Der Kolosserbrief - Kapitel 3: Unterschied zwischen den Versionen

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Freuen wir uns heute von Herzen, dass wir die gesamte Schöpfung in der Hand des Schöpfers wissen dürfen, und dass alles nach Seiner göttlichen Ordnung und Reihenfolge abläuft, vor allem, dass Ihm nichts aus der Hand gleiten kann!<br/><br/>
Freuen wir uns heute von Herzen, dass wir die gesamte Schöpfung in der Hand des Schöpfers wissen dürfen, und dass alles nach Seiner göttlichen Ordnung und Reihenfolge abläuft, vor allem, dass Ihm nichts aus der Hand gleiten kann!<br/><br/>


Ein ganz wichtiger Punkt ist "der Ort unserer Auserwählung": "in Christus" (siehe ''Eph 1:4''). "In Ihm" hat uns Gott auserwählt, Er hat uns also schon vor unserer Existenz in geistlicher Existenz vor Augen gehabt! Wem dies zu abstrakt erscheint, der möge bedenken, dass ja auch Johannes, der Schreiber der Offenbarung, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges vor seinem geistigen Auge sehen konnte.
Ein ganz wichtiger Punkt ist "der Ort unserer Auserwählung": "in Christus" (siehe [[Eph 1:4]]). "In Ihm" hat uns Gott auserwählt, Er hat uns also schon vor unserer Existenz in geistlicher Existenz vor Augen gehabt! Wem dies zu abstrakt erscheint, der möge bedenken, dass ja auch Johannes, der Schreiber der Offenbarung, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges vor seinem geistigen Auge sehen konnte.


Es soll uns noch kurz berühren, dass unsere Auserwählung gemäß [[Eph 1:4]] "vor dem Niederwurft der Welt" geschah. Die meisten herkömmlichen Übersetzungen schreiben "vor Grundlegung der Welt", was schlichtweg falsch ist, weil das griechische Wort "''katabole''" wörtlich " Herabwurf" bedeutet. Eine weit in der Vergangenheit liegende Welt, die wunderschön gewesen sein musste ([[Hi 38:5]]-7 nimmt darauf Bezug), wurde von Gott mit Wasser überflutete, wovon [[2Petr 3:5]]-6 berichtet; der Grund muss die damals schon vorhandene von Satan eingeführte Sünde gewesen sein. Wir möchten dieses etwas schwierige Thema hier nicht weiter vertiefen, es geht uns vielmehr darum, darauf hinzuweisen, dass unser Auserwählung von Gott zu einem Zeitpunkt und in einer Welt geschah, die noch frei von Sünde war.
Es soll uns noch kurz berühren, dass unsere Auserwählung gemäß [[Eph 1:4]] "vor dem Niederwurft der Welt" geschah. Die meisten herkömmlichen Übersetzungen schreiben "vor Grundlegung der Welt", was schlichtweg falsch ist, weil das griechische Wort "''katabole''" wörtlich " Herabwurf" bedeutet. Eine weit in der Vergangenheit liegende Welt, die wunderschön gewesen sein musste ([[Hi 38:5]]-7 nimmt darauf Bezug), wurde von Gott mit Wasser überflutete, wovon [[2Petr 3:5]]-6 berichtet; der Grund muss die damals schon vorhandene von Satan eingeführte Sünde gewesen sein. Wir möchten dieses etwas schwierige Thema hier nicht weiter vertiefen, es geht uns vielmehr darum, darauf hinzuweisen, dass unser Auserwählung von Gott zu einem Zeitpunkt und in einer Welt geschah, die noch frei von Sünde war.
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Wer als Auserwählter und Berufener den Glauben an Christus erhält <u>ist unwiderrufbar "Sein"!</u> Tiefer Friede darf unser Herz bei diesem Wissen erfüllen!<br/><br/>
Wer als Auserwählter und Berufener den Glauben an Christus erhält <u>ist unwiderrufbar "Sein"!</u> Tiefer Friede darf unser Herz bei diesem Wissen erfüllen!<br/><br/>


