Die Menschen auf der neuen Erde: Unterschied zwischen den Versionen

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Der THRON GOTTES und DES LAMMES  im Mittelpunkt der Stadt scheint den AUS DEM WORT und SAMEN GOTTES GEBORENEN GEIST  in der Mitte des Menschen zu bezeichnen, der die innerste Wohnung Jesu ist, in dem sodann der Vater wohnt. Also grenzt der Mensch an die klare Gottheit hinein und ist nichts weiter dazwischen als Jesu verklärte Menschheit, nämlich das Lamm, das auf dem Thron sitzt. In demselben ist der allerhöchste Gott gegenwärtig.
Der THRON GOTTES und DES LAMMES  im Mittelpunkt der Stadt scheint den AUS DEM WORT und SAMEN GOTTES GEBORENEN GEIST  in der Mitte des Menschen zu bezeichnen, der die innerste Wohnung Jesu ist, in dem sodann der Vater wohnt. Also grenzt der Mensch an die klare Gottheit hinein und ist nichts weiter dazwischen als Jesu verklärte Menschheit, nämlich das Lamm, das auf dem Thron sitzt. In demselben ist der allerhöchste Gott gegenwärtig.


====Das Lebenswasser der Stadt====
====Das Wasser in der Stadt====
Der STROM Lebenswasser, der von dem Throne Gottes und des Lammes ausgeht, ist der HEILIGE GEIST, oder die von Gott in Jesum und von Jesu in Seine Gemeine und aus der Gemeine in das ganze Schöpfungsall ausgehende, zum völligen Ziel des Vorsatzes ohne Aufhören fortwirkende, alles lebendig machende und stufenweise neu gebärende, alle Kräfte übersteigende Kraft Gottes aus dem Reichtum Seiner Herrlichkeit (Eph 3:16). Er ist der BESTÄNDIGE Ausfluss aus der allgenügsamen unerschöpflichen Quelle der Gottheit.
Der STROM Lebenswasser, der von dem Throne Gottes und des Lammes ausgeht, ist der HEILIGE GEIST, oder die von Gott in Jesum und von Jesu in Seine Gemeine und aus der Gemeine in das ganze Schöpfungsall ausgehende, zum völligen Ziel des Vorsatzes ohne Aufhören fortwirkende, alles lebendig machende und stufenweise neu gebärende, alle Kräfte übersteigende Kraft Gottes aus dem Reichtum Seiner Herrlichkeit (Eph 3:16). Er ist der BESTÄNDIGE Ausfluss aus der allgenügsamen unerschöpflichen Quelle der Gottheit.



Version vom 1. Dezember 2019, 14:27 Uhr

Abschrift des Buches: Offenbarung Jesu Christi von August Fuhr
erschienen 1950 im Philadelphia Verlag, August Fuhr, Reutlingen

in Bearbeitung

Inhaltsübersicht des Buches:
Kapitel davor:
7. Gesicht auf Erden (Offb 19:17 - Offb 20:15)

Die Menschen auf der neuen Erde

Offb 21:1 - Offb 22:5

Gott bei ihnen

Offb 21:1: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen und das Meer ist nicht mehr.
"Die Spotter der letzten Tage werden sagen: 'Wo ist die Verheißung Seiner Zukunft? Denn seit dem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es am Anfang der Schöpfung war!' Dabei vergessen sie absichtlich, dass schon vor diesem Kosmos Himmel existierten und dass eine Erde aus Wasser und durch Wasser entstanden ist DURCH GOTTES WORT, und dass durch dieselben der damalige Kosmos (Himmel und Erde) durch Wasserflut zugrunde ging. Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden DURCH DASSELBE WORT bewahrt, indem sie fürs Feuer bewahrt werden für den Tag des Gerichts. EIN Tag aber vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie EIN Tag" (2Petr 3:6-8). "Aber neue Himmel und eine neue Erde erwarten wir, in denen Gerechtigkeit wohnt, nach Seiner Verheißung" (2Petr 3:13), da Er spricht: "Siehe, Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, also dass der früheren nicht mehr gedacht werden soll, und sie niemand mehr in den Sinn kommen werden, sondern ihr sollt euch freuen und frohlocken bis in Ewigkeit über dem, was Ich erschaffe" (Jes 65:17.18).

