Der 1. Korintherbrief - Kapitel 15: Unterschied zwischen den Versionen

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:'''''"Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. Und wenn Christus nicht auferweckt worden ist, so ist ja unsere Heroldsbotschaft inhaltslos und inhaltslos auch euer Glaube."'''''
:'''''"Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. Und wenn Christus nicht auferweckt worden ist, so ist ja unsere Heroldsbotschaft inhaltslos und inhaltslos auch euer Glaube."'''''


Paulus regt jetzt das Denkvermögen der Korinther an, denn es ist eine Schwachstelle vieler Menschen, dass sie eine Sache nicht bis zum Schluss durchdenken, sondern mitten auf dem Weg des Denkprozesses stehen bleiben. Das war auch der Fehler einiger in der Gemeinde und der Apostel zwingt sie jetzt zum unausweichlichen Durchdenken, und kommt zu dem Ergebnis, welches unser Leitvers beinhaltet!
Die Auferweckung Christi ist eine geschichtliche Tatsache, durch viele Zeugnisse erhärtet. Einige Korinther suchten trotzdem einen Ausweg, indem sie zwar die leibliche Auferweckung Christi irgendwie akzeptieren, aber eine allgemeine leibliche Totenauferweckung leugneten. Das ist unlogisch un dnicht zu Ende gedacht: Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann gilt dies auch für Christus! Was wäre dann der Glaube noch wert?
Wir warten doch alle, liebe Geschwister, mit großer Sehnsucht auf unseren Herrn. Wäre er tot, worauf sollten wir warten? All unser Glaube, unsere Sehnsucht, alles wäre doch grundlos, inhaltlos und kraftlos! Und wenn es für uns keine Auferweckung gäbe, wozu und warum würden wir dann auf so viele irdische Dinge verzichten? Ja würden sogar Leiden auf uns nehmen?
Nein, unser Haupt lebt Er ists der Erstgeborene aus den Toten, so dass Er in allem der Erste werde (gem. [[Kol 1:18]])! Und wenn es einen "Ersten" gibt, dann muss es auch "weitere" geben, die Ihm aus den Toten folgen - wie glücklich darf es uns machen, dass uns niemand diese Gewissheit rauben kann!<br/><br/>
===1Kor 15:15===
:'''''"Dann werden wir auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir gegen Gott bezeugen, dass Er Christus auferweckt hat, den Er demnach nicht auferweckt hätte, wenn nämlich Tote nicht auferweckt werden."'''''
Paulus führt den Korinthern eine weitere Konsequenz ihrer ablehnenden Haltung in Bezug auf die Totenauferweckung vor Augen: Dann wären ja auch die Vorsteher der Gemeinde, ja Paulus selbst falsche Zeugen wider Gott - dies trauten sie aber selbstverständlich dem Apostel und all den übrigen Zeugen nicht zu; bis zu dieser äußersten Konsequenz hatten sie diese Sache nicht durchdacht! Diese fehlende Schlusslogik ist vielfach auch die Ursache für falsche Lehrmeinungen; wie oft wird doch den Aussagen Pauli widersprochen ohne dabei zu bedenken, dass man damit den Apostel Paulus als Lügner darstellt!
Aber was ist diese kümmerliche Leugnung einiger Korinther gegen die gewaltigen Worte in [[Eph 1:19]] ff. "... damit ihr wissst ... was die alles übersteigende Größe Seiner Kraft ist (für uns, die wir glauben), gemäß der Wirksamkeit der Gewalt Seiner Stärke, die in Christus gewirkt hat, als Er Ihn aus den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten inmitten der Überhimmlischen setzte, hocherhaben..." Diese Worte enthalten in ihrer Kürze eine solche geballte Masse an Wucht und Herrlichkeit, dass wir sie erst einige Male lesen müssen, bis wir sie etwas verstehen können! Gottes Kraft ist von so "alles übersteigender Größe", dass es uns Menschen nicht möglich ist, sie mit unserem menschlichen Verstand zu erfassen! Und doch gibt uns Sein Geist nicht nur geistliche Weisheit, sondern auch geistliche Enthüllung zur Erkenntnis Seiner Selbst, was nichts weniger bedeutet, als dass uns der Vater in Sein Herz schauen lässt! Und dieser Blick zeigt uns nicht nur die Liebe zu Seinem Sohn, den Er hocherhaben über alles gesetzt hat, Er zeigt uns auch Seine Liebe zu uns, die wir in Christus, Seinem Sohn sind und in Ihm eine Körpergemeinde darstellen!<br/><br/>
===1Kor 15:16-17===
:'''''"Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube nichtig, und ihr seid noch in euren Sünden."'''''
Paulus geht mit seiner Konsequenz noch einen Schritt weiter, für die Korinther wiederum ein ganz neuer Gesichtspunkt: Ohne die Auferweckung Christi ist nicht nur ihr Glaube nichtig (inhaltslos), sie wären dann auch noch in ihren Sünden!
Wir können jetzt mit einer berechtigten Logik fragen: Christus starb doch für unsere Sünden - folglich müssten dann diese mit Seinem Tod doch zumindest getilgt sein! Hätte Sein "Nicht auferweckt werden" die Sündenvertilgung denn rückgängig gemacht? Hilfreich ist uns bei der Antwortfindung ein Wort in [[Röm 4:25]]: "Gott ... der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten aquferweckt hat, Ihn,der um unserer Kränkungen willen dahingegeben und <u>um unserer Rechtfertigung willen</u> auferweckt wurde". Hier wird also getrennt zwischen
:a) Jesu Tod um der Sünde willen, und
:b) Seiner Auferweckung um unserer Rechtfertigung willen.
Ersteres verstehen wir wohl alle, aber was bedeutet "Rechtfertigung" für uns"?
"Rechtfertigung" ist nicht dasselbe wie "Sündenvergebung", sie bedeutet vielmehr, dass Gott als höchster Richter im All uns für <u>gerecht</u> erklärt! Ein Beispiel mag uns hier weiterhelfen: Ein Dieb wird überführt und vor Gericht gestellt. Während der Verhandlung stellt sich heraus, dass ein guter Freund des Diebes die gestohlene Summe zurückbezahlt hat - die Straftat des Diebes ist also getilgt! Der Richter kann jetzt den Dieb "begnadigen", doch der Makel eines Diebes haftet ihm trotzdem an ! So, liebe Geschwister, wäre unser Stand nach Jesu Tod! Wir wären begnadigte Sünder - ein stand, mit dem wir vielleicht meinen, zufrieden sein zu können! Denken wir heute einmal intensiv darüber nach!<br/><br/>
===1Kor 15:17===
:'''''"Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube nichtig, und ihr seid noch in euren Sünden."'''''
Wir gehen anhand unserem gestrigen Beispiel des vor Gericht stehenden Diebes einen Schritt weiter: Der Richter begnadigt den Dieb nicht nur, nein, er macht das menschlich eigentlich Unmögliche, er spricht ihn vollkommen frei von aller Schuld und sein Rechtsspruch lautet "<u>'''Nicht schuldig'''</u>! Merken wir, liebe Geschwister, den Unterschied zwischen "begnadigt" und "nicht schuldig"?
Auf unser Leitwort umgesetzt bedeutet dies: Wir können zwar von der Strafe für unsere Sünden befreit sein, weil ein anderer bezahlt hat, und trotzdem sind und bleiben wir moralisch Sünder, schließlich haben wir ja die Sünden begangen, sind also trotz Bezahlung noch in ihnen! Lasst uns dieser Tatsache so richtig bewusst werden!
Wenn nun aber nicht nur für unsere Sünden bezahlt wurde, sondern wir weit darüber hinaus auch noch als "<u>nicht schuldig</u>" erklärt werden, so ist dies ein Stand für uns, als hätten wir <u>'''nie (!)'''</u> in unserem Leben gesündigt!" Lasst uns auch hier kurz innehalten, liebe Geschwister und die Ungeheuerlichkeit dieser Sache bedenken!
Man hat für diese Wahrheit kaum Worte! Christi Auferweckung hat für uns einen vollkommenen Freispruch von aller Schuld zur Folge, Gott Selbst macht un sin Christus unbeschuldbar, weil Er Christus zu unserer Gerechtigkeit gemacht hat (siehe [[1Kor 1:30]]). Christus starb für unsere Sünden und wurde auferweckt, weil durch Sein Opfer alle Rechtsforderungen erfüllt wurden, Er wurde um unserer Rechtfertigung willen auferweckt ([[Röm 4:25]]). In der Folge gibt es aber noch eine herrliche Tatsache: Wir dürfen von nun an als "Gerechtfertigte" auch <u>'''Frieden'''</u> mit Gott haben (lies [[Röm 5:1]]). Welch eine gewaltige Wahrheit steht hier im Glauben vor uns!!!<br/><br/>
===1Kor 15:18-19===
"'''''Dann sind ja auch die in Christus Entschlafenen umgekommen. Wenn wir nur für dieses Leben unsere Erwartung auf Christus gesetzt haben, sind wir die erbarmungswürdigsten unter allen Menschen."'''''


