Vorbilder im AT: Unterschied zwischen den Versionen

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*Danach offenbarte Sich Gott noch deutlicher als der Geber aller guten Gaben. In den darauf folgenden Zeitabschnitten handelte Gott in ganz besonderer Weise. Er erwählte eine Familie, - die '''Familie des [[Abraham]].''' Um aber dem im Fleisch lebenden Menschen jeden nur möglichen Beistand zu seiner Rettung zu leisten, gab Er ihm ein vollkommenes [[Gesetz]], um dadurch zu erfahren, ob er durch dasselbe erneuert werden könne. Das war die '''Haushaltung des Gesetzes'''. Ich brauche euch nicht das Ende derselben zu sagen.  
*Danach offenbarte Sich Gott noch deutlicher als der Geber aller guten Gaben. In den darauf folgenden Zeitabschnitten handelte Gott in ganz besonderer Weise. Er erwählte eine Familie, - die '''Familie des [[Abraham]].''' Um aber dem im Fleisch lebenden Menschen jeden nur möglichen Beistand zu seiner Rettung zu leisten, gab Er ihm ein vollkommenes [[Gesetz]], um dadurch zu erfahren, ob er durch dasselbe erneuert werden könne. Das war die '''Haushaltung des Gesetzes'''. Ich brauche euch nicht das Ende derselben zu sagen.  
*Gott sandte Seine Diener, um Früchte bei dem Weingärtner zu suchen, denen Er Seinen Weinberg übergeben hatte; etliche derselben wurden geschlagen und etliche steinigten sie, kurz und gut, sie behandelten alle Diener Gottes in schmachvoller Weise.  
*Gott sandte Seine Diener, um Früchte bei dem Weingärtner zu suchen, denen Er Seinen Weinberg übergeben hatte; etliche derselben wurden geschlagen und etliche steinigten sie, kurz und gut, sie behandelten alle Diener Gottes in schmachvoller Weise.  
*Zuletzt sandte Er ihnen den Sohn, und diesen warfen sie hinaus und kreuzigten Ihn ([[Mt 21:33]]-39). Das war das '''Ende der ersten Heilszeit''' und des Versuches, ob der Mensch in seinem Fleisch gebessert werden könnte
*Zuletzt sandte Er ihnen den Sohn, und diesen warfen sie hinaus und kreuzigten Ihn ([[Mt 21:33]]-39). Das war das '''Ende der ersten Heilszeit''' und des Versuches, ob der Mensch in seinem Fleisch gebessert werden könnte.
 
Darauf  ließ Gott etwas Neues kommen, den Zeitabschnitt der Auferstehung, ich meine die christliche Heilszeit, welche sich hauptsächlich in dem Punkt von der vorhergehenden unterscheidet, dass sie den Menschen im Fleisch garnicht mehr gelten lässt, sondern nur solche als Untertanen eines himmlischen Königreiches anerkennt, welche zu einem neuen und himmlischen Leben erweckt worden sind. Fortan wurde es aufgegeben, den Menschen im Fleisch zu erproben, denn es war eine ausgemachte Sache, dass er gänzlich verloren und hilflos sei, und die Taufe versiegelte dieses<sup>1</sup>.
 
::''<sup>1</sup>  Der Gegensatz zwischen der Taufe und der Beschneidung ist sehr bezeichnend auf ihre verschiedenen Zeitabschnitte. Die Beschneidung, wie uns dieses in [[1Petr 3:21]] gesagt wird, stellte das Abtun des Unflats am Fleische dar; dies war alles, welches der alte Zeitabschnitt bezweckte, denn er ging von der Voraussetzung aus, dass das Fleisch verbessert werden könnte. Deshalb wurde der Mensch, der Same Abrahams dem Fleische nach, in seinem Fleisch in den Bund aufgenommen. Die [[Taufe]] dagegen, wie uns wiederholt gesagt wird ([[Röm 6.]] - [[Kol 2:1]] - [[1Petr 3.]]), stellt den Tod und das den Tod und das Begrabenwerden des Fleisches dar; denn diese Heilszeit geht von dem Gesichtspunkt aus, dass das Fleisch unverbesserlich ist und dass der Mensch nur dann, wenn er durch den Heiligen Geist erweckt ist, zu Gott kommen kann; mit einem Wort: Es sei denn, das ein Mensch von Neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Der Gläubige, welcher diese neue Geburt empfangen hat, soll die Untüchtigkeit des Fleisches vermittelst einer Handlung bekennen, welche, wenn sie richtig gehandhabt wird, eine ebenso auffallende Darstellung von dem Zweck des Neuen Bundes ist, als die Beschneidung solche von der Absicht des Alten Bundes.''
 
