkerung des asiatischen Raumes sei Russland dann stark genug seine Weltsendung zu erfüllen.

L e n i n (1870-1924) versäumte nicht, auf die Übereinstimmung mit Dostojewski trotz anscheinender Extreme hinzuweisen, und noch am 8. Febr. 1955 bekannte sich M o l o t o w in seiner außenpolitischen rede vor dem Obersten Sowjet bezüglich der Weltrevolution zur Notwendigkeit des Angriffs. Er erklärte wörtlich: "Ein paralleles Nebeneinander unseres Sowjetstaates mit der übrigen Welt ist auf die Dauer unmöglich. Dieser Gegensatz kann nur mit Waffengewalt in blutigem Ringen eine Lösung finden. Nur der wird gewinnen, der zuerst den Entschluss zum Angriff fasst."

Ganz damit in Übereinstimmung steht folgende Mittelung der "Salzburger Nachrichten" vom 12. August 1971: "Die Staaten des Warschauer Pakts haben seit 1965 eine weitgehend defensive Planung durch die Stratigie einer Invasion Westeuropqas ersetzt, die der Sowjetunion die dominierende Rolle zuweist. Sie seiht als erste Stufe den Vorstoß bis. zum Rhein in 3 Tagen und die Beschießung des Westens mit Raketen vor."

Diese Absichten Russlands sah der 1897 geborene J o s e f S t o c k e r t 1947 in einem Gesicht, das er in seiner Broschüre "der Mahnende Finger Gottes" beschrieb. Wir lesen aus seiner Feder: "Ich sah ein furchtbares Blutbad, das sich in unseren Tagen abspielen wird... Es werden Tausende von Panzern unser Heimatland überrollen und viele Menschen in Knechtschaft geraten. In den Häusern und auf den Straßen häufen sich die Leichen und niemand findet sich, der sie beerdigt."

"Diese Panzer werden von Osten kommen und mit großer Schnelligkeit gegen Westen fahren. Wo sich ihnen Hindernisse in den Weg stellen, machen sie mit großer Übermacht alles dem Erdboden gleich. In 3 Zügen ziehen sie nach Westen, an die Nordsee, nach Mitteldeutschland und im Süden entlang der Alpen, Männer und Frauen werden gewaltsam ins feindliche Heer einbezogen; wer sich weigert, wird erschossen. Die Panzerzüge der Russen werden bis zum. Rhein kommen.

Von Ostenher flog über der Nordsee ein Flugzeug gegen Westen. Als es sich England näherte, sah ich, wie aus dem Flugzeug etwas abgeworfen wurde. Gleich darauf erfolgte eine furchtbare Detonation. Das Wasser des Meeres wurde hoch in die Lüfte geschleudert, und ich sah unter mir nur noch Gischt und schäumendes, dampfendes Wasser. Dann sah ich Raketen mit gewaltiger Schubkraft dahinsausen.

Die große Katastrophe wird natürlich beginnen und übernatürlich enden. Gott wird Selbst eingreifen. Die Erde wird aus ihrer Bahn geworfen, und die Sonne wir ihr keinen Schein mehr geben: Finsternis auf dem ganzen Erdeball 72 Stunden lang.

Zwei Drittel der Menschheit wird von der Erde genommen sein. Es wird nun Friede sein, bis die Menschen von neuem Gott verlassen und der Antichrist auftreten wird." Und das wird leider seht bald geschehen.

Und wie denkt der Westen? Auch hier nur einer für viele; der Schweizer Theologieprofessor K a r l B a r t h (1886-1968): "Indem Hitler Russland angriff, hat er eine Schleuse geöffnet, die nur schwerlich wieder zu schließen ist. Anders als durch einen dritten Weltkrieg, für den niemand willig und fähig zu sein scheint, ist die Tatsache nicht rückgängig zu machen, dass Russland heute bis nahe an die Mitte Europas vorgedrungen ist."

So wird im Westen, wie Nostradamus so treffend sagt, "langsam gerudert" und das ganze Heil in einer schlagkräftigen Abwehr gesehen. Über Nacht erfolgt der Angriff.

Plötzlicher Überfall

Dem Schafer J a s p e r gemäß wird der Feind "mit einem Male in solchen Massen da sein, als wenn er wie Pilze aus der Erde gewachsen wäre".

K r a n K u g e l b e e r aus Lochau bei Bregenz meint: "Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt der Umsturz von Russland her zuerst in Deutschland, darauf in Frankreich, Italien und England. Allerorts ist Aufruhr und Zerstörung."

J a s p e r sagte um 1830 weiter: "Es wird ein heftiger Krieg ausbrechen, dieser Krieg wird sehr schnell ausbrechen. Abends wird man sagen: Friede, Friede, und es ist keine friede , und morgens stehen die Feinde schon vor der Tür ... die Schlacht wird in Westfalen stattfinden. Die Völker der halben Welt werden sich dort gegenüberstehen. Von den Russen werden nur wenige nach Hause kommen, um ihre Niederlage zu verkünden."

Der bekannte M a t t h i a s P r e g l (1750-1825) spricht von den "Rotjankerl", die auf einer breiten Straße ankommen, welche aus Böhmen nach Straubing führt. Diese Straße gab es damals noch nicht, und auch unter dem Wort "Rotjanker" konnte man sich nichts Rechtes vorstellen. Die Frage, ob es Franzosen wären (die damals rote Hosen trugen), verneinte Pregl, denn sie seien nicht äußerlich rot, "Aber die Roten sind es doch!" soll er hinzugefügt haben. Mittlerweile wurde auch die erwähnte Straße von Straubing über Stallwang nach Cham in Böhmen gebaut. Wenn auch auf dieser Straße der plötzliche Angriff kommt, dann, so meint der Mühl-Hiasl, geht alles unglaublich schnell. "Wenn die Rotjanker in Straubing beim oberen Tor einziehen, wissen es die Leute beim unteren Tor noch nicht." Und dann beginnt "das große Aufräumen".