Wenn wir scheinbar von unserem Leitvers abgestreift sind, dann ist dies eben nur "scheinbar", denn all unsere Ausführungen stehen in engstem Zusammenhang  mit dem "droben", wir bauen also weiter auf:


Nachdem wir gesehen haben, dass unsere Berufung unbereubar und unsere Rettung in der Gnade göttlich abgesichert ist, kommt der nächste Schritt: "Die Schule des Lebens". Die erste Frage ist hier (wie bei einem normalen Schüler): Was möchte ich später einmal tun? Wozu möchte ich mich ausbilden lassen? Auf welche Schule gehe ich? Gottes Wort lässt. zwei Möglichkeiten zu, a) eine Ausbildung für die Erde, oder b) eine Ausbildung für den Himmel. Die Entscheidung ist im Grunde ganz einfach, weil Gott klare Richtlinien gegeben hat. Israel ist Sein auserwähltes Volk <u>für die Erde</u>, das ganze AT und alle Aussagen Jesu auf Erden zeigen die überdeutlich. Genauso deutlich sagt Paulus, dass er der Apostel und Lehrer der Nationen ist, sein Lehrstoff (den ihm der erhöhte Herr enthüllt hat) führt nach oben! Von wem lasse ich mich belehren?
Unser Leitvers beginnt mit einem "Wenn", und damit haben wir eine Voraussetzung für alles Weiter! Nehmen wir hier zuerst eine Grundwahrheit mit in den Tag: Alles, was mit Christus geschah, das geschah zum einen <u>'''für uns'''</u>a und zum anderen <u>'''in uns'''</u>! In Seinem Werk wurzelt unser Glaube! Alles ist aus Gott in Christus Jesus. Wir werden herausgeführt aus Sünde und Tod hinein in die Gegenwart Gottes, und dies in einem Geist, wie es [[Eph 2:18]] sagt.<br/><br/>
Nach unserer Berufung beginnt die göttliche Schule des Lebens, wir erhalten unsere Ausbildung für das Kommende. Doch "Schule" bedeutet auch Mühe und Fleiß, um das Klassenziel zu erreichen, sogar mit Auszeichnung. Deshalb spricht uns Paulus zu (nachdem unsere Rettung in der. Gnade gesichert ist): "... würdig der Berufung zu wandeln, zu der ihr berufen wurdet..." ([[Eph 4:1]]). Ein würdiger Wandel bedeutet, wenn wir [[Eph 4:1]] ff. weiter lesen, zuerst einmal die. einheit der Körpergemeinde in dem einen Geist zu erkennen, und diese Einheit mit allen Mitteln nach außen und nach innen zu halten. Dies ist deshalb so wichtig, weil wir, wie [[1Kor 4:9]] sagt, den himmlischen Boten und den Menschen ein. Schauspiel geworden sind. Wir sind also im positiven Sinn "Schauspieler"!
Von unserem (würdigen) Wandel hängt aber noch mehr ab: Er soll unseren Herrn und unser Haupt verherrlichen. Und da diese Aufgabe auch gegenteilig ausfallen kann (der Herr wird verunehrt), muss eine Beurteilung erfolgen, wo unser Wandel vielfältig belohnt wird, aber gegebenenfalls auch Verlust, Beschämung und Ähnliches einbringen wird, wir reden hier von der Preisrichterbühne des Christus, vor der wir alle offenbar gemacht werden ([[2Kor 5:10]]). Damit steht fest, dass unser Wandel die Schule darstellt, die wir durchlaufen; unser Erdenleben ist also kein sinnloses Leben hin zum Tod, sondern eine Vorbereitung auf zukünftige Aufgaben! Und diese Aufgaben sind, wie unser Leitvers sagt, "'''droben'''"!<br/><br/>





Version vom 21. Juni 2023, 14:40 Uhr

Abschrift: Der Kolosserbrief in täglichen Andachten: Band I - II
aus der Reihe "Christi unausspürbarer Reichtum"
von Gerhard Groß (+ 2022)

Mit freundlicher Erlaubnis von Gerhard Groß, Balingen
Band I vergriffen, Band II noch erhältlich

siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis

In Bearbeitung:

3. Der Kolosserbrief - Kapitel 3

Himmlischer Sinn - Der alte und der neue Mensch
Gegenseitige Pflichten der Hausgenossen

Himmlischer Sinn - Der alte und der neue Mensch

Kol 3:1

"Wenn ihr nun zusammen mit Christus auferweckt wurdet, suchet das droben, wo Christus ist, zur Rechten Gottes sitzend!"