Gott wollte Sich jetzt Selbst ein Volk zubereiten, welches durch die Auferstehung Christi gezeugt wäre ([[1Petr 1:3]]) und welches während dieser jetzigen Heilszeit ein Zeuge sein sollte, nicht von dem was die M e n s c h e n sind, sondern von dem, was E r ist. Eine Gnadenzeit hatte also begonnen, welche den Menschen im Fleisch in keinerlei Weise  anerkennt, in welcher Gott fast ganz entgegengesetzt mit dem Menschen verfährt, als Er es unter dem Gesetz getan hat. Dieses ist die gegenwärtige Heilszeit.
 
Vielleicht bin ich in Bezug auf diese Frage weitläufiger geworden, als es mein Gegenstand nötig machte, aber die Wichtigkeit derselben mag meine Entschuldigung sein; es tut mir leid, sagen zu müssen, dass die meisten Christen diese Wichtigkeit nur wenig erkennen. Allein das, was ich gesagt habe, wird zeigen, wie Gott Seiner Vorsehung gemäß mit den Menschen verfahren ist, d.h. wie in verschiedenen Zeiten Seine Ansprüche gewechselt haben.
 
*'''Gottes erste Heilsordnung war das Gesetz, Seine zweite ist das Evangelium.'''

Version vom 17. Februar 2016, 18:32 Uhr

in Bearbeitung

aus dem Buch von Andrew Jukes - Die Opfergesetze nach 3Mo 1-7

Von den biblischen Vorbildern im Allgemeinen

Fortsetzung von: Von den biblischen Vorbildern im Allgemeinen

Vorbilder im AT

Nun könnte jemand die Frage aufwerfen: Welchen Beweisgrund gibt es für diese Behauptung? Ich erwidere darauf: Das Neue Testament selbst scheint mir den Beweis für jeden einzelnen Fall zu liefern. Selbstverständlich bedarf es auch hier, wie bei jeder anderen Erforschung, eines gewissen Grades von Verständnis bei denjenigen, welchen dieser Beweisgrund vorgeführt werden soll. Nicht alle Menschen haben genug Erkenntnis, um die Beweisführungen der Sternkunde zu fassen, welche nicht desto weniger Beweise für diejenigen sind, deren Sinne hinreichend geübt sind, um sie zu unterscheiden. Ich zweifle nicht, dass dies auch hiermit der Fall ist. Ja, ich wage zu sagen, dass diejenigen, welche am meisten von Gemeinschaft mit Gott wissen, welche unter den Leuchten des göttlichen Antlitzes am tiefsten in die Bedeutung Jesu Christi und in Seines Vaters Gedanken über Ihn eigegangen sind, auch die geeignetsten sein werden, um die Menge der Beweisgründe richtig beurteilen zu können, die ich jetzt vorzulegen gedenke.

Lasst uns zum ersten Buch Mose zurückkehren. Ich sagte, dass die Vorbilder in demselben hauptsächlich Gottes großen Heilsplan und den Gang, welchen die Entwicklung des Menschengeschlechts zu gehen hat, darlegen. Vielleicht ist es nötig, dass ich erklären, was ich unter diesen Heilsabsichten Gottes verstehe. Gott hat seit dem Sündenfall in den verschiedenen Zeitabschnitten auf verschiedene Weise mit dem Menschen gehandelt, in verschiedenen Graden der Vertraulichkeit und in gewisser Weise auch auf Grund verschiedener Grundsätze. Durch alles hindurch hat Er Seinen Zweck im Auge behalten, nämlich zu offenbaren, was Er ist und was der Mensch ist. Doch ist diese eine Absicht in verschiedener Weise und durch mannigfaltige und wiederholte Versuche ausgeführt worden. Das Endergebnis davon ist folgendes:

Der Mensch fiel durch Ungehorsam und ist samt seiner ganzen Nachkommenschaft sündig geworden. Die verschiedenen Heilszeiten stellten, während sie auf der einen Seite Offenbarungen Gottes waren, zugleich den Menschen auf die Probe, ob er imstande wäre, sich selber wieder aus seinem Verderben herauszuhelfen.