Wie aus unserem natürlich-sündigen Fleischleib, der einem Samenkorn gleich in die Erde gesät wird und vergeht, einneuer Leib wird, der dem Samen entspricht (1Kor 15:37.42-44), also werden aus der alten, sündigen und fluchtdurchtränkten Erde und den von Satan und seinen Engeln verunreinigten Himmeln (Eph 6:12; Offb 12:5) nunmehr im Gerichtsfeuer geläuterte, gereinigte und erneuerte Himmel und eine neue Erde hervorgehen.

"Und das Meer ist nicht mehr." ES gehörte zu den Totenräumen (Offb 20:13). Der erste Tod ist aufgehoben. Tote des ersten Todes gibt es nicht mehr, darum bedarf es keines Meeres mehr. An seineStelle ist der See getreten, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod.

Offb 21:2: Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen, von Gott zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
Auf diese Stadt, deren Bildner und Baumeister Gott ist, wartete Abraham. Er hat das Verheißene nur von ferne (im Geiste) geschaut, war aber davon innerlich so überzeugt und ergriffen, dass er und die Miterben der Verheißung es begrüßt und bekannt haben, dass sie Fremdlinge und Pilger seien auf Erden. Auf diese Stadt hin war ihr Lebens- und Erdenlauf ausgerichtet. Darum schämt sich Gott nicht Sich zu nennen IHR Gott, denn Er hat ihnen eine Stadt bereitet (Hebr 11:9-16).

Von diesem Jerusalem, das droben ist, bezeugt der Heilige Geist, dass es "UNSER ALLER MUTTER" ist, nicht nur Braut oder Weib, sondern Mutter (Gal 4:26). Wie von Gott selbst in den Schoß einer menschlichen Mutter schon die Möglichkeiten niedergelegt sind, kreatürlich gleichgeartete Geschöpfe hervorzubringen, so ist, sagt ein Vater in Christo, "das obere Jerusalem der unerschöpfliche und unversiegbare Mutterschoß Gottes, in welchem alle die Möglichkeiten göttlicher Heils- und Lebensgedanken mit dem ganzen geschaffenen All niedergelegt sind. und nur auf ihre Befruchtung warten, zu der im Rat Gottes festgesetzten Zeit."

Dieses Wort erschließt einen Reichtum göttlicher Zeugungen und Ausgeburten ungeahnter Herrlichkeiten und von ungeahnten Ausmaßen, so umfassend, so unergründlich und unerschöpflich, wie Er selbst ist.

Diese Herrlichkeitsentfaltungen können aber erst beginnen,nachdem Christus, das Haupt, und die Gemeine als Sein Leib, zu dem einen vollkommenen Manne, dem "Christus Gottes" geistleiblich vereinigt sind, und DIESER vollkommene Mann mit Seiner Braut die Hochzeit vollzogen hat.

So ist die "Hochzeit des Lammes" nicht nur ein Abschluss von Lebens- und Herrlichkeitsentfaltungen Gottes, die kein Mensch auch nur ahnen kann. Jetzt erst können die unausforschlichen Liebesgedanken Gottes am ganzen All verwirklicht werden, nach seinem willens- und Wohlgefallensplan, wie Er ihn gefasst hat bei Sich selbst, schon eher der Welt Grund gelegt war.

Mit dieser "Mutter", die auch UNSERE Mutter ist, stehen wir jetzt schon in lebensmäßiger Verbindung; wir werden von ihr freundlich gesäugt. Denn "ihr seid gekommen zum Berge Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu Zehntausenden von Engeln., zur Festversammlung und 'Gemeine der Erstgeborenen', die alle im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu Jesu, dem Mittler des Neuen Bundes, und zu dem Blute der Besprengung, das besser redet als Abels Blut" (Hebr 12:22-24).

Offb 21:3: Und ich hörte eine laute Stimme vom Throne her, die sprach: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
Jetzt ist die durch den ersten Adam zerstörte Gemeinschaft mit Gott wieder hergestellt, durch den letzten Adam. Die Sehnsucht Gottes nach Gemeinschaft mit Seinen verlorenen und verderbten Menschenkindern ist gestillt und erfüllt.

Weil das Jerusalem auf Erden das irdische Abbild des himmlischen ist, deshalb hat der Herr Zion erwählt und es zu Seiner WOHNUNG begehrt. "Dies ist Meine Ruhe immerdar, hier will Ich wohnen, denn Ich habe es begehrt" (Ps 132:13.14). Die ganze Heils- und Reichgottesgeschichte ist ein ergreifendes Zeugnis davon, dass Gott von Seinen Menschenkindern nicht loskommt. Er selbst tut alles, um den Riss zu heilen; Er opfert Sich selbst dafür in Christo (2Kor 5:19). Nun genießt vor allem Er selbst die Frucht dieses Opfers.

