Das volle Heil in Christo: Unterschied zwischen den Versionen
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Von Christus geht aller Segen Gottes durch die lebendigen Kanäle Seiner Glieder zu dem Volke Gottes und von diesen zu allen Völkern dieser Erde, soweit sie sich mit Abraham segnen lassen wollen. Alle aber, die sich gegen das Volk Abrahams auflehnen und damit auch immer gegen das Heil in Christo revoltieren, sind Opfer satanischer Verführung. Wie das Volk Gottes durch die Barmherzigkeit und Geduld Gottes getragen wird, so ist die Gemeinde als eine Neuschöpfung von der Liebe Christi durchdrungen, die sich auch auf Verführte und feinde ergießt, [[2Kor 5:14]].17; [[Mt 5:44]]-48.<br/><br/> | Von Christus geht aller Segen Gottes durch die lebendigen Kanäle Seiner Glieder zu dem Volke Gottes und von diesen zu allen Völkern dieser Erde, soweit sie sich mit Abraham segnen lassen wollen. Alle aber, die sich gegen das Volk Abrahams auflehnen und damit auch immer gegen das Heil in Christo revoltieren, sind Opfer satanischer Verführung. Wie das Volk Gottes durch die Barmherzigkeit und Geduld Gottes getragen wird, so ist die Gemeinde als eine Neuschöpfung von der Liebe Christi durchdrungen, die sich auch auf Verführte und feinde ergießt, [[2Kor 5:14]].17; [[Mt 5:44]]-48.<br/><br/> | ||
==='''II. Die bessere Gerechtigkeit'''=== | |||
Viele Menschen sind der Meinung, wenn sie keine ausgesprochenen Wegelagerer, Diebe, Hurer und Mörder seien, dann wären sie gerecht, und Gott könne mit solchen braven Menschen doch zufrieden sein. Wie wäre wohl einer Frau zumute, wenn sich ihr Mann nicht das geringste um sie kümmert und sich doch vor ihr brüstet, schon deshalb ein guter Ehegemahl zu sein, weil er kein Gangster ist. Gott ist unser Schöpfer, Erlöser und Erhalter. Lieben wir Ihn? Danken wir Ihm? Kennen wir überhaupt Sein Wort, das Er uns in Seiner Großen Liebe als Wegleitung gegeben hat? Respektieren wir seinen heiligen Willen: Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig vor Ihm zu sein, wie wir es in [[Mi 6:8]] lesen können? Sind wir je vor Seiner großen Gabe auf Golgatha in die Knie gesunken? Lassen wir uns durch Seinen Heiligen Geist führen, um innerlich voll beglückt auch andere beglücken zu können? | |||
Dann gibt es andere, die wie der Pharisäer von [[Lk 18:11]] f. Gott zwar danken und auch Sein Wort kennen, aber alles aus einer falsch verstandenen Gesetzesbeobachtung selbst erfüllen wollen und so zu Verächtern jener werden, die in Sünde gefallen sind. Sie nehmen es so genau, dass sie von 20 Kümmelkörnchen 2 dem Herrn als Zehnten geben, aber das Wichtigste, Gottes Liebe, Güte und Barmherzigkeit nicht in ihr Herz dringen lassen, [[Mt 23:23]]. Auch der Pharisäer Saul von Tarsus rühmte sich einst seiner weißen Weste als eine Gerechtigkeit vor den Augen der Menschen. Dabei war er nicht nur unduldsam gegen Andersdenkende, sondern meinte sogar Gott einen Gefallen zu tun, wenn er die Nicht-wie-er-Gläubigen verfolgte. So hatte er "Wohlgefallen" an der unter seiner Leitung erfolgten Steinigung des Stephanus. Frommes Fleisch verfolgt immer den Geist, und Selbstgerechtigkeit ärgert sich an der Gnade, durch die das All versöhnt wurde, [[Kol 1:19]]-23. Wieviele Gesetzeseiferer gibt es doch in Synagogen, Kirchen und Gemeinschaften, die anderen nicht nur das Leben schwer machen, sondern trotz ihrer vielen frommen Worte die größte Sünde begehen, die es gibt: ein Hindernis auf dem Weg zum Sohn der Gottesliebe zu sein.<br/><br/> | |||
