Der letzte Abfall: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Christenheit - ein Bild des Jammers! | |||
Wir haben bisher gesehen, wie sie durch das frühzeitige Abwenden von Paulus und das Vermischen des gültigen Evangeliums mit einem heute außer Kraft gesetzten Evangelium weithin kraftlos geworden sind. Wir müssen aber auch auf der anderen Seite sehen, dass all dies exakt nach dem Willen des Vaters verläuft, der Sich gerade in solchen Verhältnissen eine Vervollständigung für Seinen Sohn heranbildet, eine Körperschaft für überhimmlische Herrlichkeitsdienste. | |||
Es ist dies einfach so, wie bei der Belassung unseres Körpers im Bereich der Sünde, eine der Beschränkungen, die für einen rechten Glaubenkampf vom Vater Selbst als notwendig erachtet wird. | |||
Nur wer hier im völligen Vertrauen auf Sein Wort und im Gebetsringen um den geist der Weisheit und Enthüllung (Eph 1:17) zu einem Gott wohlgefälligen Wandel geführt wird, kann dann später auch Lohn erwarten nach 1Kor 3:11-15. Wer jedoch auf diesen Gebieten nachlässig ist, wird des Lohnes verlustig gehen, wenn auch die Rettung außer Frage steht. | |||
Die Verhältnisse spitzen sich zu, und wir können heute erkennen, dass die Christenheit in einem noch nie dagewesenen Abfall steckt, der bereits ungeheure Ausmaße erkennen lässt. | |||
Der Apostel Paulus gebraucht den Ausdruck ABFALL (griechisch APOSTASIA) nur einmal in seinen Briefen, und zwar in 2Thes 2:3, und beschrieb damit dort eine in der Zukunft liegende Situation. Dieser Ausdruck muss wohl als der schärfste unter einigen anderen angesehen werden, weil es um das Aufgeben bisheriger Grundwahrheiten geht. | |||
Es geht also nicht mehr um aus Unkenntnis entschuldbare Irrtümer oder um alteingewöhnte Irrlehren in zweitrangigen Erkenntnisfragen. Es geht hierbei vielmehr, wie der Volksmund sagen würde, „ans Eingemachte“ Hier kommt die Zerstörung bisher als unantastbar geltender Werte und Glaubensgrundsätze ins Spiel. | |||
Diese Bestrebungen sind heute in der Christenheit in nie gekannten Dimensionen und auf breiter Front im Vormarsch. | |||
Sie sind gegenüber dem UMSTELLEN hinweg vom Evangelium aus Gal 1:6 und dem ABWENDEN von Paulus aus 2Tim 1:15 ein Niedergang im christlichen Raum, der bisher ohne Beispiel ist. Vielleicht die nahe liegendste Beschreibung dieser Situation gibt Paulus später, aber immer noch in die Zukunft weisend, in 2Tim 4:3-4: „Denn es wird eine Frist kommen, wenn sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern sich selbst nach eigenen Begierden Lehrer aufhäufen, weil ihr Gehör gekitzelt wird; und zwar werden sie das Gehör von der Wahrheit abwenden und sich den Sagen zukehren.“ | |||
Wenn wir diese nie zuvor erlebten Vorgänge heute in der Christenheit eindeutig feststellen, wissen wir, dass die letzte Frist der Gnadenhaushaltung des Apostels Paulus angebrochen sein muss.<br/><br/> | |||
====Abfall nach innen und nach außen</big>==== | |||
Dieser Abfall verläuft deutlich in zwei Zielrichtungen, nämlich nach innen und nach außen. Es geht nach innen um die Verweltlichung geistlicher Grundlagen und Begriffe (Säkularismus) und nach außen um die Vermischung mit anderen Religionen (Synkretismus). | |||
Dabei kann man im Säkularismus als neues Zauberwort etwa die „Selbstverwirklichung“ ausmachen. Im Synkretismus gilt die Parole „Toleranz“ Die Entwertung Jahrtausende alten Glaubensgutes häuft sich derart, dass man allenthalben nur noch leere Hülsen vorfindet, die fleißig durch auf neu getrimmte, aber in Wirklichkeit uralte Lügen ersetzt werden. Alles läuft darauf hinaus, dass der Mensch im Prinzip gut ist und sich selbst helfen kann. Damit werden Begriffe wie Sünde und Erlösung gegenstandslos. Die Person Jesus wird zu einem großen Humanisten herabgestuft, und wer es wagt, Seine wahre Bedeutung zu bezeugen, wird bald als einseitig und engstirnig belächelt. | |||