Wir kommen mit unserem heutigen Leitvers zu einem neuen wichtigen Abschnitt im Kolosserbrief: Unsere überhimmlische Berufung! "Berufung" ist eine Folge der Auserwählung. Wir werden deshalb zuerst betrachten, was es mit der Auserwählung auf sich hat:

Generell kann nur "Einer" auserwählen, und das ist Gott. So hat Er Sich schon in Vorzeiten gemäß 5Mo 7:7 ein Volk auserwählt, welc hes priesterliche Aufgaben an den Nationenvöliern zu verrichten hatte bzw. haben wird (im zukünftigen Tausendjahrreich). Das Kennzeichen dieser Erwählung war, dass es das geringste und schwächste Volk war. Damit setzte Gott ein Zeichen: Nicht die Starken, sondern die Schwachen erwählt Gott, damit sich kein Fleisch rühmen kann. Israel wird sich also nie irgendwie rühmen können, sondern mehr und mehr erkennen, dass es wie auf Adlerflügeln getragen wurde und wird. Die große Aufgabe wird jene sein von der Jesus in Mt 28:18-19 zu Seinen Jüngern sprach:

Wir sehen, Israels große Aufgabe auf der Erde steht noch bevor, sie wird erst beginnen, wenn ihr Herr und Messias sichtbar auf dem Ölberg erscheinen wird (Sach 14:4), um das Königreich auf Erden aufzurichten - dann ergeht der Ruf an Sein auserwähltes Volk, die Arbeit zu beginnen! Wir betonen und halten fest: Israels Berufung ist einzig und allein auf die Erde bezogen!

Dass die Nationen auf Erden zu Jesus hingeführt werden sollen, ist irgendwo allen Gläubigen bekannt; weniger oder unbekannt ist hingegen der Zeitpunkt, wann dies nach dem Willen Gottes geschehen wird. So hat sich seit Jahrhunderten ein Heer von Missionaren in alle Welt aufgemacht, um die so genannten "Heiden" zu Christen zu machen, oft mit Gewalt! Der Erfolg war mäßig. Wir wollen dies hier nicht weiter ausbauen, für uns ist vielmehr wichtig zu erkennen, dass Gott uns, der Körpergemeinde Christi Jesu, keinen irdischen Auftrag gegeben hat, wir haben an dem, was Jesus in Mt 28:18-19 zu Seinen Jüngern sagte, keinerlei Anteil!

Wir machen jetzt einen Sprung zu Eph 1:9-11, wo Paulus von einem Geheimnis Gottes spricht, welches ihm enthüllt wurde, um uns, die Glieder am Körper Christi Jesu, darüber zu belehren. Es geht darum, dass das ganze All in Christus aufgehauptet werden soll, aber nicht nur das auf der Erde, sondern - und jetzt kommt das Neue - auch das in den Himmeln!

Worüber Jesus nie mit Seinen Jüngern sprach, was wir auch nirgendwo in der gesamten Bibel finden, hat Gott bzw. der erhöhte Herr dem Paulus enthüllt, nämlich eine neue Ebene in den Himmeln, wo auserwählte Menschen als Werkzeuge Gottes tätig sein dürfen. Damit haben wir zwei Werkzeuge Gottes: Israel für die Erde, die Körpergemeinde für den Himmel! Das Ziel ist, "beides in Christus aufzuhaupten, das in den Himmeln und das auf der Erde!"

