Der letzte Abfall: Unterschied zwischen den Versionen

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Es soll schon Gemeinschaften geben, die das übliche „Unser Vater“ längst in die Formel „Unsere Eltern“ umgemünzt haben. Ein erstklassiger Unfug!<br/><br/>
Es soll schon Gemeinschaften geben, die das übliche „Unser Vater“ längst in die Formel „Unsere Eltern“ umgemünzt haben. Ein erstklassiger Unfug!<br/><br/>


====<big>Weiter Entgleisungen</big>====
====<big>Weitere Entgleisungen</big>====
Als hervorstechende Entgleisung ist auch die Anerkennung, ja Segnung der Gleichgeschlechtlichkeit zu beobachten. Die Homosexualität sei weder Sünde noch Krankheit, wird beschwichtigt. Sie sei eine gottgewollte Gegebenheit, und da gebiete es die christliche Liebe, solche Menschen voll anzuerkennen.
Als hervorstechende Entgleisung ist auch die Anerkennung, ja Segnung der Gleichgeschlechtlichkeit zu beobachten. Die Homosexualität sei weder Sünde noch Krankheit, wird beschwichtigt. Sie sei eine gottgewollte Gegebenheit, und da gebiete es die christliche Liebe, solche Menschen voll anzuerkennen.


Bei Paulus
Bei Paulus, wenn man ihn denn überhaupt mal zur Hand nimmt, könnte man aber in Röm 1:18-32 erfahren, dass es der Undank gegenüber einem von allen an der Natur zu erkennenden Gott ist, der diesen Gott veranlasste, die Menschen DAHINZUGEBEN.  Gerade in diese ehrlosen Leidenschaften. Somit hat es dieses Laster zu allen Zeiten gegeben und da, wo es, wie eine Pest um sich greifend, ganze Völker und Stämme verderbte, wurde von Gott aus gelegentlich die totale Ausrottung verfügt (siehe Sodom und Gomorrha, Kanaan, Noahs Zeit).
 
Der Nährboden für die Zustände war aber deutlich in allen Fällen ein äußeres Wohlleben und Übersättigung. Ist nicht dieser Nährboden in unseren Tagen auch vorhanden?
 
Nun hat es auch in Korinth, wie wir aus 1Kor 6:9-11 sehen, Brüder gegeben, die derart WAREN. Doch wurden sie durch das Blut Christi abgewaschen und gerechtfertigt. Sie erfuhren durch Gottes Kraft Heilung. Das ist möglich und im christlichen Raum geboten!
 
Paulus hat solchen nicht gesagt, wie es heute geschieht: „Ihr könnt ja nichts dafür, macht also unter unserem Segen weiter.“ Nein, sie haben, wenn sie überhaupt Erwählte Gottes waren, diesen Dingen zugunsten eines Wandels in Christus entsagen können.
 
Eine anerkannte Homosexualität aber wird sich umso schneller ausbreiten,  und die absehbare Endkonsequenz ist die Ausrottung der so verseuchten Völker, entweder durch Gottes Gericht oder durch sich selbst. Da tritt eine Zwangsläufigkeit zutage.
 
Eine weitere große Not, wo längst nach und nach die Führer der Christenheit ihr Einverständnis geben, ist die Abtreibung.
 
Diese Perversion, wo es im Grunde um die Beseitigung von etwas LÄSTIGEM geht, kann bei einem Durchdenken bis zum Schluss auch das Grausen lehren. Wenn hier Freizügigkeit legitimiert wird, folgen automatisch weitere Bereiche, wo Lästiges auszuräumen wäre.
 
Zuletzt, in einem Anarchiezustand, würde es jedem in seiner verbürgten Freiheit zustehen, alles ihm Lästige auszurotten. Der Stärkere würde sich in allem durchsetzen nach der Parole: „Frei Bahn dem Tüchtigen“. Schließlich würden die übrig bleibenden Tüchtigen sich nur noch in die gegenseitige Selbstausrottung treiben können.
 