====Ohne Gesetz gerecht==== | |||
Das Ziel des Gesetzes war, Gott von ganzem Herzen zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst, [[Mt 22:37]]-40; [[5Mo 6:5]], [[3Mo 19:18]]. Der Weg zu diesem Ziel aber ist allein Jesus Christus, der das ganze Gesetz erfüllte. denn was dem schwachen Fleisch nicht möglich war zu erfüllen, das tat Gott durch die Hingabe Seines Sohnes Jesus Christus [[Röm 8:3]]. So erwirkte das für uns vergossene Blut Jesu Christi die Gerechtigkeit Gottes, die besser ist als die der Schriftgelehrten der Pharisäer, [[Mt 5:20]]. | |||
"Gerecht geworden durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesu Christus, durch welchen wir auch Zugang haben im Glauben zu der Gnade, in der wir stehen ... denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in. unser Herz, [[Röm 5:1]]-5. Eine Liebe, die sich nicht nur mit den Guten und braven verbindet, sondern sich auch der Verlorenen erbarmt. "Denn wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Anpruch auf Dank habt ihr dann? Auch die Sünder liegen ja die, welche ihnen Liebe erweisen. Und wenn ihr nur denen Gutes erweist, die euch Gutes tun: Welchen Anspruch auf Dank habt ihr dann? Auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr das Geliehene zurückzuerhalten erhofft: Welchen Anspruch auf Dank habt ihr dann? Auch die Sünder leihen den Sündern, um ebenso viel zurückzuerhalten. Nein, liebet eure Feinde, tut Gutes und leihet aus, ohne etwas zurück zu erwarten! Dann wir euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn Er ist auch gegen die Undankbaren und Bösen gütig. Seid barmherzig, wie euer Vater (im Himmel) barmherzig ist!" [[Lk 6:33]]-36. Solche Worte sind keinem irdischen Koma entsprungen; das ist Gottesluft, in der die vom Geiste Gottes erneuerten Menschen atmen.<br/><br/> | |||
====Christi Wirken in uns==== | |||
Es stände sicherlich besser um Kirche und Gemeinde, wenn weniger gepredigt und dafür mehr getan würde. Und doch sollten wir auch das andere Übel erkennen, wenn solche, die Christus erkannt haben, Selbst noch alles tun wollen. Nicht in uns, sondern in Christus liegt das Wollen und Vollbringen, [[Phil 2:13]]. Das ist keine Aufforderung zur Lässigkeit, sondern ganz im Gegenteil ein Zusammenwirken mit Gott, und darum ein Auswirken Seiner Kraft in Frucht und Zittern, [[Phil 2:12]]. | |||
Wir brauchen und können uns keine Gerechtigkeit erschuften, wir sollten uns als Gerechte und damit als Lebendiggemachte Gott. ganz hingeben. und unsere Glieder Ihm als Waffen der Gerechtigkeit zur Verfügung stellen. | |||
Wieviel Gesetzes- und Lohndienerei gibt es doch noch unter den Gläubigen, wenn sie die 3 "ohne" im dritten Kapitel des Römerbriefes nicht beachten: | |||
::[[Röm 3:21]]: o h n e Gesetz Gottes Gerechtigkeit | |||
::[[Röm 3:24]]: o h n e Verdienst aus Gnaden erlöst, | |||
::[[Röm 3:28]]: o h n e Gesetzeswerk gerechtfertigt. | |||
Es ist ein bedauerliches Missverständnis, dass viele Schriftstellen des Neuen Bundes, die von "Seinen Geboten" sprechen, als von den 10 Geboten handelnd, ausgelegt werden. Die Sittennorm vom Sinai ist eine Regelung für das Fleisch, denn für den gErechten ist kein Gesetz gegeben. [[1Tim 1:9]]. SEINE Gebote, das meint Christi neue Glaubens- und Liebesanweisung, können aus [[Joh 13:24]]; [[Joh 16:10]] und [[1Jo 3:23]] deutlich ersehen werden.<br/><br/> | |||
