Mt 14:30
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Grundtexte
GNT Mt 14:30 βλέπων δὲ τὸν ἄνεμον ἰσχυρὸν ἐφοβήθη καὶ ἀρξάμενος καταποντίζεσθαι ἔκραξεν λέγων κύριε σῶσόν με
REC Mt 14:30 βλέπων +991 δὲ +1161 τὸν +3588 ἄνεμον +417 ἰσχυρὸν +2478, ἐφοβήθη +5399 καὶ +2532 ἀρξάμενος +756 καταποντίζεσθαι +2670, ἔκραξε +2896, λέγων +3004, Κύριε +2962, σῶσόν +4982 με +3165.
Übersetzungen
ELB Mt 14:30 Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich!
KNT Mt 14:30 Doch als er den starken Wind sah, fürchtet er sich und begann zu versinken. Da schrie er: Herr, rette mich!
ELO Mt 14:30 Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach:
LUO Mt 14:30 +1161 Er sah +991 (+5723) aber einen starken +2478 Wind +417; da erschrak +5399 (+5675) er und +2532 hob an +756 (+5671) zu sinken +2670 (+5745), schrie +2896 (+5656) und sprach +3004 (+5723): HERR +2962, hilf +4982 (+5657) mir +3165!
PFL Mt 14:30 Erblickend aber den Wind, fürchtete er sich und fing an, unterzusinken im Meer und schrie: Kurios, rette mich!
SCH Mt 14:30 Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich!
MNT Mt 14:30 Sehend +991 aber den [starken +2478] Wind, +417 fürchtete +5399 er sich, +5399 und beginnend +757 zu sinken, +2670 schrie +2896 er, sagend: +3004 Herr, +2962 rette +4982 mich!
HSN Mt 14:30 Als er aber den Sturmwind verspürte26, fürchtete er sich, und zu sinken beginnend schrie er: Herr, rette mich!
WEN Mt 14:30 Als er aber den starken Wind erblickte, fürchtete er sich. Und als er anfing hinabzusinken, schrie er und sagte: Herr, rette mich!
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Erste Gedanken
Informationen
🪔 Wenn der Glaube wankt – und Christus doch hält - (Ps 37:23-24 & Mt 14:30-31 (D. Muhl)
Fußnoten aus HSN
26 w. den starken Wind sah
Interlinear-Übersetzung
| Grundtext | Transliteration | Übersetzung | Strong-Nr. |
|---|---|---|---|
| βλέπων | blepōn | sehend, erblickend | G991 |
| δὲ | de | aber, und | G1161 |
| τὸν | ton | den (Artikel) | G3588 |
| ἄνεμον | anemon | Wind | G417 |
| ἰσχυρὸν | ischyron | stark, heftig | G2478 |
| ἐφοβήθη | ephobēthē | er fürchtete sich | G5399 |
| καὶ | kai | und | G2532 |
| ἀρξάμενος | arxamenos | anfangend, beginnend | G756 |
| καταποντίζεσθαι | katapontizesthai | zu sinken, unterzugehen | G2670 |
| ἔκραξεν | ekraxen | er schrie | G2896 |
| λέγων | legōn | sagend, sprechend | G3004 |
| Κύριε | Kyrie | Herr | G2962 |
| σῶσόν | sōson | rette | G4982 |
| με | me | mich | G3165 |
Versanalyse & Erläuterungen
Grammatische Analyse
βλέπων (blepōn) – Partizip Präsens Aktiv von βλέπω: Petrus sieht den Wind, während er auf dem Wasser geht. Das Partizip zeigt die Gleichzeitigkeit der Handlung.
ἐφοβήθη (ephobēthē) – Aorist Passiv Indikativ von φοβέομαι: "er wurde fürchten gemacht" oder "er fürchtete sich". Das Passiv deutet an, dass die Furcht durch äußere Umstände ausgelöst wurde.
ἀρξάμενος καταποντίζεσθαι – Partizip Aorist + Infinitiv Präsens Passiv: "anfangend zu sinken". Das Passiv zeigt, dass Petrus vom Wasser überwältigt wird.
ἔκραξεν (ekraxen) – Aorist Aktiv von κράζω: ein lauter, dringlicher Schrei in Not.
σῶσόν με – Imperativ Aorist von σῴζω + Akkusativ: "rette mich!" Die Aoristform betont die Dringlichkeit und Unmittelbarkeit der Bitte.
Theologische Hintergründe
Der Blick auf die Umstände statt auf Jesus: Solange Petrus auf Jesus schaute, konnte er auf dem Wasser gehen (Mt 14:29). Als er jedoch auf den Wind blickte, begann er zu sinken – ein Bild für den Glauben, der schwankt, wenn wir uns von Umständen ablenken lassen (Hebr 12:2).
Furcht verdrängt Glauben: Die Furcht vor dem Sturm führte zum Versinken. Dies zeigt die Spannung zwischen Glauben und Furcht (Mk 4:40 / 1Jo 4:18).
Der Schrei nach Rettung: Petrus' kurzes Gebet "Herr, rette mich!" ist ein Muster für echtes Flehen in Not – direkt, ehrlich und auf Jesus gerichtet (Ps 50:15 / Röm 10:13).
Jesu sofortige Rettung: Jesus reagiert unmittelbar (Mt 14:31), was seine Treue und Bereitschaft zeigt, auch den schwachen Glauben zu stützen (Jes 41:13).
Praktische Anwendung
Dieser Vers fordert uns heraus, unseren Blick auf Jesus gerichtet zu halten, besonders in stürmischen Zeiten. Wenn wir anfangen zu "sinken", dürfen wir wie Petrus zu Jesus rufen – er ist immer nahe, um uns aufzufangen.
Parallelstellen
- Glaube und Furcht: Der Kontrast zwischen Glauben und Furcht (Mk 4:40 / Mt 8:26)
- Auf Jesus schauen: Den Blick auf Jesus gerichtet halten (Hebr 12:2 / Ps 25:15)
- Rufen in der Not: Gott in der Bedrängnis anrufen (Ps 50:15 / Ps 107:28 / Röm 10:13)
- Kleingläubigkeit: Jesu Reaktion auf schwachen Glauben (Mt 14:31 / Mt 6:30 / Mt 8:26)
- Gottes Rettung: Gott rettet die, die zu ihm rufen (Jes 41:13 / Ps 34:18 / Ps 145:18)
- Petrus auf dem Wasser: Kontext der Erzählung (Mt 14:28-29)