Das Wort Gottes wird allenthalben „hinterfragt“ (ein weiteres Zauberwort) und somit grundsätzlich als solches angezweifelt. | |||
Die heilige Ehrfurcht vor dem von Gott inspirierten, unverbrüchlichen Wort der Wahrheit ist abhanden gekommen. | |||
Die jungfräuliche Geburt, das leere Grabe des Herrn und Seine Wundertaten sind längst "besserer Einsicht“ zum Opfer gefallen. | |||
Etwas im gesamten christlichen Zeitalter nie Dagewesenes ist z.B. die heute rapide zunehmende Erhebung der Frauen in die Lehrämter der Kirche unter Missachtung eindeutiger Schriftaussagen, vor allem bei Paulus. Hatte zwar die katholische Kirche der Maria längst eine Heilsvermittlergröße verschafft, so läuft heute alles darauf hin, das weibliche Prinzip allseits auszubauen. Es muss überall als gleichwertig dabei sein, obwohl dies nicht möglich ist. | |||
Denn jede Frau, die aus der von Gott schöpfungsmäßig verordneten Unterordnung heraustritt, begibt sich damit in die Überordnung über den Mann, mag sie auch noch so sehr nur die Gleichberechtigung betonen. | |||
Die Weiblichkeit wird allerorten überbetont und schließlich selbst bis in die Höhe Gottes manipuliert. | |||
Es soll schon Gemeinschaften geben, die das übliche „Unser Vater“ längst in die Formel „Unsere Eltern“ umgemünzt haben. Ein erstklassiger Unfug!<br/><br/> | |||
====<big>Weiter Entgleisungen</big>==== | |||
Als hervorstechende Entgleisung ist auch die Anerkennung, ja Segnung der Gleichgeschlechtlichkeit zu beobachten. Die Homosexualität sei weder Sünde noch Krankheit, wird beschwichtigt. Sie sei eine gottgewollte Gegebenheit, und da gebiete es die christliche Liebe, solche Menschen voll anzuerkennen. | |||
Bei Paulus | |||
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Version vom 20. November 2022, 16:08 Uhr
Aus der Reihe: Christi unausspürbarer Reichtum:
Christenheit im Abfall
Gedanken zum Ende des Zeitalters der Gnade
von Joachim Kaase
Abschrift mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Groß, Balingen
Dort als Schrift noch erhältlich.
Siehe weitere Abschriften
Inhaltsverzeichnis
Christenheit im Abfall
3. Der letzte Abfall
Die Christenheit - ein Bild des Jammers!
Wir haben bisher gesehen, wie sie durch das frühzeitige Abwenden von Paulus und das Vermischen des gültigen Evangeliums mit einem heute außer Kraft gesetzten Evangelium weithin kraftlos geworden sind. Wir müssen aber auch auf der anderen Seite sehen, dass all dies exakt nach dem Willen des Vaters verläuft, der Sich gerade in solchen Verhältnissen eine Vervollständigung für Seinen Sohn heranbildet, eine Körperschaft für überhimmlische Herrlichkeitsdienste.
Es ist dies einfach so, wie bei der Belassung unseres Körpers im Bereich der Sünde, eine der Beschränkungen, die für einen rechten Glaubenkampf vom Vater Selbst als notwendig erachtet wird.
Nur wer hier im völligen Vertrauen auf Sein Wort und im Gebetsringen um den geist der Weisheit und Enthüllung (Eph 1:17) zu einem Gott wohlgefälligen Wandel geführt wird, kann dann später auch Lohn erwarten nach 1Kor 3:11-15. Wer jedoch auf diesen Gebieten nachlässig ist, wird des Lohnes verlustig gehen, wenn auch die Rettung außer Frage steht.
Die Verhältnisse spitzen sich zu, und wir können heute erkennen, dass die Christenheit in einem noch nie dagewesenen Abfall steckt, der bereits ungeheure Ausmaße erkennen lässt.
Der Apostel Paulus gebraucht den Ausdruck ABFALL (griechisch APOSTASIA) nur einmal in seinen Briefen, und zwar in 2Thes 2:3, und beschrieb damit dort eine in der Zukunft liegende Situation. Dieser Ausdruck muss wohl als der schärfste unter einigen anderen angesehen werden, weil es um das Aufgeben bisheriger Grundwahrheiten geht.
