Der Mensch denkt, und Gott lenkt: Unterschied zwischen den Versionen

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=='''82. Der Mensch denkt, und Gott lenkt'''==
=='''82. Der Mensch denkt, und Gott lenkt''==
Dieser Spruch wird von allen gläubigen Menschen gern gebraucht, besonders in schwierigen Lebenslagen. Und wenn sich die Lebensverhältnisse über Erwarten herrlich erweisen, dann sagt man in glaubensvoller Überzeugung zur Ehre Gottes: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt.“ Dann ist es ein Glaubens- und Dankesspruch.
 
Tatsächlich ist es so, dass der Mensch im Blick auf seine Lebensvorgänge viel denkt.  Das ist sogar richtig und wichtig. Aber es kommt letztlich nicht auf sein Denken, sondern auf Gottes Lenken an. Nur gut, dass in allen menschlichen Lebensverhältnissen und Lebensentscheidungen nicht das eigene Denken ausschlaggebend ist, sondern Gottes Lenken. Man stelle sich vor, was das für ein Chaos geben würde, - sonderlich hinsichtlich des Gemeinschaftslebens - wenn nur das egoistische Denken das Lebensgefilde bestimmen würde. Wie gut ist es, dass alle irdischen Geschehnisse dem göttlichen Ziel vorbehalten sind Darum bleibt das Ziel bestehen: „Ende gut, alles gut!“
 
Nun ist aber der im Thema erwähnte Spruch von einem Menschen gebraucht worden, mit dem er die ganze  Welt stutzig machte. Am 8. März 1963 ist aus Rom folgender Vorgang veröffentlich worden: „Mit dem Wort ‚Der Mensch denkt,  und Gott lenkt‘ - aus dem Munde eine glühenden Atheisten ungewohnt - antwortete Chruschtschows Schwiegersohn Adschubij nach seiner gestrigen Audienz beim Papst auf die Frage, ob nun demnächst auch der sowjetische Ministerpräsident selbst von Johannes XXIII. empfangen werde.“ - In dieser Situation ist der Spruch: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“ wahrhaftig sehr auffällig. Nicht der Spruch an sich, sondern der Sprecher dieses Spruches macht die ganze Welt hellhörig und sogar fragend.
 
Ein Ereignis höchsten Grades wird hier bemerkbar. Man beachte die Tatsache: ein bewusster Atheist, sogar ein führender Atheist, der bis dahin über den Sinn dieses Spruches nur gelacht hat, bringt es fertig, vor dem höchsten Religionsführer der Welt, tief gebeugt  und ehrfurchtsvoll zu sagen: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt.“ Ist das nicht bedeutungsvoll?
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===Ein Vorgang von höchster Bedeutung===
Ob hinter diesem Ausspruch eine klare Überzeugung oder ein diplomatischer Trick liegt, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist festzustellen, dass ein führender Atheist in gewisser Verbeugung vor deinem führenden Religionsmann, - den er bis dahin ganz anders bewertet hat, - einen Ausspruch gebraucht, der mehr als auffällig ist. Man kann sagen: Ein bewusster Atheist stellt sich „gläubig“ auf die Seite des Religionsführers und anerkennt seine Glaubenshaltung. 
 
Dieser Vorgang sieht nach einer Kapitulation aus. Welche Seite sich hier kapitulationsbereit zeigt, ist klar. - Es kristallisiert sich ein Vorgang heraus, der von allergrößter Bedeutung ist. Die nahe Zukunft wird uns hierfür noch überraschende Bestätigungen bringen.
 