I r l m a y e r schließt seine Schau diesem an und meint, wenn es über Nacht losgehe, dann würden die Roten in drei Feuerzungen (Heeressäulen) nach Westen ziehen, ohne anfangs auf viel Widerstand oder Behinderung zu stoßen. Alles wimmele dann voller "Raupen". Aber ebenso wartet eine unzählige Schar von "Tauben" an einem verborgenen Ort nur noch auf den Befehl zum Einsatz - und das schrecklichste Blutvergießen seit Menschengedenken beginnt. Irlmayer sieht, obwohl nur ein kleines "Kasterl" abgeworfen wird, dass an diesem einen Tag mehr Menschen sterben als in den beiden ersten Weltkriegen zusammen.

2. D e r A u s t r a g

auf deutsch-französisch-italienischem Boden

Es gibt vielerlei Darstellungen von Kämpfen mit den Heeren des Ostens im deutschen Land, besonders Westdeutschland, aber auch an verschiedenen Orten von Nord- und Süddeutschland.

Man verwechsle aber diese vielen kleinen, bis ins einzelne gehenden Weissagungen nicht mit den übrigen kriegerischen Unternehmungen, den Händeln und Zänkereien der kleinen Völker. Der M ö n c h von Werl, ein Franziskaner, der bereits von dem blutgefärbten Rhein sprach, versichert: "Dann wird es sich nicht um Vaterland, Sprache und Gauben handeln; vereinigen werden sie sich, um. zu töten, um zu kämpfen wegen der Oberherrschaft über den Erdkreis. Mitten in Deutschland werden sie aufeinandertreffen, Städte und Dörfer zerstören, nachdem die Einwohner gezwungen sind, sich in die Berge und Wälder zu flüchten. In den Gegenden Niederdeutschlands wird dieser schreckliche Kampf entschieden werden. daselbst werden die Heere Lager schlagen, wie sie der Erdkreis noch nie gesehen hat.

Wehe! Wehe! Wehe! Armes Vaterland! Drei ganze Tage werden sie kämpfen; bedeckt mit Wunden werden sie sich gegenseitig zerfleischen und bis an die Knöchel im Blute waten. Die Völker des Siebengestirns (Vereinigte Sttaaten mit dem Sternenbanner?) werden endlich siegen, und ihre Feinde werden Fliehen, am Ufer des Flusses sich wieder festsetzen und mit äußerster Verzweiflung kämpfen."

In dem sogenannten "T e s t a m e n t eines fliehenden Pfarrers" um 1700 heißt es: "Der ganze Niederrhein wird zittern und erbeben, er wird aber nicht untergehen, sondern bis an das Ende der Zeiten bestehen bleiben. Das Land im Westen (Frankreich) wird ein Land der Verzweiflung sein. Das Land im Meere (England) mit seinem König wird geschlagen und auf die tiefste Stufe des Elends kommen. Alle Völker der Erde werden in Mitleidenschaft gezogen, und es findet ein Wogen aller Völker statt." Es ist merkwürdig, dass auch dieses Testament sagt: "Das Volk des Siebengestirns wird in das Ringen eingreifen."

Wo immer also auch gekämpft werden mag, die Entscheidung fällt nach Meinung der Seher in diesem gewaltigen ringen von Ost und West immer in Deutschland, in Niederdeutschland oder noch genauer ge sagt, am Niederrhein.

Auch I r l m a y e r detailliert seine Weissagung von den drei Heeressäulen des Ostens, die in Deutschland einmarschieren, in dem er sagt: "Der unterste Heerwurm kommt über den Wald daher, zieht dann aber no nordwestlich der Donau, um in gleicher Richtung wie die zwei anderen Heeressäulen dem Rhein zuzustreben."

Verschieden vorliegende Berichte lassen annehmen, dass dann nicht nur diese drei Durchbrüche innerhalb der Westzone Deutschlands erfolgen, sondern die rote Flut auch die nördlich und südlich angrenzenden Länder zu umspülen droht. Es ist wahrscheinlich, dass die Russen in Schweden und Dänemark, ja selbst in Holland dun Belgien eindringen werden, um vereint mit dem obersten der drei innerdeutschen Stoßkeile, nämlich dem aus der Ostzone, die Nordsee- und Altlantikküste zu gewinnen.

J o h a n s o n s visionäre Schau von dem russischen Überfall auf Schweden wurde durch ein dem schwedischen P a s t o r B i r g e r C l a e s s o n im Dezember 1950 in Örebro zuteil gewordenes Gesicht bestätigt. Er sah den feind an fünf verschiedenen Stellen gleichzeitig anstürmen. Pastor Claesson sah mit großer Deutlichkeit, wie der Angriff im Norden und Süden einsetzte und bezeichnet ihn als einen typischen Blitzkrieg. Er erkannte genau die Flugzeuge und Fallschirmtruppen, die betroffenen Städte und viele andere Einzelheiten.

Auch zum Mittelmeer werden den Russen und ihren Satelliten wohl einige Durchbrüche gelingen, denn Rom, Barcelona und Marseille sind solche Städte, die in den Weissagungen als Kampfzentren mehrmals genannt werden. Sogar ein Heereszug das Rhonetal aufwärts, um den bedrängten Truppen an Rhein und Ruhr zu Hilfe zu kommen, könnte aufgrund der Tatsache anzunehmen sein, dass Städte wie Marseille, Lyon, Basel und Nancy miteinander genannt werden.

In Westfalen scheint sich nämlich durch massive amerikanische Gegenschläge eine der größten Vernichtungsschlachten der Weltgeschichte abzuspielen. Dabei werden besonders die Orte Münster, Hamm und Unna genannt.

