Ps 119:133
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Grundtext
MAS Ps 119:133 פְּעָמַי הָכֵן בְּאִמְרָתֶךָ וְֽאַל־תַּשְׁלֶט־בִּי כָל־אָֽוֶן׃
Übersetzungen
SEP Ps 119:133 τὰ διαβήματά μου κατεύθυνον κατὰ τὸ λόγιόν σου καὶ μὴ κατακυριευσάτω μου πᾶσα ἀνομία
ELB Ps 119:133 Befestige meine Schritte durch dein Wort, und gib keinem Unrecht Macht über mich!
ELO Ps 119:133 Befestige meine Schritte in deinem Worte, und laß kein Unrecht mich beherrschen!
LUO Ps 119:133 Laß meinen Gang +06471 gewiß +03559 (+08685) sein in deinem Wort +0565 und laß kein Unrecht +0205 über mich herrschen +07980 (+08686).
SCH Ps 119:133 Mache meine Schritte fest durch dein Wort und laß kein Unrecht über mich herrschen!
KAT Ps 119:133 Befestige meine Tritte in Deinem Wort, und lass gar nie Gesetzlosigkeit über mich Vollmacht haben.
HSA Ps 119:133 Mach meine Schritte fest durch deine Rede und lass nicht irgendetwas Unrechtes mich beherrschen!
PFL Ps 119:133 Meine Tritte mache fest in Deiner Rede und lass nicht in mir und über mich herrschen irgend ein Unrecht.
TUR Ps 119:133 Stell meine Schritte fest durch deinen Spruch und lass kein Unrecht herrschen über mich.
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Informationen & Kommentare
Interlinear-Übersetzung
| Grundtext | Transliteration | Übersetzung | Strong-Nr. |
|---|---|---|---|
| פְּעָמַי (pə-‘ā-may) | peamay | Meine Schritte | H6471 |
| הָכֵן (hā-ḵên) | hachen | mache fest / richte aus | H3559 |
| בְּאִמְרָתֶךָ (bə-’im-rā-ṯe-ḵā) | beimratecha | durch dein Wort / deine Zusage | H0565 |
| וְאַל־ (wə-’al-) | veal- | und nicht | H3808 |
| תַּשְׁלֶט־ (taš-leṭ-) | taschlet- | lass herrschen | H7980 |
| בִּי (bî) | bi | über mich / in mir | H0000 |
| כָּל־ (kāl-) | kol- | irgendeine / alle | H3605 |
| אָוֶן (’ā-wen) | aven | Unrecht / Nichtigkeit / Frevel | H0205 |
Versanalyse & Erläuterungen
Satzbau und Aussageabsicht
- Aktive Führung: Die Bitte "mache fest" (kun) drückt den Wunsch nach Stabilität aus. Der Beter möchte nicht stolpern oder vom Weg abkommen, sondern einen festen Stand haben.
- Das Instrument der Führung: Die Ausrichtung der Schritte geschieht "durch dein Wort" (Imrah). Das Wort Gottes ist nicht nur Information, sondern die Schiene, auf der das Leben sicher läuft.
- Befreiung von Fremdherrschaft: Der zweite Teil des Verses ist ein Hilferuf gegen die Macht der Sünde. Der Beter erkennt, dass Unrecht (Aven) die Tendenz hat, die Herrschaft (schalat) über den Menschen zu übernehmen.
Hintergrund
- Kontext: Psalm 119 ist der längste Psalm und ein Alphabet-Akrostichon, das die Schönheit und Kraft des Gesetzes Gottes preist. Dieser Vers steht im Abschnitt "Pe" (Vers 129–136).
- Anthropologie: Der Vers setzt voraus, dass der Mensch von Natur aus keinen festen Tritt hat und zur Sklaverei unter das Unrecht neigt, wenn Gott nicht eingreift.
- Die Bedeutung von Imrah: Im Gegensatz zu Dabar (Wort) betont Imrah oft das feierlich Gesagte oder die Verheißung Gottes.
Praktische Anwendung
- Abhängigkeit: Ein tägliches Gebet um Führung. Wir können unsere Schritte nicht selbst "fest machen"; wir brauchen die tägliche Ausrichtung durch die Schrift.
- Wachsamkeit: Unrecht beginnt oft klein, will aber "herrschen". Der Vers ermutigt dazu, Gott um Hilfe zu bitten, bevor eine Gewohnheit zur Knechtschaft wird.
- Sicherheit: Wer sein Leben nach biblischen Prinzipien ausrichtet, gewinnt eine moralische und geistliche Festigkeit, die ihn in Krisen schützt.
Parallelstellen
- Ps 119:105 – "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
- Ps 37:23 – "Vom HERRN werden die Schritte des Mannes befestigt."
- Röm 6:12–14 – "So herrsche nun die Sünde nicht in eurem sterblichen Leibe... denn die Sünde wird nicht über euch herrschen."
- Ps 19:14 – "Lass sie nicht über mich herrschen! Dann werde ich untadelig sein."
- Ps 40:3 – "Er holte mich aus der Untergangsgrube... er stellte meine Füße auf einen Felsen, machte fest meine Schritte."
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Fragen & Antworten
Was ist der Unterschied zwischen "Schritt" und "Weg"?
- Der "Weg" beschreibt die allgemeine Lebensrichtung, während der "Schritt" (Paam) das konkrete, alltägliche Handeln betont. Der Beter bittet darum, dass jede einzelne Entscheidung des Tages mit Gottes Willen übereinstimmt.
Warum wird Sünde hier als "Unrecht" (Aven) bezeichnet?
- Aven hat eine breite Bedeutungspalette: Unheil, Nichtigkeit, Falschheit oder Frevel. Es beschreibt alles, was keine bleibende Substanz vor Gott hat. Wer dem Unrecht erlaubt zu herrschen, dessen Leben wird letztlich leer und haltlos ("nichtig").