====Recht als das allein Richtige==== | |||
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Version vom 27. Juni 2024, 11:38 Uhr
Letztes Geschehen nach der Bibel
Abschrift des Buches von W. J. Pasedag (1975)
Morgenland Verlag - Bieselsberg
Die Schrift ist antiquarisch noch erhältlich
siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis
Letztes Geschehen nach der Bibel
B. Das volle Heil in Christo
Das Unheil der Menschen begann bereits mit Adam, obwohl ihn Gott ins Paradies gesetzt hatte. Er war, wie schon sein Name sagt, aus der adamah, der Erde, und kehrt als Sünder. zu ihr zurück. Der Name Adam besteht im Grundtext der Bibel aus 2 Silben und den drei Buchstaben aleph, daleth und mem. Teilt man die Silben, so bedeutet das erst a-dam das erst Blut. Da Vokale auch ausgewechselt werden dürfen, bedeutet adom der Rötliche, eine Bezeichnung für den Feind, siehe Edom, Jes 34:5-9. Aber auch dameh, "ähnlich sein", ist wurzelmäßig vorhanden. Das alles bedeutet in 4 Buchstaben ausgedrückt: Der erste in der Ähnlichkeit Gottes erschaffene Mensch wird zu Feind und seine Erlösung von der Erde erfordert das Blut des Ersten, was nach Kol 1:14-17 nur Jesus Christus ist. Die Zahlen dagegen erzählen Adam = 1-4-40 ist der Erste (1) auf dieser Erde (4), welcher der Prüfung (40) ausgesetzt war; aber er hat diese Prüfung leider nicht bestanden. Darum muss nach göttlichem Geheimnis aus dem Ersten der Letzte werden (Mt 19:30). So ward der erste Adam. zu einer lebendigen Seele, welche sündigte und sterben muss, der letzte Adam aber zu Geist, der lebendig macht, 1Kor 15:45. Wird nach dem Atbasch-Verfahren (der erste Buchstabe des Alphabetes wird mit dem letzten vertauscht, so auch der zweite usw.) aus 1-3-40 nun 400-100-10, so haben wir 45 + 510 = 555. Wie Gott einen Adam zum Haupt der Menschheit gesetzt hatte, so wurde Nebukadnezar, der König von Babel, zum "Haupt der Nationen" eingesetzt, siehe Dan 2:28. Er starb, wie wir wissen, am 3. Oktober 562. Und auf den Tag genau 555 Jahre später wurde Jesus Christus geboren. Der erste war irdisch, der andere aber der Herr des Himmels, der den Tod besiegte 1Kor 15:47+57.
So ist der Letzte in Gottes Liebesrat der Heilbringer. Darum lesen wir in Hebr 1:1.22 "Auf vielen Gebieten und in mancherlei Weisen hat Gott vordem zu den Vätern durch die Propheten gesprochen, nun aber spricht Er als Letztes in diesen Tagen zu uns durch den Sohn." Im Anfang starb Abel (5-2-30 = 37) als der erste Märtyrer, hinweisen auf Jesus (888 = 24 x 37), der als Letzten dem Antichristen (666 = 18 x 37) tötet und damit als der Sohn Gottes alle Sünde (chata, 8-9-1 = 18) abtut.
Durch diesen Sohn sind wir nicht mehr Übertreter und Feinde, sondern ebenfalls Söhne (Röm 5:6-10; Hebr 2:11-15) und weil wir Söhne sind, auch Erben (Röm 8:17; Gal 4:7; Offb 21:7).
Wir erben nicht dies und das, sondern das für uns be stimmte große Los und Erbgut heißt Jesus Christus. Wir verachten keineswegs Jugend, Gesundheit, Schönheit, Kunst, Ehe, Freundschaft, Wissen und Sachaffensfreude, aber sie sind vergänglich und darum nicht im mindesten mit Jesus zu vergleichen.
Watchman Nee, der standhafte Christuszeuge in Rot- China, bezeugte: "Nach Gottes Absicht ist Christus nicht nur der Geber aller Dinge; Er Selbst ist alles und gerade das, was wir brauche. Erst mit dieser Erkenntnis wissen wir, was wahres und lebendiges Christentum ist."