Auf Kirchentagen werden die Teilnehmer von den Kirchenoberen dahingehend belehrt, dass sich die alten Väter irrten, wenn sie von einem Himmel träumten, während wir nun heute froh sein könnten, die Möglichkeit zu haben, die Erde noch einmal zu retten!
 
Selbst freizügiger Sexualität wird auf Kirchentagen längst das Wort geredet, so dass man an junge Helfer Kondome und Eintrittskarten für ein Sexmuseum verteilte.
Man sieht deutlich, der allgemeine moralische und sittliche Verfall in der Menschheit hat längst Einzug in die Kirchen und Gemeinschaften gehalten und greife auch dort, wo heute noch ein erheblicher Widerstand vorhanden sein sollte, unaufhaltsam um sich.
 
Die andere Seite dieses Abfalls ist nun noch die Angleichung und Vermischung mit allen übrigen Religionen auf dieser Welt. Auch dies ist in solcher Form ein nie dagewesener Zustand im Christlichen Raum. Die Entleerung der Glaubensinhalte machte in der Christenheit bereits solche Fortschritte, und die gesunde Schriftkenntnis ist so stark zurückgegangen, dass sich eine immer stärker werdende Bereitschaft der Hinwendung zu den anderen Weltreligionen zeigt.
 
Da werden auf Kirchentagen längst Redner aus den Bereichen vom Islam bis  zum Schamanismus eingeladen.. Selbst der Dalai Lama hatte schon die Ehre. Es liegt auf der Hand, dass zur vom Menschen selbst vorzunehmenden Rettung der Welt ein Zusammengehen aller Religionen nützlich, ja erforderlich erscheint. Denn das Ziel aller Religionen ist ja im Grunde die Rettung und Vollendung des Menschen, auf welche Weise auch immer.
 
So bewegt sich das Christentum zunehmend auf die anderen Religionen, ganz besonders die östlichen, zu.
 
Jedoch nicht,  um ihnen das einzig gültige Heil in Christus anzubieten, sondern zur Bildung einer Allianz im Kampf um die Rettung der Welt in Zusammenarbeit mit Mohammed, Buddha  und den vielen anderen Religionsstiftern, die es gab und gibt.<br/><br/>
 
===Die Gesetzlosigkeit===
Wir sahen bisher, dass Gott die gesamte Menschheit wegen mangelnder Ehrfurcht dahingegeben hat, zu tun, was sich nicht gebührt.
 
Seitdem betet sie Tiere, Stock und Steine an und versinkt unaufhörlich in ehrlose Leidenschaften, bis hin zum Exzess.
 
Analog dazu hat Gott die Christenheit (einschließlich eines Großteils der Gläubigen) ebenfalls wegen mangelnder Ehrfurcht vor Seinem Wort und damit auch vor Ihm, in einen Bann getan und lässt sie heute in einen Abfall gewaltigen Ausmaßes geraten.
 
Das ist die Situation, wie sie sich zur Zeit darstellt.
 
In beiden Fällen ist jedoch die Handlungsweise Gottes auf jeden Fall als Ausfluss Seines Liebeswillens zu sehen. Hier haben wir Erziehungswege Gottes, die menschlich-seelisch gesehen zunächst als zu hart, ja grausam und unnötig erscheinen mögen.
 
Doch wird einmal ein jedes der beteiligten Geschöpfe seinem Schöpfer unendlich dankbar für die W eisheit sein, die aus allem unvorstellbare Segnungen hervor ringt, wie sie auf „humanerem“ Wege nicht zu erreichen gewesen wären.
 
Es geht immer wieder um die Größe Gottes, der nie einen Fehler macht und auf jeden Fall besser als irgendeines Seiner Geschöpfe weiß, wie Seine Herrlichkeitsziele zu erreichen sind. Alles bleibt dem absoluten Endziel untergeordnet  Gott wird einmal ALLES in ALLEN sein!
 
Nun ist die GESETZLOSIGKEIT das Markenzeichen einer im ständigen Abwärtsog befindlichen Menschheit.
 
Aber auch  zugleich das Kennzeichen einer in den letzten, großen Abfall geratenen Christenheit.
 