Der Tod wird nicht mehr sein

Offb 21:4: Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein noch Leid noch Geschrei, noch Schmerz, wird nicht mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Der Fall mit allen seinen Folgen ist aufgehoben. Der paradiesische Zustand ist wieder hergestellt, aber um ein Vielfaches herrlicher! Alle Möglichkeiten enies neuen Falles sind für immer beseitigt. Der Sieg Jesu ist so vollkommen, so allumfassend, alles durchdringend, dass nichts Gottwidriges mehr sich regen kann. Es fließen nur noch die Quellen der Licht- und Lebenskräfte aus dem Zentralquell der Herrlichkeit Gottes.

Offb 21:5: Und der auf dem Throne saß, sprach: Siehe Ich mache alles neu! Und Er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig!
Der Name: "Ich, Elohim" ist die Uroffenbarung Seines Wesens und Seines Ratschlusses. Im Anfang schuf "Elohim" die Himmel und die Erde. "Ich, der ewig Liebend, habe durch den ewigen Geist der Liebe in Meinem ewig geliebten Sohn mit Meiner ganzen Schöpfung, als sie noch in Ihm war, ehe sie ins Dasein trat, einen ewigen Liebesbund gemacht, den Ich mit einem Eid beschworen habe, dass Ich sie nie verlassen noch versäumen werde."

Und Er hat Seine Schöpfung nie verlasen, auch dann nicht, als sie Ihn verließ und gegen Ihn revoltierte. ER SELBST hat sie HEIMGESUCHT, erlöst, heraus gerettet, geläutert und geheilt. Dabei war Sein Ziel nicht nur Wiederherstellung des alten Zustandes, sondern Erneuerung, und zwar von allem, was ursprünglich aus Ihm heraus geworden ist. Auch was nicht in den Fall verhaftet war, ist geschlossen in das gewaltige Offenbarungswort:

Siehe, Ich mache alles neu!

Dieser Erneuerungsprozess vollzieht sich aber in den heiligen, göttlichen Heilsordungen. "Denn aus Ihm heraus und durch Ihn und in Ihn hinein ist DAS ALL. Ihm die Herrlichkeit hinein in die Äonen!" (Röm 11:36). In Ihn hinein aber kann nur kommen, was wesensgleich ist mit Ihm.

Alles, was nicht aus dem Urquell geflossen,
Geht auch in diesen nicht wieder zurück,
Ist von dem Lichte auf immer verstoßen,
Das lehret die Gnade zum ewigen Glück.

Nicht aus Ihm geflossen ist alles, was vom Gall Satans herkommt. Nur ein von allem Wesen des Falles befreites, und vollkommen in die Lichtnatur verwandeltes, völlig neu gemachtes All geht wieder in Seinen Ursprung ein.

Diese Worte sind nicht der Ausdruck einer frommen Phantasie, sondern sie sind gewiss und wahrhaftig. Solches bezeugt Der, welcher nicht lügen kann, weil Er die personifizierte Wahrheit ist.

Wasser des Lebens

Offb 21:6.7: Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! Wer überwindet, der wird solches ererben und Ich werde sein Gott sein, und er wird Mein Sohn sein.
Am Kreuz auf Golgatha rief Er nach schwerem Kampf "Es ist vollbracht!" Damals war keimartig, samenmäßig, wurzelmäßig, dem Anfang nach, "vollbracht", was jetzt ausgewachsen, ausgereift und geboren, abgeschlossen ist von Dem, welcher der Anfang und das ZIEL (telos) aller Gottesgedanken ist. Dieses Ziel ist jetzt erreicht bei denen, die getrunken haben aus der Quelle des Wassers des Lebens.

Zur Samariterin schon hat der Heiland gesagt: Das Wasser das ICH dir geben werde, wird IN IHM zu einer QUELLE des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt" (Joh 4:14). Und "Wen dürste, der komme zu Mir, und es trinke, wer an Mich glaubt; denn von Seinem Leibe werden ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte Er aber von dem GEIST, welchen empfangen sollten, die so an Ihn glaubten" (Joh 7:37-39).