I. Vom Volk zur Gemeinde
Unsere Überschrift könnte leicht missverstanden werden, nämlich so, als ob die Gemeinde Jesu Christi als eine neue Körperschaft geschichtlich aus dem Volke Gottes sich heraus entwickelte und dieses ablöste. Leider ist dieses Missverständnis auch allgemein verbreitet. Aber so ist es keineswegs. Die Gemeinde hat ihren Anfang in Jesus Christus und damit schon vor Grundlegung der Welt, was der Apostel Paulus in Eph 1:4 auch deutlich bezeugt. Bevor es Menschen auf dieser Erde gab, waren die Glieder Jesu Christi schon existent in Ihm!
Und doch ist unsere Überschrift richtig. Jedes einzelne Glied der Gemeinde wächst z u dem von Gott bestimmten Zeitpunkt in die Gemeinschaft der Gottesfürchtigen hinein, wird dann aber von Jesus Christus Selbst ergriffen und zu IHM geführt und seiner Umwelt wieder zurückgegeben, um unter ihnen zur Verherrlichung Gottes und mit ihnen zum Segen zu sein. So sagt der Herr zu Paulus: "Dazu bin Ich dir erschienen ... dich h e r a u s n e h m e n d aus dem Volk und aus den Nationen, z u welchen I c h dich s c h i c k e, autzutun ihre Augen" Apg 26:17. Deshalb gibt es auf dieser Erde niemals eine isolierte Gemeinde, der nur vollkommene Leibesglieder beitreten könnten, weil ein Leibesglied immer von Gottesfürchtigen umgeben ist, wie Fleisch und Schale einer Frucht den Kern umschließen. Wie es auch kein Allerheiligstes ohne Heiligtum und Vorhof gibt.
Das wird in der Gemeinde zu Korinth sehr deutlich, weil Paulus sie anredet als: Geheiligte in Christo Jesu,
- berufene Heilige
- samt allen, die anrufen den Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Wie wir keine Starkstromleitung berühren können, so wäre es in einer Gemeinschaft, die nur aus exklusiven Vollkommenen be steht, für ein Kindlein in Christo nicht auszuhalten. Und selbst das unter den Berufenen auserwählte Christusglied bedarf noch des Wachstums. Deshalb bekennt sogar ein Paulus: "Nicht, dass ich es schon erhalten hätte oder gar vollendet sei. Doch ich jage ihm nach, dass ich ergreifen möchte, auf welches hin ich von Christo Jesu ergriffen ward. Brüder, ich schätze mich selber n och nicht als einer ein, der es ergriffen hat." Phil 3:12.12. Charles H. Spurgeon (1834-1892), der bekannte Londoner Prediger, erklärte: "Es gibt keine absolut vollkommene Gemeinde. Und wenn es sie gäbe, dürfte ich ihr nicht beitreten, weil sie sonst keine vollkommene Gemeinde mehr wäre." So wahr das ist, darf aber auch andererseits nicht übersehen werden, dass jedes Gemeindeglied dennoch vollkommen ist, nicht in sich, sondern in Christus, Kol 2:10.
Denn das ist gerade der wesentliche Unterschied zwischen Gemeinde und dem Tross jener Gottesfürchtigen, denen es weder nach Vollkommenheit verlangt noch nach dem ständigen "In Christo-Sein", wovon das Neue Testament 196-mal spricht (davon 164 mal allein bei Paulus). Das Gottes Volk ist zufrieden mit Schutz und irdischen Segnungen, die Auswahl derer aber, die mit Christus auferweckt sind, trachtet nach droben, Kol 3:1. Dennoch brauchen Volk. und Gemeinde einander, wie die 70 Palmbäume in Elim die 12 Quellen, aber auch umgekehrt die Quellen die Bäume brauche, 2Mo 15:27.