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Die Auferstehungshoffnung und die Eigenart der Auferstehung 35-54<br/><br/>
Die Auferstehungshoffnung und die Eigenart der Auferstehung 35-54<br/><br/>
Lobpreis Gottes im Blick auf die Auferstehungshoffnung 54-58<br/><br/>
Lobpreis Gottes im Blick auf die Auferstehungshoffnung 54-58<br/><br/>

Version vom 10. September 2023, 19:02 Uhr

Abschrift: Die Korintherbriefe Band I - IV (2007)
aus der Reihe "Christi unausspürbarer Reichtum"
von Gerhard Groß (+ 2022)

Mit freundlicher Erlaubnis von Gerhard Groß, Balingen
Band I, III und IV sind als Schrift noch erhältlich

siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis

In Bearbeitung:

Der 1. Korintherbrief - Kapitel 15

Die Auferstehungshoffnung und die Zeugen der Auferstehung Christi
Die Auferstehungshoffnung und die Eigenart der Auferstehung
Lobpreis Gottes im Blick auf die Auferstehungshoffnung


Das grundlegende Evangelium des Paulus

1Kor 15:1

"Ich mache euch aber, meine Brüder, das Evangelium bekannt, das ich euch verkündigte, das ihr auch angenommen habt in welchem ihr auch steht,"

Es scheint und zuerst einmal, als ob Paulus mit diesem neuen Kapitel auch ein ganz neues Thema beginnt, das mit dem vorherigen in keinerlei Zusammenhang steht - dies aber würde der uns bekannten Art eines Briefes widersprechen, auch der Brief Pauli. In all seinen Briefen finden wir ein Hauptthema, auch unser erster Korintherbrief macht hier keine Ausnahme. Wenn wir nämlich all die bisherigen Kapitel zurückverfolgen, stellen wir fest, dass es gemäß 1Kor 1:9 um die Berufung zur Gemeinschaft mit Seinem Sohn Jesus Christus geht; dies ist aus der ganzen Struktur dieses Briefes ersichtlich. Der Apostel zeigt durch die einzelnen Kapitel hindurch, wie von dieser Gemeinschaft aus das Glaubensleben in der jungen Gemeinde in Korinth bestimmt wird und beleuchtet das Thema von allen Seiten. Nur eine durch den Geist regierte und auf den Sinn seiner Berufung vorbereitete Gemeinde kann auch in jenem Glaubensgut wachsen, das ihr als zukünftige Aufgabe in den überhimmlischen Regionen bestimmt ist.

