Röm 15:6
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Grundtexte
GNT Röm 15:6 ἵνα ὁμοθυμαδὸν ἐν ἑνὶ στόματι δοξάζητε τὸν θεὸν καὶ πατέρα τοῦ κυρίου ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ
REC Röm 15:6 ἵνα +2443 ὁμοθυμαδὸν +3661 ἐν +1722 ἑνὶ +1520 στόματι +4750 δοξάζητε +1392 τὸν +3588 Θεὸν +2316 καὶ +2532 πατέρα +3962 τοῦ +3588 Κυρίου +2962 ἡμῶν +2257 Ἰησοῦ +2424 Χριστοῦ +5547.
Übersetzungen
ELB Röm 15:6 damit ihr einmütiga mit [einem] Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht.
KNT Röm 15:6 damit ihr einmütig mit [einem] Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht.
ELO Röm 15:6 Christo Jesu gemäß, auf daß ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlichet.
LUO Röm 15:6 auf daß +2443 ihr einmütig +3661 mit +1722 einem +1520 Munde +4750 lobet +1392 (+5725) Gott +2316 und +2532 den Vater +3962 unseres +2257 HERRN +2962 Jesu +2424 Christi +5547.
PFL Röm 15:6 damit ihr einmütig mit Einem Munde verherrlicht den Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi.
SCH Röm 15:6 damit ihr einmütig, mit einem Munde Gott und den Vater unsres Herrn Jesus Christus lobet.
MNT Röm 15:6 damit einmütig +3661 in einem +1520 Mund +4750 ihr verherrlicht +1392 den Gott +2316 und Vater +3962 unseres Herrn +2962 Jesus +2424 Christos. +5547
HSN Röm 15:6 damit ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus verherrlicht9!
WEN Röm 15:6 auf dass ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht.
Vers davor: Röm 15:5 --- Vers danach: Röm 15:7
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Erste Gedanken
a w. gleichfühlend, gleichverlangend. Dieselbe Fokussierung auf Christus, erzeugt dieselbe Gesinnung, was auch zu einem gleichen (geistlichen) Fühlen und Verlangen führt!
🔦 Stichworte*: §verherrlichen, Gott §ehren, §einmütig,
Informationen
📕 Aus Hoffnung in Hoffnung (Röm 15:4-13) (Th. Böhmerle)
Fußnoten aus HSN
9 o. lobt, ehrt, rühmt
Interlinear-Übersetzung
| Grundtext | Transliteration | Übersetzung | Strong-Nr. |
|---|---|---|---|
| ἵνα | hina | damit, auf dass, dass | G2443 |
| ὁμοθυμαδὸν | homothymadon | einmütig, einhellig, einstimmig | G3661 |
| ἐν | en | in, mit, durch | G1722 |
| ἑνὶ | heni | einem, einer, eins | G1520 |
| στόματι | stomati | Mund, Munde | G4750 |
| δοξάζητε | doxazēte | verherrlichen, loben, preisen, ehren | G1392 |
| τὸν | ton | den (Artikel) | G3588 |
| θεὸν | theon | Gott | G2316 |
| καὶ | kai | und, auch | G2532 |
| πατέρα | patera | Vater | G3962 |
| τοῦ | tou | des (Artikel) | G3588 |
| κυρίου | kyriou | Herrn, Herr | G2962 |
| ἡμῶν | hēmōn | unser, unseres | G2257 |
| Ἰησοῦ | Iēsou | Jesus | G2424 |
| Χριστοῦ | Christou | Christus | G5547 |
Versanalyse & Erläuterungen
Grammatische Analyse
ἵνα (hina) – Konjunktion, die einen Zweck oder ein Ziel einleitet. Paulus beschreibt hier das Ziel der vorherigen Ermahnungen: die Einmütigkeit der Gläubigen zum Lob Gottes.
ὁμοθυμαδὸν (homothymadon) – Adverb, das "einmütig" oder "einhellig" bedeutet. Dieses Wort betont die Einheit im Denken und Fühlen der Gemeinde. Es wird im Neuen Testament häufig in der Apostelgeschichte verwendet, um die Eintracht der ersten Christen zu beschreiben (Apg 1:14; Apg 2:46; Apg 4:24).
ἐν ἑνὶ στόματι (en heni stomati) – "mit einem Mund". Diese Formulierung unterstreicht die äußere Einheit im gemeinsamen Bekenntnis und Lobpreis. Es geht nicht nur um innere Übereinstimmung, sondern auch um den hörbaren, gemeinsamen Ausdruck des Glaubens.
δοξάζητε (doxazēte) – Präsens Konjunktiv Aktiv, 2. Person Plural von δοξάζω (doxazō). Das Verb bedeutet "verherrlichen, loben, preisen". Der Konjunktiv nach ἵνα drückt den Zweck aus: "damit ihr verherrlicht". Die Verherrlichung Gottes ist das zentrale Ziel christlicher Gemeinschaft (1Kor 10:31; 1Petr 4:11).
