Das Zeitgeschehen im Scheinwerfer der Prophetie III.: Unterschied zwischen den Versionen

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=='''119. Das Zeitgeschehen im Scheinwerfer der Prophetie III.'''==
=='''119. Das Zeitgeschehen im Scheinwerfer der Prophetie III.''’==
Die Bibel sieht die gesamte Menschheit in der Dreiteilung: Nationen, Juden, Christen.
 
Zahlenmäßig und weltgeschichtlich gesehen haben die Nationen den Vorrang. Sie stehen an der Spitze aller Aktionen und sind bis zum Ende hin der Hauptfaktor.
 
Die Juden sind eine geheimnisvolle Nation unter den Nationen und spielen zu allen Zeiten eine große, oft entscheidende Rolle. Ihre Einflussnahme ist meisten hintergründig, aber gerade deswegen von großer Bedeutung. In der Endzeit t reten sie führungsmäßig mehr in den Vordergrund. Aus diesen und anderen Gründen werden sie zuletzt '''ein Weltärgernis''' werden.
 
Cie christen, mit ihrem übernationalen Charakter und ihrer transzendenten Einstellung, sind seit ihrem Anfang „den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“. In der Endzeit werden sie wegen abgesonderten und reaktionären Haltung ein „Pfahl im Fleisch“ sein und werden von der gesamten Menschheit als „das Aufhaltende“ angesehen und dementsprechend behandelt. Deswegen wird man sie zu überwinden suchen mit allerlei geistreichen Künsten, die sich dann unter den Christen im „Abfall“ auswirken werden. Die Abgefallenen werden der Welt bzw. ihrem Fürsten, Satan, und seinem Statthalter, dem Antichristen sehr nützlich sein. <br/><br/>
 
==='''Das Wesen der Aufhaltenden'''===
Weil die Christen bis  zum nahen Ende wesensmäßig ''„die Aufhaltenden“'' sein werden, rücken sie darum auffällig in den Vordergrund. Die Aufmerksamkeit der ganzen Welt wird spontan auf sie gerichtet sein. Die glanzvolle Entwicklung des gesamten Weltgeschehens wird durch sie eine bedauernswerte Hemmung erfahren. Auf sie werden alle Augen argwöhnisch gerichtet sein. Die Christen werden darum im Ablauf des Endgeschehens der '''nächstliegende,''' zwar kleine, aber sehr widrige und herausfordernde Weltfaktor sein.
 
Beachten wir die Tatsache: Die „Mission“ der Christen muss vor dem Endakt der Nationen erfüllt sein. Also sind in der Endzeit '''erst die Christen in der Vollendung,''' danach die Nationen (samt den Juden). Wir werden uns darum bei der endgeschichtlichen Klarstellung zuerst mit den Christen befassen müssen. - Der nächstliegende Gegenstand  muss auch zunächst gesehen werden. Andernfalls ersteht eine unklare Schau.
 
Die Hauptmerkmale der  Christen haben wir bereits genannt: „Aufhaltende“ und „Abfall“. Diese beiden Merkmale  sind nicht nur für die Christen, sondern durch sie auch für die gesamte Menschheit von größter Bedeutung!
 
Der schlichte Ausdruck „Aufhaltende“ (2Thes 2:6.7) besagt eigentlich alles. „Der Mensch der Sünde“ wird nach der paulinischen Darstellung sich erst dann offenbaren können, wenn der und das Aufhaltende hinweggetan sein wird. - Was muss doch das „Aufhaltende“ für ein Hindernis sein, wenn die Offenbarung der größten Weltpersönlichkeit, mit ihren fantastischen und einmaligen Weltmaßnahmen, von der „Hinwegnahme der Aufhaltenden“ abhängig wird. <br/><br/>
 
====<big> Wer sind die Aufhaltenden?</big>====
Das Wesen „der Aufhaltenden“ braucht wohl nicht viel erklärt zu werden. Man denke nur an den Umstand, '''wer''' aufgehalten wird: „Der Mensch der Sünde“ (= der Antichrist). Demnach werden die Christen der antichristlichen Entwicklung radikal entgegenstehen. Sie werden im  zunehmenden „Unheil“ kraftvoll das „Heil“ bezeugen! Und das nicht zur zeugnismäßig (= auf der Kanzel), sondern auch lebensmäßig (= auf dem „Altar“). „Der Aufhaltende“ wird nicht nur im Widerspruch, sondern auch im Widersatz stehen. Damit ist das Wesen der „Aufhaltenden“ genau gekennzeichnet. Es ist sonnenklar, dass „die Aufhaltenden“ nur die wirklich Gläubigen, die Wieder-Geborenend (= Ekklelsia) sein können! -
 