Bei der Gesetzlosigkeit geht es nicht vornehmlich um die Ablehnung des Gesetzes, wie es Israel durch Mose erhielt, sondern um alle Gesetzmäßigkeiten, die der normale Mensch beachten sollte, um in gesicherten Verhältnissen fortbestehen  zu können.
 
Hier ist es sehr nützlich, sich zunächst einmal die Ausführungsbestimmungen der mosaischen Gesetze anzusehen, wie wir sie etwa im 2. und 5. Buch Mose vorfinden. Dort wird derAchtung vor den Eltern, der Jungfrauenschaft, dem Schamgefühl, der Eigentumsbewertung und so fort eine solch hohe Wertschätzung gezollt, dass man  nur staunen muss und erschüttert feststellt, dass dies heute alles als überholt und veraltert der Lächerlichkeit preisgegeben ist.
 
Alle Anweisungen waren ja seit jeher in irgendeiner Form auch in die Gesetzgebungen der Welt eingeflossen, vor allem der „christlichen“ Völker, und sind bis heute einer ständig fortschreitenden Verwässerung und Entwertung anheimgefallen.
 
Ein neuzeitliches Übel ist auch die Verschleppungstaktik in der Rechtssprechung über Monate, manchmal Jahre, wo gewitzte Anwälte ihren Profit machen. Aber das hatte ja bereits der Prediger Salomo (Pred 8:11) zu beklagen: „Weil nicht alsbald ein Urteil geschieht über die bösen Werke, dadurch wird das Herz des Menschen voll, Böses zu tun!“
 
 
 


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Version vom 20. November 2022, 16:42 Uhr

Aus der Reihe: Christi unausspürbarer Reichtum:
Christenheit im Abfall
Gedanken zum Ende des Zeitalters der Gnade
von Joachim Kaase

Abschrift mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Groß, Balingen
Dort als Schrift noch erhältlich.

Siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis

In Bearbeitung:

Christenheit im Abfall

3. Der letzte Abfall

Die Christenheit - ein Bild des Jammers!

Wir haben bisher gesehen, wie sie durch das frühzeitige Abwenden von Paulus und das Vermischen des gültigen Evangeliums mit einem heute außer Kraft gesetzten Evangelium weithin kraftlos geworden sind. Wir müssen aber auch auf der anderen Seite sehen, dass all dies exakt nach dem Willen des Vaters verläuft, der Sich gerade in solchen Verhältnissen eine Vervollständigung für Seinen Sohn heranbildet, eine Körperschaft für überhimmlische Herrlichkeitsdienste.

Es ist dies einfach so, wie bei der Belassung unseres Körpers im Bereich der Sünde, eine der Beschränkungen, die für einen rechten Glaubenkampf vom Vater Selbst als notwendig erachtet wird.

Nur wer hier im völligen Vertrauen auf Sein Wort und im Gebetsringen um den geist der Weisheit und Enthüllung (Eph 1:17) zu einem Gott wohlgefälligen Wandel geführt wird, kann dann später auch Lohn erwarten nach 1Kor 3:11-15. Wer jedoch auf diesen Gebieten nachlässig ist, wird des Lohnes verlustig gehen, wenn auch die Rettung außer Frage steht.

Die Verhältnisse spitzen sich zu, und wir können heute erkennen, dass die Christenheit in einem noch nie dagewesenen Abfall steckt, der bereits ungeheure Ausmaße erkennen lässt.

Der Apostel Paulus gebraucht den Ausdruck ABFALL (griechisch APOSTASIA) nur einmal in seinen Briefen, und zwar in 2Thes 2:3, und beschrieb damit dort eine in der Zukunft liegende Situation. Dieser Ausdruck muss wohl als der schärfste unter einigen anderen angesehen werden, weil es um das Aufgeben bisheriger Grundwahrheiten geht.

Es geht also nicht mehr um aus Unkenntnis entschuldbare Irrtümer oder um alteingewöhnte Irrlehren in zweitrangigen Erkenntnisfragen. Es geht hierbei vielmehr, wie der Volksmund sagen würde, „ans Eingemachte“ Hier kommt die Zerstörung bisher als unantastbar geltender Werte und Glaubensgrundsätze ins Spiel.