So wie Israel einst als Volk zu seiner zukünftigen Aufgabe auf der Erde von Gott auserwählt und berufen wurde, so ist es im Grunde auch bei uns, mit dem Unterschied, dass unser Berufungsgebiet nicht die Erde, sondern die Himmel sind! Wer dies, liebe Geschwister, nicht erkennt, geht praktisch an seiner Berufung vorbei - er lernt ein ganz anderes Handwerk, mit dem er in der Herrlichkeit nichts (!!!) anfangen kann. Wer sich also überwiegend mit jenem beschäftigt, was Jesus einst zu Seinen Jüngern sagte und was in den vier Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes aufgezeichnet wurde, eignet sich Israels Berufung und Aufgabe an, "alle Nationen auf der Erde zu Jüngern zu machen!" Hier muss eigentlich unter Schluchzen festgestellt werden, dass dies der weitaus größere Teil der Gläubigen ist!

Und jetzt muss auch leider wieder etwas gesagt werden, worauf wir immer wieder hinweisen: Da die obigen irregeführten Gläubigen durch manche Aussage des Paulus irritiert werden, wird Paulus einfach gemieden. Andererseits passt natürlich aus nicht jede Aussage Jesu, die Er an Seine Jünger richtete, und so ist man längst dazu übergegangen, immer nur angenehme Verse aus der Bibel herauszupicken und die unangenehmen Verse einfach links liegen zu lassen! Es ist das Verhalten von "Kindlein im Glauben"!

Wir legen allergrößten Wert darauf, dass mit Eph 1:10 eine Weichenstellung vorgenommen wird, die eine Richtung führt ins Abseits, die andere führt nach droben, wo Christus ist, zur Rechten Gottes sitzend.

Wir kommen zu unserer Auserwählung, und die erfolgte gemäß Eph 1:4 schon vor dem Niederwurf der Welt, also bevor der erste Mensch Adam erschaffen wurde. Gott hat uns auserwählt, um in den herankommenden Äonen bestimmte Aufgaben auszuführen, auf die wir noch zu sprechen kommen. Betont haben wir bereits, dass der Ort unserer Aufgaben nicht auf der Erde, sondern in den Himmeln ist.

Es liegt allein in Gottes Hand, wen Er auserwählt hat; kein Mensch kann sich selber auswählen oder sich entscheiden. Dies wirft bei vielen Gläubigen ein gewaltiges Problem auf, wenn sie nicht an die Rettung aller Menschen glauben können. Wer aber erkannt ha, dass Gott der Retter aller Menschen ist (siehe 1Tim 4:10), der weiß auch, dass unsere Auswahl keine Bevorzugung darstellt, vielmehr dient jene. Auswahl dazu, die Nichtauserwählten zu einem späteren Zeitpunkt zu dem Namen "Jesus" zu führen. So lesen wir auch in 1Tim 4:10 den Zusatz: "...vor allem der Gläubigen", was ja bedeutet, dass die von Gott Auserwählten eben zuerst gerettet werden. Und wo Erstlinge sind, gibt es auch weitere, 1Kor 15:22-23 nennt dies: "Jeder aber in seiner besonderen Abteilung"!

Freuen wir uns heute von Herzen, dass wir die gesamte Schöpfung in der Hand des Schöpfers wissen dürfen, und dass alles nach Seiner göttlichen Ordnung und Reihenfolge abläuft, vor allem, dass Ihm nichts aus der Hand gleiten kann!

Ein ganz wichtiger Punkt ist "der Ort unserer Auserwählung": "in Christus" (siehe Eph 1:4). "In Ihm" hat uns Gott auserwählt, Er hat uns also schon vor unserer Existenz in geistlicher Existenz vor Augen gehabt! Wem dies zu abstrakt erscheint, der möge bedenken, dass ja auch Johannes, der Schreiber der Offenbarung, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges vor seinem geistigen Auge sehen konnte.