Gottes Menschenliebe
Weil sich Gott des Menschen erbarmte, der sich in seinen Lüsten und Begierden, und darum auch leider in Neid und Hass, verdarb, deshalb erzog Er Sich mit der Erwählung Abrahams ein Volk, das sein Vertrauen auf Gott setzen sollte. In der Mitte des auserwählten Volkes stellte Er das Heiligtum, das in der Wüste die Stiftshütte und im verheißenen Land der Tempel war. Dadurch sollten sie lernen, dass Gott Sich mit ihnen versöhnte und sie heiligt, das meint, als Gerecht von den anderen absondert. Als ein solches Volk sollten sie den heiligen Willen Gottes erkennen, aber auch damit lernen, dass sie nur der Messias als der König in ihrer Mitte befähigt, gerecht zu leben.
Als dieser König rund eineinhalb Jahrtausend oder genau 13 x 117 = 1521 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten auftrat, wurde er vom Volk freudig empfangen; aber für die Baumeister (Pharisäer, Schriftgelehrte und Priester) war Er der Stein des Anstoßes und Ärgernisses, 1Petr 2:6-8. Denn Christus predigte nicht das Gesetz, sondern Liebe, förderte nicht die Selbstgerechtigkeit, sondern brachte Sündenerkenntnis, trieb nicht die römische Besatzungsmacht aus dem Land, sondern das Böse aus dem Herzen und brachte auch keinen diplomatischen äußeren Frieden zustande, sondern den inneren Gottesfrieden.
Sol kam es dahin, dass die Oberen seines eigenen Volkes Ihn ans Kreuz brachten, nicht wissend, dass damit das Heil zur Vollendung geführt wurde. Der Messias-König sollte ja am Holz des Fluches sterben, um vom Fluch des Gesetzes zu erretten, Gal 3:13. Und obwohl Jesus Gottes Sohn war, musste Er doch durch Leiden Gehorsam lernen, um nicht allein die Sünde fortzunehmen, sondern auch wahres Leben, volle Gerechtigkeit und unvergängliches Wesen ans Licht zu bringen, 2Tim 1:10. Dadurch wurde Satan als das Haupt der Bosheit besiegt, das Volk Israel für Gott zurück erkauft und die ganze Menschheit errettet, Jes 53:8; 1Jo 2:2. Der Mensch kann sich nicht selbst von der Sünde des Ichwesens er retten, sondern muss sich erretten lassen. Die Aneignung dieser von Christus erwirkten Errettung geschieht durch den Glauben an Jesus Christus als das einzige von Gott geschenkte Heil. Das ist der Weg des Glaubens, den die Gemeinde geht. Niemand wird vor Gott durch seine Taten gerecht, sondern weil uns der Sohn Gottes die Gerechtigkeit Gottes erwirkte, deshalb folgen die guten Werke der Errettung nach wie die Frucht der Blüte, Eph 2:8-10.
Die Säulen des Volkes
Die Glaubensd en, die Sich Gott der Vater durch Seinen Sohn Jesus Christus erwählte (Mt 11:27), sind die Säulen des Volkes Gottes.
Wie ein Haus auf einem Fundament ruht, das schon vor dem Gebäude existierte, so gab es auch schon lange vor dem Volke Gottes christusbegnadete Gemeindeglieder als Männer des Glaubens. Die Siegesallee des Glaubens in Hebr 11 nennt in Hebr 11:4-7 Abel, Henoch und Noah. Abel als der erste Märtyrer weist auf das Blut Jesu, das uns erlöst, Hebr 12:24; Henoch predigt das Kommen Jesu zu unserer Errettung, Jud 1:14; und Noah ist der Mann, bei dem wir zum ersten mal in unserer Bibel das Wort Gnade finden; 1Mo 6:8. Diese Gottbegeisteten, eben solche, in denen der Geist Christi war (1Petr 1:10-12), wurden später als Patriarchen , Propheten und Gesandte (Apostel) bezeichnet. Diese alle, die sich auf Jesus Christus gründen, n och bevor Er in Bethlehem als Mensch geboren wurde und auf Golgatha starb, bilden den Grundstock der Gemeinde, Eph 2:20.