Nehmen wir bitte das eben genannte Geschehen zum Anlass, um das menschliche Denken und das göttliche Denken in der Weltgeschichte, sonderlich in der Endweltgeschichte festzustellen. Nur zwei Vorgänge wollen wir hier ins Auge fassen: Religion und Politik. Das sind die zwei Lebensräume, in denen das Endweltgeschehen entscheidend geprägt wird. - Freilich kann hier unsere Betrachtung nur im Telegrammstil erfolgen. Aber es handelt sich um außergewöhnliche Vorgänge, die genauestens beobachtet werden sollten. Sie beleuchten wichtige Geschehnisse unserer Zeit. <br/><br/>
 
====<big> Das Heilsvorhaben Gottes</big>====
Zunächst wollen wir das Heilsvorhaben Gottes, nämlich sein Lenken in der Unheilswelt, auf den Leuchter stellen. Dieses Lenken hat den Zweck des totalen Um-Lenkens. Das bekannte Wort Gottes sagt: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3:16). - Wahrhaftig, dein herrliches Lenkvorhaben Gottes. Es gewann Raum - geschichtlich gesehen - nicht nur im Morgenland und Abendland, sondern beeinflusste sämtliche Bezirke der Welt. Ds Heilszeugnis ist weltweit geworden.
 
Dem stellt sich das menschliche Denken entgegen. Schon in der Urchristenheit, und je länger je mehr, mühte sich das „menschliche Denken“ um eine Abzweigung auf der Lebensbahn. Gerade im christlichen Raum suchte man „Weichensteller“, die den Zug auf andere Gleise umrangieren sollten. Einige Weichensteller wollen wir hier nennen. Als ersten erwähnen wir den Rationalismus (Vernunftglaube). Sonderlich im Mittelalter gewann er den Höhepunkt. Die gesamte Christenheit wurde genötigt, nur an das zu glauben, was „vernünftig“ ist - Doch durch das Lenken Gottes wurde der Rationalismus mit seiner „Un-Vernunft“ entlarvt. <br/><br/>
 
====<big>Weltliche Weichensteller</big>====
Ein weiterer Weichensteller - als treuer Begleiter - ist der Liberalismus (= Freisinnigkeit). Was der Rationalismus nicht fertigbrachte, das sollte der Liberalismus durchführen. Tatsächlich gewann er Raum und Herrschaft nicht nur in den Köpfen frommer Menschen, sondern auch im gesamten theologischen Denken und Zeugen. Die theologischen Lehrstühle befinden sich im dicken Nebel des Liberalismus! Gerade hier stimmt der  Spruch: „Der Mensch denkt“ - Aber Gottes Lenken ist immer noch offenbar. Gott hat bislang noch genügend „Aufhaltende“, die dem „Glauben an die Lüge“ im Wege stehen. Die Wahrheits-Zeugen sind noch sieghaft.
 
Ein hervorragender Weichensteller ist der Theismus (= Gottglaube ohne Glauben an die Offenbarung). Hier ist ein hochverführerischer „Denk-Vorgang“ am Werk. Eine Gipfelmacheist es. Sie hat ihre Höhenfunktion in dem bereits weltumfassenden Bekenntnis: „Wir glauben alle an einen Gott“. Der Theismus ist für das menschliche Denken ein Grundprinzip.
 
Noch ein Weichensteller muss genannt werden: Atheismus (= Gottesleugnung). Die Vielzahl der Menschensorten erfordern die Vielzahl der Verführungsmethoden. Sonderlich die Menschen, die die Idee vertreten: „Wir schaffen es“, müssen atheistische Ideologie zur Grundlage haben. Der Atheismus ist ein großer Funktionär in der Religion. Sein Prinzip ist: „Ihr werdet sein wie Gott!“
Aus dem Atheismus entwickelte sich spontan der Nihilismus (= Umsturzlehre). Der Nihilismus ist radikal und fordert aus prinzipiellen Gründen den Umsturz. - Um den radikalen Umsturz im Sinne seiner Ideologie bewerkstelligen zu können, bemächtigt er sich auch der Politik (= Staatskunst). Die Staats- und Weltpolitik muss zur Hilfe herbeigerufen werden, damit der Umsturz radikal und total gelinge. Diktatorische Ideologie oder Macht-Ideologie. <br/><br/>
 
===Umsturz in der Politik===
Darum muss auch in der Politik ein radikaler Umsturz durchgeführt werden.
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Version vom 19. März 2022, 19:05 Uhr

Abschrift der Sammlung: Prophetische Traktate - Band 2
von Friedrich Malessa 1895-1981

Mit freundl. Genehmigung von Joh. Ullmann
Als Abschrift dort noch erhältlich.