Es soll uns noch kurz berühren, dass unsere Auserwählung gemäß Eph 1:4 "vor dem Niederwurft der Welt" geschah. Die meisten herkömmlichen Übersetzungen schreiben "vor Grundlegung der Welt", was schlichtweg falsch ist, weil das griechische Wort "katabole" wörtlich " Herabwurf" bedeutet. Eine weit in der Vergangenheit liegende Welt, die wunderschön gewesen sein musste (Hi 38:5-7 nimmt darauf Bezug), wurde von Gott mit Wasser überflutete, wovon 2Petr 3:5-6 berichtet; der Grund muss die damals schon vorhandene von Satan eingeführte Sünde gewesen sein. Wir möchten dieses etwas schwierige Thema hier nicht weiter vertiefen, es geht uns vielmehr darum, darauf hinzuweisen, dass unser Auserwählung von Gott zu einem Zeitpunkt und in einer Welt geschah, die noch frei von Sünde war.

Bewegen wir es einmal im Herzen, dass es in weiter Vergangenheit eine Welt gab, wo ungetrübtes Licht und liebliche Harmonie vorhanden waren ... dort hat Gott jeden von uns "in Christus" auserwählt!

Unsere Auserwählung in Christus vollzog sich ohne unser Wissen und Zutun, kein Mensch hat demnach die geringste Möglichkeit, hier Einfluss zu nehmen! Dies ist eine göttliche Wahrheit von grundsätzlicher Bedeutung! Wenn wir sie (diese Wahrheit) auch wirklich verstanden haben, muss uns klar sein, dass all unser Mühen, geliebte Menschen zum Glauben zu bringen, meist fruchtlos bleiben wird! Es hängt nicht von unseren Mühen ab, sondern allein von der souveränen Entscheidung Gottes, die in weiter Vergangenheit liegt! Das Einzige, was wir tun können, ist, den Namen "Jesus" zu bezeugen, alles Weitere liegt in Gottes Hand! Damit kommen wir zu unserer "Berufung", denn sie ist ja die Folge unserer Auserwählung:

"Berufung" setzt einen Rufenden und einen Hörenden voraus - der Rufende ist Gott, die Hörenden sind Seine Auserwählten! Wen Gott auserwählt, den beruft Er und schenkt ihm den Glauben - kein Mensch ist in der Lage, den Glauben an. Jesus Christus aus sich heraus aufzubringen! In Phil 1:29 lesen wir: "...den in Gnaden ist euch für Christus gewährt, nicht allein an Ihn zu glauben..."; diese Aussage bedeutet, dass gleich bei unserer Berufung "die Gnade" wirksam wird, die uns begnadet, an Christus zu glauben! Klar sehen wir auch hier, dass jegliche menschliche Eigenbeteiligung ausgeschlossen ist (wir möchten am Rande an dieser Stelle darauf hinweisen, dass für das auserwählte Volk Israel andere Bestimmungen gelten).

"Hören, Glauben, Versiegelt werden mit dem Geist der Verheißung, dem "heiligen" ist gemäß Eph 1:13 unser Weg!

Wir haben gestern zum Schluss die Reihenfolge unserer göttlichen Berufung aufgezeigt, ein Erlebnis im Leben eines Auserwählten, welches nicht nur unvergessen bleibt, sondern vor allem auch unauflösbar ist! Damit kommen wir zu einem Problem, welches viele Gläubige beschäftigt und auch ängstigt: Kann Gott Seine Berufung zurücknehmen?

Es gibt, wie wir leider schon betont haben, ein Heer von Gläubigen, die im Grunde in den ersten Anfängen ihres Glaubenslebens stehen geblieben sind. Ihr Erkenntnisstand ist gering!" Ein großer Teil ihres Lebens hängt von der Frage ab: Verhalte ich mich auch so, dass ich einmal in den Himmel komme? Hier ist nicht mehr Gott der souverän Wirkende, sondern der Mensch hat es in der Hand, was mit ihm einmal geschieht!

Auch hier wollen wir dieses unerfreuliche Thema nicht vertiefen, sondern klar und deutlich und mit freudigem Herzen bezeugen: Gottes Gnadengaben sind unbereubar! Dies lesen wir in Röm 11:29! Diese Aussage ist zwar klar auf Israel gemünzt (in den ganzen Kapiteln Röm 9-11 spricht Paulus von Israel), aber wir dürfen diese Aussage getrost für uns in Anspruch nehmen: Denn unbereubar sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes"!