Dadurch, dass Christus die Gottesgemeinde, auf Sich selbst gründend, mit lebendigen Steinen bis zum Tag der Entrückung baut (Mt 16:18), ist ebenso auch die Existenz des Gottesvolkes, solange die Erde steht, gesichert. Doch beide, Gemeinde und Volk, bedürfen einander, so wie ein Arzt nicht ohne Patienten sein kann, und der Pflegebedürftige ohne Arzt verderben würde. durch die Zerstreuung des Volkes Israel unter alle Völker ist auch die Basis des "Kirchenvolkes" großer geworden. Aber auch die Gemeinde Jesu Christi hat den Weg. zu allen Völkern gefunden, Apg 10:34.35; Röm 1:5.
Gott hatte schon dem Abraham als Vater und Vorbild des Glaubens zugesichert: "Ich will dich zum großen Volk machen ... und m i t d i r sollen sich segnen alle Geschlechter der Erde." 1Mo 12:2.3.
Hier sollte es keine Verwechslungen geben: I s r a e l (was natürlich weit über den Rahmen des nur allein sichtbaren Rahmens des Hauses Juda hinausgeht) ist das einzige auserwählte Volk auf dieser Erde. V o l k Gottes ist aber nicht gleichbedeutend mit G e m e i n d e. In das Volk wird man hineingeboren und durch Gesetze zusammengebunden. Die Gemeinde Jesu Christi aber besteht aus Wiedergeborenen und durch die Gnade Herausgerufenen.
Von Christus geht aller Segen Gottes durch die lebendigen Kanäle Seiner Glieder zu dem Volke Gottes und von diesen zu allen Völkern dieser Erde, soweit sie sich mit Abraham segnen lassen wollen. Alle aber, die sich gegen das Volk Abrahams auflehnen und damit auch immer gegen das Heil in Christo revoltieren, sind Opfer satanischer Verführung. Wie das Volk Gottes durch die Barmherzigkeit und Geduld Gottes getragen wird, so ist die Gemeinde als eine Neuschöpfung von der Liebe Christi durchdrungen, die sich auch auf Verführte und feinde ergießt, 2Kor 5:14.17; Mt 5:44-48.
II. Die bessere Gerechtigkeit
Viele Menschen sind der Meinung, wenn sie keine ausgesprochenen Wegelagerer, Diebe, Hurer und Mörder seien, dann wären sie gerecht, und Gott könne mit solchen braven Menschen doch zufrieden sein. Wie wäre wohl einer Frau zumute, wenn sich ihr Mann nicht das geringste um sie kümmert und sich doch vor ihr brüstet, schon deshalb ein guter Ehegemahl zu sein, weil er kein Gangster ist. Gott ist unser Schöpfer, Erlöser und Erhalter. Lieben wir Ihn? Danken wir Ihm? Kennen wir überhaupt Sein Wort, das Er uns in Seiner Großen Liebe als Wegleitung gegeben hat? Respektieren wir seinen heiligen Willen: Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig vor Ihm zu sein, wie wir es in Mi 6:8 lesen können? Sind wir je vor Seiner großen Gabe auf Golgatha in die Knie gesunken? Lassen wir uns durch Seinen Heiligen Geist führen, um innerlich voll beglückt auch andere beglücken zu können?
Dann gibt es andere, die wie der Pharisäer von Lk 18:11 f. Gott zwar danken und auch Sein Wort kennen, aber alles aus einer falsch verstandenen Gesetzesbeobachtung selbst erfüllen wollen und so zu Verächtern jener werden, die in Sünde gefallen sind. Sie nehmen es so genau, dass sie von 20 Kümmelkörnchen 2 dem Herrn als Zehnten geben, aber das Wichtigste, Gottes Liebe, Güte und Barmherzigkeit nicht in ihr Herz dringen lassen, Mt 23:23. Auch der Pharisäer Saul von Tarsus rühmte sich einst seiner weißen Weste als eine Gerechtigkeit vor den Augen der Menschen. Dabei war er nicht nur unduldsam gegen Andersdenkende, sondern meinte sogar Gott einen Gefallen zu tun, wenn er die Nicht-wie-er-Gläubigen verfolgte. So hatte er "Wohlgefallen" an der unter seiner Leitung erfolgten Steinigung des Stephanus. Frommes Fleisch verfolgt immer den Geist, und Selbstgerechtigkeit ärgert sich an der Gnade, durch die das All versöhnt wurde, Kol 1:19-23. Wieviele Gesetzeseiferer gibt es doch in Synagogen, Kirchen und Gemeinschaften, die anderen nicht nur das Leben schwer machen, sondern trotz ihrer vielen frommen Worte die größte Sünde begehen, die es gibt: ein Hindernis auf dem Weg zum Sohn der Gottesliebe zu sein.