Siehe weitere Abschriften

Inhaltsverzeichnis Band 1
Inhaltsverzeichnis Band 2

In Bearbeitung

'82. Der Mensch denkt, und Gott lenkt

Dieser Spruch wird von allen gläubigen Menschen gern gebraucht, besonders in schwierigen Lebenslagen. Und wenn sich die Lebensverhältnisse über Erwarten herrlich erweisen, dann sagt man in glaubensvoller Überzeugung zur Ehre Gottes: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt.“ Dann ist es ein Glaubens- und Dankesspruch.

Tatsächlich ist es so, dass der Mensch im Blick auf seine Lebensvorgänge viel denkt. Das ist sogar richtig und wichtig. Aber es kommt letztlich nicht auf sein Denken, sondern auf Gottes Lenken an. Nur gut, dass in allen menschlichen Lebensverhältnissen und Lebensentscheidungen nicht das eigene Denken ausschlaggebend ist, sondern Gottes Lenken. Man stelle sich vor, was das für ein Chaos geben würde, - sonderlich hinsichtlich des Gemeinschaftslebens - wenn nur das egoistische Denken das Lebensgefilde bestimmen würde. Wie gut ist es, dass alle irdischen Geschehnisse dem göttlichen Ziel vorbehalten sind Darum bleibt das Ziel bestehen: „Ende gut, alles gut!“

Nun ist aber der im Thema erwähnte Spruch von einem Menschen gebraucht worden, mit dem er die ganze Welt stutzig machte. Am 8. März 1963 ist aus Rom folgender Vorgang veröffentlich worden: „Mit dem Wort ‚Der Mensch denkt, und Gott lenkt‘ - aus dem Munde eine glühenden Atheisten ungewohnt - antwortete Chruschtschows Schwiegersohn Adschubij nach seiner gestrigen Audienz beim Papst auf die Frage, ob nun demnächst auch der sowjetische Ministerpräsident selbst von Johannes XXIII. empfangen werde.“ - In dieser Situation ist der Spruch: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt“ wahrhaftig sehr auffällig. Nicht der Spruch an sich, sondern der Sprecher dieses Spruches macht die ganze Welt hellhörig und sogar fragend.

Ein Ereignis höchsten Grades wird hier bemerkbar. Man beachte die Tatsache: ein bewusster Atheist, sogar ein führender Atheist, der bis dahin über den Sinn dieses Spruches nur gelacht hat, bringt es fertig, vor dem höchsten Religionsführer der Welt, tief gebeugt und ehrfurchtsvoll zu sagen: „Der Mensch denkt, und Gott lenkt.“ Ist das nicht bedeutungsvoll?

Ein Vorgang von höchster Bedeutung

Ob hinter diesem Ausspruch eine klare Überzeugung oder ein diplomatischer Trick liegt, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist festzustellen, dass ein führender Atheist in gewisser Verbeugung vor deinem führenden Religionsmann, - den er bis dahin ganz anders bewertet hat, - einen Ausspruch gebraucht, der mehr als auffällig ist. Man kann sagen: Ein bewusster Atheist stellt sich „gläubig“ auf die Seite des Religionsführers und anerkennt seine Glaubenshaltung.

Dieser Vorgang sieht nach einer Kapitulation aus. Welche Seite sich hier kapitulationsbereit zeigt, ist klar. - Es kristallisiert sich ein Vorgang heraus, der von allergrößter Bedeutung ist. Die nahe Zukunft wird uns hierfür noch überraschende Bestätigungen bringen.