Wer als Auserwählter und Berufener den Glauben an Christus erhält ist unwiderrufbar "Sein"! Tiefer Friede darf unser Herz bei diesem Wissen erfüllen!

Wenn wir scheinbar von unserem Leitvers abgestreift sind, dann ist dies eben nur "scheinbar", denn all unsere Ausführungen stehen in engstem Zusammenhang mit dem "droben", wir bauen also weiter auf:

Nachdem wir gesehen haben, dass unsere Berufung unbereubar und unsere Rettung in der Gnade göttlich abgesichert ist, kommt der nächste Schritt: "Die Schule des Lebens". Die erste Frage ist hier (wie bei einem normalen Schüler): Was möchte ich später einmal tun? Wozu möchte ich mich ausbilden lassen? Auf welche Schule gehe ich? Gottes Wort lässt. zwei Möglichkeiten zu, a) eine Ausbildung für die Erde, oder b) eine Ausbildung für den Himmel. Die Entscheidung ist im Grunde ganz einfach, weil Gott klare Richtlinien gegeben hat. Israel ist Sein auserwähltes Volk für die Erde, das ganze AT und alle Aussagen Jesu auf Erden zeigen die überdeutlich. Genauso deutlich sagt Paulus, dass er der Apostel und Lehrer der Nationen ist, sein Lehrstoff (den ihm der erhöhte Herr enthüllt hat) führt nach oben! Von wem lasse ich mich belehren?

Unser Leitvers beginnt mit einem "Wenn", und damit haben wir eine Voraussetzung für alles Weiter! Nehmen wir hier zuerst eine Grundwahrheit mit in den Tag: Alles, was mit Christus geschah, das geschah zum einen für unsa und zum anderen in uns! In Seinem Werk wurzelt unser Glaube! Alles ist aus Gott in Christus Jesus. Wir werden herausgeführt aus Sünde und Tod hinein in die Gegenwart Gottes, und dies in einem Geist, wie es Eph 2:18 sagt.

Nach unserer Berufung beginnt die göttliche Schule des Lebens, wir erhalten unsere Ausbildung für das Kommende. Doch "Schule" bedeutet auch Mühe und Fleiß, um das Klassenziel zu erreichen, sogar mit Auszeichnung. Deshalb spricht uns Paulus zu (nachdem unsere Rettung in der. Gnade gesichert ist): "... würdig der Berufung zu wandeln, zu der ihr berufen wurdet..." (Eph 4:1). Ein würdiger Wandel bedeutet, wenn wir Eph 4:1 ff. weiter lesen, zuerst einmal die. einheit der Körpergemeinde in dem einen Geist zu erkennen, und diese Einheit mit allen Mitteln nach außen und nach innen zu halten. Dies ist deshalb so wichtig, weil wir, wie 1Kor 4:9 sagt, den himmlischen Boten und den Menschen ein. Schauspiel geworden sind. Wir sind also im positiven Sinn "Schauspieler"!

Von unserem (würdigen) Wandel hängt aber noch mehr ab: Er soll unseren Herrn und unser Haupt verherrlichen. Und da diese Aufgabe auch gegenteilig ausfallen kann (der Herr wird verunehrt), muss eine Beurteilung erfolgen, wo unser Wandel vielfältig belohnt wird, aber gegebenenfalls auch Verlust, Beschämung und Ähnliches einbringen wird, wir reden hier von der Preisrichterbühne des Christus, vor der wir alle offenbar gemacht werden (2Kor 5:10). Damit steht fest, dass unser Wandel die Schule darstellt, die wir durchlaufen; unser Erdenleben ist also kein sinnloses Leben hin zum Tod, sondern eine Vorbereitung auf zukünftige Aufgaben! Und diese Aufgaben sind, wie unser Leitvers sagt, "droben"!




Gegenseitige Pflichten der Hausgenossen 18-25