Ein Bauer des Sauerlandes, der im Jahr 1730 geborene P e t e r S c h l i n k e r t, erzählt uns: "Die Krieger des Ostens fliehen in wilder Eile nach den blutigen Opfern über die Haar." Dann benennt er noch einige Orte an der Ruhr.

Schön sprichwörtlich bekannt sind die vielen Weissagungen über die letzte Schlacht in Westfalen, die dann zu Birkenwäldchen geschlagen wird.

Paris wird den Weissagungen entsprechend sehr wahrscheinlich von keiner östlichen Armee bedroht, es sei denn durch Luftangriffe und den roten Kollaborateuren aus ihrer eigenen Mitte. denn an vielen Orten wird die sogenannte fünfte Kolonne wirksam in Erscheinung treten, da auch für sie nun alles auf dem Spiel steht. Und das nicht nur in den mit Kommunisten stark durchsetzten Ländern Frankreich und Italien, sondern auch in den USA. Auch Luftbombardements werden die Vereinigten Staaten zu spüren bekommen. Unter mehreren zerstörten amerikanischen Städten sah J o h a n s o n auch New York.

Ebenso sah I r l m a y e r große Brände und Unruhen in Amerika. Er spricht auch von "gelben Massen", die über Alaska nach Kanada und USA vordringen, die dort aber zurückgeschlagen werden. Im "Stiefelland" sieht er eine Revolution, in der sehr viele Geistliche umgebracht werden.

Am meisten scheinen aber doch Paris und Rom mitgenommen zu werden. Der Austragsbote B e r n h a r d R e m b o r t (1689-1783), den man immer zugleich mit seiner Fiedel antraf, weshalb er auch kurzweg der Spielbähn heißt, setzt überhaupt für den Beginn der "Blutzeit" den Umstand, dass Frankreich innerlich zerspalten ist und darum auch äußerlich "in mehrere Teile zerrissen wird". "Die wilden Scharen aus Osten" kommen nach seiner Schau, wenn nach einem furchtbaren Kriege (zweiter Weltkrieg?) wieder eine zwar nicht lange, aber doch einigermaßen ruhevolle Zeit eintrat. Er gibt auch die aufschlussreiche Erklärung, dass "um diese Zeit die Juden nicht mehr in Deutschland sein werden". Es ist also nach der Ausrottung durch Hitler und der Auswanderung des Restes seit 1948 nach Israel.

I r l m a y e r sieht die große Stadt mit dem eisernen Turm (Paris) brennen; aber nicht weil die von Osten sie in Btrand steckten, sondern weil seine eigenen Bürger dies taten. ebenso wird es seinen Gesichten zufolge in Rom schrecklich zugehen, wo tausende ums Leben kommen und der Papst flüchten muss.

Ein Eremit vom Berge Sinai, L u d v i c o R o c o c (1748-1840) , meint, nachdem ein "auswärtiger Krieg" Frankreichs beendet ist (der Indochina-Krieg?) und die Besitzungen in Algier sich von Frankreich lösen wollen, dann wird das Volk aufstehen, seinen Präsidenten ermorden und ein entsetzliches Blutbad anrichten, wobei mehr als die Hälfte von Paris in Schutt und Asche fällt.

Über Spanien und Portugal weiß Rocco, dass man deren Machthaber umbringe. Ungarn würde als Nation verschwinden. Über Italien will er weinen. England nennt Rocco einen Kaufmannsstaat, der durch Irland verheert werden wird. Russland aber sei de rSchauplatz der größten Gräueltaten. Die kaiserliche Familie, der Adel und ein Teil der Geistlichkeit wird ermordet.

Der nur fünfzehnjährien M e l a n i e M a t t h i e u wurde 1846 offenbart: "Frankreich, Italien, Spanien und England werden im Kriege sein. Das Blut wird in den Straßen fließen, der Franzose wird sich mit Franzosen schlagen, der Italiener mit dem Italiener. Paris wird niedergebrannt und Marseille verschlungen. Mehrere große Städte werden niedergebrannt und wie durch Erdbeben verschlungen." Als man während des Deutsch-Französischen Krieges 1870 Melanie fragte, ob Paris durch die deutschen zerstört würde, antwortete sie, "Non, non ce n'est par le Prussiens, c'est par sa canaille." - Nein, nicht durch die Preußen, sonder durch den eigenen Pöbel.

Wie Baron d e N o v a y e berichtet, erkannte 1872 eine Seherin, dass sich in der zukünftigen Revolution unter den Ermordeten auch der Erzbischof von Paris befindet.

3. D e r B e g i n n

fällt in die Sommerzeit
Während über die Länge des schrecklichen Krieges in den Weissagungen wenig oder nicht immer voll übereinstimmend berichtet wird, ist der Zeitpunkt des Beginns bei einigen klar ersichtlich.

In dem schon einmal genannten T e s t a m e n t eines fliehenden Pfarrers beginnt der von ihm geschilderte Krieg, in dem sich alle Völkerschaften am Rhein messen, "wenn die Ähren sich voll neigen". Der ebenfalls schon erwähnte Schäfer J a s p e r meint: "In dem Jahre, wo der Krieg ausbricht, wird ein so schönes Frühjahr sein, dass die Kühe schon im April im vollen Grase gehen. Das Korn wird man noch einscheuern können, nicht aber den Hafer."

Nach J o h a n s o n beginnt der Krieg im Laufe des sommers, wobei er allerdings hauptsächlich an die skandinavischen Staaten denkt, das die Russen, wie seinerzeit Hitler in Norwegen, England und Frankreich durch eine große Umklammerung zu bedrohen versuchen. Norwegen und Spitzbergen wäre anderseits für sie von Wichtigkeit, um auch westlich jeden Zugang zum Nördlichen Eismeer, den vielen Luftstützpunkten entlang der sibirischen Küste und schließlich dem russischen "Bikini" , nämlich der Wrangelinsel, zu verwehren.