So ist nun auch das 15. Kapitel kein aus dem Zusammenhang gerissener Anhang in diesem Brief, sondern die Fortführung der großen Linie der Berufung in die Gemeinschaft mit Christus, und dies mit herrlichsten Ausblicken!

Das Hauptthema in diesem 15. Kapitel ist die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen und die Todesüberwindung. Zunächst aber geht es in den Verse 1-2 um das grundlegende Evangelium des Paulus. Nehmen wir also in diesem Sinn heute das schon behandelte und passende Wort mit in den Tag: "Gemäß der mir von Gott gegebenen Gnade lege ich (Paulus) als weiser Werkmeister den Grund, ein anderer aber baut darauf weiter. Ein jeder aber gebe Obacht, wie er darauf baue! Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, und der ist Jesus Christus (1Kor 3:10-11).

Diesen Grund, mit welchem wir gestern abgeschlossen haben, ließ Gott durch einen Mann legen, der, menschlich gesehen, zunächst alles andere als dafür geeignet erschien: Paulus, vormals Saulus! Dieser Grund, gelegt durch einen weisen Werkmeister, ist ein neues Evangelium, welche sich sehr deutlich von dem be reits vorhandenen und von Petrus vertretenden Evangelium unterschied. Damit sind wir an der wohl wichtigsten Weichenstellung angelangt, welche die Körpergemeinde beachten muss: Betritt sie die Schiene des "Evangeliums des Petrus (er steht für Israel und für die Körpergemeinde), oder bemerkt und beachtet sie, das durch den Apostel Paulus ein neues zweiten Evangelium enthüllt wurde, welches an alle Nationen gerichtet ist und weg von der Erde auf eine überhimmlische Berufung weist!

Bist du, lieber Bruder, liebe Schwester, auf dem richtigen Geleise? Hast du erkannt, dass dich nur Paulus über das erleuchten kann, was die Verwaltung des Geheimnisses betrifft, das von den Äonen an in Gott verborgen gewesen war, der das All erschaffen hat, damit nun durch die herausgerufene Gemeinde den Fürstlichkeiten und Obrigkeiten inmitten der Überhimmlischen die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde... (gem. Eph 3:8 ff)? Nicht bei Petrus, also auch nicht in den vier sogenannten Evangelien oder in anderen T eilen der Schrift finden wir das, was Paulus als Geheimnis enthüllt wurde!

Zuerst also ein großes Lob an die Korinther! Sie hatten das neue Evangelium, das Paulus verkündigte, angenommen, ja mehr noch: Sie standen auch darin, wenn auch, wie wir ja sahen, noch mit Mängeln. Entscheidend war die Weichenstellung, und die war in Korinth richtig, die Richtung stimmte also!

1Kor 15:2

"durch welches ihr auch gerettet werdet, wenn ihr das Evangelium in der Ausdrucksform festhaltet, in der ich es euch verkündigte, außer wenn ihr nur zum Schein glaubt."

Der erste Teil unseres Leitverses macht uns etwas Problem, denn wir gehen ja immer davon aus, dass wir nicht erst gerettet werden, sondern gemäß Eph 2:8 bereits in der Gnade Gerettete sind! Ersteres wäre noch Zukunft, das Wort im Epheserbrief hingegen stellt unsere Rettung als unverrückbare Tatsache in die Gegenwart. Wir lösen das Problem mit der Aussage in Phil 3:20, wo geschrieben steht, dass wir den Retter aus den Himmeln erwarten, den Herrn Jesus Christus! Unsere Rettung in der Gnade steht also nach wie vor für uns im Glauben felsenfest, wiewohl die buchstäbliche Durchführung erst geschieht, wenn unser Herr gemäß 1Thes 4:13-18 zur Entrückung aus den Himmeln erscheint.

'Beachten wir auch hier das neue Evangelium des Paulus: Weder der Herr Selbst während Seiner Erdenzeit, noch Seine Jünger erwähnen im Geringsten etwas von einer Entrückung der Gemeinde in den Himmel! Vielmehr lehrt das gesamte AT, sowie das NT (außer den Paulusbriefen), dass der Herr zwar auch wiederkommt, aber auf den Ölberg in Jerusalem, und dies zur Aufrichtung des Tausendjahrreiches auf der Erde! Die richtige Weichenstellung, von der wir gestern sprachen, beinhaltet folglich auch die richtige Erwartung des Herrn! Halte ich Ausschau, wann gemäß Sach 14:4 Seine Füße auf dem Ölberg, der vor Jerusalem liegt, stehen werden, oder freue ich mich auf Sein Erscheinen zur Entrückung, mehr noch, habe ich Sein Erscheinen. gemäß 2Tim 4:8 lieb?

Ja, liebe Geschwister, welch einen unermesslichen Schatz haben wir doch in der Tatsache, dass wir zum einen "Gerettete" sind, und zum anderen unsere Rettung durch den Retter erwarten dürfen, der zum vom Vater festgesetzten Zeitpunkt aus den Himmeln kommen wird, um uns zu sich zu holen, und dies für alle Zeit!