Nehmen wir bitte das eben genannte Geschehen zum Anlass, um das menschliche Denken und das göttliche Denken in der Weltgeschichte, sonderlich in der Endweltgeschichte festzustellen. Nur zwei Vorgänge wollen wir hier ins Auge fassen: Religion und Politik. Das sind die zwei Lebensräume, in denen das Endweltgeschehen entscheidend geprägt wird. - Freilich kann hier unsere Betrachtung nur im Telegrammstil erfolgen. Aber es handelt sich um außergewöhnliche Vorgänge, die genauestens beobachtet werden sollten. Sie beleuchten wichtige Geschehnisse unserer Zeit.

Das Heilsvorhaben Gottes

Zunächst wollen wir das Heilsvorhaben Gottes, nämlich sein Lenken in der Unheilswelt, auf den Leuchter stellen. Dieses Lenken hat den Zweck des totalen Um-Lenkens. Das bekannte Wort Gottes sagt: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3:16). - Wahrhaftig, dein herrliches Lenkvorhaben Gottes. Es gewann Raum - geschichtlich gesehen - nicht nur im Morgenland und Abendland, sondern beeinflusste sämtliche Bezirke der Welt. Ds Heilszeugnis ist weltweit geworden.

Dem stellt sich das menschliche Denken entgegen. Schon in der Urchristenheit, und je länger je mehr, mühte sich das „menschliche Denken“ um eine Abzweigung auf der Lebensbahn. Gerade im christlichen Raum suchte man „Weichensteller“, die den Zug auf andere Gleise umrangieren sollten. Einige Weichensteller wollen wir hier nennen. Als ersten erwähnen wir den Rationalismus (Vernunftglaube). Sonderlich im Mittelalter gewann er den Höhepunkt. Die gesamte Christenheit wurde genötigt, nur an das zu glauben, was „vernünftig“ ist - Doch durch das Lenken Gottes wurde der Rationalismus mit seiner „Un-Vernunft“ entlarvt.

Weltliche Weichensteller

Ein weiterer Weichensteller - als treuer Begleiter - ist der Liberalismus (= Freisinnigkeit). Was der Rationalismus nicht fertigbrachte, das sollte der Liberalismus durchführen. Tatsächlich gewann er Raum und Herrschaft nicht nur in den Köpfen frommer Menschen, sondern auch im gesamten theologischen Denken und Zeugen. Die theologischen Lehrstühle befinden sich im dicken Nebel des Liberalismus! Gerade hier stimmt der Spruch: „Der Mensch denkt“ - Aber Gottes Lenken ist immer noch offenbar. Gott hat bislang noch genügend „Aufhaltende“, die dem „Glauben an die Lüge“ im Wege stehen. Die Wahrheits-Zeugen sind noch sieghaft.

Ein hervorragender Weichensteller ist der Theismus (= Gottglaube ohne Glauben an die Offenbarung). Hier ist ein hochverführerischer „Denk-Vorgang“ am Werk. Eine Gipfelmacheist es. Sie hat ihre Höhenfunktion in dem bereits weltumfassenden Bekenntnis: „Wir glauben alle an einen Gott“. Der Theismus ist für das menschliche Denken ein Grundprinzip.

Noch ein Weichensteller muss genannt werden: Atheismus (= Gottesleugnung). Die Vielzahl der Menschensorten erfordern die Vielzahl der Verführungsmethoden. Sonderlich die Menschen, die die Idee vertreten: „Wir schaffen es“, müssen atheistische Ideologie zur Grundlage haben. Der Atheismus ist ein großer Funktionär in der Religion. Sein Prinzip ist: „Ihr werdet sein wie Gott!“

Aus dem Atheismus entwickelte sich spontan der Nihilismus (= Umsturzlehre). Der Nihilismus ist radikal und fordert aus prinzipiellen Gründen den Umsturz. - Um den radikalen Umsturz im Sinne seiner Ideologie bewerkstelligen zu können, bemächtigt er sich auch der Politik (= Staatskunst). Die Staats- und Weltpolitik muss zur Hilfe herbeigerufen werden, damit der Umsturz radikal und total gelinge. Diktatorische Ideologie oder Macht-Ideologie.

Umsturz in der Politik

Darum muss auch in der Politik ein radikaler Umsturz durchgeführt werden.