Diese Bestrebungen sind heute in der Christenheit in nie gekannten Dimensionen und auf breiter Front im Vormarsch.

Sie sind gegenüber dem UMSTELLEN hinweg vom Evangelium aus Gal 1:6 und dem ABWENDEN von Paulus aus 2Tim 1:15 ein Niedergang im christlichen Raum, der bisher ohne Beispiel ist. Vielleicht die nahe liegendste Beschreibung dieser Situation gibt Paulus später, aber immer noch in die Zukunft weisend, in 2Tim 4:3-4: „Denn es wird eine Frist kommen, wenn sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern sich selbst nach eigenen Begierden Lehrer aufhäufen, weil ihr Gehör gekitzelt wird; und zwar werden sie das Gehör von der Wahrheit abwenden und sich den Sagen zukehren.“

Wenn wir diese nie zuvor erlebten Vorgänge heute in der Christenheit eindeutig feststellen, wissen wir, dass die letzte Frist der Gnadenhaushaltung des Apostels Paulus angebrochen sein muss.

Abfall nach innen und nach außen

Dieser Abfall verläuft deutlich in zwei Zielrichtungen, nämlich nach innen und nach außen. Es geht nach innen um die Verweltlichung geistlicher Grundlagen und Begriffe (Säkularismus) und nach außen um die Vermischung mit anderen Religionen (Synkretismus).

Dabei kann man im Säkularismus als neues Zauberwort etwa die „Selbstverwirklichung“ ausmachen. Im Synkretismus gilt die Parole „Toleranz“ Die Entwertung Jahrtausende alten Glaubensgutes häuft sich derart, dass man allenthalben nur noch leere Hülsen vorfindet, die fleißig durch auf neu getrimmte, aber in Wirklichkeit uralte Lügen ersetzt werden. Alles läuft darauf hinaus, dass der Mensch im Prinzip gut ist und sich selbst helfen kann. Damit werden Begriffe wie Sünde und Erlösung gegenstandslos. Die Person Jesus wird zu einem großen Humanisten herabgestuft, und wer es wagt, Seine wahre Bedeutung zu bezeugen, wird bald als einseitig und engstirnig belächelt.

Das Wort Gottes wird allenthalben „hinterfragt“ (ein weiteres Zauberwort) und somit grundsätzlich als solches angezweifelt.

Die heilige Ehrfurcht vor dem von Gott inspirierten, unverbrüchlichen Wort der Wahrheit ist abhanden gekommen.

Die jungfräuliche Geburt, das leere Grabe des Herrn und Seine Wundertaten sind längst "besserer Einsicht“ zum Opfer gefallen.

Etwas im gesamten christlichen Zeitalter nie Dagewesenes ist z.B. die heute rapide zunehmende Erhebung der Frauen in die Lehrämter der Kirche unter Missachtung eindeutiger Schriftaussagen, vor allem bei Paulus. Hatte zwar die katholische Kirche der Maria längst eine Heilsvermittlergröße verschafft, so läuft heute alles darauf hin, das weibliche Prinzip allseits auszubauen. Es muss überall als gleichwertig dabei sein, obwohl dies nicht möglich ist.

Denn jede Frau, die aus der von Gott schöpfungsmäßig verordneten Unterordnung heraustritt, begibt sich damit in die Überordnung über den Mann, mag sie auch noch so sehr nur die Gleichberechtigung betonen.

Die Weiblichkeit wird allerorten überbetont und schließlich selbst bis in die Höhe Gottes manipuliert.

Es soll schon Gemeinschaften geben, die das übliche „Unser Vater“ längst in die Formel „Unsere Eltern“ umgemünzt haben. Ein erstklassiger Unfug!

Weitere Entgleisungen

Als hervorstechende Entgleisung ist auch die Anerkennung, ja Segnung der Gleichgeschlechtlichkeit zu beobachten. Die Homosexualität sei weder Sünde noch Krankheit, wird beschwichtigt. Sie sei eine gottgewollte Gegebenheit, und da gebiete es die christliche Liebe, solche Menschen voll anzuerkennen.

