Ps 25:18

Aus Bibelwissen

Vers davor: Ps 25:17 --- Vers danach: Ps 25:19 | 👉 Zur Kapitelebene Ps 25 | 👉 Zum Kontext Ps 25.

Grundtext

MAS Ps 25:18 רְאֵה עָנְיִי וַעֲמָלִי וְשָׂא לְכָל־חַטֹּאותָֽי׃

Übersetzungen

SEP Ps 25:18 ἰδὲ τὴν ταπείνωσίν μου καὶ τὸν κόπον μου καὶ ἄφες πάσας τὰς ἁμαρτίας μου
ELB Ps 25:18 Sieh mein Elend an und meine Mühsal, und vergib alle meine Sünden!
ELO Ps 25:18 Sieh an mein Elend und meine Mühsal, und vergib alle meine Sünden!
LUO Ps 25:18 Siehe an +07200 (+08798) meinen Jammer +06040 und mein Elend +05999 und vergib mir +05375 (+08798) alle meine Sünden +02403!
SCH Ps 25:18 Siehe an mein Elend und meine Plage und vergib mir alle meine Sünden!
KAT Ps 25:18 Sieh meine Demütigung und meine Mühsal; trage alle meine Sünden fort.
HSA Ps 25:18 Sieh an mein Elend und meine Not und vergib doch alle meine Sünden!
PFL Ps 25:18 Siehe an mein Gebeugtheitselend und meine Mühsal und trage für alle meine Sünden.
TUR Ps 25:18 Sieh an mein Elend und mein Leid, vergib all meine Sünden!

Vers davor: Ps 25:17 --- Vers danach: Ps 25:19
Zur Kapitelebene Ps 25
Zum Kontext Ps 25.

Informationen

🪔 Zwischen Schuld, Verlorenheit und Hoffnung (Ps 25:18 / Röm 7:24-25) (D. Muhl)

Interlinear-Übersetzung

Grundtext Transliteration Übersetzung Strong-Nr.
רְאֵה re'eh sieh, siehe an, schaue H7200
עָנְיִי 'onyi mein Elend, meine Demütigung, meine Bedrängnis H6040
וַעֲמָלִי wa'amali und meine Mühsal, und mein Mühen, und meine Plage H5999
וְשָׂא wesa und vergib, und trage, und nimm weg H5375
לְכָל־ lechol für alle, alle H3605
חַטֹּאותָי chattotai meine Sünden, meine Verfehlungen H2403

Versanalyse & Erläuterungen

Struktur und Gattung

Psalm 25 ist ein Klagelied Davids. Der Vers beschreibt seine persönliche Not und das Sündenbekenntnis.

Grammatische Analyse

re'eh (רְאֵה) - Imperativ Qal von ra'ah (H7200), „sehen, anschauen". Die Imperativform drückt eine dringende Bitte aus: „Sieh an!" oder „Schaue!" David fordert Gott auf, seine Not wahrzunehmen.

'onyi (עָנְיִי) - Substantiv mit Possessivsuffix 1. Person Singular von 'oni (H6040), „Elend, Bedrängnis, Demütigung". Das Wort beschreibt einen Zustand tiefer Not, sowohl äußerlich als auch innerlich (1Mo 16:11, 2Mo 3:7, 5Mo 26:7).

wa'amali (וַעֲמָלִי) - Konjunktion „und" + Substantiv mit Possessivsuffix von 'amal (H5999), „Mühsal, Plage, Arbeit". Bezeichnet sowohl körperliche als auch seelische Anstrengung und Leiden (Hi 3:10, Ps 90:10).

wesa (וְשָׂא) - Konjunktion „und" + Imperativ Qal von nasa (H5375), „tragen, wegtragen, vergeben". Das Verb hat eine breite Bedeutungspalette. Im Kontext von Sünde bedeutet es „vergeben" durch das bildhafte „Wegtragen" der Schuld (2Mo 34:7, 4Mo 14:18, Ps 32:1).

lechol (לְכָל־) - Präposition „für" + Substantiv kol (H3605), „alle, ganz". Die Präposition zeigt an, dass die Vergebung umfassend sein soll.

chattotai (חַטֹּאותָי) - Substantiv Plural mit Possessivsuffix von chatta'ah (H2403), „Sünde, Verfehlung". Bezeichnet das Verfehlen des göttlichen Ziels und Standards (1Mo 4:7, 3Mo 4:3).

Theologische Themen

Gottes Aufmerksamkeit für menschliches Leid: Der Psalmist appelliert an Gottes Mitgefühl und seine Bereitschaft, die Not seines Volkes wahrzunehmen (2Mo 3:7, Ps 9:14, Ps 119:153).

Verbindung von Leid und Sünde: David erkennt, dass seine äußere Not mit seiner inneren Schuld verbunden ist. Er bittet sowohl um Befreiung aus der Bedrängnis als auch um Vergebung (Ps 32:3-5, Ps 38:4-5).

Umfassende Vergebung: Die Bitte „vergib alle meine Sünden" zeigt das Verlangen nach vollständiger Reinigung und Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott (Ps 51:3-4, Ps 103:3, 1Jo 1:9).

Kontext im Psalm 25

Vers 18 steht im Zentrum von Davids Gebet. Nachdem er um Führung und Unterweisung gebetet hat (V. 4-5), wendet er sich nun seiner persönlichen Notlage zu. Die Bitte um Vergebung wird in den folgenden Versen fortgesetzt (V. 19-21), wo er von Feinden spricht, die ihn bedrängen.

Messianischer Ausblick

Das Thema der Sündenvergebung findet seine Erfüllung in Jesus Christus, der die Sünden der Welt trägt und wegnimmt (Joh 1:29, Jes 53:4-6, 1Petr 2:24). Was David im Glauben erbittet, ist durch Christus vollständig verwirklicht worden (Kol 2:13-14, Hebr 10:17-18).

Parallelstellen

Links zu anderen Informationen

Von anderen Webseiten

Fragen und Antworten