τὸν θεὸν καὶ πατέρα (ton theon kai patera) – "den Gott und Vater". Diese Formulierung ist charakteristisch für Paulus und betont sowohl die Göttlichkeit als auch die väterliche Beziehung Gottes zu den Gläubigen (2Kor 1:3; Eph 1:3; 1Petr 1:3).
τοῦ κυρίου ἡμῶν Ἰησοῦ Χριστοῦ (tou kyriou hēmōn Iēsou Christou) – "unseres Herrn Jesus Christus". Der Genitiv zeigt die Beziehung: Gott ist der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Diese Formulierung unterstreicht die christozentrische Theologie des Paulus und die einzigartige Stellung Jesu als Mittler zwischen Gott und Menschen (Joh 20:17; Eph 1:17).
Theologische Hintergründe
Einheit der Gemeinde: Der Vers steht im Kontext von Römer 15:1-13, wo Paulus die Starken und Schwachen im Glauben zur gegenseitigen Annahme aufruft. Die Einmütigkeit ist nicht Selbstzweck, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Diese Einheit spiegelt die Einheit wider, die Christus durch sein Werk geschaffen hat (Eph 4:3-6; Phil 2:2).
Gemeinsamer Lobpreis: Das "mit einem Mund" verherrlichen weist auf den gottesdienstlichen Lobpreis hin, der die frühe Christenheit prägte. Gemeinsames Singen und Beten waren zentrale Elemente der Anbetung (Eph 5:19; Kol 3:16).
Gott als Vater durch Christus: Die Betonung, dass Gott der Vater "unseres Herrn Jesus Christus" ist, zeigt die vermittelnde Rolle Jesu. Nur durch Jesus haben Gläubige Zugang zum Vater (Joh 14:6; Eph 2:18). Diese Formulierung ist besonders bedeutsam im Kontext des Römerbriefs, wo Paulus die Versöhnung von Juden und Heiden in Christus betont.
Alttestamentlicher Hintergrund: Die Vorstellung vom gemeinsamen Lobpreis hat tiefe Wurzeln im Alten Testament. Die Psalmen rufen wiederholt zur einmütigen Anbetung Gottes auf (Ps 34:4; Ps 95:1-2; Ps 100:1-2). Paulus verbindet diese Tradition mit der neuen Wirklichkeit in Christus.
Eschatologische Dimension: Die Einmütigkeit im Lobpreis ist auch ein Vorgeschmack auf die zukünftige Herrlichkeit, wenn alle Völker Gott anbeten werden (Offb 5:9-13; Offb 7:9-10).
Parallelstellen
Einheit und Lobpreis
Einmütigkeit im Geist: Die Einheit der Gläubigen ist ein zentrales Anliegen des Neuen Testaments (Joh 17:21 / Phil 2:2 / Eph 4:3).
Gemeinsamer Lobpreis: Die Gemeinde ist aufgerufen, Gott einmütig zu loben und zu preisen (Apg 1:14 / Apg 2:46 / Apg 4:24).
Verherrlichung Gottes: Das Ziel christlichen Lebens ist die Ehre Gottes in allem, was wir tun (1Kor 10:31 / 1Petr 4:11 / Röm 11:36).
Gott als Vater durch Christus
Gott und Vater: Die Bezeichnung Gottes als Vater unseres Herrn Jesus Christus findet sich häufig bei Paulus (2Kor 1:3 / Eph 1:3 / 1Petr 1:3).
Zugang zum Vater durch Christus: Jesus ist der einzige Weg zum Vater (Joh 14:6 / Eph 2:18 / Joh 20:17).
Jesus als Herr: Die Herrschaft Jesu Christi ist zentral für den christlichen Glauben (Phil 2:9-11 / Eph 1:17 / Röm 10:9).
Einheit in Vielfalt
Starke und Schwache: Der unmittelbare Kontext behandelt die Annahme zwischen Starken und Schwachen im Glauben (Röm 14:1 / Röm 15:1 / 1Kor 8:9).
Vorbild Christi: Christus ist das Vorbild für gegenseitige Annahme und Dienst (Röm 15:3 / Röm 15:7 / Phil 2:5).
Einheit in der Vielfalt: Die Einheit des Leibes Christi besteht trotz der Verschiedenheit der Glieder (Eph 4:3-6 / 1Kor 12:12-13 / Gal 3:28).
Lobpreis in der Anbetung
Gemeinsames Singen: Die frühe Gemeinde lobte Gott mit Psalmen, Hymnen und geistlichen Liedern (Eph 5:19 / Kol 3:16 / Jak 5:13).
Lobpreis in den Psalmen: Die Psalmen rufen zur einmütigen Anbetung Gottes auf (Ps 34:4 / Ps 95:1-2 / Ps 100:1-2).
Eschatologischer Lobpreis: Der himmlische Lobpreis aller Völker ist das Ziel der Geschichte (Offb 5:9-13 / Offb 7:9-10 / Offb 15:4).