Das Lebenswasser ist also der Heilige Geist. Die Quelle, aus der er in Strömen fließt, ist der verklärte Leib Jesu. Aber nur wer begierig nach Heil nach Ihm dürstet, empfängt dieses Lebenswasser. Und er empfängt es UMSONST, ohne jegliche Gegenleistung. Der Herr erwartet nur, dass wir nach Ihm hungern und dürsten, dann essen und trinken und so Seiner selbst teilhaft werden. So nur, angetan und erfüllt mit seinem Auferstehungsleben und Seinen Geisteskräften, können wir überwinden oder siegen. Den vollständigen Sieg hat Er, der alleinige Sieger, auf Golgatha errungen FÜR UNS. Diesen Sieg nun will Er als der treue Hohepriester, in der Kraft Seiner Auferstehung durch Seinen Heiligen Geist verwirklichen IN unserem STERBLICHEN Fleisch (2Kor 4:11). Indem Er allezeit über uns triumphiert, realisiert Er selbst Seinen Sieg in uns, und SO macht Er uns zu Siegern. In Wirklichkeit siegen nicht wir, sondern Er. Weil Er aber IN UNS IST, so ist Sein Sieg unser Sieg. "So sieht uns Gott in Christo an, daher uns nichts verdammen kann." Darum erkämpfen wir nicht unser Heil, sonder wir ERBEN es durch den Sieg des Glaubens "in Christo Jesu" , unserem Siegesfürsten. Solchem Sieger verheißt Gott, Er werde sein Gott sein, der ganz und gar sich dem Sieger zu eigen gibt. Und der Sieger "wird Gottes Sohn, wenn aber Sohn, dann auch Erbe durch Gott selbst" ( Gal 4:7).

Wer bleibt draußen?

Offb 21:8: Den Feiglingen aber und Ungläubigen und Gräulichen und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendiener und allen Lügnern wird ihr Teil sein in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches ist der zweite Tod.
Nun wird uns gesagt, wer diejenigen sind, welche nicht, oder (wohl richtiger) nicht MEHR im Buche des Lebens geschrieben sein werden.

Das sind vor allem die Feiglinge, Menschen, "die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig geworden sind heiligen Geistes (nicht: DES heiligen Geistes) und geschmeckt haben das gut Wort Gottes, dazu Kräfte zukünftiger Welt, die dann - aus Menschenfurcht oder andren Gründen - wieder abfallen und so selbst den Gottes aufs neue kreuzigen und zum Gespött machen" (Hebr 6:4-6), den Sohn Gottes mit Füßen treten und das Blut des Bundes für gemein halten, durch welches sie geheiligt wurden (Hebr 10:29).

Sodann werden genannt die Ungläubigen. Mit großem Ernst gedenken wir hier des Volkes Israel, das mit 600 000 Mann Fußvolk - ohne Weiber und Kinder - ausgezogen ist aus Ägypten. Aber nur zwei Männer konnte Gott an das verheißene Ziel bringen. Aller anderen Leiber fielen in der Wüste. Sie konnten nicht eingehen ins Land der Verheißung um des Unglaubens willen (Hebr 3:17-19). X<dum die ernste Mahnung an die Hebräer, die ihr Vertrauen auf Christum wegwerfen und feige zurückweichen wollten: "Sehet zu, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein ARGES, UNGLÄUBIGES Herz sei, dass da abfällt von dem lebendigen Gott" (Hebr 3:12). "So wollen wir uns befleißigen, einzugehen zu jener Ruhe, damit nicht jemand falle als dasselbe Beispiel des Unglaubens" (Hebr 4:11). Denn nicht die gottlosen Ägypter erreichten nicht das Ziel, sondern das aus Ägypten heraus gerettete Israel, und das nur, um seines Unglaubens willen, weil sie dem Wort Gottes nicht glaubten und Gott nicht völlig vertrauten.

"Den UNREINEN aber und UNGLÄUBIGEN ist nichts rein, sondern befleckt ist ihr Sinn und ihr Gewissen, sie geben vor, Gott zu kennen, aber mit den werken verleugnen sie Ihn, darum sind sie ein Gräuel (Tit 1:15.16).

Dieser und der weiter Genannten ist der zweite Tod, das ist der See, der mit Feuer und Schwefel brennt.

Die Braut des Lammes

Offb 21:9-11: Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatte, voll der sieben letzten Plagen, und redet mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib, die Braut des Lammes zeigen! Und er führte mich im Geiste auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam, welche die Herrlichkeit Gottes hat. Und ihr Licht ist gleich dem köstlichsten Edelsteine, wie ein kristallglänzender Jaspis.
Johannes wurde von dem Engel gesagt, er wolle ihm das WEIB, die BRAUT DES LAMMES zeigen. Dann führte er ihn auf einen großen und hohen "Berg im Geiste" und zeigte ihm die heilige STADT JERUSALEM.