Weiter muss uns klar werden, dass „die Aufhaltenden“ es nicht mit „dem Menschen der Sünde“ (= dem Antichrist) zu tun haben werden, - weil sie v o r seiner Offenbarung hinweggetan (= entrückt) sein werden, - sondern mit „'''den''' Menschen der Sünde“, d. h. mit dem '''ausreifenden Antichristentum!''' Die Tätigkeit der „Aufhaltenden“ liegt in der Ausreifezeit des Antichristentums!
 
Eine weitere Tatsache ist, dass „die Menschen der Sünde“ (= das Antichristentum) nicht nur zu überwinden, sondern auch  zu gewinnen suchen werden. Paulus stellt fest, d,ass der endgültige „Mensch der Sünde“ erst dann offenbar werden kann, wenn der „Abfall“ stattgefunden hat. In dieser Sicht erkennen wir, dass der „Abfall“ nicht nur die Überwindung des Christentums bedeutet, sondern erst recht dessen Gewinnung und Nutzbarmachung für das Antichristentum! „Die Menschen der Sünde“ benötigen die abgefallenen Christen wegen ihrer Sachkenntnis und Zweckdienlichkeit. <br/><br/>
 
==='''Die Menschen der Sünde'''===
Und nunist es sehr wichtig, „die Menschen der Sünde“ (= das Antichristentum) in ihrer Wesenhaftigkeit zu erkennen. Denn sie haben es mit den Christen entscheidend und endgültig zu tun. Was sind das für „Menschen der Sünde“?  Etwa die waschechten Atheisten? Oder die skrupellosen dunkeln Gestalten des Abgrunds? Wir täuschen uns wohl sehr, wenn wir das annehmen. Der nackte, mittelalterlicher, rationalistische Atheismus ist eine überwundene und überstandene Angelegenheit. Die wenigen noch verbleibenden Atheisten sind bedeutungslos.  Und die Gauner und Spitzbuben des Abgrunds werden im hoch entwickelten ethischen Lebensraum der Endzeit keine große Bewegungsfreiheit haben.
 
Um „die Menschen der Sünde“ verstehen zu können, denke man an die Tatsache, dass der letzte „Mensch der Sünde“ (= der Antichrist) eine streng religiöse Persönlichkeit mit einer erstaunlichen und sehr würdigen kultischen Haltung sein wird. (2Thes 2:4). Zweifellos ein Weltkirchenmann größten Formats! Er wird „das Bild anbeten lassen“ (Offb 13:15). Man überlege, was „anbeten“ bedeutet! Das ist nicht nur eine völkisch politischem sondern vornehmlich eine geistig religiöse Angelegenheit! Die „Zeichen“ und der „falsche Prophet“ (Offb 16:14; Offb 19:29) sind dafür beste Bestätigung. „Der Mensch der Sünde“ wird sich in titanischer Weiser auf streng geistig-religiösen und kirchlichen Bahnen bewegen. Er wird darum vor der Welt nicht der Antichrist sein, sondern der '''Anstatt'''christ! Er wird der christlichen Welt der ersehnte Christus sein. - Übersehen wir nicht die Tatsache, dass der Stamm-Vater der Antichristen noch nie ein Atheist war. Seine Theologie lautet: „'''Ihr''' werden sein wie Gott!“
 
Auf diesen Bahnen sind „die Menschen der  Sünde“ zu sehen. Sie sind ja der tragende Organismus des Antichristen und haben darum sein Wesen (Mt 24:5.24). Sie sind gleichfalls nicht im antichristlichen, sondern im '''anstatt'''christlichen Sinne  zu verstehen. '''Das Antichristentum ist das vortäuschende Christentum!''' Es führt die Behauptung, ,treu an Stelle des Christus zu stehen. Das Antichristentum ist, kurz und deutlich gesagt, das vereinigte und darum beglückende Weltchristentum, das das sektiererische pietistische Winkelchristentum mit seinen überlebten Lehrbegriffen bewusst überwinden will. - Man verkennt das Antichristentum vollkommen, wenn man es nicht im Sinne des „Anstatt“ sieht.
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====<big>Das Antichristentum</big>====
Damit haben wir die Art und Weise des „Abfalls“ festgestellt.
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Version vom 24. April 2022, 16:52 Uhr

Abschrift der Sammlung: Prophetische Traktate - Band 2
von Friedrich Malessa 1895-1981

Mit freundl. Genehmigung von Joh. Ullmann
Als Abschrift dort noch erhältlich.