Die M a i n z e r P r o p h e t i e von 1670 weiß, "Wenn Menschen wie Vögel des Himmels fliegen, werden Zeit der Kornblüte die Feinde über Deutschland herfallen. Doch auch Mongolei und Polackenland werden groß Blutvergießen sehen. Das unlöschbare Feuer Naphta wird Städte und Flecken zerstören."

Die M ü h l h i a s l (1853-1825) meint, das große Abräumen kommt, wenn man Sommer und Winter nicht mehr auseinanderkennt. Erwiesen ist, dass 1974/75 der wärmste. Sommer seit 200 Jahren war. Dabei sei daran erinnert, wie treffend dieser Mühlhiasl auch den ersten Weltkrieg aufzeigte: "Durch einen kleinen geht der Krieg an (Serbien),k und durch einen Großen, der übers Wasser kommt (USA) wird er gar."

H e r m a n n K a p p e l m a n n aus Scheiding bei Werl sagte voraus: "Wenn es zeitig im Frühjahr Schlüsselblumen gibt und Unruhe herrscht, dann geht es nicht los, sondern das Jahr darauf, wenn ein kurzer Winter war und alles ruhig scheint."

Dem französischen Seher N o s t r a d a m u s ist der Kommunismus ebenso bekannt wie der Nationalsozialismus, die er beide trotz ihres Anhangs als Sekten bezeichnet. Davon möge man sich durch folgende Zeilen üb erzeugen:

"In Deutschland werden solche Sekten entstehen,
die sehr dem alten Heidentume gleichen."

und

"Die Lehre des More findet Nachahmung
durch eine andere, ebenso verführerisch.
Doch fallen wird der erste von Moskau
durch die Hilfe eines Größeren besiegt."

T h o m a s M o r u s (1487-1535), ein englischer Kanzler und Zeitgenosse des Nostradamus, schrieb den ersten staatsphilosophischen Zukunftsroman, "Utopia" genannt. More bringt darin einen kommunistischen Idealstaat zur Darstellung.

J u l e s S i l v e r kommt in seinem Buch "Prophezeiungen bis zur Schwelle des 3. Jahrtausends" (S. 81) zu der Ansicht, dass im Juli des Jahre X ein völlig überraschender Angriff der Sowjetunion auf die Flanken Schweden und Türkei erfolgt, denn diese Zeit, in der sich Millionen in Urlaub befinden, sei die beste Zeit, wie sich in dem Überfall auf die Tschechei erwiesen habe. China könnte, während schwerste Kämpfe in Europa toben, im Iran (Persien) einfallen.

Anfangserfolge der Sowjets sind auch deshalb zu verzeichnen, weil um Berlin eine rote Schlinge liegt, wie A n n a K a t h a r i n a E m m e r i c h (1774-1824) es sah. Nach Brentanos Aufzeichnungen vom 2. September 1822 sah sie ein Schwert über die schlafenden Städte in Russland, Spanien und Italien.

4. D a s E n d e

'= zu Köln am Rhein

So verschieden auch der Kampfverlauf sein mag und natürlicherweise auch unterschiedlich geschildert wird, es steht ohne Frage fest, dass der Westen die Oberhand gewinnt, so dass in Köln am Rhein der Friede gefeiert und die Weihe eines neuen Herrschers vorgenommen werden kann.

Fest steht auch, dass gleich zu Anfang von beiden Seiten Atomwaffen und zwar sowohl Atombomben wie auch Atomkanonen angewendet werden. N o s t r a d a m u s, durch seine Visionen an viel Grausamkeiten gewöhnt, meint dennoch hierzu:

"Blitze in Burgund erzeugt ein ungetümes Ding,
was mit einer Maschine nie möglich sein sollte."

Der kürzeste Weg, um vom Osten her in Burgund eindringen zu können, ist auf dem Landweg von der Tschechei über Regensburg (der M ü h l - H i a s l erwähnt das nahegelegene Straubing), Augsburg, Ulm und Basel und durch die Burgundische Pforte, so dass man entlang dem Juragebirge auf Lyon stoßen kann. Das alles sind nun Orte, die bei N o s t r a d a m u s Erwähnung finden. Er erwähnt Lyon und Ulm, sofern wir ihn recht verstehen, sogar in Verbindung mit der Atombombe. Die Centurie lautet nämlich:

"Nach dem Sieg des Löwen in Lyon
unterhalb des Juragebirges Secatombe.
Die Roten vernichtet und eingeschlossen - sieben Millionen.
Lyon und Ulm, Tod und Grab - ein Mansol."

Stößt der Russe vom oberen Donaulauf aus nordwärts, so fallen ihm Nürnberg und Frankfurt zum Opfer. Von da ab ist es auch bis zu den Industriezentren an Rhein und Ruhr nicht mehr weit. Diese Truppen werden dann wohl auch versuchen, die Verbindung mit den von Norden über Belgien, Holland und Westfalen ihnen entgegen kommenden Formationen aufzunehmen.

So kann also N o s t r a d a m u s berichten:

"Übergesetzt in das ganze Deutschland und
bis Brabant, Flandern, Gent, Brügge, selbst Bologna.
Durch heuchlerisches Handeln wird der Großfürst Armeniens
angreifen Wien und Köln."

Der Schäfer. J a s p e r möchte vom großen Ringen am Rhein hervorheben: "Auch die Polen werden am Kampfe teilnehmen." Leider ist hinzuzufügen - und auch Deutsche. Die Ostzonenbewohner werden im Kampf gegen ihre deutschen Brüder mit den Russen mitmachen müssen.

Wieder einmal ist es N o s t r a d a m u s , der da erklärt:

Die bedrängten Galeeren haben sich. zusammengeschlossen,
denn der schlimmste, größte Feind deckt sich zum Sprung,
die Bedrängten anzufallen. Schlesien (Wratislaw) erzittert,
Lübeck und Meißen entrichten ihr barbarisch Teil."