Das ist eine aufschlussreiche Enthüllung. Wir erfahren, dass das Weib und die Braut EINE geistleibliche Einheit sind. Als ihre Glieder noch auf Erden im Zubereitungsstand waren, war diese Einheit noch nicht vorhanden. Die 144 000 versiegelten LAMMdES-JUNGFRAUEN wurden nach Offb 7. zur Bewahrung in den ersten 3 1(2 Jahren versiegelt. Nach dieser Zeit finden wir sie in Offb 14:1-5 im Himmel. Nirgends erfahren wir, wie sie dorthin kamen. Das Weib kam unter dem Dienst der beiden Zeugen zur Erkenntnis Jesu Christi als dem wahren Messias Israels und wurde dann währender zweiten 3 1/2 Jahre in der Wüste von Gott bewahrt und versorgt.

Jetzt aber sind sie eine Einheit, und das nicht nur unter sich, sondern auch zusammen mit der Stadt Jerusalem, Braut, Weib, Jerusalem sind eine geistleibliche, organische Einheit, unvorstellbar für unsere menschlichen Begriffe, aber anbetungswürdig im Glauben. Sie hat die Herrlichkeit Gottes und ist erfüllt und durchflutet vom köstlichsten Licht.

Das neue Jerusalem

Offb 21:12-14: Und sie hat eine große und hohe Mauer und zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, welche die Namen der zwölf Stämme der Kinder Israels sind. Von Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, von Mittag drei Tore, von Abend drei Tore. Und die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
Hier hat alles israelitisches Gepräge. Zwölf ist die Zielzahl Israels, da Gott wesenhaft im Innersten mit dem Haupt der Nationen zum Ziel gekommen ist.

Die Mauer ist nicht zum Schutz gegen Feinde da, denn dies ist dort nicht mehr notwendig. Aber sie ist doch ein Schutz. In ihren Edelsteinen wird das Licht der Herrlichkeit, das die Stadt durch und durch erfüllt, gebrochen und gemildert für die außerhalb dr Stadt lebenden Menschen.

Die zwölf Tore zeigen wohl an, dass man in der geistleiblich verklärten Schöpfung, wo man von nichts mehr gehindert ist, doch in heiliger Ordnung lebt. Man geht nicht durch die geistleiblichen Mauern ein, obschon man dies auch könnte, sondern durch die geöffneten Tore, denn Gott ist ein Gott der Ordnung.

Offb 21:15-21: Und der mit mit redete, hatte einen Maßstab, ein goldenes Rohr, damit er die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer messe. Und die Stadt liegt im Viereck, und ihre Länge ist so groß wie ihre Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr, auf zwölftausend Stadien; die Länge und die Breite und die Höhe derselben sind gleich. Und er maß ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenmaß, welche auch des Engels Maß ist. Und der Bau ihrer Mauer ist Jaspis und die Stadt von lauterem Gold, gleich reinem Gold. Und die Grundsteine der Stadtmauer sind mit allerlei Edelsteinen geschmückt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein halzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonix, der sechste ein Sardis, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. Und die zwölft Tore sind zwölf Perlen, je eines der Tore aus einer Perle, und die Straße reines Gold wie durchsichtiges Glas.

Jerusalem, du Königsstadt,
Die einzige, die Dauer hat,
Wenn alle Städte sinken!
Wenn diese Erde wird vergehn,
Wenn Sonn und Mond wie Spreu verwehn,
Dann wird dein Licht uns blinken.
Dir sind, soweit das Auge blickt,
Die Wunder Gottes aufgedrückt.

Wahrhaftig! Oder ist das nicht ein anbetungswürdiges Wunder, eine Stadt im Viereck gebaut, deren Seiten jede 12 000 Stadien = 2220 km misst und die von einer ebenso höhen Mauer umschlossen ist?

Da auch da Allerheiligste der Stiftshütte nach Gottes Anweisung in derselben Form eines Kubus gemacht werden musste, glauben wir, dass in diesem Allerheiligten das Neue Jerusalem abgeschattet ist. Und weil das Allerheiligste ja so völlig eingeschlossen war, dass niemand von außen her hineinsehen konnte, so glauben wir, dass auch das Neue Jerusalem von einer Mauer so umschlossen ist, dass niemand von außen her hineinschauen kann.