Siehe weitere Abschriften

Inhaltsverzeichnis Band 1
Inhaltsverzeichnis Band 2

In Bearbeitung

'119. Das Zeitgeschehen im Scheinwerfer der Prophetie III.

Die Bibel sieht die gesamte Menschheit in der Dreiteilung: Nationen, Juden, Christen.

Zahlenmäßig und weltgeschichtlich gesehen haben die Nationen den Vorrang. Sie stehen an der Spitze aller Aktionen und sind bis zum Ende hin der Hauptfaktor.

Die Juden sind eine geheimnisvolle Nation unter den Nationen und spielen zu allen Zeiten eine große, oft entscheidende Rolle. Ihre Einflussnahme ist meisten hintergründig, aber gerade deswegen von großer Bedeutung. In der Endzeit t reten sie führungsmäßig mehr in den Vordergrund. Aus diesen und anderen Gründen werden sie zuletzt ein Weltärgernis werden.

Cie christen, mit ihrem übernationalen Charakter und ihrer transzendenten Einstellung, sind seit ihrem Anfang „den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit“. In der Endzeit werden sie wegen abgesonderten und reaktionären Haltung ein „Pfahl im Fleisch“ sein und werden von der gesamten Menschheit als „das Aufhaltende“ angesehen und dementsprechend behandelt. Deswegen wird man sie zu überwinden suchen mit allerlei geistreichen Künsten, die sich dann unter den Christen im „Abfall“ auswirken werden. Die Abgefallenen werden der Welt bzw. ihrem Fürsten, Satan, und seinem Statthalter, dem Antichristen sehr nützlich sein.

Das Wesen der Aufhaltenden

Weil die Christen bis zum nahen Ende wesensmäßig „die Aufhaltenden“ sein werden, rücken sie darum auffällig in den Vordergrund. Die Aufmerksamkeit der ganzen Welt wird spontan auf sie gerichtet sein. Die glanzvolle Entwicklung des gesamten Weltgeschehens wird durch sie eine bedauernswerte Hemmung erfahren. Auf sie werden alle Augen argwöhnisch gerichtet sein. Die Christen werden darum im Ablauf des Endgeschehens der nächstliegende, zwar kleine, aber sehr widrige und herausfordernde Weltfaktor sein.

Beachten wir die Tatsache: Die „Mission“ der Christen muss vor dem Endakt der Nationen erfüllt sein. Also sind in der Endzeit erst die Christen in der Vollendung, danach die Nationen (samt den Juden). Wir werden uns darum bei der endgeschichtlichen Klarstellung zuerst mit den Christen befassen müssen. - Der nächstliegende Gegenstand muss auch zunächst gesehen werden. Andernfalls ersteht eine unklare Schau.

Die Hauptmerkmale der Christen haben wir bereits genannt: „Aufhaltende“ und „Abfall“. Diese beiden Merkmale sind nicht nur für die Christen, sondern durch sie auch für die gesamte Menschheit von größter Bedeutung!

Der schlichte Ausdruck „Aufhaltende“ (2Thes 2:6.7) besagt eigentlich alles. „Der Mensch der Sünde“ wird nach der paulinischen Darstellung sich erst dann offenbaren können, wenn der und das Aufhaltende hinweggetan sein wird. - Was muss doch das „Aufhaltende“ für ein Hindernis sein, wenn die Offenbarung der größten Weltpersönlichkeit, mit ihren fantastischen und einmaligen Weltmaßnahmen, von der „Hinwegnahme der Aufhaltenden“ abhängig wird.

Wer sind die Aufhaltenden?