Zwei deutsche Städte also, die ihr "Kriegsoll" für den Russen entrichten müssen, denn Lübeck liegt an der Zonengrenze und Meißen bei Dresden. Auch die Tschechei wird eine wesentliche Ausgangsstellung des roten Angreifers sein, weshalb die Amerikaner Prag vernichten werden, denn, so sagt der b l i n de J ü n g l i n g : "Die Rache kommt übers große Wasser." "Nach Kriegsende", so meint er weiter, "werden die Vertriebenen aus Böhmen traurig zurückkehren. Aber nur wenige werden es noch sein. Und sie werden einander fragen: Wo hast du gesteckt und wo du? Die Bauern aber werden hinter dem Pflug mit der Peitsche knallen und sagen: Hier hat Prag gestanden."

Der in Köln geborene E i n s i e d l e r A n t o n i u s (* 1820) sieht einen anderen Teil der Ostzonenbewohner, die Preußen, und nennt sie mit den Russen in einem Atemzug, wenn er berichtet;: "Die Franzosen verfolgten die Preußen über den Rhein nach vielen Richtungen hin,. In einer abermaligen Schlacht bei Frankfurt wurden die Preußen wieder geschlagen. Sie zogen sich bis Siegburg zurück, wo sie zu russischen Heere stießen. Die Russen machten gemeinsame Sache mit den Preußen. Mir schien es, dass Österreicher den Franzosen halfen. Die Schlacht bei Siegburg war etwas noch nie Dagewesenes an Schrecklichkeit. Ähnliches wird nie mehr gesehen werden. Nach einigen Tagen zogen sich die Preußen und Russen zurück und gingen eineinhalb Meilen unterhalb Bonn auf das linke Rheinufer. Stetig vom Feind bedrängt, zogen sie sich nach Köln zurück."

L i c h t e n b e r g e r s "Prognosticatio" Spricht von der "Türkenschlacht bei Köln", Wo die "Wüstensöhne, die der Welt Kreise einnehmen", vertilgt werden.

Auch N o s t r a d a m u s weiß davon, dass Frankfurt (Main) wieder zurückerobert werden muss, wenn er schreibe:

"Sobald der Größte sich heftig errungen den Preis
in Nürnberg, in Ausgurg und mit denjenigen Basesls,
Wird durch den Agrippina-Chef Frankfurt zurückgewonnen."

Dass Basel, Augsburg und Nürnberg eher zurückgewonnen werden als Frankfurt am Main, lässt darauf schließen, dass die Rückeroberung ebenfalls wie der russische Angriff des mittleren Heerbanns von Süden aus erfolgt, als gleichsam dem roten Aggressor, nachdem er abgeschnitten ist, in den Rücken fallen wird. Ein in W i s m a r verwahrtes Schriftstück einer alten Weissagung sagt deshalb: "Das Volk des Siebengestirns (Amerika) wird dem bärtigen Volk (Russen) in den Rücken fallen. Der Niederrhein wird erzittern."

Zum Abschluss bringen wir nochmals einen sehr klaren "Frontbericht", wie er in dem sehr lesenswerten Büchlein "Prophezeiungen über das Schicksal Europas" zu finden ist. Die Sammlung P. Ellerhorts gemäß prophezeite ein k a t h o l i s c h e r P f a r r e r im Jahre 1923 Folgendes: "Der Norden Deutschlands wird bolschewisiert werden.

Auch Westfalen wird in die Hände der Bolschewiki gelangen. Es werden dann schwere Kämpfe mit den Franzosen am Niederrhein stattfinden, wobei Köln hart heimgesucht wird. Aus dem Süden Deutschlands wird ein aus Süddeutschen und Österreichern gebildetes Ordnungsheer anrücken, das, anfangs klein, immer mehr Zuzug bekommen wird. Im Verein mit den rheinischen und französischen Truppen wird es die Bolschewiken, Russen und Preußen vollständig niedermachen. Die letzte Schlacht wird zwischen Essen und Münster stattfinden. Hierauf wird zu Köln am Rhein die Krönung des neuen Kaisers, der das Heer angeführt hat, stattfinden durch den Papst, der bei der Revolution in Rom nach der Schweiz entflohen war.

B i r g i t t a von S c h w e d e n (1303-1373) sah Rom durch Feuer und Schwert vernichtet und vom Glut der Priester besudelt.

Dass der Papst in die Schweiz flüchtet und von dort n ach Köln kommt, sagte 1922 auch der Bayer F r a n z K u g e l b e e r mit dem schrecklichen Zusatz: "Mord in. Rom, drei bis vier Meter hohe Berge von Leichen der Geistlichen und Bürger", worauf er den Papst mit zwei Kardinälen über Genua in die Schweiz fliehen sieht.

In den letzten beiden Weltkriegen erfüllte sich das schon 1555 geschriebene Wort:

"Victor puis nay en Armorique terre."
Sieger ist dann einer, geboren auf amerikanischem Boden!

Diesmal aber hat die USA, obwohl si en ach schwersten Verlusten zu den Siegern zählt, dennoch ihre Führung in der Welt endgültig eingebüßt. Sie ist froh, auch durch weitere innere Unruhen erschüttert, sich zurückziehen zu können. Am 14. Mai 1907 sah der Norweger J o h a n s o n , dass die USA noch 5 Kreige führen wird, von denen bis heute 4 Wirklichkeit wurden, nämlich Weltkrieg I und II, der Koreakrieg und der Vietnam-Krieg. Der fünfte und letzte wäre somit der 3. Weltkrieg. Das passt ganz genau z u unserer Vorstellung, dass unter dem Antichristen Amerika wie Russland und England seine Eigenstaatlichkeit verliert, weshalb auch I r l m a y e r meinte, mit England sei es nach dem 3. Weltkrieg vorbei.