Bei Paulus, wenn man ihn denn überhaupt mal zur Hand nimmt, könnte man aber in Röm 1:18-32 erfahren, dass es der Undank gegenüber einem von allen an der Natur zu erkennenden Gott ist, der diesen Gott veranlasste, die Menschen DAHINZUGEBEN. Gerade in diese ehrlosen Leidenschaften. Somit hat es dieses Laster zu allen Zeiten gegeben und da, wo es, wie eine Pest um sich greifend, ganze Völker und Stämme verderbte, wurde von Gott aus gelegentlich die totale Ausrottung verfügt (siehe Sodom und Gomorrha, Kanaan, Noahs Zeit).

Der Nährboden für die Zustände war aber deutlich in allen Fällen ein äußeres Wohlleben und Übersättigung. Ist nicht dieser Nährboden in unseren Tagen auch vorhanden?

Nun hat es auch in Korinth, wie wir aus 1Kor 6:9-11 sehen, Brüder gegeben, die derart WAREN. Doch wurden sie durch das Blut Christi abgewaschen und gerechtfertigt. Sie erfuhren durch Gottes Kraft Heilung. Das ist möglich und im christlichen Raum geboten!

Paulus hat solchen nicht gesagt, wie es heute geschieht: „Ihr könnt ja nichts dafür, macht also unter unserem Segen weiter.“ Nein, sie haben, wenn sie überhaupt Erwählte Gottes waren, diesen Dingen zugunsten eines Wandels in Christus entsagen können.

Eine anerkannte Homosexualität aber wird sich umso schneller ausbreiten, und die absehbare Endkonsequenz ist die Ausrottung der so verseuchten Völker, entweder durch Gottes Gericht oder durch sich selbst. Da tritt eine Zwangsläufigkeit zutage.

Eine weitere große Not, wo längst nach und nach die Führer der Christenheit ihr Einverständnis geben, ist die Abtreibung.

Diese Perversion, wo es im Grunde um die Beseitigung von etwas LÄSTIGEM geht, kann bei einem Durchdenken bis zum Schluss auch das Grausen lehren. Wenn hier Freizügigkeit legitimiert wird, folgen automatisch weitere Bereiche, wo Lästiges auszuräumen wäre.

Zuletzt, in einem Anarchiezustand, würde es jedem in seiner verbürgten Freiheit zustehen, alles ihm Lästige auszurotten. Der Stärkere würde sich in allem durchsetzen nach der Parole: „Frei Bahn dem Tüchtigen“. Schließlich würden die übrig bleibenden Tüchtigen sich nur noch in die gegenseitige Selbstausrottung treiben können.

Auf Kirchentagen werden die Teilnehmer von den Kirchenoberen dahingehend belehrt, dass sich die alten Väter irrten, wenn sie von einem Himmel träumten, während wir nun heute froh sein könnten, die Möglichkeit zu haben, die Erde noch einmal zu retten!

Selbst freizügiger Sexualität wird auf Kirchentagen längst das Wort geredet, so dass man an junge Helfer Kondome und Eintrittskarten für ein Sexmuseum verteilte. Man sieht deutlich, der allgemeine moralische und sittliche Verfall in der Menschheit hat längst Einzug in die Kirchen und Gemeinschaften gehalten und greife auch dort, wo heute noch ein erheblicher Widerstand vorhanden sein sollte, unaufhaltsam um sich.

Die andere Seite dieses Abfalls ist nun noch die Angleichung und Vermischung mit allen übrigen Religionen auf dieser Welt. Auch dies ist in solcher Form ein nie dagewesener Zustand im Christlichen Raum. Die Entleerung der Glaubensinhalte machte in der Christenheit bereits solche Fortschritte, und die gesunde Schriftkenntnis ist so stark zurückgegangen, dass sich eine immer stärker werdende Bereitschaft der Hinwendung zu den anderen Weltreligionen zeigt.