Ohne Gesetz gerecht
Das Ziel des Gesetzes war, Gott von ganzem Herzen zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst, Mt 22:37-40; 5Mo 6:5, 3Mo 19:18. Der Weg zu diesem Ziel aber ist allein Jesus Christus, der das ganze Gesetz erfüllte. denn was dem schwachen Fleisch nicht möglich war zu erfüllen, das tat Gott durch die Hingabe Seines Sohnes Jesus Christus Röm 8:3. So erwirkte das für uns vergossene Blut Jesu Christi die Gerechtigkeit Gottes, die besser ist als die der Schriftgelehrten der Pharisäer, Mt 5:20.
"Gerecht geworden durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesu Christus, durch welchen wir auch Zugang haben im Glauben zu der Gnade, in der wir stehen ... denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in. unser Herz, Röm 5:1-5. Eine Liebe, die sich nicht nur mit den Guten und braven verbindet, sondern sich auch der Verlorenen erbarmt. "Denn wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Anpruch auf Dank habt ihr dann? Auch die Sünder liegen ja die, welche ihnen Liebe erweisen. Und wenn ihr nur denen Gutes erweist, die euch Gutes tun: Welchen Anspruch auf Dank habt ihr dann? Auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr das Geliehene zurückzuerhalten erhofft: Welchen Anspruch auf Dank habt ihr dann? Auch die Sünder leihen den Sündern, um ebenso viel zurückzuerhalten. Nein, liebet eure Feinde, tut Gutes und leihet aus, ohne etwas zurück zu erwarten! Dann wir euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn Er ist auch gegen die Undankbaren und Bösen gütig. Seid barmherzig, wie euer Vater (im Himmel) barmherzig ist!" Lk 6:33-36. Solche Worte sind keinem irdischen Koma entsprungen; das ist Gottesluft, in der die vom Geiste Gottes erneuerten Menschen atmen.
Christi Wirken in uns
Es stände sicherlich besser um Kirche und Gemeinde, wenn weniger gepredigt und dafür mehr getan würde. Und doch sollten wir auch das andere Übel erkennen, wenn solche, die Christus erkannt haben, Selbst noch alles tun wollen. Nicht in uns, sondern in Christus liegt das Wollen und Vollbringen, Phil 2:13. Das ist keine Aufforderung zur Lässigkeit, sondern ganz im Gegenteil ein Zusammenwirken mit Gott, und darum ein Auswirken Seiner Kraft in Frucht und Zittern, Phil 2:12.
Wir brauchen und können uns keine Gerechtigkeit erschuften, wir sollten uns als Gerechte und damit als Lebendiggemachte Gott. ganz hingeben. und unsere Glieder Ihm als Waffen der Gerechtigkeit zur Verfügung stellen.
Wieviel Gesetzes- und Lohndienerei gibt es doch noch unter den Gläubigen, wenn sie die 3 "ohne" im dritten Kapitel des Römerbriefes nicht beachten:
Es ist ein bedauerliches Missverständnis, dass viele Schriftstellen des Neuen Bundes, die von "Seinen Geboten" sprechen, als von den 10 Geboten handelnd, ausgelegt werden. Die Sittennorm vom Sinai ist eine Regelung für das Fleisch, denn für den gErechten ist kein Gesetz gegeben. 1Tim 1:9. SEINE Gebote, das meint Christi neue Glaubens- und Liebesanweisung, können aus Joh 13:24; Joh 16:10 und 1Jo 3:23 deutlich ersehen werden.
Recht als das allein Richtige