Der 1847 in Italien verstorbenen Rosa Kolumba A s d e n t e wurde es deutlich: "Eine große Revolution wird sich über ganz Europa verbreiten. Die Russen und Preußen (DDR) werden Italien mit Krieg überziehen." Das ist in unseren Jahren durchaus denkbar. Schon am 26. November 1970o gab die Tiroler Tageszeitung folgendes Gespräch eines Sowjetdiplomaten wieder: "Tito sei bereits sehr alt. Der jugoslawische Staat werden nach seinem Tode zerfallen. Moskau werde in diesem Falle genötigt sein, ja gebeten werden, in Jugoslawien einzumarschieren und Ordnung zu schaffen. Dann würden die. Sowjetunion und die Länder des Warschauer Paktes an Italien gGenzen und ein weiteres verbleiben Italiens im Atlantikpakt sowie die Anwesenheit der amerikanischen Flotte im Mittelmeer würden sinnlos erscheinen."

Das Rom und Paris vernichtet sind, sah auch der nur 11jährige M a x i m i n Giraud (1835-1875) im Jahre 1846 in La Salette. Die Jungfrau Elisabeth E p p i n g e r (1814-1867) aus Niederbronn, erklärte: "Rom wird das Blut der Priester sehen; Paris wird in Flammen stehen" Pfarrer V i a n n e y von Ars (1786-ö1859) sah Paris verbrannt und geschleift, was im 1. und 2. Weltkrieg bekanntlich ausblieb.

Auch Don Giovanni B o s c o (1815- 1888), Gründer eines Waisenhauses in Turin, sah Paris als Ruinenhaufen. Über Italien sah er, das Geschehen von 1870 inbegriffen, 4 Heimsuchungen kommen, die sich bis auf die letzte bereits erfüllten. Das vierte Geschehen dauert nach seinen Angaben ca. 400 Tage, wovon 200 das Exil des Papstes ausmachen. Alles Ende im April oder Mai. "Die Städte, die Orte und das Land waren an Bevölkerung verringert, die Erde wie von einem Gewitter zerstampft, und die Leute sagten ergriffen: Das ist der Gott Israels!"

Nach dem Urteil von Friedrich Z u r b o n s e n aus dem Jahre 1897 waren die Gesichte des Kleinbauern Wessel Dietrich E i l e r t (1764-1833) von "Wirren politischen Anklängen durchsetzt", weil dieser einen Krieg durch den Osten (Russland) kommen sah, in dem sich Preußen, Österreicher, Franzosen, Spanier und Polen schlagen, und nur wenige Russen die Niederlage überleben. I r l m a y e r sieht "am Rhein einen Halbmond, der alles verschlingen will. Die Hörner der Sichel wollen sich schließen." Er bemerkt dazu, Was das bedeutet, weiß ich nicht."

Es muss ein hartes Ringen, nicht nur im Heiligen Land, sondern auch auf deutschem Boden sein, in dem das Schicksal Europas sich entscheidet. "Erst die dritte Schlacht bei Salzkotten, von der kein Russe zurückkehrt, ist siegreich", berichtet Adalbert K u h n 1859. Auch der einäugige Bauer von E l s e n sah diese Entscheidungsschlacht zwischen Salzkotten und Paderborn.

Der Sieg wird in Köln gefeiert. Der Papst krönt dort einen priesterlich gekleideten deutschen "Kaiser", der etwas lahmt und aus einem alten Bauerngeschlecht stammt. Dieser wird nach den Angaben des S p i e l b ä h n (Rembort) "Ein Jahr und einen Tag regieren. Der nach ihm die Krone Trägt wird der Mann sein, auf den die Welt lange gehofft hat. Er wird ein römischer Kaiser heißen und der Menschheit Frieden geben." Wir nehmen an, dass dies der Antichrist im Jahre 1979 sein wird.

Wir halten es nicht für ausgeschlossen, dass die Jahre 1975 und 1976 auch ohne diesen schrecklichen Krieg vorübergehen könnten, weil er noch ein längeres Vorspiel hat. wir sind in unserer Vorausschau nicht unfehlbar und Gott hat viel Geduld. An den Tatsachen, die gesehen wurden, wird das nicht viel ändern, sie werden dann eben etwas später eintreffen. Sehr richtig erklärte der judenchristliche Baron Albert von Springer im Januar 1975 (J. C. G. S. 7): "Als Julius Cäsar im Jahre 49 v. Chr. mit seinen Truppen den Fluss Rubikon zwischen der Provinz 'Gallia Cisalpina' auf dem eigentlichen Italien überschritt und damit seinen Feldzug gegen Pompejus und den römischen Senat begann, sagte er: 'Alea jacta est' - 'Der Würfel ist gefallen'. Als die versammelten Vertreter der Weltvölker am 21. November 1974 den Terroristen-Führer Yasser Arafat im Glaspalast der Vereinten Nationen in New York mit brausendem Beifall willkommen hießen, war der Würfel gefallen."

Möge, wenn ein so furchtbares Ringen unvermeidlich ist, die Vorhersage D o n G i o v a n n i B o s c o s , der ebenfalls den greisen Papst aus Rom flüchten sieht, in Erfüllung gehen: "Noch bevor zwei Vollmode seit dem Blütenmond verstrichen sind, wird der Regenbogen des Friedens über der Erde erscheinen." Möge weiterhin der fromme E i n s i e d l e r A n t o n i u s Recht behalten, dass so etwas nie mehr in Deutschland gesehen wird!

