Ps 71:17

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Grundtext

MAS Ps 71:17 אֱֽלֹהִים לִמַּדְתַּנִי מִנְּעוּרָי וְעַד־הֵנָּה אַגִּיד נִפְלְאֹותֶֽיךָ׃

Übersetzungen

SEP Ps 71:17 ἐδίδαξάς με ὁ θεός ἐκ νεότητός μου καὶ μέχρι νῦν ἀπαγγελῶ τὰ θαυμάσιά σου

ELB Ps 71:17 Gott! Du hast mich unterwiesen von meiner Jugend an, und bis hierher verkündige ich deine Wundertaten.
ELO Ps 71:17 Gott! Du hast mich gelehrt von meiner Jugend an, und bis hierher habe ich deine Wundertaten verkündet.
LUO Ps 71:17 Gott +0430, du hast mich von Jugend +05271 auf gelehrt +03925 (+08765), und bis hierher verkündige ich +05046 (+08686) deine Wunder +06381 (+08737).
SCH Ps 71:17 O Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und bis hierher verkündige ich deine Wunder.
KAT Ps 71:17 Elohim, Du hast mich von meiner Jugend an gelehrt, und bis hierher verkündige ich Deine Wunder.
HSA Ps 71:17 Gott, du hast mich belehrt von meiner Jugend an und bis hierher verkündige ich deine Wunder,
PFL Ps 71:17 Elohim, Du hast gelehrt mich von meinen Jugendtagen an, und bis hierher mache ich kund Deine Aussonderungswunder.
TUR Ps 71:17 O Gott, du hast es mich gelehrt von Jugend an, und bis auf heute bezeug ich deine Wunder;

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Informationen

🪔 Von Gott geformt – zum Zeugnis berufen - Ps 71:17 & 2Tim 3:15 (D. Muhl)

Interlinear-Übersetzung

Grundtext Transliteration Übersetzung Strong-Nr.
אֱֽלֹהִים Elohim Gott H430
לִמַּדְתַּנִי limmadtani du hast mich gelehrt, du hast mich unterwiesen H3925
מִנְּעוּרָי minne'uray von meiner Jugend an H5271
וְעַד־ ve'ad und bis H5704
הֵנָּה hennah hierher, jetzt H2008
אַגִּיד aggid ich verkündige, ich berichte H5046
נִפְלְאֹותֶֽיךָ nifle'oteycha deine Wunder, deine Wundertaten H6381

Versanalyse & Erläuterungen

Grammatikalische Struktur

Der Vers beginnt mit der Anrede Elohim (Gott), die den persönlichen Bezug des Psalmisten zu Gott unterstreicht. Das Verb limmadtani (du hast mich gelehrt) steht in der Perfektform und drückt eine Handlung aus, die in der Vergangenheit begann und bis in die Gegenwart fortwirkt.

Die Zeitangabe minne'uray (von meiner Jugend an) betont den frühen Beginn der Gottesbeziehung. Das Wort ne'urim (Jugend) bezeichnet die Zeit der Formung und des Lernens.

Die Wendung ve'ad hennah (und bis hierher/jetzt) verbindet Vergangenheit und Gegenwart und zeigt die Kontinuität der Erfahrung mit Gott.

Das Verb aggid (ich verkündige) steht im Imperfekt und drückt eine andauernde oder zukünftige Handlung aus - das Zeugnisgeben ist eine fortlaufende Aufgabe.

Der Vers endet mit nifle'oteycha (deine Wunder), wobei nifla'ot von der Wurzel pala (wunderbar sein, außergewöhnlich sein) stammt und Gottes übernatürliches Wirken bezeichnet.

Theologische Schwerpunkte

Gottes Erziehung von Jugend an: Der Psalm betont, dass Gott den Psalmisten von Kindheit an unterwiesen hat. Dies entspricht dem biblischen Ideal der frühen religiösen Erziehung (5Mo 6:7; Spr 22:6).

Lebenslanges Zeugnis: Der Psalmist sieht es als seine Aufgabe, Gottes Wundertaten zu verkündigen. Diese Verpflichtung zum Zeugnis findet sich auch in Ps 78:3-4, wo die Weitergabe von Gottes Taten an die nächste Generation betont wird.

Gottes Wundertaten: Der Begriff nifla'ot verweist auf Gottes außergewöhnliches Handeln in der Geschichte Israels, besonders beim Exodus (2Mo 15:11), aber auch im persönlichen Leben des Gläubigen.

Kontext im Psalm 71

Psalm 71 ist ein individuelles Klagelied eines älteren Menschen, der auf ein Leben mit Gott zurückblickt. Der Psalmist befindet sich in einer Krisensituation (Verse 4, 10-11, 13) und bittet um Gottes Hilfe.

Vers 17 steht im Kontext des Rückblicks auf Gottes treue Führung. Der Psalmist erinnert sich an Gottes Unterricht von Jugend an und verpflichtet sich, weiterhin von Gottes Wundern zu zeugen - trotz des hohen Alters (Vers 18).

Die Struktur zeigt eine Bewegung von der Vergangenheit (du hast mich gelehrt) über die Gegenwart (bis hierher verkündige ich) zur Zukunft (Vers 18: auch im Alter werde ich nicht aufhören).

Verbindungen zum Neuen Testament

Das Prinzip der frühen geistlichen Unterweisung findet sich auch im NT: Timotheus wurde von Kindheit an in der Schrift unterwiesen (2Tim 3:15).

Die Aufgabe, Gottes Taten zu verkündigen, wird im NT zum missionarischen Auftrag erweitert (Apg 1:8; 1Petr 2:9).

Praktische Anwendung

Der Vers ermutigt dazu, die eigene geistliche Biographie zu reflektieren und Gottes Führung von früher Kindheit an zu erkennen. Er ruft dazu auf, das Zeugnis von Gottes Wirken an die nächste Generation weiterzugeben und ein Leben lang treu im Glauben zu bleiben.

Parallelstellen

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