5Mo 10:19

Aus Bibelwissen

Grundtext

MAS 5Mo 10:19 וַאֲהַבְתֶּם אֶת־הַגֵּר כִּֽי־גֵרִים הֱיִיתֶם בְּאֶרֶץ מִצְרָֽיִם׃

Übersetzungen

SEP 5Mo 10:19 καὶ ἀγαπήσετε τὸν προσήλυτον προσήλυτοι γὰρ ἦτε ἐν γῇ Αἰγύπτῳ

ELB 5Mo 10:19 Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.
ELO 5Mo 10:19 Und ihr sollt den Fremdling lieben; denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Lande Ägypten.
LUO 5Mo 10:19 Darum sollt ihr auch die Fremdlinge +01616 lieben +0157 (+08804); denn ihr seid auch Fremdlinge +01616 gewesen in Ägyptenland +0776 +04714.
SCH 5Mo 10:19 Und auch ihr sollt die Fremdlinge lieben, denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.
PFL 5Mo 10:19 Und ihr liebet den Fremdling, denn Fremdlinge seid ihr gewesen in Ägyptenland.
TUR 5Mo 10:19 So liebet den Fremdling, ihm Brot und Kleid zu geben.

Vers davor: 5Mo 10:18 --- Vers danach: 5Mo 10:20
Zur Kapitelebene 5Mo 10
Zum Kontext: 5Mo 10.
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Informationen

Interlinear-Übersetzung

Transliteration Grundtext Übersetzung Strong-Nr.
wa’ahavtem וַאֲהַבְתֶּם und ihr sollt lieben, ihr werdet lieben H157
’et אֶת־ Objektmarker (direktes Objekt) H853
hagēr הַגֵּר den Fremdling, den Beisassen, den Gast H1616
כִּי־ denn, weil, dass H3588
gērīm גֵרִים Fremde, Beisassen H1616
heyitem הֱיִיתֶם ihr wart, ihr seid gewesen H1961
be’ereṣ בְּאֶרֶץ im Land, in der Erde H776
miṣrayim מִצְרָיִם Ägypten H4714

Versanalyse & Erläuterungen

Kurzkontext

5Mo 10:19 folgt direkt auf die Aussage, dass Gott den Fremden liebt und ihm Brot und Kleidung gibt (5Mo 10:18). Daraus wird eine Konsequenz für Israel abgeleitet: Weil Israel selbst als Fremdling in Ägypten lebte, soll Israel den Fremden lieben – nicht nur dulden, sondern aktiv lieben (5Mo 10:19).

Grundtext-Beobachtungen (Wort- und Satzbau)

  • wa’ahavtem – וַאֲהַבְתֶּם („und ihr sollt lieben“): Imperfekt/Weqatal-Form mit Aufforderungscharakter; Liebe wird als gelebte Haltung/Entscheidung gefordert, nicht als bloßes Gefühl. 5Mo 10:19
  • ’et – אֶת־: Objektmarker; betont, dass „den Fremdling“ das direkte Ziel des Liebesgebots ist.
  • hagēr – הַגֵּר („der Fremdling/Beisasse“): der gēr ist rechtlich/sozial verletzlich, weil er nicht zum Land- und Sippenverband gehört; darum braucht er Schutz und gerechte Integration. 5Mo 10:19
  • kī – כִּי („denn/weil“): begründet das Gebot mit der eigenen Geschichte Israels.
  • gērīm heyitem – גֵרִים הֱיִיתֶם („Fremde wart ihr“): Erinnerungsethik: Aus erlebter Fremdheit soll Empathie und gerechtes Handeln wachsen. 2Mo 22:20

Schlüsselgedanken (Thema und Linie)

  • Liebe zum Fremden ist Bundesethik: Gottes Volk spiegelt Gottes Herz wider, indem es den Schutzlosen nicht ausgrenzt. 5Mo 10:18 / 5Mo 10:19
  • Erinnerung an Ägypten: Die Befreiung aus Unterdrückung wird zur Grundlage für eine Kultur der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. 5Mo 5:15

Hintergrundinformationen (Tora/Propheten/Psalmen)

  • Der Fremde soll nicht bedrängt/unterdrückt werden; Gott nimmt das ernst. 2Mo 22:20 / 3Mo 19:33
  • Der gēr wird in die soziale Versorgung mit einbezogen (Ernte-Nachlese, Zehnten, Rechtsschutz). 5Mo 24:19 / 5Mo 24:17
  • Gott selbst schützt und erhält den Fremden (neben Witwe und Waise). Ps 146:9
  • Prophetische Kritik: Unterdrückung von Fremden gehört zu den „Bundesbrüchen“, die Gott richtet. Sach 7:10 / Mal 3:5

NT-Anklang

  • Die Linie wird aufgenommen: Gastfreundschaft und praktische Liebe sind Kennzeichen der Nachfolge. Hebr 13:2 / Mt 25:35

Kurzer Impuls (Beobachtung → Anwendung)

Wer die eigene „Ägypten-Erfahrung“ nicht vergisst (Zeiten von Schwäche, Abhängigkeit, Fremdsein), wird fähig, den Fremden nicht nur korrekt zu behandeln, sondern bewusst zu lieben – in Schutz, Einbezug und konkreter Hilfe. 5Mo 10:19

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