Der HERR allein rettet
Montag, 23. März 2026 - Daniel Muhl
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.
Jesus spricht: Ich und der Vater sind eins.
Das Wort, das die Lutherbibel mit Heiland übersetzt, lautet im Hebräischen moshia. Es bedeutet „Retter" oder „Helfer" und bezeichnet jemanden, der aus Gefahr, Not oder Unterdrückung befreit. Gott selbst nimmt diesen Titel in Anspruch und macht deutlich: Niemand sonst kann diese Rolle ausfüllen.
In Jesaja 43 spricht der HERR sein Volk an und macht klar: „Ich bin es, der dich geschaffen und gebildet hat. Ich habe dich erlöst! Ich habe dich gerufen und damit auch erwählt." (Jes 43:1) Anschließend beschreibt der HERR, wie er sein Volk rettet und wie wertvoll es ihm ist. Deshalb will er sein zerstreutes Volk wieder heimführen (Jes 43:5-7). Diese Rückführung hat sich in der Geschichte Israels mehrfach wiederholt. Gott hat sie durch mehrere Propheten immer wieder vorausgesagt. Zwei Kapitel später fordert Gott die Israeliten auf zu prüfen, wer außer ihm den Beweis erbracht hat, dass er Gott ist, indem er künftige Ereignisse prophezeite. Gott ließ durch den Propheten sagen:
"Berichtet und bringt [Beweise] herbei! … Wer hat dies von alters her hören lassen, schon längst es verkündet? Nicht ich, der HERR? Und sonst gibt es keinen Gott außer mir. Einen gerechten und rettenden Gott gibt es außer mir nicht!" (Jes 45:21)
Da in dieser Welt viele Personen oder Geister als Gott verehrt werden, stellt sich die Frage: Welcher von ihnen ist der allmächtige Gott? Welcher hat alles ins Leben gerufen – und kann deshalb auch als einziger den Menschen dauerhaft retten?
Um die richtige Antwort zu finden, fordert Gott sein Volk – und letztendlich alle Menschen – auf zu prüfen, welcher Gott künftige Ereignisse schon längst verkündigt hat. Denn nur der Gott, der die Zukunft nachweislich vorausgesagt hat, hat auch die Weltgeschichte im Griff und kann somit bleibend retten.
Kein anderes Buch der Weltliteratur, das von sich behauptet, Gottes Wort zu sein, enthält so viele erfüllte Prophezeiungen wie die Bibel! (Siehe auch hier!)
Der Gott der Bibel ist derjenige, der die Menschen von Schuld und Sünde befreit hat – nicht durch einen Preis, den sie bezahlen, oder durch gute Werke, die sie vollbringen mussten (Eph 2:8-9). Stattdessen wurde Gott selbst in Jesus Christus Mensch (Joh 1:14) und nahm stellvertretend für uns die Strafe auf sich (1Petr 2:24). So wurde er zum verheißenen Retter – zum moshia – der uns aus der Macht der Sünde und des Todes befreit.
In Johannes 10 erklärte Jesus, dass er der gute Hirte ist, der sein Leben für die Schafe lässt (Joh 10:11). Die anwesenden Juden erkannten schnell, dass sich Jesus mit dem HERRN aus Hesekiel 34:11-12 gleichsetzte. Dort wird der HERR als der wahre Hirte Israels beschrieben, der selbst kommen wird, um sein Volk zu sammeln und zu retten. Diese Aussage wurde als Gotteslästerung interpretiert. Tatsächlich wäre es eine Gotteslästerung gewesen – wenn Jesus nur ein normaler Mensch und nicht zugleich der Sohn Gottes gewesen wäre.
Als Jesus dann sagte: „Ich und der Vater sind eins" (Joh 10:30), war die Botschaft unmissverständlich: Er beanspruchte, selbst der HERR zu sein – der einzige Retter aus Jesaja 43:11. Deshalb hoben die Juden Steine auf, um ihn zu steinigen (Joh 10:31).
Doch Jesus vollbrachte auch messianische Wunder, indem er Blinden die Augen öffnete (Joh 10:21 / (Ps 146:8 / Jes 42:6-7)). Und als er nach seinem Opfertod am Kreuz starb, bestätigte der himmlische Vater ihn als seinen geliebten Sohn – an dem er Wohlgefallen hatte – indem er ihn aus den Toten auferweckte (Röm 1:4 / Apg 2:24). Darum ist er der HERR über Leben und Tod (Offb 1:18). Nur er kann uns aus den Klauen des Todes retten und uns das ewige Leben schenken (Joh 11:25-26).