VII. Sehet und erschrecket nicht

Wir haben über 100 Personen genannt, die wie bei einem Puzzle in vielen Einzelheiten ein Bild des Anfangs des Zorntages geben, das in den Grundzügen mit der Bibel übereinstimmt. Es kann deshalb keine aufgeschreckte Phantasterei, sondern nur eine Warnung sein. Mehr als 70 Quellenangaben ersparen wir uns, das die Absicht war, diese Stimmen nur einmal zu Gehör zu bringen, und nichts darüber hinaus. "Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Kriegen", so hat der Herr Jesus auf dem Ölberg zu seinen Jüngern gesprochen. dAs war keine interessante Diskussion von Dingen, die geschehen könnten, wie sie jene zu lieben pflegen, die außerhalb einer solchen Drangsal stehen. Es ging also nicht nach dem Motto gelangweilter Bürger oder gerissener Konjunkturritter:

"Nicht Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertage,
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit in der Türkei,
Die Völker aufeinanderschlagen." (Goethe, Faust I.)

Worüber nun Jesus Christus den sonst undurchsichtigen Schleier der Zukunft lüftete, war die Existenzfrage des jüdischen Volkes. Es betraf das Gericht Gottes über das Liebste, was ein frommer Israelit auf Erden hatte: Jerusalem und den Tempel. Von diesem ergreifenden Schmerz aus wollen die Enthüllungen des Herrn in Mt 24 verstanden werden.

Und nun als Wort zu unserer Lage: Es ist wahr, dass die Glieder der Gemeinde Jesu k ein irdisches Gottesreich wie Israel besitzen, sondern sie sollen wie der unbeschnittene Abraham "sich genügen lassen zu bekennen, dass sie Gäste und Fremdlinge auf erden sind." (Hebr 11:13). Kann aber darum die Christen unserer Tage der Untergang des Abendlandes unberührt lassen? Bei aller Sehnsucht nach oben, glückseligen Jenseitshoffnung und für rechte Nachfolger des. Auferstandenen auch überwiegenden Himmelsverheißungen, kann und darf das Geschehen hier unten niemand gleichgültig sein.

Nach zwei so kurz aufeinander folgenden Weltkriegen sehnt sich das Herz eines jeden aufrechten Menschen nach einem friedlichen Aufbau der Wohn- und Arbeitsstätten und en Einbau eines bescheidenen Glücks in Freiheit und Zufriedenheit. Darf es denn für unsere Generation kein ruhiges und stilles Leben geben? Ja, wir dürfen darum beten und sind als echte Christen geradezu verpflichtet, dies zu tun, wohl wissend, dass ein solches Leben nur in Frömmigkeit und Ehrbarkeit möglich ist (1Tim 2:2). Wie aber ist es zu dieser Zeit damit bestellt? Gelten Frömmigkeit und Ehrbarkeit gemeinhin nicht als wertlose und verstaubte Reste einer überholten Zeit? Sind nicht Sünde, Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit übermächtig geworden? "Darum muss dies alles (die Kriege betreffend) geschehen. Sehet und seid nicht bestürzt!" (Mt 24:6). Das ist das recht Wort, das der Meister Seinen Jüngern auch heute zu sagen hat.

S e h e t !

Wir Menschen sind von Natur aus immer dazu geneigt, den unangenehmen Dingen gegEnüber Vogel-Strauß- und Beschönerungspolitk zu treiben. Dazu stellen sich immer falsche Propheten ein, die selbst dem Lästerer versichern: "Der Herr hat's gesagt, es wird euch wohlgehen" und "Es wird kein Unglück über euch kommen." Ab er das Gegenteil ist der Fall! "Es wird ein schreckliches Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf fallen" (siehe Jer 23:16-22; Ps 11:6).

Selbst der Herr Jesus war für viele ein solch unangenehmer Prophet, der da sagte: Sofern ihr nicht Buße tut, werdet ihr ebenso umkommen wie jene aufständischen, unter denen Pilatus den Siloahturm zum Einsturz brachte oder jene, deren eigenes Blut mit dem ihres Opfertieres vermischt wurde. (Lk 13:1-5).

Nicht die Augen verschließen und sich ducken, sondern die Augen weit öffnen, um zu erkennen, was zu unserem Frieden dient und dann Haupt, Herz und Hände. zum Herrn erheben, das ist das Gebot der Stunde! Dann nahet Erlösung!

E r s c h r e c k e t n i c h t !

"Du brauchst keinen plötzlichen Schrecken zu fürchten, auch nicht den Sturm der Gottlosen, wenn er kommt, denn der Herr wird deine Zuversicht sein!" (Spr 3:25). Das kann man doch nur zu solchen sagen, die gewillt sind, auf den Herrn zu hören, die Ihn lieben und sich gerne von Ihm warnen lassen. Diese darf nichts erschrecken, weil nicht einmal ein unvermeidbares Unglück sie unvorbereitet überfällt.

Zu einer rechten Vorbereitung wollen auch die vorliegenden Ausführungen aufrufen. Wer die hier mitgeteilten Weissagungen nicht erleben braucht, und sei es selbst dadurch, dass das angegebene Ereignis, der Ort oder die Zeit nicht zutrafen, der höhne nicht über den unterlaufenen Irrtum, sondern danke Gott für die zuteil gewordenen Verschonung und bedenke wohl, dass auch dann noch nicht aller Tage Abend ist. Es wird sicherlich, selbst bei der größten Verzögerung, noch alles eher kommen als uns lieb ist. Wen es dann aber trifft, der gedenke in seiner schweren stunde des besten, sichersten und treusten Beistandes: Jesus Christus, des Gekreuzigten und Auferstandenen - und er wird nie verlassen oder trostlos sein.

vor allem aber ist es ratsam, bezüglich der Zukunft zu beten und zu wachen. Die da ernstlich gebetet und gewacht haben, sind auch im Tal der Todesschatten nicht bestürzt, denn sie wissen: "Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen!" Durch Christus haben wir ewiges Leben. Wer oder was kann uns da trennen von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist? Weder Drangsale noch Druck, Verfolgung, Hunger, Blöße, Gefahr oder Schwert! (Röm 8:28-39). Und der Christ des zwanzigsten Jahrhunderts kann und darf hinzufügen: Auch keine Atombombe kann uns von dieser unaufhörlichen Gottes liebe trennen!