  • Gott versuchte es anfänglich mit dem Menschen ohne Gesetz. Das Ende davon war die Sündflut, den "die Erde war voll Frevels" (1Mo 6:11).
  • Dann gab Gott dem Noah auf der neuen Erde Herrschergewalt, jedoch so, dass der ihm erteilten Macht Schranken gesetzt wurden: "Wer Menschenblut vergießt, das Blut soll auch durch Menschen vergossen werden" (1Mo 9:6), um zu sehen, wenn ich so sagen darf, ob der Mensch vermittelst dieser Gabe sich selbst Hilfe schaffen könnte. Das Ende davon war - und zwar nach nicht allzulanger Zeit - freche und weit ausgebreitete Abgötterei.
  • Danach offenbarte Sich Gott noch deutlicher als der Geber aller guten Gaben. In den darauf folgenden Zeitabschnitten handelte Gott in ganz besonderer Weise. Er erwählte eine Familie, - die Familie des Abraham. Um aber dem im Fleisch lebenden Menschen jeden nur möglichen Beistand zu seiner Rettung zu leisten, gab Er ihm ein vollkommenes Gesetz, um dadurch zu erfahren, ob er durch dasselbe erneuert werden könne. Das war die Haushaltung des Gesetzes. Ich brauche euch nicht das Ende derselben zu sagen.
  • Gott sandte Seine Diener, um Früchte bei dem Weingärtner zu suchen, denen Er Seinen Weinberg übergeben hatte; etliche derselben wurden geschlagen und etliche steinigten sie, kurz und gut, sie behandelten alle Diener Gottes in schmachvoller Weise.
  • Zuletzt sandte Er ihnen den Sohn, und diesen warfen sie hinaus und kreuzigten Ihn (Mt 21:33-39). Das war das Ende der ersten Heilszeit und des Versuches, ob der Mensch in seinem Fleisch gebessert werden könnte.

Darauf ließ Gott etwas Neues kommen, den Zeitabschnitt der Auferstehung, ich meine die christliche Heilszeit, welche sich hauptsächlich in dem Punkt von der vorhergehenden unterscheidet, dass sie den Menschen im Fleisch garnicht mehr gelten lässt, sondern nur solche als Untertanen eines himmlischen Königreiches anerkennt, welche zu einem neuen und himmlischen Leben erweckt worden sind. Fortan wurde es aufgegeben, den Menschen im Fleisch zu erproben, denn es war eine ausgemachte Sache, dass er gänzlich verloren und hilflos sei, und die Taufe versiegelte dieses1.

1 Der Gegensatz zwischen der Taufe und der Beschneidung ist sehr bezeichnend auf ihre verschiedenen Zeitabschnitte. Die Beschneidung, wie uns dieses in 1Petr 3:21 gesagt wird, stellte das Abtun des Unflats am Fleische dar; dies war alles, welches der alte Zeitabschnitt bezweckte, denn er ging von der Voraussetzung aus, dass das Fleisch verbessert werden könnte. Deshalb wurde der Mensch, der Same Abrahams dem Fleische nach, in seinem Fleisch in den Bund aufgenommen. Die Taufe dagegen, wie uns wiederholt gesagt wird (Röm 6. - Kol 2:1 - 1Petr 3.), stellt den Tod und das den Tod und das Begrabenwerden des Fleisches dar; denn diese Heilszeit geht von dem Gesichtspunkt aus, dass das Fleisch unverbesserlich ist und dass der Mensch nur dann, wenn er durch den Heiligen Geist erweckt ist, zu Gott kommen kann; mit einem Wort: Es sei denn, das ein Mensch von Neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Der Gläubige, welcher diese neue Geburt empfangen hat, soll die Untüchtigkeit des Fleisches vermittelst einer Handlung bekennen, welche, wenn sie richtig gehandhabt wird, eine ebenso auffallende Darstellung von dem Zweck des Neuen Bundes ist, als die Beschneidung solche von der Absicht des Alten Bundes.

Gott wollte Sich jetzt Selbst ein Volk zubereiten, welches durch die Auferstehung Christi gezeugt wäre (1Petr 1:3) und welches während dieser jetzigen Heilszeit ein Zeuge sein sollte, nicht von dem was die M e n s c h e n sind, sondern von dem, was E r ist. Eine Gnadenzeit hatte also begonnen, welche den Menschen im Fleisch in keinerlei Weise anerkennt, in welcher Gott fast ganz entgegengesetzt mit dem Menschen verfährt, als Er es unter dem Gesetz getan hat. Dieses ist die gegenwärtige Heilszeit.

Vielleicht bin ich in Bezug auf diese Frage weitläufiger geworden, als es mein Gegenstand nötig machte, aber die Wichtigkeit derselben mag meine Entschuldigung sein; es tut mir leid, sagen zu müssen, dass die meisten Christen diese Wichtigkeit nur wenig erkennen. Allein das, was ich gesagt habe, wird zeigen, wie Gott Seiner Vorsehung gemäß mit den Menschen verfahren ist, d.h. wie in verschiedenen Zeiten Seine Ansprüche gewechselt haben.

  • Gottes erste Heilsordnung war das Gesetz, Seine zweite ist das Evangelium.