"... wenn ihr das Evangelium in der Ausdrucksform festhaltet..." diese Worte haben einen traurigen Unterton, lässt Paulus doch hier die Möglichkeit zu, dass an seinem Evangelium nicht festgehalten wird! Die Frage erhebt sich: Wie käme ich dazu?

Das einfachste Beispiel ist die Gemeinde der Galater. Gleich im ersten Kapitel (Verse 6 ff) stellt Paulus erstaunt fest, wie schnell sich die Galater von seinem Evangelium, welches sie in Christi Gnade berufen hatte, zu einem andersartigen Evangelium umstellen ließen. Da es damals neben dem von Paulus verkündigten Evangelium ja nur noch das Königreichsevangelium, gerichtet an Israel und vertreten durch die Jünger Jesu, an deren Spitze Petrus stand, gab, ist das andersartige Evangelium leicht erkennbar! Und was ist an diesem so andersartig?

Pauli Evangelium beruft in Christi Gnade! In der Gnade sind wir ausnahmslos "Gerettete"! Dieser Rettung kann nichts Menschliches (also keinerlei Werke) hinzugefügt werden! Das Königreichsevangelium hingegen erfordert menschliche Werke! Ohne diese Werke ist der Mensch nicht gerechtfertigt (lies Jak 2:24). Die List Satans besteht darin, an den menschlichen Ehrgeiz zu appellieren: "Du bekommst nicht alles geschenkt! Du musst auch etwas dafür tun!" Und dieses "Tun" kommt den Menschen sehr entgegen!!!

"Festhalten" an dem, wie Paulus es verkündigt hat, bedeutet, dass wir fest in der Gnade stehen bleiben, die "überströmend" ist! Und "überströmend" heißt ja auch, dass unsere täglichen Kränkungen hinweggespült werden. welch ein befreiender, ja beglückender Zustand!

Wir brauchen noch einen weiteren Tag für diesen Vers 2, weil in ihm soviel Entscheidendes liegt!" Bedenken wir: Wenn wir der absoluten Gnade, in der wir ja gerettet sind, auch nur eine Winzigkeit "Eigenes" beifügen wollen, nehmen wir dieser Gnade die Absolutheit!!! Und genau dies taten ja die Galater!

Der ganze Galaterbrief steht unter dem Motto "frei vom Gesetz", weil sich die Galater freiwillig unter das Gesetz begaben; und das Gesetz fordert Werke! Die Galater fielen also von der Gnade ab ins Gesetz! Hier haben wir eines der größten Einfallstore des Widerwirkers!

Viele haben inzwischen Pauli Evangelium der Gnade verlassen uind sind zum Gesetz umgeschwenkt. Damit sind sie nicht "Ungläubige" geworden, sondern sind nur von der Gnade abgefallen! Und dieser Abfall von Pauli Evangelium griff schon damals um sich und heute noch viel mehr. Paulus hierzu den Römern (Röm 16:17 ff): "Achtet auf solche, die neben der Lehre, welche ihr lerntet, Zwistigkeit und Fallstricke verursachen: Meidet sie!"

Es gibt aber auch einen "Scheinglauben"! Eine gewisse Zeit kann ein seelisch/fleischlich gesinnter Mensch durchaus mitgehen, ja, er mag sogar "geistlich" erscheinen! Doch wird sich der Scheinglaube über kurz oder lang offenbaren. Um hier jedem falschen Denken vorzubeugen: Wo Gott ein Werk begonnen hat, wo Er Menschen in die Körpergemeinde beruft, da wird Er Seine Auserwählten auch ans Ziel bringen, ja Er wird sie gemäß Phil 1:6 zum Tage Jesus Christi auch vollenden!

Die Grundlage des Glaubens

1Kor 15:3

"Denn an erster Stelle habe ich euch das überliefert, was auch ich erhielt: dass Christus für unsere Sünden starb (den Schriften gemäß),"

Die ersten beiden Verse unseres Kapitels benannten das grundlegende Evangelium, jetzt geht es um die "Grundlage" desselben, und die ist mit wenigen Worten (Verss 3 und 4) erklärt. Dabei überliefert Paulus den Korinthern das, was er von seinem erhöhten Herrn durch Enthüllung erhielt.

Es ist ein überwältigender Einblick in den Ratschluss Seines Willens, wenn wir erkennen dürfen, dass Gott von Anfang an das Finstere und Böse erschaffen hat (Jes 45:7), um den Menschen in Sünde zu führen! Nur auf dem dunklen Hintergrund des Sünde konnte der Mensch die wahre Liebe Gottes erkennen! Doch noch bevor der erste Mensch in Sünde fallen konnte, stand das Opferlamm bereits fest. Petrus durfte dies niederschreiben: "... dem kostbaren Blut Christi als eines makellosen Lammes, vorher erkannt zwar, vor dem Niederwurf der Welt..." (1Petr 1:19-20). Gott hat Seine Schöpfung nicht dem Zufall überlassen, auch nicht dem Menschen selbst, wie er sich entscheidet! Nein, das gesamte All hat von Anfang an eine Richtung, und zwar "zu Ihm hin" (Röm 11:36). Und diese Richtung führt über den absoluten Mittelpunkt: Über das Kreuz Christi Jesu! Hier am Kreuz starb unser Herr für unsere und der ganzen Welt Sünden, ein einmaliges Ereignis von kaum fassbarer Tragweite!