Das Wesen „der Aufhaltenden“ braucht wohl nicht viel erklärt zu werden. Man denke nur an den Umstand, wer aufgehalten wird: „Der Mensch der Sünde“ (= der Antichrist). Demnach werden die Christen der antichristlichen Entwicklung radikal entgegenstehen. Sie werden im zunehmenden „Unheil“ kraftvoll das „Heil“ bezeugen! Und das nicht zur zeugnismäßig (= auf der Kanzel), sondern auch lebensmäßig (= auf dem „Altar“). „Der Aufhaltende“ wird nicht nur im Widerspruch, sondern auch im Widersatz stehen. Damit ist das Wesen der „Aufhaltenden“ genau gekennzeichnet. Es ist sonnenklar, dass „die Aufhaltenden“ nur die wirklich Gläubigen, die Wieder-Geborenend (= Ekklelsia) sein können! -

Weiter muss uns klar werden, dass „die Aufhaltenden“ es nicht mit „dem Menschen der Sünde“ (= dem Antichrist) zu tun haben werden, - weil sie v o r seiner Offenbarung hinweggetan (= entrückt) sein werden, - sondern mit „den Menschen der Sünde“, d. h. mit dem ausreifenden Antichristentum! Die Tätigkeit der „Aufhaltenden“ liegt in der Ausreifezeit des Antichristentums!

Eine weitere Tatsache ist, dass „die Menschen der Sünde“ (= das Antichristentum) nicht nur zu überwinden, sondern auch zu gewinnen suchen werden. Paulus stellt fest, d,ass der endgültige „Mensch der Sünde“ erst dann offenbar werden kann, wenn der „Abfall“ stattgefunden hat. In dieser Sicht erkennen wir, dass der „Abfall“ nicht nur die Überwindung des Christentums bedeutet, sondern erst recht dessen Gewinnung und Nutzbarmachung für das Antichristentum! „Die Menschen der Sünde“ benötigen die abgefallenen Christen wegen ihrer Sachkenntnis und Zweckdienlichkeit.

Die Menschen der Sünde

Und nunist es sehr wichtig, „die Menschen der Sünde“ (= das Antichristentum) in ihrer Wesenhaftigkeit zu erkennen. Denn sie haben es mit den Christen entscheidend und endgültig zu tun. Was sind das für „Menschen der Sünde“? Etwa die waschechten Atheisten? Oder die skrupellosen dunkeln Gestalten des Abgrunds? Wir täuschen uns wohl sehr, wenn wir das annehmen. Der nackte, mittelalterlicher, rationalistische Atheismus ist eine überwundene und überstandene Angelegenheit. Die wenigen noch verbleibenden Atheisten sind bedeutungslos. Und die Gauner und Spitzbuben des Abgrunds werden im hoch entwickelten ethischen Lebensraum der Endzeit keine große Bewegungsfreiheit haben.

Um „die Menschen der Sünde“ verstehen zu können, denke man an die Tatsache, dass der letzte „Mensch der Sünde“ (= der Antichrist) eine streng religiöse Persönlichkeit mit einer erstaunlichen und sehr würdigen kultischen Haltung sein wird. (2Thes 2:4). Zweifellos ein Weltkirchenmann größten Formats! Er wird „das Bild anbeten lassen“ (Offb 13:15). Man überlege, was „anbeten“ bedeutet! Das ist nicht nur eine völkisch politischem sondern vornehmlich eine geistig religiöse Angelegenheit! Die „Zeichen“ und der „falsche Prophet“ (Offb 16:14; Offb 19:29) sind dafür beste Bestätigung. „Der Mensch der Sünde“ wird sich in titanischer Weiser auf streng geistig-religiösen und kirchlichen Bahnen bewegen. Er wird darum vor der Welt nicht der Antichrist sein, sondern der Anstattchrist! Er wird der christlichen Welt der ersehnte Christus sein. - Übersehen wir nicht die Tatsache, dass der Stamm-Vater der Antichristen noch nie ein Atheist war. Seine Theologie lautet: „Ihr werden sein wie Gott!“

Auf diesen Bahnen sind „die Menschen der Sünde“ zu sehen. Sie sind ja der tragende Organismus des Antichristen und haben darum sein Wesen (Mt 24:5.24). Sie sind gleichfalls nicht im antichristlichen, sondern im anstattchristlichen Sinne zu verstehen. Das Antichristentum ist das vortäuschende Christentum! Es führt die Behauptung, ,treu an Stelle des Christus zu stehen. Das Antichristentum ist, kurz und deutlich gesagt, das vereinigte und darum beglückende Weltchristentum, das das sektiererische pietistische Winkelchristentum mit seinen überlebten Lehrbegriffen bewusst überwinden will. - Man verkennt das Antichristentum vollkommen, wenn man es nicht im Sinne des „Anstatt“ sieht.

Das Antichristentum

Damit haben wir die Art und Weise des „Abfalls“ festgestellt.