In einem Artikel über Wasserstoffbombe und Weltende schreib einmal O . H. Fleischer: "Nachdem die Atombombe in weniger als einem Jahrzehnt schon durch die Hydrogenbombe überholt ist, die ein Vielfaches ihrer Zerstörungskraft besitzt, ist es psychologisch sehr verständlich, dass der Gedanke umgeht, jetzt könne der Mensch das Ende der Welt herbeiführen." Der Verfasser, der daraufhin auf "Angstkurzschlüsse" zu sprechen kommt, schließt mit folgendem beherzigenswerten Ergebnis: "Die Welt ist aus Gottes Hand hervorgegangen, und sie kehrt nirgends woanders hin zurück, als dahin. Ihr Irrweg in Abfall, Bosheit und Hässlichkeit, in Not und Schmerzen und Sterbenmüssen, ist nicht das letzten, sondern das vorletzte Wort über sie. Das letzte Wort über sie steht in der Geschichte ihres Ursprunges und heißt: Und Gott sah an alles, was ER gemacht hatte, und siehe da, es war sehr gut. dAbei bleibt es in alle Ewigkeit. Nach der Lehre der christlichen Kirche wird das Jüngste Gericht, das endgültige Wiederzurechtsetzen aller Dinge, nach dem ende der Geschichte durch den besorgt werden, durch den alle Dinge gemacht sind. Der Schöpfer, der Erlöser und der Richter sind ein und derselbe! Das Ende der Welt ist nicht ihr 'Untergang' oder ihre 'Zerstörung', sondern ihre Zurückbringung, ihre Wiederherstellung zu ihrer Eigentlichkeit und Schönheit zu der Fehlerlsoigkeit, die 'sehr gut' ist ("Christ und Welt 1953, Nr. 40).

Vor diesem Erlösungszustand ist vorerst noch viel Schreckliches, was Gott zur Warnung manche gläubige Seele im voraus sehen ließ - und dennoch oder gerade deshalb gilt hier des Herrn Wort: "Seht und seid nicht bestürzt!" Nicht bestürzt sind wir dann, wenn wir nicht allein die Schrecken der Endzeit, sondern vor allem das ziel des Endes gewahren: Gott, welcher der allmächtige und Allgütige zugleich ist. Doch wer da meint fragen zu müssen: Warum benutzt Gott keinen anderen Weg zu dem herrlichen Ziel und will die Grausamkeiten der Geschichte nicht verhüten?, dem müssen wir sagen: Wer von Gott nichts wissen will, der steht, ob er es ahnt oder nicht, in der Gemeinschaft des Widersachers und wird mit diesem den Ertrag des Ungehorsams ernten. Er muss des Teufels Bosheit und Gottes Allgewalt erfahren, der den Trotzigen in die Hände des Bösen fallen lassen kann. Doch wo Gottes Macht gewaltet, da wird auch seine Güte wirken. Gott führt den Unbußfertigen in die Hölle und die tiefste Verlassenheit der Todeszelle. Aber Er führt auch wieder heraus. darum heißt es von dem, der die Barmherzigkeit selber ist:

"Heimstatt gibt Gott den Verlassenen.
Die Gefangenen führt er zur Freiheit.
Doch die Trotzigen bleiben im Dürrland."

Aber dieses In-der-Dürre-bleiben-müssen wird nur solange währen, wie man in Trotz verharrt. David zweifelte nicht, dass Gottes Gnadensonne auch das härteste Eis zu schmelzen vermag, daraum kann er mit den geradezu ungeheuerlichen Worten fortfahren:

"Auch Trotzige wohnen bei Gott, dem Herrn.
Gepriesen sei der allmächtige!
Tagtäglich trägt uns
Gott, unser Heiland.
Gott ist ein helfender Gott.
Bei Gott, dem Herrn,
Seine Auswege noch aus dem Tod."
Ps 68:7.19-21 nach der katholischen Übersetzung von Eugen Henne.)

Weil Gott nicht nur einen, sondern viele Ausgänge aus dem Tod hat, darum erschreckt auch keiner Seiner Heiligen, wenn der gerechte neben dem Ungerechten, obwohl Gott es verhüten könnte, dennoch vom gleichen Schwert und von der gleichen Bombe hingerafft wird.

Als einst der fromme Bruder Hepidanus über die Schwere der von ihm geschauten zukünftigen Ereignisse erschrak und laut klagend sprach: "oh, warum ist denn das Menschengeschlecht verflucht zu solchem Geschick? Weshalb ist es mit größerem Elend geschlagen als das flüchtige Wild des Feldes? Kann denn der Allmächte solche Leiden nicht abwenden?" Da erhielt er die göttliche Antwort: "Warum wird das Samenkorn in die erde gelegt und weshalb bedeckt der Schnee die Fluren des Feldes?"

Unser Erlöser sprach über Sein Golgatha. "Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, sonst bleibt's allein. Wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte" (Joh 12:24). Und uns gilt das Wort: "Haben wir des Leidens Christi viel, also werden wir auch den überfließenden Trost Christi haben!" (2Kor 1:5).

Gottlob, wir dürfen auch einer gräulichen Zukunft ruhig entgegensehen, wenn wir auf I h n schauen, denn welche auf Ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zuschanden" (Ps 34:6).

Der Herr hat gerade für das G eschlecht der Endzeit nichzt nur deren Schrecken,sondern auch ieles überaus Erquickende vorgeshen. So die von allen Gotteskindern begehrte Entrückung, die Ausauferstehung, die Verwandlung unda ls krönenden Abschluss die glorreiche Erscheinung christi. Nicht auf d a s was kommen wird, sondern auf D e n, der da kommen wird, sei unser ganzes Augemerk gerichtet. Wer das erleben darf, der sei auch bereit, mit dem dann bekehrten Bundesvolk zu sprechen: "Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!" (Mt 23:39).

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E. Der Messias und der Sohn des Verlorenseins