Für uns bedeutet diese Tat unseres Herrn ganz persönlich: Wir haben durch Sein Blut die Freilösung von aller Sünde und Schuld, und dies betrifft die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und was kann es Schöneres geben als die Worte aus Röm 8:38, dass fortan "... weder Tod noch Leben, weder Boten noch Fürstlichkeiten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung uns werden scheiden können von der Liebe Gottes, di ein Christus Jesus ist, unserem Herrn!"

1Kor 15:4

"dass Er begraben wurde, dass Er am dritten Tag auferweckt worden ist (den Schriften gemäß).

Sind wir uns klar darüber, liebe Geschwister, dass wir mit unserem heutigen Leitvers an einem Ereignis stehen, dass die Grundlage für unsere herrliche Erwartung ist? "Denn wenn wir glauben, dass Jesus starb und auferstand, son wird auch Gott die Entschlafenen. durch Jesus mit Ihm führen..." (1Thes 4:14 ff)! Oder: "Wenn wir aber zusammen mit Christus starben, glauben wir, dass wir auch zusammen mit Ihm leben werden, wissend, dass Christus, auferweckt aus den Toten, nicht mehr stirbt" (Röm 6:8-9).

Die Auferstehung unseres Herrn ist allein das Werk des Vaters, es ist das Evangelium Gottes über Seinen Sohn wie es Röm 1:1-3 nennt. Jesus Christus ist der Auferweckte und Lebendige!!!

Und jetzt will uns Paulus zeigen, dass wir in die Gemeinschaft dieses lebendigen und des zur Rechten Gottes sitzenden Christus berufen sind - was für eine herrliche Berufung! Und diese Berufung kommt nicht von uns, kann nicht durch uns herbeigeführt werden, sie beruht vielmehr auf unserer Auserwählung in Christus, die vor dem Niederwurf der Welt durch Gott Selbst gemacht wurde (Eph 1:4). Wir lesen hierzu noch ein herrliches Wort: "Die Er (Gott) aber vorherbestimmt, diese beruft Er auch; und die Er beruft, diese rechtfertigt Er auch; die Er aber rechtfertigt, diese verherrlicht Er auch" (Röm 8:30)! Was für eine Fülle an Herrlichkeit dürfen wir heute wieder aufnehmen!

Paulus schreibt noch, dass Christus am dritten Tag auferweckt worden ist (den Schriften gemäß), was auf die Zuständigkeit der Auferstehungszeugnisse in der Schrift hinweisen soll. Ja, glaubwürdig ist das Wort und jeden Willkommens wer ... dass wir uns auf den lebendigen Gott verlassen, welcher der Retter aller Menschen ist (gemäß 1Tim 4:9-10).

Zeugen der Auferstehung Christi

1Kor 15:5-7

"dass Er dem Kephas und darauf den Zwölf erschienen ist. Darauf erschien Er über fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die Mehrzahl bis jetzt verbleibt, einige sind schon entschlafen. Darauf erschien Er dem Jakobus und danach sämtlichen Aposteln."

Die Verse 5-7 werden von Paulus als Zeugen der Auferstehung Christi genannt, als erster "Kephas". Petrus steht in den 4 Evangelien keineswegs klar als jener Mann vor uns, der den auferstandenen Herrn zuerst sah, im Gegenteil, die Berichte sind sehr unterschiedlich (was uns aber jetzt nicht stören soll). Dass Paulus trotzdem den Petrus, den er hier "Kephas" nennt, an die erste Stelle setzt, deutet an, dass Kephas das Fundament (der Felsen) für die Königreichsgemeinde auf dem Boden Israels bildet.

Danach erschien Er den Zwölf - das führt uns an das volle Auferstehungszeugnis für Israel heran. Und die Nennung von über fünfhundert Brüdern (von denen wir sonst nirgendwo in der Schrift etwas lesen), von denen schon einige entschlafen sind, kann uns zeigen, dass zwar viele hofften, den Herrn noch zu Lebzeiten als "Wiederkommenden" zu erleben, dass aber die Zeit Seiner Wiederkunft noch nicht gegeben war! "Jakobus" wird als Einzelzeuge benannt, er war der Leiter der jüdischen Gemeinde, nachdem die übrigen Apostel Jerusalem verlassen hatten. Sein Dienst war die Vermittlung zwischen Kephas und Paulus, wie wir in Apg 15:13 ff sehen.

Irritieren kann uns die Nennung "danach sämtlichen Aposteln"! Hat Paulus nicht die "Zwölf" genannt? Wen meint er also mit "sämtliche Apostel"? Wenn wir unter "Apostel" den weiteren Begriff "Beauftragter" sehen, dann können all jene Israeliten gemeint sein, die bis zur Verstockung Israels die Botschaft Christi weiter verbreitet haben. Die wichtigste Frage ist ja beantwortet: Unser Herr und Haupt lebt - und wir werden mit Ihm leben! Das ist für uns beglückende Tatsache!

1Kor 15:8-9

"Zuletzt von allen aber erschien Er auch mir, gleichsam einer Frühgeburt; denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht würdig genug bin, Apostel genannt zu werden, weil ich die herausgerufene Gemeinde Gottes verfolgte."

Allen bisher genannten Zeugen der Auferstehung Christi erschien der Herr in menschlicher Gestalt, Er ließ sich gemäß Apg 1:1-8 vierzig Tage unter ihnen sehen und lehrte sie dinge, die das Königreich Gottes betrafen. Dem Apostel Paulus hingegen erschien der Herr in Seine überhimmlischen Herrlichkeit, einem Licht, das heller als die Sonne war (Apg 26:13).