Es geht also nicht mehr um aus Unkenntnis entschuldbare Irrtümer oder um alteingewöhnte Irrlehren in zweitrangigen Erkenntnisfragen. Es geht hierbei vielmehr, wie der Volksmund sagen würde, „ans Eingemachte“ Hier kommt die Zerstörung bisher als unantastbar geltender Werte und Glaubensgrundsätze ins Spiel.
Diese Bestrebungen sind heute in der Christenheit in nie gekannten Dimensionen und auf breiter Front im Vormarsch.
Sie sind gegenüber dem UMSTELLEN hinweg vom Evangelium aus Gal 1:6 und dem ABWENDEN von Paulus aus 2Tim 1:15 ein Niedergang im christlichen Raum, der bisher ohne Beispiel ist. Vielleicht die nahe liegendste Beschreibung dieser Situation gibt Paulus später, aber immer noch in die Zukunft weisend, in 2Tim 4:3-4: „Denn es wird eine Frist kommen, wenn sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern sich selbst nach eigenen Begierden Lehrer aufhäufen, weil ihr Gehör gekitzelt wird; und zwar werden sie das Gehör von der Wahrheit abwenden und sich den Sagen zukehren.“
Wenn wir diese nie zuvor erlebten Vorgänge heute in der Christenheit eindeutig feststellen, wissen wir, dass die letzte Frist der Gnadenhaushaltung des Apostels Paulus angebrochen sein muss.
Abfall nach innen und nach außen
Dieser Abfall verläuft deutlich in zwei Zielrichtungen, nämlich nach innen und nach außen. Es geht nach innen um die Verweltlichung geistlicher Grundlagen und Begriffe (Säkularismus) und nach außen um die Vermischung mit anderen Religionen (Synkretismus).
Dabei kann man im Säkularismus als neues Zauberwort etwa die „Selbstverwirklichung“ ausmachen. Im Synkretismus gilt die Parole „Toleranz“ Die Entwertung Jahrtausende alten Glaubensgutes häuft sich derart, dass man allenthalben nur noch leere Hülsen vorfindet, die fleißig durch auf neu getrimmte, aber in Wirklichkeit uralte Lügen ersetzt werden. Alles läuft darauf hinaus, dass der Mensch im Prinzip gut ist und sich selbst helfen kann. Damit werden Begriffe wie Sünde und Erlösung gegenstandslos. Die Person Jesus wird zu einem großen Humanisten herabgestuft, und wer es wagt, Seine wahre Bedeutung zu bezeugen, wird bald als einseitig und engstirnig belächelt.
Das Wort Gottes wird allenthalben „hinterfragt“ (ein weiteres Zauberwort) und somit grundsätzlich als solches angezweifelt.
Die heilige Ehrfurcht vor dem von Gott inspirierten, unverbrüchlichen Wort der Wahrheit ist abhanden gekommen.
Die jungfräuliche Geburt, das leere Grabe des Herrn und Seine Wundertaten sind längst "besserer Einsicht“ zum Opfer gefallen.
Etwas im gesamten christlichen Zeitalter nie Dagewesenes ist z.B. die heute rapide zunehmende Erhebung der Frauen in die Lehrämter der Kirche unter Missachtung eindeutiger Schriftaussagen, vor allem bei Paulus. Hatte zwar die katholische Kirche der Maria längst eine Heilsvermittlergröße verschafft, so läuft heute alles darauf hin, das weibliche Prinzip allseits auszubauen. Es muss überall als gleichwertig dabei sein, obwohl dies nicht möglich ist.
Denn jede Frau, die aus der von Gott schöpfungsmäßig verordneten Unterordnung heraustritt, begibt sich damit in die Überordnung über den Mann, mag sie auch noch so sehr nur die Gleichberechtigung betonen.
Die Weiblichkeit wird allerorten überbetont und schließlich selbst bis in die Höhe Gottes manipuliert.
Es soll schon Gemeinschaften geben, die das übliche „Unser Vater“ längst in die Formel „Unsere Eltern“ umgemünzt haben. Ein erstklassiger Unfug!
Weiter Entgleisungen
Als hervorstechende Entgleisung ist auch die Anerkennung, ja Segnung der Gleichgeschlechtlichkeit zu beobachten. Die Homosexualität sei weder Sünde noch Krankheit, wird beschwichtigt. Sie sei eine gottgewollte Gegebenheit, und da gebiete es die christliche Liebe, solche Menschen voll anzuerkennen.
Bei Paulus