Da werden auf Kirchentagen längst Redner aus den Bereichen vom Islam bis zum Schamanismus eingeladen.. Selbst der Dalai Lama hatte schon die Ehre. Es liegt auf der Hand, dass zur vom Menschen selbst vorzunehmenden Rettung der Welt ein Zusammengehen aller Religionen nützlich, ja erforderlich erscheint. Denn das Ziel aller Religionen ist ja im Grunde die Rettung und Vollendung des Menschen, auf welche Weise auch immer.

So bewegt sich das Christentum zunehmend auf die anderen Religionen, ganz besonders die östlichen, zu.

Jedoch nicht, um ihnen das einzig gültige Heil in Christus anzubieten, sondern zur Bildung einer Allianz im Kampf um die Rettung der Welt in Zusammenarbeit mit Mohammed, Buddha und den vielen anderen Religionsstiftern, die es gab und gibt.

Die Gesetzlosigkeit

Wir sahen bisher, dass Gott die gesamte Menschheit wegen mangelnder Ehrfurcht dahingegeben hat, zu tun, was sich nicht gebührt.

Seitdem betet sie Tiere, Stock und Steine an und versinkt unaufhörlich in ehrlose Leidenschaften, bis hin zum Exzess.

Analog dazu hat Gott die Christenheit (einschließlich eines Großteils der Gläubigen) ebenfalls wegen mangelnder Ehrfurcht vor Seinem Wort und damit auch vor Ihm, in einen Bann getan und lässt sie heute in einen Abfall gewaltigen Ausmaßes geraten.

Das ist die Situation, wie sie sich zur Zeit darstellt.

In beiden Fällen ist jedoch die Handlungsweise Gottes auf jeden Fall als Ausfluss Seines Liebeswillens zu sehen. Hier haben wir Erziehungswege Gottes, die menschlich-seelisch gesehen zunächst als zu hart, ja grausam und unnötig erscheinen mögen.

Doch wird einmal ein jedes der beteiligten Geschöpfe seinem Schöpfer unendlich dankbar für die W eisheit sein, die aus allem unvorstellbare Segnungen hervor ringt, wie sie auf „humanerem“ Wege nicht zu erreichen gewesen wären.

Es geht immer wieder um die Größe Gottes, der nie einen Fehler macht und auf jeden Fall besser als irgendeines Seiner Geschöpfe weiß, wie Seine Herrlichkeitsziele zu erreichen sind. Alles bleibt dem absoluten Endziel untergeordnet Gott wird einmal ALLES in ALLEN sein!

Nun ist die GESETZLOSIGKEIT das Markenzeichen einer im ständigen Abwärtsog befindlichen Menschheit.

Aber auch zugleich das Kennzeichen einer in den letzten, großen Abfall geratenen Christenheit.

Bei der Gesetzlosigkeit geht es nicht vornehmlich um die Ablehnung des Gesetzes, wie es Israel durch Mose erhielt, sondern um alle Gesetzmäßigkeiten, die der normale Mensch beachten sollte, um in gesicherten Verhältnissen fortbestehen zu können.

Hier ist es sehr nützlich, sich zunächst einmal die Ausführungsbestimmungen der mosaischen Gesetze anzusehen, wie wir sie etwa im 2. und 5. Buch Mose vorfinden. Dort wird derAchtung vor den Eltern, der Jungfrauenschaft, dem Schamgefühl, der Eigentumsbewertung und so fort eine solch hohe Wertschätzung gezollt, dass man nur staunen muss und erschüttert feststellt, dass dies heute alles als überholt und veraltert der Lächerlichkeit preisgegeben ist.

Alle Anweisungen waren ja seit jeher in irgendeiner Form auch in die Gesetzgebungen der Welt eingeflossen, vor allem der „christlichen“ Völker, und sind bis heute einer ständig fortschreitenden Verwässerung und Entwertung anheimgefallen.

Ein neuzeitliches Übel ist auch die Verschleppungstaktik in der Rechtssprechung über Monate, manchmal Jahre, wo gewitzte Anwälte ihren Profit machen. Aber das hatte ja bereits der Prediger Salomo (Pred 8:11) zu beklagen: „Weil nicht alsbald ein Urteil geschieht über die bösen Werke, dadurch wird das Herz des Menschen voll, Böses zu tun!“