Das Wort "Frühgeburt" kann uns hier nicht ganz zufriedenstellen, weil die genaue Übersetzung des Wortes "ektroma" mehr auf eine gewaltsame Herausnahme aus dem Mutterleib hinweist und der bildlich gemeinte Embryo damit praktisch lebensunfähig ist (Baader übersetzt das Wort mit "Herausbohrung"). Das passt auch zu dem, was uns Paulus über sich sagen möchte: Die Aufgabe eines Apostels ist der Aufbau der Gemeinden, Paulus hingegen tat erst einmal das Gegenteil, er verfolgte und zerstörte diese! Der Saulus von Tarsus, der Verfolger der Gemeinden, war als Apostel von sich aus gar nicht lebensfähig!

Für uns, liebe Geschwister, ergibt sich daraus ein wichtiges Vorbild: Dem Paulus ist sein schlimmes Vorleben wohl vergeben worden, aber es blieb, wie wir seinen Worten entnehmen, eine gewisse Belastung, die ihm der Herr nicht wegnahm, sie aber in Segen umwandelte. In diesem Sinn soll, ja darf uns unser eigenes Vorleben, das viele Schattenseiten haben mochte, nicht belasten! Wir dürfen vielmehr wissen, dass wir gerade mit diesen dunklen Seiten unseres Lebens die Gnade zur Schau stellen dürfen; und dies geschieht nach Eph 2:7 in den herankommenden Äonen, also in der Herrlichkeit vor den überhimmlichen Bewohnern! so wird auch bei uns aus Belastung Segen!

1Kor 15:10

"In der Gnade Gottes aber bin ich, was ich bin; und Seine Gnade die in mir wirkt, ist nicht vergeblich gewesen; sondern weit mehr als sie alle mühe ich mich, jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist."

Es ist uns heute zuerst noch ein Anliegen, die gestern zuletzt gemachten Aussagen noch etwas zu vertiefen, weil sie von so großer Bedeutung sind! Eph 2:7 sagt sehr deutlich aus, dass es eine unserer großen Aufgaben sein wird, in der Herrlichkeit den alles übersteigenden Reichtum Seiner Gnade zur Schau zu stellen; mit anderen Worten: die überhimmlische Welt soll an unserem irdischen Leben erkennen, was Gnade bewirkt! Dazu bedarf es aber keines makellosen, sondern eines "sündhaften" (Vor-) Lebens!!! Gnade kann ja nur dort wirksam sein, wo Sünde ist. In Röm 5:21 steht das wunderbare Wort (das aber nicht falsch verstanden oder missbraucht werden soll): Wo aber die Sünde zunimmt, da strömt die Gnade über!! Und was diese überströmende Gnade an schwachen unfähigen Menschen zu ihren Lebzeiten bewirkt, das demonstrieren wir einmal später in den herankommenden Äonen an Himmelsbewohnern - ein wahrlich anschaulicher Unterricht über die Wirksamkeit der Gnade!

Die uns bewusste Gnade ist der Anfang unserer irdischen Berufung und sie begleitet uns unser ganzes Glaubensleben hindurch (unbewusst begleitet sie uns ja von Geburt an). Und wenn Paulus bekennt, dass er in der Gnade das ist, was er ist, dann ist dies auch unser Zeugnis! Kein eigener Verdienst, keine Werke oder gute Taten, nichts, was von oder aus uns kommt, könnte uns retten - es ist einzig und allein "die Gnade". Möge Pauli Zeugnis in Eph 2:8 auch unser ständiges Zeugnis und Lobpreis sein: "Denn in der Gnade sind wir Gerettete...", einzig und allein in der Gnade! Deshalb ist diese Gnade auch einer der wichtigsten Pfeiler in dem Evangelium Pauli, ja sie ist der Inhalt der heutigen Verwaltung!

1Kor 15:11

"Sei es nun ich oder jene: so herolden wir, und so seid ihr zum Glauben gekommen."

Am Anfang dieses 15. Kapitels stellt Paulus klar, dass es "sein" Evangelium ist, durch welches die Korinther gerettet werden. Es ist das Evangelium der Gnade, gerichtet an all jene aus allen Nationen, die Got tzuvor in Christus auserwählt hat. Das Ziel dieses Evangeliums ist, die einzelnen Gläubigen auf ihre überhimmlischen Aufgaben zuzubereiten.

Wir haben aber im Verlauf des Korintherbriefes gesehen, dass es in Korinth auch jüdische Gemeinden gab, die keine überhimmlische, sondern eine irdische Aufgabe haben, an maßgeblicher Stelle steht hierfür "Petrus" (Kephas). Dass diese jüdischen Gemeinden in die von Paulus gegründete Gemeinde hineinwirkten und vielfach auch für Verwirrung sorgten, zeigt uns das Kapitel 3, wo Paulus ja auch den "Kephas" (Vers 22) nennt. Doch bei aller Unterschiedlichkeit der beiden Evangelien haben si ein gleichem Maß ihre Gemeinsamkeiten, die gilt vor allem für den Tod und die Auferweckung Christi Jesu.

"Seien es nun ich oder jene ..." und mit"jenen" meint Paulus durchaus auch die dem zukünftigen irdischen Königreich zugehörigen Juden. Trotz der unterschiedlichen Berufungen (eine irdische und eine überhimmlische) verkündigen beide, nämlich die Königreichsgemeinde und die Körpergemeinde, den auferstandenen Christus - und auf dieser Grundlage kamen auch die Korinther zum Glauben.

Wir möchten hier dem Eindruck entgegen wirken, wir, die Körpergemeinde hätten eine höherwertige Berufung - diese Ansicht führt in den Hochmut! Israels Aufgabe ist genauso wichtig wie unsere, der Unterschied liegt im Aufgabengebiet: "... das in den Himmeln und das auf der Erde" (lies Eph 1:10-11).

Die Auferstehung Christi

1Kor 15:12

"Wenn aber Christus geheroldet wird, dass Er aus den Toten auferweckt worden ist, wie können da einige unter euch sagen, dass es keine Auferstehung der Toten gebe?"

Paulus hat vor die korinthische Gemeinde die grundlegende Botschaft des für unsere Sünden gestorbenen und am dritten Tag auferweckten Christus gestellt, durch die auch die Korinther zum Glauben gekommen sind. Nun gab es "einige" in der Gemeinde, di eine Auferstehung der Toten ablehnten - was waren das für Leute? Offensichtlich folgten diese dem damaligen griechischen Empfinden und Denken, wonach die Auferstehung der Toten eine lächerliche Ansicht war. Paulus erfuhr dies am eigenen Körper, als er auf dem Areopag in Athen vor einer Volksmenge sprach und den Spott hören musste, als er über die Auferstehung der Toten sprach (Apg 17:32). Solche Leute brachten Verwirrung in die Gemeinde, ja konnten ernsthafte Schäden anrichten.

Aber wie kam es überhaupt zu solchem Denken in der Gemeinde? Erinnern wir uns an 1Kor 4:8, wo Paulus schreiben musste: "Schon seid ihr übersättigt, schon seid ihr reich, ohne uns seid ihr wie Könige geworden!" Und der Anlass war die fleischliche Gesinnung, di en icht nur Eifersucht und Hader im Gefolge hatte, sondern auch vor den anderen Menschen imponieren will! Wie schnell kam es dabei dann auch zur Preisgabe der Auferstehungserwartung!

Der Verfasser dieser Zeilen hat es selbst miterlebt, wie gestandene und gereifte Brüder unter dem fleischlichen Drang, ständie "Neues" zu entdecken und zu lehren, auf schlimme Irrwege abglitten. Kann uns das Alte und Bekannte auch derart übersättigen, dass wir ständig nach neuen Dingen Ausschau halten? Nach Erkenntnissen, womit wir imponieren und glänzen können?

1Kor 15:13-14

"Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. Und wenn Christus nicht auferweckt worden ist, so ist ja unsere Heroldsbotschaft inhaltslos und inhaltslos auch euer Glaube."

Paulus regt jetzt das Denkvermögen der Korinther an, denn es ist eine Schwachstelle vieler Menschen, dass sie eine Sache nicht bis zum Schluss durchdenken, sondern mitten auf dem Weg des Denkprozesses stehen bleiben. Das war auch der Fehler einiger in der Gemeinde und der Apostel zwingt sie jetzt zum unausweichlichen Durchdenken, und kommt zu dem Ergebnis, welches unser Leitvers beinhaltet!

Die Auferweckung Christi ist eine geschichtliche Tatsache, durch viele Zeugnisse erhärtet. Einige Korinther suchten trotzdem einen Ausweg, indem sie zwar die leibliche Auferweckung Christi irgendwie akzeptieren, aber eine allgemeine leibliche Totenauferweckung leugneten. Das ist unlogisch un dnicht zu Ende gedacht: Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann gilt dies auch für Christus! Was wäre dann der Glaube noch wert?

Wir warten doch alle, liebe Geschwister, mit großer Sehnsucht auf unseren Herrn. Wäre er tot, worauf sollten wir warten? All unser Glaube, unsere Sehnsucht, alles wäre doch grundlos, inhaltlos und kraftlos! Und wenn es für uns keine Auferweckung gäbe, wozu und warum würden wir dann auf so viele irdische Dinge verzichten? Ja würden sogar Leiden auf uns nehmen?

Nein, unser Haupt lebt Er ists der Erstgeborene aus den Toten, so dass Er in allem der Erste werde (gem. Kol 1:18)! Und wenn es einen "Ersten" gibt, dann muss es auch "weitere" geben, die Ihm aus den Toten folgen - wie glücklich darf es uns machen, dass uns niemand diese Gewissheit rauben kann!

1Kor 15:15

"Dann werden wir auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir gegen Gott bezeugen, dass Er Christus auferweckt hat, den Er demnach nicht auferweckt hätte, wenn nämlich Tote nicht auferweckt werden."

Paulus führt den Korinthern eine weitere Konsequenz ihrer ablehnenden Haltung in Bezug auf die Totenauferweckung vor Augen: Dann wären ja auch die Vorsteher der Gemeinde, ja Paulus selbst falsche Zeugen wider Gott - dies trauten sie aber selbstverständlich dem Apostel und all den übrigen Zeugen nicht zu; bis zu dieser äußersten Konsequenz hatten sie diese Sache nicht durchdacht! Diese fehlende Schlusslogik ist vielfach auch die Ursache für falsche Lehrmeinungen; wie oft wird doch den Aussagen Pauli widersprochen ohne dabei zu bedenken, dass man damit den Apostel Paulus als Lügner darstellt!

Aber was ist diese kümmerliche Leugnung einiger Korinther gegen die gewaltigen Worte in Eph 1:19 ff. "... damit ihr wissst ... was die alles übersteigende Größe Seiner Kraft ist (für uns, die wir glauben), gemäß der Wirksamkeit der Gewalt Seiner Stärke, die in Christus gewirkt hat, als Er Ihn aus den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten inmitten der Überhimmlischen setzte, hocherhaben..." Diese Worte enthalten in ihrer Kürze eine solche geballte Masse an Wucht und Herrlichkeit, dass wir sie erst einige Male lesen müssen, bis wir sie etwas verstehen können! Gottes Kraft ist von so "alles übersteigender Größe", dass es uns Menschen nicht möglich ist, sie mit unserem menschlichen Verstand zu erfassen! Und doch gibt uns Sein Geist nicht nur geistliche Weisheit, sondern auch geistliche Enthüllung zur Erkenntnis Seiner Selbst, was nichts weniger bedeutet, als dass uns der Vater in Sein Herz schauen lässt! Und dieser Blick zeigt uns nicht nur die Liebe zu Seinem Sohn, den Er hocherhaben über alles gesetzt hat, Er zeigt uns auch Seine Liebe zu uns, die wir in Christus, Seinem Sohn sind und in Ihm eine Körpergemeinde darstellen!

1Kor 15:16-17

"Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube nichtig, und ihr seid noch in euren Sünden."

Paulus geht mit seiner Konsequenz noch einen Schritt weiter, für die Korinther wiederum ein ganz neuer Gesichtspunkt: Ohne die Auferweckung Christi ist nicht nur ihr Glaube nichtig (inhaltslos), sie wären dann auch noch in ihren Sünden!

Wir können jetzt mit einer berechtigten Logik fragen: Christus starb doch für unsere Sünden - folglich müssten dann diese mit Seinem Tod doch zumindest getilgt sein! Hätte Sein "Nicht auferweckt werden" die Sündenvertilgung denn rückgängig gemacht? Hilfreich ist uns bei der Antwortfindung ein Wort in Röm 4:25: "Gott ... der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten aquferweckt hat, Ihn,der um unserer Kränkungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt wurde". Hier wird also getrennt zwischen

a) Jesu Tod um der Sünde willen, und
b) Seiner Auferweckung um unserer Rechtfertigung willen.

Ersteres verstehen wir wohl alle, aber was bedeutet "Rechtfertigung" für uns"?

"Rechtfertigung" ist nicht dasselbe wie "Sündenvergebung", sie bedeutet vielmehr, dass Gott als höchster Richter im All uns für gerecht erklärt! Ein Beispiel mag uns hier weiterhelfen: Ein Dieb wird überführt und vor Gericht gestellt. Während der Verhandlung stellt sich heraus, dass ein guter Freund des Diebes die gestohlene Summe zurückbezahlt hat - die Straftat des Diebes ist also getilgt! Der Richter kann jetzt den Dieb "begnadigen", doch der Makel eines Diebes haftet ihm trotzdem an ! So, liebe Geschwister, wäre unser Stand nach Jesu Tod! Wir wären begnadigte Sünder - ein stand, mit dem wir vielleicht meinen, zufrieden sein zu können! Denken wir heute einmal intensiv darüber nach!

1Kor 15:17

"Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube nichtig, und ihr seid noch in euren Sünden."

Wir gehen anhand unserem gestrigen Beispiel des vor Gericht stehenden Diebes einen Schritt weiter: Der Richter begnadigt den Dieb nicht nur, nein, er macht das menschlich eigentlich Unmögliche, er spricht ihn vollkommen frei von aller Schuld und sein Rechtsspruch lautet "Nicht schuldig! Merken wir, liebe Geschwister, den Unterschied zwischen "begnadigt" und "nicht schuldig"?

Auf unser Leitwort umgesetzt bedeutet dies: Wir können zwar von der Strafe für unsere Sünden befreit sein, weil ein anderer bezahlt hat, und trotzdem sind und bleiben wir moralisch Sünder, schließlich haben wir ja die Sünden begangen, sind also trotz Bezahlung noch in ihnen! Lasst uns dieser Tatsache so richtig bewusst werden!

Wenn nun aber nicht nur für unsere Sünden bezahlt wurde, sondern wir weit darüber hinaus auch noch als "nicht schuldig" erklärt werden, so ist dies ein Stand für uns, als hätten wir nie (!) in unserem Leben gesündigt!" Lasst uns auch hier kurz innehalten, liebe Geschwister und die Ungeheuerlichkeit dieser Sache bedenken!

Man hat für diese Wahrheit kaum Worte! Christi Auferweckung hat für uns einen vollkommenen Freispruch von aller Schuld zur Folge, Gott Selbst macht un sin Christus unbeschuldbar, weil Er Christus zu unserer Gerechtigkeit gemacht hat (siehe 1Kor 1:30). Christus starb für unsere Sünden und wurde auferweckt, weil durch Sein Opfer alle Rechtsforderungen erfüllt wurden, Er wurde um unserer Rechtfertigung willen auferweckt (Röm 4:25). In der Folge gibt es aber noch eine herrliche Tatsache: Wir dürfen von nun an als "Gerechtfertigte" auch Frieden mit Gott haben (lies Röm 5:1). Welch eine gewaltige Wahrheit steht hier im Glauben vor uns!!!

1Kor 15:18-19

"Dann sind ja auch die in Christus Entschlafenen umgekommen. Wenn wir nur für dieses Leben unsere Erwartung auf Christus gesetzt haben, sind wir die erbarmungswürdigsten unter allen Menschen."



Die Auferstehungshoffnung und die Eigenart der Auferstehung 35-54

Lobpreis Gottes im Blick auf die Auferstehungshoffnung 54-58