Wenn es in Offb 21:17 von dem Engel heißt: "Und er maß ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenmaß so ist damit noch nicht gesagt, dass damit die Höhe der Mauer gemeint ist. Die Bretter der Stiftshütte waren 10 Ellen hoch, 1 1/2 Ellen breit und etwa eine Elle dick. Höhe der Stiftshütte und Dicke der Bretter standen also im Verhältnis 10:1 zueinander. Wenn das Neue Jerusalem 2 220 000 Meter hoch ist, dann kann die Mauer nicht nur 144 Ellen = 79 Meter hoch, wohl aber so breit sein.

Der geisterleuchtete Pfarrer Matthäus Hahn schreibt dazu: "Die MAUER, das ist die Gottheit umgebenden und doch nicht einschließende Teil, ist vom durchscheinendem Jaspis. Dies möchte die VERKLÄRTE ERDE des irdischen Leibes andeuten.

Der THRON GOTTES und DES LAMMES im Mittelpunkt der Stadt scheint den AUS DEM WORT und SAMEN GOTTES GEBORENEN GEIST in der Mitte des Menschen zu bezeichnen, der die innerste Wohnung Jesu ist, in dem sodann der Vater wohnt. Also grenzt der Mensch an die klare Gottheit hinein und ist nichts weiter dazwischen als Jesu verklärte Menschheit, nämlich das Lamm, das auf dem Thron sitzt. In demselben ist der allerhöchste Gott gegenwärtig.

Das Wasser in der Stadt

Der STROM Lebenswasser, der von dem Throne Gottes und des Lammes ausgeht, ist der HEILIGE GEIST, oder die von Gott in Jesum und von Jesu in Seine Gemeine und aus der Gemeine in das ganze Schöpfungsall ausgehende, zum völligen Ziel des Vorsatzes ohne Aufhören fortwirkende, alles lebendig machende und stufenweise neu gebärende, alle Kräfte übersteigende Kraft Gottes aus dem Reichtum Seiner Herrlichkeit (Eph 3:16). Er ist der BESTÄNDIGE Ausfluss aus der allgenügsamen unerschöpflichen Quelle der Gottheit.

Das Licht der Stadt

Das LICHT DER HERRLICHKEIT GOTTES, das sowohl durch die durchsichtige Mauer als offene Tore der Stadt wie aus einem kristallenen Ferner (Offb 21:11) heraus scheint, wird dem entfernteren Geschöpf zu einem erquickenden, sättigendem Licht, dass die Stadt selbst durch und durch in solchem Überfluss und in solcher Stärke erfüllt dass solches dem entferntesten Geschöpf ein verzehrendes und fressendes Feuer wie die Sonne wäre, wenn nicht das LICHT durch die VERKLÄRTE, IRDISCHE LEIBESHÜTTE DER ERWÄHLTEN ERSTLINGE GEMILDERT und zur Erträglichkeit der Entferntesten, die noch nicht so nahe mit Gott verbunden sind, geschwächt würde.

Dieses nun, was die Gemeine ist, nach dem Bild des Neuen Jerusalem, ist ein jeder einzelne Mensch im Zusammenhang mit dem Ganzen, nach seiner jetzt verborgenen und künftig aufgedeckten innerlichen und äußerlichen Beschaffenheit, wenn sich Jesus ihm völlig durch den Heiligen Geist offenbart und eine Bleibestätte in ihm macht."

Offb 21:22.23: Und einen Tempel sah ich nicht in ihr, denn der Herr, der Allmächte, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt bedarf nicht der Sonne, noch des Mondes, dass sie ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.Dieses nun, was die Gemeine ist, nach dem Bild des Neuen Jerusalem, ist ein jeder einzelne Mensch im Zusammenhang mit dem Ganzen, nach seiner jetzt verborgenen und künftig aufgedeckten innerlichen und äußerlichen Beschaffenheit, wenn sich Jesus ihm völlig durch den Heiligen Geist offenbart und eine Bleibestätte in ihm macht."
In Offb 7:15; Offb 11:19; Offb 5:8 wurde der Tempel Gottes im Himmel geschaut. Dieser Tempel und Himmel war nicht der unvergängliche, war noch nicht Vollkommenheit. ER gehörte der Schöpfung, die vergänglich ist, an. Das Neue Jerusalem bedarf keines Tempels mehr. Gott selber und da Lamm sind dort der Tempel.

Wo aber sind die, von denen geschrieben steht: "Also seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste